Review: Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777

Cathay Pacific

Ich habe ein paar klasse Tage in Japan verbracht. Dort habe ich die HOSHINOYA Hotels in Tokio und in Kyoto besucht. Leider heißt es wieder einmal Abschied nehmen von diesem wunderbaren Land. Auf meiner Reise durch Far East wollte ich noch einen Freund in Hong Kong treffen. Die Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 erschien mir deshalb die beste und bequemste Variante, um von Japan nach Hong Kong zu fliegen. Von Osaka hatte ich die Möglichkeit mit diversen Billigairlines, oder mit Japan Airlines nach Hong Kong zu fliegen. Da die Flüge vergleichsweise teuer waren, habe ich mir vorgenommen meine airberlin topbonus Meilen einzulösen. Dem kam aber dann leider etwas dazwischen. Da die Verfügbarkeit mit Cathay Pacific bei dem British Airways Executive Club ganz gut war, habe ich mich entschlossen, mir für den fast vierstündigen Flug die Business Class zu gönnen.

Da ich die Stadt schon kenne, habe ich nur eine Nacht eingeplant. Am nächsten Tag ging es dann auch schon direkt weiter nach Taipei.  Da neben der Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 auch noch die regionale Business Konfiguration zum Einsatz kommt, muss man immer ein wenig beim Buchen aufpassen. Sicher kann man sein, wenn man auf dem A350 oder der 777 mit einer First Class gebucht ist. Natürlich kann man sich aber auch die Mühe machen und jeden Flug, beziehungsweise die Seatmap raussuchen.

Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 – Check In

Ja, das war irgendwie ein leidiges Thema. Ich wollte am Tag vorher online einchecken. Allerdings war dies leider nicht möglich. Die Software wollte wohl meinen Namen nicht annehmen. Schließlich habe ich aber am Flughafen, direkt am Automaten eingecheckt. Das Problem war, dass mir das Programm einen zweiten Vornamen gegeben hatte. Tim, Herr…

Der Check In Schalter öffnet drei Stunden vor Abflug.

Der Aufenthalt in der Pacific Lounge war sehr ernüchternd. Wer etwas Zeit hat, sollte lieber die JAL Lounge besuchen.

Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 – Boarding

Eingestiegen wird nach Gruppen. Zuerst dürfen die Gäste der First, Business und Premium Economy einsteigen. Natürlich gehören auch Vielflieger mit einem Marco Polo, beziehungsweise oneworld Status zu den Gästen, die am Anfang als erstes boarden dürfen.

Anschließend sind die Gäste der Economy Class an der Reihe.

First und Business Class Gäste dürfen durch die erste Tür einstiegen und durch die First Class spazieren. Für alle anderen Gäste steht die zweite Brücke zur Verfügung.

Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 – Die Kabine

Die Cathay Pacific Business 777 gibt es in verschiedenen Versionen. Ich bin in einer Maschine mit vier Klassen geflogen. Da ich das Glück hatte, als einer der ersten Gäste zu boarden, konnte ich die Kabinen ein wenig fotografieren.

Cathay Pacific hat die Boeing 777-300 mit insgesamt 275 Sitzen bestuhlt. Das ist nicht viel. Emirates bestuhlt Ihre 777 zum Beispiel mit 354 Plätzen (in drei Klassen). Singapore bietet im Vergleich 264 Sitze an.

Die Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 ist wirklich riesig, insgesamt gibt es 53 Plätze Diese sind in einer 1-2-1 Bestuhlung angeordnet. Das Layout ist mit Qatar Airways vergleichbar. Alle Sitze sind in einer Reverse-Herringbone Konfiguration angeordnet. Dabei zeigen die äußeren Plätze in Richtung Fenster, während die zwei mittleren Sitze leicht V-Förmig angeordnet sind.

Ich möchte kurz die drei anderen Kabinen vorstellen, bevor ich mich ausführlich der Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 widme.

In der First Class gibt es insgesamt zwei Reihen mit jeweils  6 Sitzen. Diese in in einer 1-1-1 Konfiguration angeordnet. Wobei D Sitze nur zur rechten Gangseite (In Richtung der K-Sitze) offen sind. Wer also alleine reist, dem sei ein Platz auf der A-Seite empfohlen.

Die Premium Economy Class verfügt über 34 Sitzplätze. Der Abstand der in einer 2-3-2 Konfguration angeordneten Sitze beträgt 38 Zoll, oder auch 95 Zentimeter. Damit ist sie mit der Lufthansa Premium Economy vergleichbar. Neben einer fest installierten Armlehne gibt es auch noch verstellbare Stützen für die Beine und eine Fußstütze.

Die Economy Class verfügt über 184 Sitzplätze und ist damit vergleichsweise klein. Der Sitzabstand ist mit 32 Zoll oder 80 Zentimeter eher durchschnittlich. Allerdings sind die Sitze in einer 3-3-3 Konfiguration bestuhlt. Dies dürfte so ziemlich einzigartig sein. Wobei bereits angekündigt wurde, das zu ändern und auf die üblichen 3-4-3 umzustellen.

Die Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 verfügt über zwei Kabinen. Die erste, deutlich kleinere, befindet sich direkt hinter der First Class und noch vor der Galley.

Diese Kabine ist wesentlich ruhiger und privater, als die große Kabine mit 45 Sitzplätzen. Diese verfügt über 11 Reihen.

Neben mir haben noch drei andere Gäste im vorderen Teil der Kabine gesessen.

In Reihe 11 ist die Ablage für die Füße auch ein wenig größer, als bei den restlichen Sitzen.

Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 – Der Sitz

Der Sitz in der Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 ist in einer 1-2-1 Konfiguration verbaut. Dadurch hat jeder Sitzplatz direkten Zugang zum Gang. Die Plätze sind jeweils auch leicht vom Gang weggedreht und zeigen entweder in Richtung Fenster, oder eben in Richtung Mitte der Kabine.

Der Sitz verfügt über eine Armlehne, die sich auf Knopfdruck ausfahren lässt. Was mir im Gegenteil zu Qatar Airways besser gefällt, ist die größere und geschlossene Sitzschale. Hier hat der Sitz einen deutlichen Vorteil, da es mehr Privatsphäre gibt.

Auf der Innenseite des Sitzes befindet sich ein kleiner fest installierter Abstelltisch. Aus diesem lässt sich auch der Esstisch ausziehen.

Unterhlab des Sitzes befindet sich ein großes, offenes Staufach. Hier kann man seine Mitbringesl verstauen. Für den Pass oder das Handy eignet sich zum Beispiel das kleine Staunetz.

Jeder Sitz verfügt über einen eignen Controller für das Entertainment System, sowie einen weiteren um den Sitz einzustellen. Beide lassen sich einfach und intuitiv nutzen.

Der Sitz lässt sich natürlich auch vollkommen flach und in so ziemliche jede gewünscht Position verstellen. Auch im flachen Modus gefällt mir die Privatsphäre besser, als bei Qatar Airways. Außerdem klappt aus dem Sitzteil noch ein kleines Polster aus und vergrößert damit die Sitzfläche noch einmal ein wenig.

Selbstverständlich gibt es auch einen USB und Steckdosenanschluss. Diese hätte ich wohl eher im großen, offenen Staufach angebracht. So stößt man doch recht häufig an die Kabel und Stecker. Dabei zieht man sie versehentlich raus.

Der Monitor lässt sich übrigens aus dem Vordersitz ausklappen. Bei Start und Landung muss dieser eingeklappt werden, weshalb man leider keine Filme schauen kann.

Oberhalb der Ablagefläche befindet sich noch ein weiteres, verschließbares Staufach. Hier hängen vor dem Start die Kopfhörer.

Der Sitz gefällt mir ganz gut. Er mag zwar schon in die Jahre gekommen sein, aber die neuste Sitzgeneration für die Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777steht ja bereits in den Startlöchern.

Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 – Catering und Service

Noch während des Boardings kam die Crew durch die Kabine und verteilte frische Tücher und bot Getränke an. Zu Beginn gab es deshalb ein Gläschen Champagner für mich.

Anschließend wurden Decken verteilt. Diese waren für meinen Geschmack dann doch ein wenig zu dünn. Im Anschluss wurde noch die Speisekarte verteilt.

Als das Boarding dann zu fertig war und die Brücke zurückgefahren wurde mussten die Jungs und Mädels wohl gesehen haben, dass ich Fotos mache. Jedenfalls ist dabei dieser Schnappschuss entstanden 🙂

Kurz nachdem wir in der Luft waren, begann dann der Service. Zunächst wurden die Getränke verteilt. Zunächst wurde der Service noch ohne Wagen durchgeführt. Das sollte sich aber später ändern.

Außerdem möchte ich anmerken, dass die Art und Weise des Services etwas verwirrend war. Insgesamt haben sechs Flugbegleiter/innen den Service bei mir im Gang durchgeführt. Nein, nicht gleichzeitig. Jeder hatte etwas anderes zu tun. Womöglich gibt es bei Cathay Fachgebiete. Getränke, Essen, Eiscreme, Heißgetränke, Abräumen. So kam es mir zumindest vor. Die Crew war jedoch freundlich, nett und aufmerksam.

Kurz nach dem Start habe ich mir noch ein Glas Champagner, sowie ein Bierchen bestellt. Eigentlich trinke ich im Flugzeug recht selten Bier. Allerdings hat Cathay ein eigenes Bier, dass nur für die Airline gebraut ist und besonders gut in großer Höhe schmecken soll. Dort ist die Wahrnehmung der Geschmäcker ja bekannterweise etwas anders.

Kurz darauf wurde das erste Tablett mit den Vorspeisen gereicht. Neben einem Salat und Knoblauchbaguette gab es noch Pasta mit Fischeiern.

Als Haupspeise wurde dann das Filet gereicht. Es hätte natürlich auch noch andere Gerichte gegeben.

Als Dessert gab es für mich noch eine kleine Käseplatte und ein wenig Eiscreme.

Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 – Entertainment

Cathay verfügt über ein umfassendes Entertainmentsystem. Dieses nennt sich Studio CX. Die Auswahl an Filmen ist groß und umfangreich. Für mich sollte es auf diesem Flug Baywatch als Film sein.

Mittlerweile kenne ich recht viele Filme und bin immer wieder über ein umfangreiches Entertainmentsystem dankbar. Die Nocie Cancelling Headsets befinden sich im Fach neben dem Sitz und sind gut. Allerdings überlege ich derzeit, ob ich mir nicht die BOSE Kopfhörer zulegen sollte. Es lohnt sich bestimmt.

Cathay Pacific Business Class in der Boeing 777 – Fazit

Cathay hat einen recht strittigen Ruf. Manche finden sie super, andere eben nicht.

Ich habe gemischte Gefühle. Der Sitz passt und ist besser, als bei so mancher Konkurrenz. Für vier Stunden Flug ist die Kabine wirklich klasse. Auf der Langstrecke würde ich den Sitz gerne mal testen. Platz zum Schlafen hat man auf jeden Fall. Und auch die Privatsphäre ist gut.

Das Catering auf meinem Flug war umfangreich und gut von der Qualität her.

Den Service fand ich wenig durchdacht. Klar passte alles vom Ablauf, aber es war wirklich verwirrend, alle paar Augenblicke von jemand anderem bedient zu werden. Es war jedoch mein erster Flug mit Cathay Pacific und ich würde gerne mal die Langstrecke und die First Class erleben.

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