Asiana Economy Class in der Boeing 747

Nach einigen Tagen in Taipei sollte es weiter auf meiner Reise durch Asien gehen. Mit der Asiana Economy Class in der Boeing 747 sollte es für den knapp zwei Stunden langen Hüpfer nach Seoul gehen.

Ich finde es ja immer wieder faszinierend, dass so viele Großraumflugzeuge auf vergleichsweise kurzen Strecken innerhalb Asiens zum Einsatz kommen.

Sicherlich hätte ich ein wenig günstiger fliegen können, allerdings wollte ich unbedingt wieder einmal die 747 fliegen und auch gerne mit einer Airline fliegen, die in einer Allianz Mitglied ist. Da Asiana seit Jahren in der Star Alliance ist, konnte ich dank meines Status bei Aegean doch so einige Lounges in Taipei besuchen. Neben der EVA Air „The Star“ und „Infinity“ Lounge, habe ich auch die Singapore Airlines Lounge besucht.

Asiana Economy Class in der Boeing 747 – Check In und Boarding:

Der Check In am Flughafen macht drei Stunden vor Abflug auf. Ich hatte zwar bereits online eingcheckt, allerdings hatte ich meine Bordkarte nicht gedruckt. Deshalb hatte ich gehofft, dass man diese einfach am Automaten ausdrucken und zur Lounge gehen könnte. Dies war leider nicht möglich. Deshalb musste ich noch einmal knapp 20 Minuten warten, bis der Check In Schalter aufmachte. Es gibt einen separaten Schalter für Business Class Gäste, sowie Vielflieger mit einem Star Alliance Gold Status.

Das Bording ging dann sogar etwas vor der Zeit los. Als ich am Gate ankam, war bereits ein Großteil der Passagiere eingestiegen. Am Gate gab es aber zwei Schalter. Einer war für Economy Class Gäste, zweiterer für First, Business und Star Alliance Gold Gäste.

Christoph ist übrigens schon die Asiana First Class im A380 geflogen.

Asiana Economy Class in der Boeing 747 – Layout

Asiana hat Ihre Boeing 747-400 in einer Dreiklassen-Konfiguration verbaut. Neben 10 Plätzen in der First Class, die in der Nase verbaut sind gibt es auch 24 Plätze in der Business Class im Oberdeck.

Direkt hinter der First Class geht bereits die Economy Class los. Die Asiana Economy Class in der Boeing 747 verfügt über schlappe 364 Sitze. Mit 398 Plätzen bewegt man sich dabei im Durchschnitt. Allerdings dürfte hier auffallen, dass die Business Class mit 24 Sitzen ziemlich klein ist. Die Economy Class ist wirklich riesig. Man kann quasi von der ersten Tür bis hinter ins Heck durchschauen. Trennwände gibt es nicht wirklich. Es befinden sich lediglich einige Galleys und Toiletten in den Mittelblöcken.

Die Kabine wirkt schon etwas in die Jahre gekommen. Das liegt aber in erster Linie an der Farbgestaltung. Alles ist in Braun- und Beigetönen gehalten.

In der Business Class gibt es nur 24 Sitzplätze. Alle befinden sich im Oberdeck der Boeing 747. Diese sogenannten Angle-Flat Sitze lassen sich zwar recht weit nach hinten lehnen, allerdings sind diese weder flach, noch parallel zum Boden. Auf der Langstrecke ist dies eher suboptimal.

In der Nase der 747 befinden sich 10 First Class Sitze. Diese sind sind entlang der Fenster in 4 Reihen angeordnet. Im mittleren Teil der Kabine befinden sich zwei Sitze nebeneinander. Allerdings ist auch der Sitz schon etwas älter. Mit fast zwei Meter Bettlänge, sollte man aber hier zumindet genügend Platz haben.

Asiana Economy Class in der Boeing 747 – Der Sitz

Das Beste am Sitz ist definitiv der Sitzabstand. Wobei, dass klingt jetzt negativ. Der Sitz ist bequem und gut. Der Abstand ist allerdings wirklich überragend. Mit 34 Zoll ist der Sitz wohl in der weltweiten Spitze dabei.

Man kann ohne Probleme seine Beine ausstrecken und dabei die Knie bequem unter den Vordersitz strecken. Jeder Sitz lässt sich natürlich auch nach hinten lehnen. Obwohl die Kabine bereits etwas älter ist und durch die Farben alles andere als modern wirkt, ist der Sitz sehr gut.

Neben verstellbaren Armlehnen und Kopfstützen verfügt der Sitz auch über eine Sitztasche in der man Kleinigkeiten verstauen kann. Der Tisch lässt sich vom Vorderstitz ausklappen. Der Controller für das Entertainment System befindet sich in der Armlehne. Am Sitzplatz gibt es auch eine Steckdose. Hier kann man seine elektronischen Geräte laden.

Ich hatte zunächst auf Platz 53K Platz genommen. Allerdings war die Asiana Economy Class in der Boeing 747 ziemlich leer. Deshalb bin ich kurzerhand auf den Platz 21 A umgezogen. Ich finde es immer klasse, wenn man vor dem Flügel sitzen kann. Die Aussicht auf die Triebwerke ist ja auch nicht ganz verkehrt.

Asiana Economy Class in der Boeing 747 – Catering und Service

Asiana gehört zu den Skytrax 5-Sterne Airlines. Ich fand den Flug gut, allerdings auch nicht Spitzenklasse. Es gab nach dem Start eine Runde Getränke. Dabei wurden, wie auf asiatischen Kurzstrecken üblich, keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt. Die Crew war zwar freundlich, aber wirkte ein wenig kalt auf mich. Allerdings muss ich sagen, es war eine Kurzstrecke und die Mädels hatten ordentlich zu tun. Viel kann man da nicht erwarten, deshalb möchte ich hier nichts schlecht reden.

Es wurde im Anschluss ein warmes Reisgericht mit Hühnchen und Fisch verteilt. Geschmaklich war es absolut okay.

Nach einer weiteren Runde Getränke habe ich noch einen Film geschaut. Im Anschluss ging der Landeanflug los.

Asiana Economy Class in der Boeing 747 – Fazit

Ich finde es echt genial, dass man innerhalb Asiens so oft eine echte Langstreckenmaschine auf kurzen Hüpfern fliegen kann. Das ist sicherlich der Traum eines jeden Flugzeugfans. Die Asiana 747 wird sicherlich bald der Geschichte angehören. In den nächsten Jahren wird die Queen mit Sicherheit ausgeflottet werden. Deshalb habe ich den Flug genossen und mich gefreut, dass ich die Asiana Economy Class in der Boeing 747 fliegen konnte.

Der Service war okay, wenn auch nicht weltbewegend. Das Essen war für die Kurzstrecke gut und deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Nur ein Bierchen hätte ich mir gewünscht. Das wahre Highlight war der Sitzabstand. Schade, dass es so etwas nicht öfter gibt, der war wirklich klasse. Insgesamt kann ich Asiana sehr empfehlen. Vor allem wenn es auf der Boeing 747 ist. Ich bin einige Tage später die Business Class im A330 geflogen. der Review hierzu folgt.

Die letzten Teile meines Tripreports nach far East findet Ihr hier:

1 Kommentar

  1. Man darf nie vergessen das sehr viel mehr menschen fliegen als in Europa.

    Ich bin wie ich im April von Bangkok nach Phukt wurde auch die 747 eingesetzt udn auch sie ist voll gewesen.

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