Review: Air France Business Class Boeing 777-300er Singapur nach Jakarta

Nachdem wir etwa eine Stunde in der Dnata Lounge vor unserem Abflug verbracht hatten, machten wir uns auf den Weg zum Gate für unseren Air France Business Class Flug nach Jakarta. Ich freute mich auf diesen Flug sehr, da er mir die Möglichkeit gab einmal die neue Air France Business Class kennenzulernen. Gebucht habe ich diesen Flug zusammen mit unserem Weiterflug nach Tokio für nur 40.000 Delta SkyMiles und sehr geringe Steuern und Gebühren, wie ich in meinem Eingangspost schon beschrieben habe. Auch, wenn der Flug von Singapur nach Jakarta nur etwas über eine Stunde dauert, kann man auf diesem Flug doch einen Eindruck von der Air France Business Class bekommen. Noch dazu bietet dieser Flug das wohl beste Sitzprodukt auf dieser Route. Air France betreibt diesen Flug übrigens nicht alleine, sondern es war die Weiterführung des Fluges von Paris nach Singapur. Momentan fliegt Air France diesen fifth- freedom Flug leider nicht mehr.

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Air France Business Class Boeing 777-300er | Boarding

Am Flughafen Changi in Singapur findet die Sicherheitskontrolle immer vor dem Gate statt. Daher hat man vor dem Gate eine große holdingarea, in welcher sich alle Passagiere, welche die Sicherheitskontrolle schon durchlaufen haben aufhalten. KLM und Air France bieten am Gate einen eigenen Wartebereich für First und Business Class Passagiere, sowie SkyTeam ElitePlus Mitglieder an. Diesen erreicht man über einen abgesperrten Gang am Fenster und kann so direkt vor dem Gate warten und als einer der ersten Passagiere einsteigen. Hierdurch funktioniert das Priority Boarding ganz hervorragend.

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Wir haben uns kurz vor Boardingbeginn auf den Weg zum Gate gemacht, wo wir die Sicherheitskontrolle schnell durchlaufen haben. Am Gate erhielten wir noch bereits die Einreisekarten für Indonesien und wurden in den Business Class Wartebereich gebeten. Etwa fünf Minuten, nachdem wir uns am Gate gesetzt hatten begann auch schon das Boarding.
Über eine Fluggastbrücke sind wir in die Boeing 777-300er eingestiegen und nach einem kurzen Blick auf die Boardkarten wurden wir nach links in die private Business Class Kabine geführt.

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Neben den 16 Plätzen hinter der First Class mit nur vier Plätzen befindet sich auch noch eine 44 Plätze zählende große Business Class Kabine zwischen der zweiten und dritten Tür.

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Air France First Class

Air France Business Class Boeing 777-300er | Der Sitz

Der neue Air France Business Class Sitz, welcher in einigen Boeing 777-300er verbaut ist und nach und nach in allen Boeing 777 der Air France Flotte verbaut werden soll, ist ein herringbone Sitz in einer 1-2-1 Bestuhlung. Die Fensterplätze sind dabei dem Fenster hin zugewandt und die Mittelsitze zueinander. Die Sitze sind dabei sehr privat und man nimmt recht wenig von seinem Umfeld war. Dies ist sicherlich toll, wenn man alleine reist. Wenn man allerdings wie wir als Paar unterwegs ist, ist dies etwas unglücklich. Die Mittelsitze sind sehr gut voneinander abgeschirmt, sodass wir einen Fenster- und einen Mittelsitz in der Mini- Kabine hinter der First Class gewählt haben. Bei diesen Sitzen ist es wenigstens möglich miteinander zu sprechen ohne aus dem Sitz aufzustehen.

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Die Sitze gefallen mir in ihrem weiß und dunkelblauen Design sehr gut. Die Kabine wirkt dabei hell und modern. Als wir am Platz angekommen waren, lag hier bereits ein Kissen, Slipper und Kleiderbügel bereit. Unsere Jacken wurden auch sofort von der Crew verstaut. Was ich etwas lustig fand, waren die Slipper an jedem Platz, aber das fehlende Amenity Kit.

Der Sitz hat jede Menge Stauraum und Ablagen. Neben der großen Ablage zwischen den Sitzen, befindet sich ein Fach mit Schminkspiegel, in welchem auch die Kopfhörer untergebracht sind. Neben dem Sitz befindet sich noch eine Literaturtasche, eine Flasche Wasser sowie eine Steckdose und ein USB Anschluss zum Laden der mitgebrachten elektronischen Geräte.

Der Sitz lässt sich auch, wie es sich für einen modernen Business Class Sitz gehört, in ein flaches Bett verwandeln. Dabei liegt man in dem Sitz recht gut von der Kabine abgeschirmt und hat insbesondere im Schulterbereich viel Freiheit. Der Fußraum wird allerdings auch beim Air France Business Class Sitz recht eng.

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Der Monitor des Inflight Entertainment lässt sich über eine kleine Fernsteuerung mit Touchscreen bedienen. Was mir hierran besonders gut gefällt, ist dass man auf der Fernsteuerung auch andere Dinge, wie zum Beispiel die moving map anzeigen kann während man einen Film schaut.

Unter der Mittelkonsole befindet sich der Tisch. Dieser dürfte für meinen Geschmack ein wenig größer und auch stabiler sein. Sowohl beim Essen, als auch beim Arbeiten an diesem Tisch hat er deutlich geschwungen, was ich ein wenig unangenehm finde.

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Was mir sehr positiv aufgefallen ist, sind die nützlichen Details am neuem Air France Business Class Sitz. Neben dem versenkbaren Jackenhaken fällt mir hier die Leselampe ein, welche sich sehr frei verstellen lässt und mit welcher man zwar seine Mini- Suite sehr gut beleuchtet, aber die restlichen Passagiere kaum stört. Auch den extra Stecker für eigene Kopfhörer fand ich ein praktisches Detail.

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Im Badezimmer standen einige Amenitys von Clarins. Allerdings waren diese bei weitem nicht so umfangreich, wie zum Beispiel bei Singapore Airlines, sodass man auf ein Amenity Kit komplett verzichten kann. Auf längeren Flügen bietet Air France übrigens ein Amenity Kit in der Business Class an. Auf diesem kurzen Flug nach Jakarta scheint man dieses allerdings eingespart zu haben. Als ich diesen Flug vor 2 Jahren geflogen bin, wurden noch Amenity Kits auf der Singapur- Jakarta Strecke verteilt.

Air France Business Class Boeing 777-300er | Der Service

Nachdem wir unsere Sitzplätze eingenommen haben und unsere Jacken aufgehängt wurden, ging eine Flugbegleiterin mit einem Tablett mit Welcomedrinks durch die Kabine. Dabei bot sie Wasser, Champagner und Guavensaft an.

Kurz darauf wurden noch heiße Tücher verteilt.

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Anschließend sind wir auch schon zu unserem 1:10 Stunden Flug nach Jakarta gestartet. Eine Boeing 777 die sehr leicht beladen ist startet beeindruckend sportlich und so sind nach wenigen Minuten bereits die Anschnallzeichen erloschen. Die Crew hat sofort mit dem Service begonnen und ist mit einem Getränkewagen durch die Kabine gefahren.

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Nach der ersten Getränkerunde, wurde der Snack auf diesem Flug wieder vom Wagen serviert. Die Präsentation des Snacks kann man durchaus als ansprechend bezeichnen, allerdings ist es tatsächlich nicht mehr als ein kleiner Snack. Vor zwei Jahren wurde auf diesem Flug noch ein warmer Hauptgang serviert.

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Direkt hinter dem Essenswagen wurde auch der Getränketrolley noch einmal durch die Kabine gerollt. Ich entschied mich für ein Glas französischen Rotwein und eine Cola.

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Beim Abräumen des Essens, wurde noch Kaffee und Tee vom Wagen angeboten. Der Service war nach etwa 30 Minuten Flugzeit beendet. Danach war die Crew auch bis zur Landung nicht mehr in der Kabine. Ich fand es etwas schade, da man hier für weitere Getränke klingeln musste und nicht abgeräumte, leere Gläser bis zur Landung in der Kabine standen.
Nach 2 kurzen Warteschleifen und letztendlich einer Flugzeit von 1,25 Stunden sind wir bei Sonnenschein in Jakarta gelandet. Nach dem Aussteigen begaben wir uns in den Transit, was ein kleineres Abenteuer war. Mehr dazu im nächsten Teil dieses Reiseberichts.

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Air France Business Class Boeing 777-300er | Frankfurtflyer Kommentar

Die Kabine und der Sitz in der neuen Air France Business Class haben mir durchaus sehr gut gefallen. Dabei sind sie allerdings besonders für Alleinreisende oder Paare geeignet, welche sich nichts mehr zu sagen haben. Auch, wenn ich nicht die Chance hatte dies wirklich auszutesten, schätze ich den Schlafkompfort dieses Sitzes als hoch ein.

Was mich ein wenig gestört hat war, dass die Crew den Eindruck erweckt hat, als wolle sie den Service so schnell wie möglich beenden und dann ihre Ruhe haben. Dieser Flug war noch nicht einmal zu einem drittel in der Business Class gebucht, sodass ich mich frage, warum der Service vom Trolley aus durchgeführt wurde. Auch, dass die Crew nach dem Service nicht mehr präsent war, fand ich schade. Wenn ich hier an einen Singapore Airlines Flug auf der selben Route denke, auf welchem mir nach dem warmen Abendessen noch vier Singapore Slings serviert wurden…

 


 

Dieser Reisebericht besteht aus folgenden Teilen:

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4 Kommentare

    • Hallo Marc,

      Ja beides ist richtig ;). Cola und Wein trinke ich nebeneinander, aber nicht gemischt…. Ich bin da zu oft in den USA, als das ich mich an dieser Kombination noch störe.

      Ich arbeite auf vielen Flügen etwas, oder Werkel ein wenig am Laptop…. Das schaffe ich sogar auf einem 20 Minuten Flug von Stuttgart nach Frankfurt.

      Und ja ich habe sicher viele Probleme, aber diese sehe ich nicht als meine Größten an ;).

      VG
      Christoph

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