Kurzreview: British Airways Economy Class im Airbus A 319

Die letzte Woche war schon ein wenig verrückt. Die erste Hälfte der Woche habe ich in Panama verbracht, beziehungsweise bin ich dort hin geflogen. In der zweiten Wochenhälfte bin ich vier Segmente in der British Airways Economy Class im Airbus A 319 geflogen. Hauptgrund hierfür war mein British Airways Status. Um diesen zu erreichen, muss man mindestens vier Segmente mit British Airways oder Iberia absolvieren.

In diesem Tripreport, „Panama und ein airberlin Abschiedsflug“ sind bisher folgende Teile erschienen.

British Airways Economy Class im Airbus A 319 – Check In und Boarding

Da ich in Amsterdam gelandet war, sollte es von dort über London Gatwick, Edinburgh und London Heathrow zurück nach Frankfurt gehen. Dies war zwar ein kleiner Umweg, aber auf der anderen Seite is Edinburgh eine klasse Stadt und mit den vier Segmenten habe ich dann auch endlich meinen British Airways Executive Club Silber Status absolviert. Dieser Status ist das Pendant zum oneworld Sapphire Status.

Eingecheckt habe ich für alle meine Flüge online. Hier konnte ich dann auch erst meine Sitzplätze wählen, da dies bei British Airways sonst kostenpflichtig ist. Einzige Ausnahme, sind Inhaber eines Vielfliegerstatus.

In Amsterdam habe ich mir dann am Schalter aber noch einmal alle Bordkarten in Papierform ausdrucken lassen.

Das Boarding war eigentlich unspektakulär und überall gleich. Bei British Airways wird streng zwischen Vielfliegen und Business Class Gästen (heißt bei denen Club Europe), sowie allen anderen Gästen unterschieden. Vielflieger mit dem oneworld Emerald (British Airways Gold) Status dürfen zusammen mit den Business Class Gästen als erstes einsteigen. Als nächstes sind British Airways Silber (oneworld Sapphire) und Bronze (Ruby) Statusinhaber an der Reihe. Zum Schluss dürfen Gäste der Economy Class einsteigen.

British Airways Economy Class im Airbus A 319 – Layout und Sitz

British Airways hat vier verscheidene Konfigurationen vom Airbus A319. Im Wesentlichen unterscheiden die Flugzeuge sich aber von der Sitzanzahl. Diese reicht von 123- 143 Sitzplätzen. Wobei man bei ersterer sagen muss, dass mit 40 Club Europe Plätzen gerechnet wurde. Das heißt, dass der Mittelsitz, ähnlich der Lufthansa Kurzstrecken Business Class, einfach leer bleibt. Im Mittelsitz wird eine kleine Ablage auf den Sitzen installiert.

Der Sitzabstand ist bei allen Sitzen jedoch fast gleich und beträgt zwischen 29 und 30 Zoll. Damit dürfte die British Airways Economy Class im Airbus A 319 zu den engsten in ganz Europa gehören.

Die Kabine wirkt ganz stylisch. Alle Sitze sind mit dunklem Leder bezogen. Natürlich sind die Sitze entsprechend dünn und bieten wenig Polsterung. Für einen Flug zwischen 60-90 Minuten, hat mich das nicht gestört, aber auf langen Europastrecken würde ich dann doch etwas mehr erwarten.

Es gibt jedoch zwei Versionen der Sitze. Die ältere Version mit der „Sitztasche aus Netz“, siehe Bilder unten.

Jeder Sitz verfügt über einen Klapptisch, sowie eine Sitztasche in der sich das onboard-Magazin und anderer Papierkram befindet.

Die Kopfstützen lassen sich nicht verstellen.

Die neuere Generation an Sitzen ist nochmals dünner und weniger gepolstert. Diese verfügen über eine fest installierte Sitztasche an der Oberseite des Vordersitzes.

Glücklicherweise gibt es hier eine verstellbare Kopfstütze. Ansonsten ist der Sitz ähnlich (wenig) komfortabel, wie die alte Version.

British Airways Economy Class im Airbus A 319 – Service und Catering

British Airways hat im März das Buy-onboard Konzept eingeführt. Das heißt, alles kostet Geld. Ich glaube Wasser gibt es noch umsonst, allerdings habe ich nicht gefragt. Die Preise finde ich trotzdem recht moderat. Leider habe ich vergessen die Speisekarte zu fotografieren. Es gab jeoch eine Auswahl mit den üblichen alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken. Auch kleine Snacks, wie Nüsse und Sandwiches gab es. Auf dem letzten Flug nach Frankfurt gab es noch eine Durchsage, die ich so bisher noch nicht gehört habe. „Wir verkaufen heute keine Nüsse, da ein Passagier an Bord unter einer Nussanergie leidet. Wir bitten Sie auch keine selbst mitgebrachten Produkte, die Nüsse enthalten, zu essen“.

Selbst hatte ich auf dem Rückflug ein paar Gummibärchen und eine Cola light gekauft. Ich glaube zusammen hat es unter 4 Pfund gekostet.

British Airways Economy Class im Airbus A 319 – Fazit:

British Airways ist sicherlich nicht meine Lieblingsairline in Europa. Die Sitze sind eng, dünn und verfügen zum Teil über keine Kopflehnen. Auch der Service ist leider nicht mehr vorhanden, beziehungsweise kostenpflichtig. Allerdings ist der British Airways Executive Club für mich eine super Alternative zum Meilen sammeln, von daher macht die Tortur einmal im Jahr durchaus Sinn. Vor allem kann man auch mal eine schöne Stadt wie Edinburgh besuchen.

P.S Der letzt Flug nach Frankfurt wurde im übrigen mit einem Airbus A320 ausgeführt. Es gibt bestimmt jemanden, dem es aufgefallen ist.

 

 

2 Kommentare

  1. Hallo Tim. Gratuliere zum Saphire 🙂 super Sache! Gute Beschreibung! Ich ziehe BA für ZRH-LON (manchmal LCY, manchmal LHR) der LX vor wegen besserer Lounge in LHR und meist freiem Nebenplatz obwohl ich die Hardware auch nicht besser als die bei Swiss finde.
    Von und nach Heathrow und Gatwick gibt’s nichts mehr kostenlos – auch kein Wasser (ausser bei grosser Verspätung). City (und auch Luton glaube ich) haben noch kein Food von Marks & Spencer an Board und somit gibts dort noch normales (kostenloses) Catering, was auch nicht berauschend ist. Definitiv nicht zu empfehlen ist BA für Langstrecken in Eco. LHR-PVG bleibt mir in besonderer (unterirdischer) Erinnerung. Aber es geht mir auch so, dass ich BAEC ein
    super Programm finde!

  2. Ich fliege momentan öfter mit BA und kann daher bestätigen, dass nicht einmal mehr das Wasser umsonst ist. Kosten hierfür ca. 2 GBP.
    Bezahlung nur mit Kreditkarte, oder bei Statusinhabern auch mit Avios. Bargeld wird nicht akzeptiert.
    Um so widersprüchlicher ist es, dass man bei der aktuellen Spendenkampagne Bargeld in jeglicher Form und Währung direkt im Flieger spenden kann.

Kommentar verfassen