Review: Garuda Indonesia Business Class Airbus A330 Jakarta nach Tokio Haneda

Nach unserem abenteuerlichen Transit in Jakarta und unserem Aufenthalt in der Garuda Indonesia Business Class Lounge machten wir uns auf den Weg zum Gate für unseren Garuda Indonesia Business Class Flug nach Tokio. Nachdem Garuda mich auf dem Flug von Bali nach Singapore bereits sehr beeindruckt hatte, war ich mehr als gespannt, was man auf einem längeren Flug geboten bekommt.

Garuda Indonesia Business Class Airbus A330 | Boarding

In Jakarta gibt es keine zentrale Sicherheitskontrolle. Die Sicherheitskontrolle findet gemeinsam für einige Gates statt. Wenn man diese allerdings durchlaufen hat, gibt es nach der Sicherheitskontrolle nicht mehr viel, außer Wartebänke. Daher haben wir uns erst kurz vor dem Boarding aus der Lounge auf den Weg zum Gate gemacht. An der Sicherheitskontrolle gab es eine eigene Schlange für Sky Priority, welche man als Business und First Class Passagier sowie mit SkyTeam ElitePlus Status nutzen kann.

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Die Sicherheitskontrolle selbst war recht schnell erledigt, allerdings machte sie auf mich auch nicht den gründlichsten Eindruck. Am Gate angekommen, gab es zwei Wartebereiche. Einen für die Business Class, sowie einen für die Economy Class. Dabei waren die Wartebereiche nicht nennenswert unterschiedlich voneinander. Lediglich durften Passagiere im Business Bereich als erstes an Bord. So auch wir.

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An der Flugzeugtür wurden wir von mehreren Flugbegleiterinnen in ihren farbenfrohen Uniformen begrüßt und zu unseren Sitzen begleitet. Ich habe Sitze in der letzten Reihe der Business Class für uns reserviert. Die kleine Business Class Kabine besteht lediglich aus zwei Reihen und ist mit maximal zwölf Passagieren angenehm ruhig. Da es sich bei diesem Flug um einen sehr kurzen Nachtflug handelte hielt ich es für eine gute Idee.

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Garuda Indonesia Business Class Airbus A330 | Der Sitz

Die Garuda Indonesia Business Class im Airbus A330 besteht aus 42 Sitzen in einer 2-2-2 Anordnung. Dabei handelt es sich bei den Sitzen um eine ältere Generation von Business Class Sitzen. Diese waren grundsätzlich als angled lie flat Sitze konzipiert. Sie lassen sich allerdings nachdem Garuda eine Business Class Reihe entfernt und den Sitzabstand erhöht hat, in ein vollkommen flaches Bett verstellen.

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Da dieser Sitz allerdings nicht wirklich als full flat seat entwickelt wurde, ist er beim Schlafen leider nur bedingt bequem. Wenn er komplett flach gestellt ist, bildet sich leider ein Spalt innerhalb der Liegefläche, was recht unangenehm war. Garuda scheint dieses Problem allerdings erkannt zu haben und baut nach und nach neue Business Class Sitze in ihre Airbus A330 ein. Diese sind dem neuem Air France Business Class Sitz recht ähnlich.

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Der Sitz verfügt natürlich über einen eigenen Monitor auf welchem sich Filme, Serien, Spiele und die Moving map anschauen lassen. Allerdings habe ich das In Flight Entertainment auf diesem Flug leider nicht genutzt. Auf unserem Flug von Bali nach Singapore konnte ich allerdings ein wenig mit dem IFE spielen und das Angebot ist durchaus umfangreich.

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Der Sitz bot einige Ablagefächer, wie zum Beispiel ein Schuhfach oder einem Zeitungsfach, welches für die Passagiere gedacht war. Auch unter dem Controller des IFE war noch eine weitere Ablage, in welcher man wunderbar seinen Pass und Geldbeutel unterbringen konnte. Auch eine Wasserflasche war an jedem Sitz bereits beim Einsteigen vorhanden.

Sehr positiv natürlich immer die Steckdosen an jedem Platz. Für die Kopfhörer gab es einen gut positionierten Anschluss über der Armlehne. Auch einen USB Anschluss, an welchen man noch ein weiteres Gerät laden kann gab es. Übrigens verfügte dieser Garuda Indonesia Airbus A330 auch über in flight WIFI. Allerdings habe ich es nichts genutzt und kann daher nichts über die Geschwindigkeit sagen.

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Noch vor dem Start habe ich im Bad meinen selbst mitgebrachten Pyjama angezogen. Neben dem sehr umfangreichen Garuda Amenity Kit, gab es auf den Toiletten auch noch Handcreme und Parfüm für die Gäste.

Garuda Indonesia Business Class Airbus A330 | Der Service

Noch vor dem Start wurden wir gefragt, was wir gerne Trinken wollen. Proaktiv wurde uns Champagner angeboten, was wir auch annahmen. Der Champagner wurde zusammen mit warmen Tüchern in wunderschönen Champagnerflöten serviert. Dies gab durchaus ein tolles Bild ab, wie ich meine.

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Es wurden Menükarten verteilt und noch vor dem Start abgefragt, was man Essen und Trinken wolle und ob man zum Frühstück geweckt werden wolle. Dabei wurde bei diesem späten Abflug kein volles Abendessen mehr serviert, vielmehr gab es ein Snack Menü, aus welchem man sich noch einige Speisen aussuchen konnte.

Kurz nachdem wir unseren Champagner ausgetrunken hatten wurde dieser auch wieder abgeräumt und wir rollten zur Startbahn, wo wir zu unserem 7:15 Stunden Flug nach Tokio starteten. Die Kabine wurde hierzu in ein gefärbtes Licht getaucht, was ich sehr angenehm fand.

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Etwa 30 Minuten nach dem Start begann die Crew mit dem Service. Als erstes wurden die Getränke, welche wir bereits vor dem Start bestellt hatten, serviert. In meinem Fall ein Gin & Tonic, sowie ein Wasser mit Eis und Zitrone. Hierzu gab es ein warmes Canapé, welches nicht auf der Karte stand und sich am besten mit einer kleinen Quiche vergleichen lässt.

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Nach diesem Canapé wurden die Tische mit Tischdecken eingedeckt und unsere bestellten Snacks serviert. Nicole hatte die Undu Nudeln mit Hühnchen und ich habe mich für die Satéspieße entschieden. Beide Snacks waren sowohl von der Präsentation als auch geschmacklich wunderbar.

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Als Dessert habe ich noch die frischen Früchte bestellt. Ich hätte diese allerdings besser schon zu den Satéspießen bestellt, da sich der Service durchaus gezogen hat und unsere Tische erst 2,5 Stunden nach dem Start abgeräumt wurden.

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Die Flugbegleiter in der Business Class waren zu jeder Zeit während des Fluges ausgesprochen freundlich und bemüht, allerdings dauerte alles auch überraschend lange. Auch, wenn man uns pausenlos angelächelt hat und sich mit jedem zweiten Wort dafür bedankte uns bedienen zu dürfen, wirkte der Service sehr distanziert und roboterhaft.

Nach dem Snack Service haben wir unsere Sitze flach gestellt und versucht zu schlafen.

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Nach etwas über zwei Stunden Schlaf wurde das Licht in der Kabine wieder angeschaltet und mit dem Frühstücksservice begonnen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch etwas über zwei Stunden vor Tokyo.

Die Tische wurden wie schon beim Snack am Abend mit einer Tischdecke eingedeckt. Ganz wie in einem Luxusrestaurant, legte man mir sogar die Serviette auf den Schoß, bevor das Frühstück auf einem Tablett serviert wurde.

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Die Tabletts wurden von einem Koch in der Galley individuell zusammengestellt, so wie man es vor dem Abflug schon bestellt hat. In meinem Fall gab es als Vorspeise frische Früchte, Joghurt und einen kleine Brotkorb mit warmen Croissants.

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Nachdem ich mit den Früchten fertig war, wurde der Teller abgeräumt und der Hauptgang serviert. Ich hatte mich für das Rührei entschieden. Die Beilagen konnte man dabei frei wählen, wobei ich mich einfach für ein wenig von allem entscheiden habe.

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Nicole hatte den Frenchtoast, sowie Würstchen als einzige Beilage. Beide Gerichte waren wunderschön angerichtet und durchaus schmackhaft.

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Kurz vor der Landung gab es noch eine Runde heiße Tücher, bevor wir in Tokyo Haneda gelandet sind. Beim Anflug auf Tokyo hatten wir noch einen wunderbaren Blick auf den Mount Fuji, welcher uns in Japan willkommen geheißen hat.

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Garuda Indonesia Business Class Airbus A330 | Frankfurtflyer Kommentar

Meine Erwartungen an diesen Flug waren sehr hoch und so konnten sie vielleicht sogar nur enttäuscht werden. Allerdings war ich nach unserem Flug in der Garuda Business Class von Jakarta nach Tokyo nicht wirklich von dem Produkt überzeugt.

Der Sitz selbst ist leider nicht der Neuste und besonders zum Schlafen nur sehr bedingt bequem. Auch der sehr langsame Service und die für lange Phasen des Fluges taghelle Kabine haben nicht unbedingt zu einem guten Nachtschlaf beigetragen.

Garuda Indonesia hat einiges an Potenzial und will in der Business Class dem Passagier einen außergewöhnlichen Service bieten. Allerdings hapert es in meinen Augen noch an einigen Stellen, sodass ich doch recht überrascht bin, dass diese Airline von Skytrax mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde. Besonders am Boden war unser Garuda Erlebnis fast unangenehm. So hatten wir einen sehr anstrengenden Transit in Jakarta und auch unsere Koffer wurden in Tokyo erst als eine der letzten Koffer nach 45 Minuten am Band ausgeliefert. Dies sollte bei Business Class Gepäck nicht passieren.

 


 

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