Asiana Business Class im Airbus A330 von Seoul nach Tokio

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Ich muss zugeben, mir ist keine bessere Einleitung zum Rückweg meiner Far-East Reise eingefallen. Nach dem ich fast zwei Wochen in Japan, Taiwan und Korea unterwegs war, hieß es Koffer beziehungsweise Handgepäck einpacken und wiederzum Flughafen fahren. Bevor ich wieder mit der Qatar zurück fliegen konnte, musste ich jedoch von Seoul erst einmal nach Tokio Narita kommen. Da in Korea Feiertag war und die Flüge alle extremst gut gebucht waren musste ich in den sauren Apfel beißen und ein Business Class Ticket kaufen. Die Alternative wäre ein First Class Ticket mit Korean Airlines gewesen. Der Flug ging übrigens fast zeitgleich und am Gate nebenan. Allerdings waren die 400€ für ein Asiana Business Class Ticket im Airbus A330 wohl die beste Investition. Sogar die Alternativen mit Umsteigeverbindungen wären ähnlich teuer gewesen. Mit Meilen war leider auch nichts zu machen.

Vor meinem Flug in der Asiana Business Class im Airbus A330 hatte ich noch ein wenig Zeit die Asiana Business Class Lounge zu besuchen. Da ich mir aber noch ein wenig die Beine vertreten wollte, habe ich mich recht früh auf den Weg zum Gate gemacht.

Asiana Business Class im Airbus A330 – Boarding

Das Boarding ging auf die Minute pünktlich los. Zuvor wurden von den mindestens 20 Familien mit Kleinkind der Kinderwagen eingesammelt. Das habe ich auch schon ganz anders erlebt.

Los ging das Boarding dann mit Familien mit kleinen Kindern, sowie Gästen der Business Class und Statusgästen mit einem Star Alliance Gold Status. Anschließend durften alle anderen Gäste boarden. Insgesamt hat das Einsteigen aller Gäste keine 20 Minuten gedauert. Und das obwohl der Airbus A330 bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Das Boarding erfolgte im Übrigen über zwei Fluggastbrücken.

Asiana Business Class im Airbus A330 – Layout

Asiana fliegt ihre Airbus A330 meist auf Kurz- und Mittelstrecken. Im Airbus A 330 hat Asiana 30 Plätze in der Business Class verbaut. Diese sind mit fünf Reihen in einer 2-2-2 Bestuhlung angeordnet. Entsprechend haben alle Plätze (außer die Fensterplätze) direkten Zugang zum Gang.

Die Economy Class ist wie üblich in einer 2-4-2 Bestuhlung verbaut. In der Economy gibt es 260 Sitzplätze. Der Sitzabstand beträgt großzügige 33 Zoll.

Die Kabine ist schon ein wenig in die Jahre gekommen und ist vom Design und den Sitzen her sicherlich mit der internationalen Sitze vergleichbar. Für die Kurz- und Mittelstrecke und vor allem auf Tagflügen finde ich das Produkt in der Asiana Business Class jedoch mehr als ordentlich.

Allerdings kommt es wohl auch vor, dass etwas längere Strecken geflogen werden. Und genau hier liegt der Vorteil oder eben auch das Problem. Der Sitz ist zwar etwas älter, allerdings hat man extrem viel Platz und im Vergleich zu vielen europäischen Airlines eine überlegene Business Class. Vergleicht man aber die Langstreckenprodukte, sieht Asiana beim Airbus A330 im wahrsten Sinne des Wortes alt aus.

Asiana Business Class im Airbus A330 – Der Sitz

Beim Online-Check In hatte ich noch Sitzplatz 3C, einen Gangplatz gewählt. Der Grund heirfür war aber, dass alles andere schon belegt war. Am Gate habe ich aber noch einmal nachgefragt und konnte mich auf 3A, einen Fensterplatz umsetzten lassen. Dies hat zwar den Nachteil, dass man über den Nachbarn steigen muss, falls man auf die Toilette will, allerdings wollte ich sowieso nur noch schlafen. Von daher hat es auch gepasst.

Der Sitzabstand bei Asiana im A330 beträgt 58 Zoll oder 145 Zentimetern und jeder Sitz lässt sich flachstellen. Allerdings ist die Liegefläche nicht parallel zum Boden, sondern erinnert eher an die alte Business Class der Lufthansa. Man liegt leicht abschüssig. Mit seinen 26.5 Zoll oder 66 Zentimeter Breite ist der Sitz absolut okay und man hat mehr als genug Platz.

In der Sitzschale des Vordersitzes befindet sich ein großer Bildschirm. Hier lassen sich einige Filme und Serien schauen. Das Angebot ist wie auch schon in der Boeing 747 übersichtlich, aber für die Kurzstrecke absolut ausreichend.

Steuern lässt sich das Entertainmentsystem mit einem Kontroller, der in der Armlehne verbaut ist. Dieser lässt sich herausnehmen.

Über die Köpfe in der Armlehne lässt sich der Sitz auch sehr flexibel verstellen. Es gibt auch einen USB Anschluss, sowie eine Steckdose um seine elektronischen Geräte zu laden.

Unterhalb des Vordersitzes befinden sich noch einige kleine, offene Staufächer.

Die kleine Ablage zwischen den Sitzen eignet sich um den Welcome-Drink abzustellen. Falls man den Sitznachbarn nicht kennt, mag oder seine Ruhe will, kann man eine kleine Sichtblende vorziehen. Diese gibt zumindest ein wenig Privatsphäre. Oberhalb davon gibt es noch eine kleine Leselampe.

Der Klapptisch ist in der Armlehne verbaut. Wenn dieser einmal ausgeklappt ist, kann man leider nicht mehr aufstehen.

Asiana Business Class im Airbus A330 – Catering und Service

Kurz nach dem Start wurden alle Gäste in der Asiana Business Class Ticket im Airbus A330 von der Crew persönlich begrüßt. Es wurden auch Welcome Drinks ausgeteilt. Zur Auswahl gab es Wasser oder Orangensaft. In meinem Fall gab es ein Glas Wasser.

Im Anschluss wurden die Speise- und Getränkekarten verteilt.

Neben einem Champagner gab es jeweils auch einen Rot- und Weißwein zur Auswahl. Zudem wurde ein koreanisches oder ein westliches Menü angeboten. Kurz vor dem Start kam die Crew noch vorbei um die Bestellung aufnehmen. Da ich das Hühnchen recht langweilig fand, habe ich mir das koreanische  Ssambap bestellt.

Da ich dann doch direkt beim Start eingeschlafen bin, hat die Crew mich nicht geweckt um den Service durchzuführen. Nach einer guten Stunde bin ich dann jedoch aufgewacht. Die Crew hat mir noch angeboten das Essen zu servieren. Immerhin hatten wir noch gute 50 Minuten Flugzeit.

Das Ssaambap war definitiv die richtige Entscheidung. Es war lecker, und super gewürzt.

Asiana Business Class im Airbus A330 – Fazit

Für einen Kurzstreckenflug war Asiana sicherlich die richtige Entscheidung. Was will man mehr, als einen flachen Sitz auf dem man ein wenig ruhen oder schlafen kann. Der Service war nett, aufmerksam und freundlich und das Essen war super.

Ich würde sofort wieder mit der Asiana Business Class im Airbus A330 fliegen. Das Produkt ist zwar etwas älter, allerdings würde ich mir bei einer Kurzstrecke keine Gedanken machen. Viel besser geht es wohl kaum. Vor allem, wenn man das mal mit den Business Class Produkten in Europa vergleicht.

Die letzten Teile meines Tripreports könnt Ihr hier lesen:

Das könnte Euch auch interessieren

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*