Review: Lufthansa First Class Terminal Frankfurt

Das Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt ist weltweit einzigartig. Ich habe das große Glück, dass ich dieses einmalige Terminal aufgrund meines Vielfliegerstatus (HON Circe Status) bei jedem meiner Lufthansa Abflügen aus Frankfurt besuchen zu dürfen. In den letzten vier Jahren bin ich sicherlich über 100 mal hier abgeflogen und immer wieder froh, dass ich das Privileg habe das First Class Terminal nutzen zu dürfen. Da ich hier quasi ein und ausgehe möchte ich es in dieser Review möglichst detailliert vorstellen.

Einige Airlines bieten ihren First Class Gästen besondere Serviceleistungen am Boden. So haben First Class Gäste natürlich ihren eigenen Check- In Schalter, an welchem es kaum oder gar keine Wartezeit gibt, spezielle Sicherheits- und Passkontrollen und natürlich exklusive First Class Lounges.

Alles dies hält Lufthansa für seine First Class Gäste am Frankfurter Flughafen natürlich auch bereit. Wer den Frankfurter Flughafen kennt, der weiß allerdings, dass es sich am First Class Check- In schon einmal stauen kann und die Sicherheits- oder Passkontrolle trotz Fast Lane auch mal über 15 Minuten dauern kann. Zwar gibt es natürlich auch am Frankfurter Flughafen zwei Weltklasse First Class Lounges, welche sich besonders für Passagiere mit einer Umsteigeverbindung in Frankfurt eignen, doch allein dies wurde dem Lufthansa First Class Standard in Frankfurt nicht gerecht.

Lufthansa hat sich in Frankfurt zu einem besonderen Schritt entschieden, welcher weltweit einzigartig ist. Es wurde extra ein eigenes Terminal nur für die teuersten Gäste errichtet. Dieses Konzept ist einzigartig und erinnert mehr an ein Private Aviation Terminal. Allerdings bietet das Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt deutlich mehr an Service als die meisten Terminals für Privatjets.

Lufthansa First Class Terminal Frankfurt | Lage und Zugang

Wer mit dem Auto zum Terminal 1 des Frankfurter Flughafen fährt hat das Lufthansa First Class Terminal schon einmal passiert. Es befindet sich etwa 200 Meter vor dem eigentlichem Terminal auf der rechten Seite. Da es sich beim Lufthansa First Class Terminal um ein reines Abflugsterminal handelt, befindet sich die Zufahrt natürlich auch auf der Abflugsebene kurz vor dem Terminal 1. Wer das First Class Terminal zu Fuß erreichen möchte muss sich auf der Ankunftsebene immer rechts halten und am Taxistand vorbeilaufen, um das First Class Terminal zu erreichen.

Die Zugangsberechtigung zum Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt sind nochmals restriktiver als zu den Lufthansa First Class Lounges. Zugangsberechtigt zum First Class Terminal in Frankfurt sind nur Passagiere mit einem bestätigten Lufthansa oder Swiss First Class Flug des selben Tages und einem Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines oder Air Dolomiti Abflug aus Frankfurt. Dabei muss euer First Class Flug nicht in Frankfurt starten. Wenn Ihr zu Eurem Lufthansa oder Swiss First Class Flug nach München oder Zürich fliegt, erhaltet Ihr natürlich auch Zugang zum First Class Terminal. Auch Passagiere mit einem ankommenden Lufthansa oder Swiss First Class Flug des selben Tages erhalten Zugang zum First Class Terminal, sollten sie einen qualifizierenden Weiterflug aus Frankfurt haben, unabhängig von der Buchungsklasse.

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Lufthansa First Class Boeing 747-8

Des Weiteren sind auch HON Circle Member mit einem abfliegenden Lufthansa, Swiss, Austrian Airliens oder Air Dolomiti Fluges des selben Tages zugangsberechtigt zum First Class Terminal und dies unabhängig von der Serviceklasse.

Wichtig zu wissen ist auch, dass wenn Ihr für das First Class Terminal zugangsberechtigt seid, dass ihr auch Gäste mitbringen könnt. Hierbei gilt grundsätzlich ein Gast pro Gast. Allerdings gibt es eine Ausnahme bei Kindern unter 18 Jahren, bei welchen es keine Beschränkung gibt. Allerdings müssen alle Gäste auf denselben Flug gebucht sein.

Lufthansa First Class Terminal Frankfurt | Check In

Der Check In im Lufthansa First Class Terminal ist mit einem „normalen Check In“ nicht zu vergleichen. Wer im First Class Terminal abfliegt, der fährt meist mit dem Auto vor, oder läuft vom Terminal 1. In beiden Fällen wird man von seinem Personal Assistent (PA) begrüßt. Dieser übernimmt bereits an der Wagentür die Pässe und fragt nach dem Reiseziel. Sollte man mit Gepäck reisen, lädt ein Mittarbeiter das Gepäck aus dem Wagen. Der Passagier muss sich ab diesem Moment nicht mehr um sein Gepäck kümmern.

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Wer mit dem eigenen Auto angekommen ist, kann auch den Sixt Vallet Service am First Class Terminal kostenlos nutzen. Aber Achtung: Nur der Vallet Service ist kostenlos, für das Parken fallen in Frankfurt Parkgebühren an. Die Autos werden auf den Business Parkplätzen des Terminal 1 geparkt.

In der Lobby des First Class Terminals befinden sich einige Sitzgruppen, in welchen man noch auf andere Passagiere warten kann. Ansonsten begleitet der PA den Passagier direkt durch die Sicherheitskontrolle in das First Class Terminal.

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Leider haben sich seit April 2016 die Sicherheitsvorschriften im First Class Terminal verändert. Die Bundespolizei muss vor dem Betreten des Sicherheitsbereiches bei jedem Passagier überprüfen ob er über eine Bordkarte verfügt. Daher rufen die PAs die Buchung meist auf einem Computer auf um den Passagier zu legitimieren.

Einer der größten Vorteile des First Class Terminals in Frankfurt ist die private Sicherheitskontrolle. Hier habe ich noch nie eine nennenswerte Wartezeit über mehreren Sekunden erlebt. Diese Sicherheitskontrolle ist identisch mit jeder anderen Sicherheitskontrolle an Flughäfen. Es gibt allerdings eine Ausnahme für USA und Israel Flüge. Wer dorthin reist, wird zwingend nach dem Metalldetektor, noch von einem Beamten manuell überprüft.

Nach dem man die Sicherheitskontrolle passiert hat, macht der PA den Passagier noch mit den Einrichtungen des First Class Terminals vertraut und kümmert sich anschließend um den eigentlichen Check In Vorgang, während der Gast schon die Lounge genießen kann. Die Bordkarten werden dem Passagier im Loungebereich übergeben. Die Pässe gehen ohne den Passagier zur Bundespolizei, wo alle Ausreiseformalitäten erledigt werden. Der Passagier erhält seinen Pass direkt vor dem Boarding beziehungsweise vor dem Einsteigen in die Limousine.

Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt | Ausstattung

Nach dem durchlaufen der Sicherheitskontrolle gelangt man durch eine Schiebetür in den eigentlichen Loungeberich des First Class Terminals. Vor dieser Tür befindet sich noch ein Duty Free Shop.

Wer in das First Class Terminal eintritt findet eine Vielzahl verschiedener Couch- und Sesselgruppen vor. Auf den Tischen dieser Sitzgruppen befindet sich neben einer Auswahl an Nüssen und Trockenfrüchten für gewöhnlich auch die sehr umfangreiche Barkarte, sowie die Speisekarte des Restaurants. Ihr werdet im First Class Terminal von einem Kellner am Platz bedient.

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Entlang der bodentiefen Fenster stehen einzelne Ruhesessel mit Ottomane. Im hinteren linken Bereich des First Class Terminals befinden sich Ruhesessel mit Decken und einer Massagefunktion. Leider ist die Aussicht des First Class Terminals auch schon das größte Manko. Man blickt entweder auf den Taxistand vor Terminal 1, oder auf die abfahrenden Crewbusse, sowie die Rückseite von Flugsteig A Plus. Vorfeldblick gibt es leider nicht.

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Links neben dem Eingang befinden sich noch vier Workstations, welche Teilweise mit Computern ausgestattet sind. Auch ein Telefon steht in jeder Workstation zur Verfügung.

Rechts neben dem Eingang befindet sich die Bar sowie der Restaurantbereich. Die Auswahl ist für eine Lounge Bar und Restaurant ausgezeichnet und kann auch problemlos mit einer gehobenen Hotelbar und Restaurant mithalten. Leider ist das Restaurant, besonders zu Stoßzeiten sehr gut besucht. Allerdings könnt Ihr auch alle Speisen an jedem Ort der Lounge zu euch nehmen.

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Hinter der Bar befindet sich einer der unbekanntesten Orte des First Class Terminal: Die Kinderspielecke. Diese ist sehr liebevoll und kindgerecht gestaltet, sodass sich kleine und junge Gäste hier sehr wohlfühlen können.

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Für Raucher bietet das Lufthansa First Class Terminal eine Cigar Lounge. In diesem mit Glas abgetrennten Bereich können die Gäste Zigaretten, Pfeifen und Zigarren rauchen. Auch ein Humidor mit kostenlosen Zigarren, sowie eine kleine self- service Bar, steht den Gästen der Cigar Lounge des First Class Terminal zur freien Verfügung.

Im hinteren Bereich des First Class Terminals findet man neben den Toiletten auch noch zwei Dayrooms mit Betten und vier Duschen. Eine der Duschen ist mit einer Badewanne ausgestattet. Wenn Ihr duschen möchtet, wendet euch einfach an die freundlichen Damen und Herren vom Housekeeping. Von ihnen erhaltet Ihr auch die berühmten Lufthansa First Class Enten.

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First Class Terminal Frankfurt Dayroom

Lufthansa First Class Terminal Frankfurt | Essen & Trinken

Die Bar des Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt kann durchaus mit quasi jeder Bar in einem Luxushotel mithalten. Die Barkarte umfasst mehrere Seiten, auf welcher sich neben verschiedenen Champagner und Weinen auch mehrere hundert verschiedenen Spirituosen befinden. Auch Cocktails werden auf Wunsch von den Barkeepern zubereitet. Wer keinen Alkohol konsumieren möchte, für den gibt es eine riesige Auswahl an alkoholfreien Getränken. So verfügt das First Class Terminal über eine Wasserkarte, auf welcher mehr als ein dutzend Mineralwasser aufgeführt sind.

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Für viele ist das Restaurant eines der Highlights der Lounge. Auch, wenn hier keine Sterneküche geboten wird, kann man in ruhigem Ambiente sehr gut speisen. Neben dem kleinen Buffet, auf welchem einige warme und kalte Gerichte stehen, werden auch alle Speisen einer kleinen Karte frisch gekocht und serviert. Neben den berühmten Klassikern, wie dem Wiener Schnitzel oder Steak and salad, gibt es regelmäßige Specials. Diese werden auf einer Sonderkarte angeboten und sind meist saisonal beeinflusst.

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Lufthansa First Class Terminal Frankfurt | Boarding

Es ist sicherlich ungewöhnlich, dass man in einem Lounge Review den Boardingprozess beschreibt, allerdings ist das First Class Terminal auch keine normale Flughafenlounge, sondern ein vollwertiges Abflugsterminal.

Wenn Euer Flug zum Einsteigen bereit ist, werdet Ihr von eurem PA zum Einsteigen gebeten. Hier gibt es keinen Grund zur Hektik! Ihr könnt euren Flug nicht verpassen und Euer PA wird die Limousine nicht ohne Euch abfahren lassen.

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Aus dem Loungebereich geht es entweder mit einem Fahrstuhl oder über eine Treppe hinunter zu den „Boarding Gates“. Dort befindet sich auch ein Schalter der Bundespolizei an welchem Ihr Eure Pässe wiedererhaltet. Euer PA wird euch zu einen der vier „Gates“ begleiten, wo Ihr Eurem Fahrer übergeben werdet. Dieser fährt euch zum Flugzeug. Der Transfer zum Flugzeug findet entweder mit einer Mercedes S-Klasse, einem Porsche Cayenne oder einem Mercedes V-Klasse Minivan statt. Auch, wenn man es versucht, so können meistens nicht alle Passagiere einen individuellen Transfer zum Flugzeug erhalten. Daher kommt es durchaus vor, dass Ihr mit einem weiteren Passagier zusammen gefahren werdet.

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Im Porsche zum Lufthansa Flug

Lufthansa First Class Terminal | Fazit

Das Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt ist einzigartig. Es gibt wohl keine angenehmere Art zu seinem Flug zu starten. Es gibt sicherlich eine Vielzahl von erstklassigen First Class Lounges auf der Welt, aber das First Class Terminal geht noch einen Schritt weiter. Der Lufthansa First Class Passagier muss nicht mehr das „normale Terminal“ betreten und kann so auf kürzestem Wege zu seinem Flugzeug gelangen. Ich selbst bin unglaublich glücklich und dankbar dafür, dass ich das First Class Terminal so oft nutzen darf und freue mich immer wieder hierher zurück zu kommen. Angenehmer kann man seinen Flug kaum beginnen. Wenn Ihr einmal die Chance habt, das First Class Terminal in Frankfurt zu besuchen, solltet Ihr es unbedingt machen!

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17 Kommentare

  1. Hi,
    hab eine Frage an Dich: werden nächstes Jahr mit LH in F von Peking nach Frankfurt fliegen, dann weiter mit LH in C nach München. Habe ich in Frankfurt damit auch Zugang zum FCT. Werde aus den Erklärungen auf der LH Seite nicht schlau, da hier steht, dass man als „ankommender“ Gast keinen Zutritt habe.

    Vielleicht kannst Du mir Auskunft geben. Vielen Dank!

    • Hi Mark,

      Du hast, wenn du aus Peking mit Lufthansa in der First Class landest auch Zugang zum First Class Terminal, sofern du einen Lufthansa, Swiss oder Austrian Flug an diesem Tag hast, unabhängig von der Serviceklasse. Das bedeutet, dass du vor deinem Anschluss nach München noch einmal das FCT besuchen kannst.

      Kein Zugang für „ankommende“ Gäste bedeutet, dass du „nur“ mit dem First Flug aus Peking ohne Weiterflug nicht mehr in das FCT als „Ankunftslounge“ darfst. In diesem Fall darf man allerdings immer noch die First Class Lounge in A und B nutzen. So kannst du auch nach deiner Ankunft in München noch einmal die First Class Lounge in München besuchen.

      Viele Grüße
      Christoph

  2. Hi Marc,

    wenn ich mit Thai Airways First Class aus Bangkok in Frankfurt
    zwischenlande und danach mit Austrian in Business nach Wien
    weiterfliege könnte ich vielleicht auch Zutritt erhalten?
    (Thai Airways kann / will mir keine verbindliche Auskunft geben)

    Besten Dank & viele Grüße
    Andy

    • Hey Andy, Leider wirst du auf einem Thai Airways First Class Ticket, un einem Weiterflug in der Austrian Business Class keinen Zutritt zum First Class Terminal erhalten. Du kannst die Business Class Lounge besuchen. Falls du über einen Senator oder einen Star Alliance Gold Status verfügst, kannst du auch in der Senator Lounge vorbei schauen.
      Allerdings solltest du dir in Bangkok die First Class Lounge und vor allem die Massage nicht entgehen lassen. Wir haben bereits über die jeweiligen Lounges geschrieben. Lass uns wissen, falls du noch Fragen hast.

      Grüße,

      Tim

    • Hallo Andy,

      Wenn du mit Thai Airways in der First Class in Frankfurt ankommst, hast du leider keinen Zugang zum Lufthansa Frist Class Terminal. Du kannst vor deinem Weiterflug nach Wien leider auch „nur“ die Business Lounge besuchen.

      Würdest du mit Lufthansa in der Frist Class ankommen, hast Zugang zum First Class Terminal, auch mit einem Weiterflug in der Austrian Business Class.

      Hier haben wir die Zugangsvoraussetzungen zu den Lufthansa Lounges noch einmal zusammengefast. Leider ist das Lufthansa First Class Terminal oder auch die Lufthansa First Class Lounge nur in Verbindung mit einem Lufthansa First Class Flug oder Swiss First Class Flug möglich.

      Viele Grüße
      Christoph

      • Vielen vielen Dank für die präzisen & schnellen Antworten.

        Daran sollten sich einige Airlines mal ein Beispiel nehmen. 😉

        Euer Blog ist super – ich empfehle Euch immer gern weiter.

  3. Hallo,
    wir fliegen im Januar von Frankfurt mit der LH First class nach Bangkok und kommen mit dem Zug nach Frankfurt. Wie funktioniert es denn da mit dem PA und wo geben wir das Gepäck auf, wir reisen mit Golfgepäck und haben natürlich keine große Lust auf lange Wege?
    LG Heike

    • Hallo Heike,

      Den PA bekommst du nach der Ankunft im First Class Terminal und dieser kümmert sich um dich bis zu deinem Abflug. Wenn du mit dem Zug ankommst, kannst du das Gepäck auch schon am Airrail Schalter im Fernbahnhof abgeben. Das sind vom Gleis weniger als 100 Meter.

      LG
      Christoph

  4. Hallo,
    besteht die Möglichkeit während des Besuchs der F-Terminals in FRA auch mal ins normale Terminal zu gehen, um dort zu shoppen oder die anderen Lounges zu besuchen?
    Also besteht die Möglichkeit das F-Terminal mehrfach an einem Tag zu betreten und wieder zu verlassen und am Ende aber dann von dort zum Flieger gebracht zu werden?
    Danke für eure Antworten.
    Grüße
    Tim

    • Hallo Tim,

      Grundsätzlich kann man das First Class Terminal auch wieder verlassen und in das normale Terminal rüber gehen. Allerdings musst du hierfür immer noch einmal durch die Sicherheitskontrolle gehen. Ich würde daher zuerst in das Normale Terminal gehen und mir hier die Lounges anschauen und vor dem Flug dann in das FCT.

      Im FCT gibt es übrigens auch einen Duty Free Shop.

      LG
      Christoph

  5. Verstehe ich das richtig, dass man während des ganzen Aufenthaltes im First Class Terminal nicht in Besitz seines Passes ist und ihn erst kurz vor dem Boarding zurück bekommt? Wenn es dazu keine Alternative gibt, ist das für mich schon Grund genug, einen weiten Bogen um den Terminal zu machen. Mein Pass ist meine Eintrittskarte zur Welt und ich gebe ihn sehr ungern aus der Hand.

    Wie ist das mit dem Personal Assistant? Kann ich den gleich bei der Buchung abbestellen? Solche ständigen Begleiter fühlen sich für mich an wie Babysitter. Ich hasse es schon immer, wenn mich in einem gehobenen Hotel ungefragt ein Mitarbeiter bis ins Hotelzimmer begleitet, um mit dort „das Zimmer zu erklären“. Ich gehöre zu den Leuten, die beim Einchecken in einem Hotel als erstes den „Turndown Service“ (Aufdeckservice) abbestellen, damit seltener Personal ins Zimmer kommt.

    Kann ich auf den Limousinenservice verzichten oder ist das nicht möglich, weil ich vom Sicherheitsbereich des First Class Terminals nicht zu Fuß in den Sicherheitsbereich des regulären Terminals gelangen kann?

    Das kulinarische Angebot sieht verlockend aus, aber wie viel kann man realistischerweise am Boden essen, wenn man in der Luft auch alle regulären Mahlzeiten wahrnehmen will? Das Wiener Schnitzel hätte ich sehr gerne in der Luft statt am Boden.

    Gibt es in dem Duty Free Shop auch Lebensmittel zu kaufen? Selbst in der First Class habe ich gerne ein paar Liter Wasser im Handgepäck, um mich in der Luft seltener bedienen lassen zu müssen. Kann ich dort Wasser kaufen oder muss ich es mit leeren Flaschen aus einem Wasserhahn zapfen?

    Vielleicht bin ich auch einfach kein Mensch, für den dieser Terminal gemacht ist. Eine höhere Buchungsklasse als Economy wähle ich nur, um mehr Platz im Flugzeug zu haben, etwas besseres Essen (das Essen in der Economy ist manchmal echte eine Dschungelprüfung) und gleichzeitig am Gang und am Fenster sitzen zu können. Das ganz Umsorgtwerden werde ich wohl mehr zu schätzen wissen, wenn ich 70 oder 80 Jahre alt bin. Dann bin ich froh, wenn ich nicht mehr zu Fuß über den halben Flughafen laufen muss. Im Moment bin ich aber noch Anfang 40 und freue mich über jede Kalorie, die ich auf dem Weg zum Gate verbrenne, weil ich während des Fluges stundenlang rumsitze.

    Danke aber für diesen ausführlichen Bericht!

    • Hey,
      ich versuche mal deine Fragen zu beantworten, auch wenn ich nicht so oft im FCT zu Gast bin wie Christoph.
      Man benötigt im FCT deinen Pass um dich in der Regel einzuchecken. Man wird jedoch auch nichts dagegen haben, wenn du diesen bei dir behalten oder diesen sofort wieder haben möchtest.
      Man tut alles damit es für dich angenehm und komfortabel ist, wird aber alle deine Wünsche beachten und akzeptieren.

      Du kannst dem PA sagen, dass er dich in Ruhe lassen sollen. Man wird erst wieder auf dich zukommen, wenn die Limo fertig zum einsteigen ist. Es ist theoretisch möglich vom FCT ins Terminal zu laufen und dort wie jeder andere Gast zu borden. Du musst aber erneut durch die Sicherheitskontrolle.
      Prinzipiell gibt es in den Terminals ja auch First Class Lounges die du nutzen kannst. Du musst also nicht ins Terminal. Von dort kannst du (wenn du magst) zum Flieger laufen.

      Du kannst im FCT so viel Essen wie du möchtest. Genau wie im Flugzeug. Ein Menü für den Flug zu ordern geht leider nicht. Viele Gäste Essen im FCT um im Flieger maximal lange zu schlafen.

      Das mit dem Duty Free Shop kann cih nciht agen, aber du wirst bestimtm Wasser mitnehmen dürfen. Im Flugzeug wird man dir aber auch jederzeit mehrere Flaschen Wasser bringen, damit du deine Ruhe hast und nicht jedes mal nachbestellen musst.

      Das tolle an der Lufthansa First ist, dass man versucht alle deine Wünsche zu erfüllen Und wenn dies eben maximal Ruhe ist und „nicht gestört“ werden, dann wird man das auch.
      Es gibt unzälige Gäste, die im Flugzeug sofort das Bett wollen und erst kurz vor der Landung wieder mit mit der Crew interagieren.

      Hoffe ich konnte dir etwas helfen.

      Tim

    • Lieber Martin,

      das kommt ganz auf den Flug an, ob du deinen Pass über den Aufenthalt abgibst. Bei uns war es bsw. im August auf dem Weg nach Delhi so, dass wir die Pässe abgegeben haben und sie beim auschecken aus der Lounge bei dem Zollbeamten abgeholt haben. Dieser macht dann quasi nochmal die Blickkontrolle, ob wirklich die Person vom Pass vor ihm steht.
      Wenn du das noicht möchtest, solltest du das FCT wirklich nciht besuchen.

      Der/Die PA begleiten dich in die Lounge. Wir werden immer gefragt ob wir uns auskennen, dann werden wir auch nicht mehr begleitet. Dir werden in der Regel lediglich die gedruckten Bordkarten vorbeigebracht. Am Ende deines Aufenthaltes kommt der PA vorbei um zu sagen, dass das Flugzeug zum Boarding bereit ist.

      Den Limousinenservice kannst du aus dem FCT nicht umgehen, da es ein komplett getrenntes Gebäude ist. Man „muss“ quasi gefahen werden.

      Das Essen im FCT ist wirklich klasse. Wir essen immer eine Kleinigkeit. Morgens gibt es die obligatorischen Eggy Benedict, mittags ein kleines Steak usw. Da vor allem ich eher etwas wählerisch bin, freue ich mich immer über die Auswahl im FCT und in den Lounges.

      Das mit dem Wasser ist doch sicher kein Problem. Vor allem in der First oder Business Class kannst du dir sicher eine 1-1,5 Liter Flasche geben lassen (oder 2). Lebensmittel gibt es meines Wissens in dem kleinen Shop nicht zu kaufen, aber auch wir haben schon das ein oder andere Mal to-go Getränke (in unserem Fall Gin & Tonic) in Flaschen bekommen. Nichts ist unmöglich.

      So wie ich deine Nachricht lese, sind eher die First Class Lounges etwas für dich. Sie haben ein quasi identisches Angebot zum FCT, außer dem Limousinenservice. Auch von den Lounges findest du hier auf der Seite die passenden Reviews.

      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Bei Fragen gerne jederzeit melden.

      Liebe Grüße

      Nicole

  6. Vielen Dank, liebe Nicole und lieber Tim, für die ausführlichen Antworten!

    Ich gehöre zu den Menschen, die lieber im Flugzeug essen als am Boden, da ein langer Flug generell sehr langweilig ist und die Mahlzeiten zumindest etwas Abwechselung bringen. Mein Kalorienbudget pro Tag ist sehr begrenzt, so dass sogar Apfelsaft, der ja pro Liter mehr Kalorien hat als eine kleine Handpizza, eine Ausnahme bleiben muss. Schlafen kann ich im Flugzeug leider grundsätzlich nicht. Auch wenn der Sitz noch so bequem ist und es sich um einen Nachtflug handelt. Wenn ich vom Kopf her weiß, dass fremde Menschen im selben Raum sind wie ich, kann ich einfach nicht einschlafen. Vielleicht habe ich zu viele Krimis gesehen.

    Generell sehe ich Services, die ich nicht oder nur zwangsweise nutze, immer sehr kritisch, denn sie verteuern den Flugpreis unnötig und ich habe das ungute Gefühl, mit meinem Flugticket den Champagner der anderen Fluggäste zu subventionieren. Das ist das selbe Prinzip wie in Hotels, wo ich immer da Gefühl habe, den Pool zwangsweise mit zu finanzieren, obwohl ich meine kostbare Urlaubszeit nicht mit Baden verschwenden will. Daher würde ich es generell bevorzugen, wenn unnötiger Komfort optional wäre und nur von denen bezahlt würde, die ihn auch nutzen. Sonst hat man das Gefühl, etwas zu „verschenken“, wenn man es nicht nutzt.

    Mich interessiert der FCT nur für den seltenen Fall, dass ich mal in Begleitung fliege, der ich dann den Flug und den Aufenthalt am Boden so angenehm wie möglich machen will. Von einer Frau würde ich nicht erwarten, dass sie sich auch zu mir ans reguläre Gate setzt, nur weil ich keine Lust habe, zu sehr bemuttert zu werden.

    Von Frankfurt wohne ich mehrere hundert Kilometer entfernt und habe daher in den letzten Jahren wegen der ständigen Streiks immer einen Bogen um die Lufthansa gemacht, auch wenn das mehrmals bedeutet hat, dass ich über Paris oder Amsterdam nach Asien geflogen bin und sich dadurch die Flugzeit ein gutes Stück verlängert hat. Gefühlt streikt ja dauernd irgendjemand gerade bei der Lufthansa. Entweder die Piloten, die Kabinencrew oder das Bodenpersonal. Wobei ich dieses Jahr lernen musste, dass Air France in puncto Streikfreude nicht immer eine gute Alternative zur Lufthansa ist.

    Den FCT werde ich aber definitiv mal ausprobieren, um zu sehen, ob und wie weit die Reise damit angenehmer wird. Da ich zur Sicherheit bei Fernreisen immer sehr früh am Flughafen bin, haber ich dort dann immer viel Zeit tot zu schlagen, und bin neugierig, wie gut das im FCT geht.

    Viele Grüße, Martin

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