Review: HOSHINOYA Bali

Wer meine letzten Reviews gelesen hat, der weiß, wie sehr ich meinen Aufenthalt in den HOSHINOYA Hotels in Tokio und Kyoto genossen habe. So sehr, dass ich meiner Frau unbedingt das HOSHINOYA Bali zeigen wollte. Das Hotel liegt in der Nähe von Ubud. Und da wir dort sowieso ein paar Tage verbringen wollten, war die Lage passend. Wir haben zwei Tage die Ruhe und Abgeschiedenheit mitten im Grünen genossen und uns entspannt.

Insgesamt gibt es weltweit sechs HOSHINOYA Resorts. Fünf davon befinden sich in Japan. Das HOSHINOYA Bali ist das einzige Resort, welches nicht typisch japanisch oder im Ryokan Stil eingerichtet ist. Es ist vielmehr ein Hybrid aus japanischen und balinesischen Einflüssen. Eröffnet wurde es Anfang 2017.

Das Hotel lässt sich leider nicht über Punkte buchen, da es zu keiner der großen Ketten gehört. Gebucht habe ich es also privat für eine gute Rate. Zum Frühstück und Abendessen wurden wir jedoch eingeladen. Die Übernachtung, Getränke und alle anderen anfallenden Kosten wurden von mir getragen. Wir haben uns mal so richtig was gegönnt.

 

HOSHINOYA Bali – Lage

Das Hotel liegt ca. 25 Minuten außerhalb des Stadtzentrums von Ubud. Das Hotel bietet einen Shuttle nach Ubud an. Vom Flughafen zum Hotel dauert es mit dem Taxi je nach Verkehr zwischen 60 und 90 Minuten. Man kann auch direkt ein Shuttle vom Hotel buchen.

Das HOSHINOYA Bali liegt direkt an einen Hang, von dem man den Wald und einige Felder überschauen kann. Die Gegend ist insgesamt sehr ruhig und fern ab von allem Trubel.

HOSHINOYA Bali – Layout

Das Resort verfügt über 30 Zimmer. Somit gehört es zu den kleineren Hotels. Allerdings ist die Anlage ziemlich groß und weitläufig.

Insgesamt gibt es drei lange Pools, an denen die Villen angeordnet sind. Die verschiedenen Arten werde ich später noch genauer beschreiben.

Wie in den anderen Hotels üblich, gibt es viele freie Flächen, welche sich alle Gäste teilen. Diese sind entlang des Hanges und am Waldrand gelegen. Dazu gehören die Restaurants und das Cafe, die Terrassen, Gazebos (balinesische Hütten, die zu allen Seiten offen sind) und auch der kleinen Garten mit Tempel.

Der Bach, der durch die Anlage läuft, trennt auf natürliche Weise den privaten Teil (Villen) von den Gemeinschaftsflächen.

HOSHINOYA Bali – Check-In

Als wir im Hotel ankamen, wurden wir freundlich begrüßt und um unser Gepäck mussten wir uns nicht mehr kümmern. Wir nahmen im einem der Gazebos an der Rezeption Platz. Wie die meisten Bereiche, ist auch der Empfang komplett offen gestaltetet. Zunächst wurden uns die Welcome Drinks serviert. Für die Anmeldung musste ein Bogen ausgefüllt werden und nach den Pässen wurde verlangt. Während ich die Formalitäten erledigt habe, haben sich die Angestellten schon mal meiner Frau und meinem Sohn vorgestellt und gleich eine Unterhaltung für den Kleinen gefunden.

Nach ca. 15 Minuten ging es dann zum Zimmer. Die Angestellten haben sich direkt mit dem Kleinen angefreundet und ihn für uns zum Zimmer getragen. Eine der Angestellten blieb noch mit uns im Zimmer, um uns die Ausstattung zu erklären.

HOSHINOYA Bali – Zimmer

Wir haben in der Villa 206 gewohnt. Diese liegt am Ende des mittleren Pools. Auf der rechten Seite befindet sich das Tor zur Villa und zum Außenbereich. Insgesamt gibt es drei Zimmerkategorien. Unsere war die Villa Bullen.

Der Eingag der Villa ist eine Fensterfront und gegenüber befindet sich auf einer Anhöhe der Außenbereich. Ein Gazebo mit vielen Kissen und daneben ein kleiner Teich.

Die Villa ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Der erste große Raum ist als Wohnzimmer und Schlafzimmer gedacht. Die Betten liegen gegenüber des Eingangs mit Blick auf den Außenbereich. Ich freute mich schon auf das Bett, das ist im HOSHINOYA einfach immer perfekt. Diese Kissen sind flauschig und weich und die Matratze äußerst bequem. Ich habe selten so gut und erholsam geschlafen.

Auf der rechten Seite im Zimmer befindet sich ein Tisch mit zwei Stühlen. Dahinter gibt es mehrere Steckdosen. Gut finde ich, dass hier Universalsteckdosen verbaut sind. Man benötigt also keinen Adapter.

Links vom Eingang befindet sich eine Ablage mit Regal. Hier befinden sich neben der Minibar, noch Gläser und Besteck. Das HOSHINOYA liegt relativ isoliert. Außenrum gibt es weder Bars, noch Restaurants. Trotzdem ruft man keine horrenden Preise für die Minibar und den Roomservice auf. Ein Bier kostet hier zum Beispiel 45.000 Rupie, oder drei Euro. Das finde ich mehr als fair und würde ich mir von mehr Hotels wünschen.

Links vom Eingang befindet sich eine schwere Holzschiebtür zum Badezimmer. Das Bad ist groß und durchdacht. Neben zwei Waschbecken gibt es viel Ablagefläche.

Die Toilette befindet sich in einem separaten Raum. Hier merkt man sofort, dass man in einem japanischen Hotel ist. Die Toilette hat wahrscheinlich mehr Elektronik und Funktionen, als damals die erste Rakete, die zum Mond geflogen ist.

Die Dusche und die Badewanne befinden sich in einem weiteren separaten Raum, der durch eine Glastür und eine Glaswand vom Bad getrennt ist. Wer möchte, kann auch die Türen nach außen öffnen und quasi im Freien duschen.

Einen Minuspunkt gibt es allerdings für den fehlenden Kleiderschrank. Im Bad befindet sich eine Ablage für die Koffer. An der Stange darüber kann man seine Kleidung aufhängen. Obwohl wir nur einen Handgepäcktrolley und zwei Rücksäcke dabei hatten, wurde es hier schnell eng und chaotisch.

Vom Design ist das Zimmer minimalistisch eingerichtet. Es dominieren gerade Linien und hölzerne Materialien. Dadurch wirkt alles sehr warm und wohnlich. Hinter dem Bett befindet sich entlang der gesamten Wand eine große Schnitzerrei.

Eins vorweg, im Zimmer gibt es keinen Fernseher. Mir persönlich gefällt das super. Allerdings funktioniert das Internet super und sehr schnell. Neben dem Eingang gibt es ein Bose-Soundsystem. Die Beleuchtung im Zimmer lässt sich sehr individuell einstellen.

Wie anfangs erwähnt, befindet sich gegenüber vom Zimmer ein Gazebo, ein balinesiches „Häuschen“, das zu allen Seiten offen ist. Hier kann man gut entspannen und zur Ruhe kommen. Wenn es geregnet hat, war das für mich der perfekte Platz, um ein wenig zu arbeiten und zu schreiben.

Rechts neben dem Gazebo ist eine Treppe nach unten. Über diese gelangt man in den unteren Stock, wovon man in den Pool kommt. Die Villaeigene Poollounge verfügt über eine Liege und ein weiteres gemütliches Daybed.

Der Zimmertyp Villa Soka ist ein wenig anders aufgebaut. Die Zimmer verfügen über zwei Stockwerke. Im oberen Bereich befindet sich das große Doppelbett und ein Arbeitsbereich. Im Erdgeschoss liegt das Wohnzimmer und das Badezimmer. Die Einrichtung ist jedoch ähnlich wie in unserem Zimmer (Villa Bulan). Alle Zimmer liegen direkt am Pool.

Die Zimmer der Villa Jalak (fünf an der Zahl) liegen ganz am Anfang des Pools. Somit sind sie auch die einzigen Zimmer mit einem Blick in den Wald und das Tal. Die einstöckigen Zimmer verfügen über eine große L-förmige Terrasse, die um das Zimmer reicht. Neben einem Schlafzimmer gibt es auch ein offenes und geräumiges Wohnzimmer. Durch die großen Glasfenster, die von der Decke bis zum Boden gehen, hat man sehr viel Licht und kann die Aussicht aus jeder Ecke des Zimmers genießen.

HOSHINOYA Bali – Annehmlichkeiten

Wer das Hotel besucht, der kann sich entweder in seine Villa zurückziehen, oder an einer der angebotenen Veranstaltungen teilnehmen. Das Angebot ist wirklich groß. Am ersten Abend haben wir uns die „Gamelan Performance“ angeschaut, ein balinesisches Xylophonspiel auf Bambusrohren.

Jeden Morgen um 7.30 und abends um 21.00 Uhr steht Yoga auf dem Programm. Dazu muss man sich nicht anmelden, sondern einfach auftauchen, wenn man dazu Lust hat.

Weitere Programmpunkte beinhalten traditionelle Tänze, Teezeremonien, aber auch andere kulturelle Events.

Alle Veranstaltungen sind freiwillig und kostenlos. Eine tolle Möglichkeit mehr über Land, Leute und Kultur zu erfahren, ohne dabei das Hotel verlassen zu müssen. Und nebenbei lernt man die anderen Gäste kennen.

Wer etwas lesen möchte, der findet ein entspanntes Plätzchen in der Bücherei, die einen tollen Ausblick in den Dschungel hat. Ideal, um die Füße hochzulegen und zu entspannen.

Wer Ubud besuchen möchte, für den gibt es einen Shuttleservice.

HOSHINOYA Bali – Restaurants

Im Hotel gibt es zwei Restaurants. Das Cafe Gazebo, sogenannte „Freiluft Hütten“ unter Palmendächern, die in den Hang hinein gebaut sind, mit Ausblick ins Grüne. Die meisten verfügen über ein großes Sofa auf dem es sich entspannen lässt. Hier werden kleinere Gerichte, Kaffee, Tee oder auch andere Getränke gereicht.

Die Auswahl an Essen und Getränken könnte in meinen Augen etwas größer sein. Sie stellt nur einen Bruchteil des eigentlichen Restaurants dar.

Es gibt im HOSHINOYA Bali kein Buffet sondern ein a la Card Menü. Die Speisen werde liebevoll zubereitet und schön angerichtet. Das Frühstück am letzten Tag hat mir jedoch sehr gefallen. Dies wird in einer Art Picknick-Box gereicht. Einzig am Cafe muss man dringend was ändern. Tee ist hier eindeutig die bessere Wahl.

Im Restaurant haben wir zwei Mal am Abend gegessen. Es ist in Richtung Wald ausgerichtet und sehr offen gestaltet.

Am ersten Abend gab es Ayam Batutu, ein indonesisches Gericht, welches auf einem im Bananenblatt gekochten Hühnchen basiert.

Am zweiten Abend gab es für meine Frau ein mehrgängiges Menü. Da ich leider gegen Fisch und Meeresfrüchte allergisch bin, habe ich mich mit „á la Carte“ begnügt. Die Gerichte wurden schön und ansprechend präsentiert, lecker waren sie auch. Allerdings ist die Qualität nicht auf dem (fast schon Sterne) Niveau wie im HOSHINOYA Tokyo oder Kyoto. Gut ist es allemal. Die Küche ist der lokalen mehr angepasst und weniger traditionell japanisch, wie in den anderen HOSHINOYA Hotels.

Was mich aber beeindruckt hat, war die Liebe zum Detail. So wurde jedes Mal separat für den Junior eingedeckt. Und damit meine ich nicht einfach einen dritten Satz Besteck, sondern es gab tolles Kinderbesteck und -teller. Auch wurde jedes Mal sein Lieblingsessen serviert. Alle waren informiert über seine Vorzüge.

HOSHINOYA Bali – Service

Ich finde es immer etwas schwierig den Service anschaulich zu beschreiben. Deshalb möchte ich ein paar Beispiele nennen, warum der Service im HOSHINOYA Bali großartig war. Eingangs hatte ich erwähnt, dass man sich super um den Kleinen gekümmert hat. Jeder kannte sofort unsere Namen und wir wurden damit angesprochen. Das hat die Atmosphäre fast familiär wirken lassen. Jeder wusste schnell darüber Bescheid, was wir gerne essen und trinken. Z.B hatte ich in einem der Gazebos im Garten ein Bier bestellt. Am nächsten Tag wurde ich gefragt, ob ich das gleiche wünsche, oder ein anderes probieren möchte. Ebenso beim Frühstück. Dort wurde gefragt ob es wieder ein Café Latte, oder diesmal vielleicht ein frischer Tee sein darf. Das fanden wir auf jeden Fall beeindruckend.

Die Angestellten waren offen, freundlich und sehr zuvorkommend, ohne auch nur annähernd aufdringlich zu wirken. Ich würde es als japanische Effizienz gepaart mit balinesischer Herzlichkeit beschreiben.

HOSHINOYA Bali – Kommentar

Wir hatten zwei tolle Tage im HOSHINOYA auf Bali. Ich hatte es mir ursprünglich etwas anders vorgestellt. Mit einem größeren japanischen Touch. Allerdings war ich überrascht, wie gut hier die balinesischen und japanischen Elemente kombiniert wurden.

Die Zimmer waren klasse und haben uns sehr gut gefallen. Die Betten waren wirklich ein Traum und die Schlafqualität entsprechend gut. Auch die Anlage war sehr weiträumig und die Lage war gut. Man sollte wissen, dass man nicht von jeder Villa direkten Blick in den Wald oder auf Reisterassen hat. Im HOSHINOYA Bali wurden alle „gemeinschaftlichen“ Flächen in der ersten Reihe am Hang positioniert. Dadurch genießt man hier den Ausblick und die Natur. Das Essen war gut und ich fand es super, dass man hier das Monopol nicht ausnutzt und keine horrenden Preise aufruft.

Das Angebot an Events und Veranstaltungen ist sicherlich einmalig und man lernt viel. Das HOSHINOYA ist in meinen Augen der perfekte Ort zum entspannen und ich kann jedem einen Aufenthalt empfehlen, der auf der Suche nach etwas Authentischem und Besonderem ist und mal so richtig abschalten und entspannen möchte.

Hier findet Ihr die anderen Teile meines Tripreports:

  1. SAS Economy Class in der Boeing 737 von Frankfurt nach Stockholm
  2. Jumbo Hotel Stockholm Airport
  3. SAS Gold Lounge Stockholm Airport
  4. Singapore Airlines Business Class im Airbus A350 (die Kabine) von Stockholm nach Moskau
  5. AUA Lounge Moskau
  6. Singapore Airlines Business Class im Airbus A350 von Moskau nach Singapur
  7. Crowne Plaza Changi Airport
  8. Singapore Airlines KrisFlyer Business Lounge Singapur Terminal 3
  9. Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 von Singapur nach Sydney
  10. The Harbour Rocks Hotel in Sydney
  11. InterContinental Sydney Double Bay
  12. Virgin Australia Business Class Lounge Sydney
  13. Virgin Australia Economy Class in der Boeing 737 von Sydney nach Cairns
  14. Holiday Inn Cairns
  15. Eine kleine Weltreise Zwischenfazit
  16. Air New Zealand Economy Class im Airbus A320
  17. Chateau on the Park Christchurch by Double Tree
  18. Best Western Plus Fino Christchurch
  19. Braemer Lodge Hammer Springs
  20. Air New Zealand Domestic Lounge Christchurch
  21. Air New Zealand Economy Class in der ATR72 von Christchurch nach Wellington
  22. InterContinental Wellington
  23. Crowne Plaza Auckland
  24. Air New Zealand Lounge Auckland
  25. Singapore Airlines Airbus A380 von Auckland nach Singapur
  26. Villa Samadhi Hotel Singapur
  27. Batik Air Business Class von Singapur nach Jakarta
  28. Kempinski Hotel Indonesia in Jakarta
  29. Pura Indah Lounge Jakarta
  30. Malaysia Airlines Business Class in der Boeing 737-800
  31. Malaysian Airline Domestic Lounge Kuala Lumpur
  32. Die alte Malaysia Airlines Business Class in der Boeing 737
  33. Malaysian Airline Golden Lounge Kuala Lumpur Regional
  34. Malaysian Airlines Business Class im Airbus A350 von Kuala Lumpur nach Bangkok
  35. Avani Atrium Hotel Bangkok
  36. Thai Airways Domestic Lounge Bangkok
  37. Thai Airways Business Class im Airbus A350 von Bangkok nach Chiang Mai
  38. Air Asia Economy Class im Airbus A320 von Chiang Mai nach Bangkok
  39. At Residence Bangkok Airport 
  40. Thai Airways Royal Silk Lounge Bangkok Terminal D
  41. Thai Airways Business Class in der Boeing 777 von Bangkok nach Bali
  42. HOSHINOYA Bali
  43. PinkCoco Hotel Bali
  44. Karma Kandara Bali
  45. Sal Secret Bali
  46. Prasana Villas Uluwatu Bali
  47. KLM Economy Class in der Boeing 777 von Bali nach Singapur
  48. Conrad Singapur
  49. Kris Flyer Gold Lounge Singapur
  50. Singapore Airlines Buiness Class im Airbus A350 von Singapur nach Stockholm
  51. Business Class Lounge Moskau
  52. SAS Business Class Lounge Stockholm
  53. Eine kleine Weltreise Fazit

 

 

 

 

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