Review: Tarom Economy Class Boeing 737

Herzlich Willkommen zu meinem Review der Tarom Economy Class Boeing 737 von Bukarest nach Frankfurt. Da ich zu einem geschäftlichen Termin in Rumänien unterwegs war, bot es sich an, die Tarom einmal auf dem Rückweg zu testen. Den Hinflug bin ich wie sehr oft auf Kurzstrecken, mit Lufthansa geflogen. Aufgrund der besseren Flugzeiten und meiner Neugier etwas Neues auszuprobieren, habe ich den 16 Uhr Flug zurück nach Frankfurt genommen. Tarom ist Mitglied der SkyTeam Allianz und alle die hier den entsprechenden Status haben, können hier die üblichen Vielfliegervorteile genießen.

Tarom Economy Class Boeing 737 | Boarding

Unser Flug ging von Gate 37. Dies ist ein Busgate im Untergeschoss des Terminals. Ich war als einer der letzten Passagiere am Gate. Leider kann ich deshalb nicht sagen, ob das Priority Boarding für Business Class Gäste und Statuskunden funktioniert hat, da ich es verpasst habe. Bei einem Bus macht es aber nun auch wirklich keinen großen Unterschied. Im Zweifelsfall steigt man zuerst ein und friert beziehungsweise schwitzt je nach Jahreszeit.

Der Flug stand auf einer Außenposition mehrere hundert Meter vom Terminal entfernt. Jedem Luftfahrtenthusiasten dürfte die Fahrt sehr gelegen gekommen sein. So konnte man „seltene Flieger“ wie eine MD80, einen A310 oder Flugzeuge russischer Bauart aus der Nähe sehen.

Unser Flug war recht leer. Aus diesem Grund waren alle Passagiere schnell an Bord und der Push-Back konnte erfolgen.

Tarom Economy Class Boeing 737 | Bordprodukt

Unser Flug nach Frankfurt wurde von einer Boeing 737-700 mit Winglets durchgeführt. Diese verfügt über 14 Sitze in der Business Class (2-2 Bestuhlung) und 102 in der Economy Class (wie üblich in 3-3 Bestuhlung). Die Kabine ist genau wie das Flugzeug schon etwas älter, um nicht zu sagen „ziemlich alt“. Beim Betreten des Flugzeuges habe ich mich ein wenig wie bei einer Zeitreise in die späten 80er- oder frühen 90er-Jahre gefühlt. Aber irgendwie war es trotzdem cool. Mögen muss man solch einen Retro-Charme aber schon.

Tarom Business Class | Kabine & Sitz

Die Business Class konnte ich nur kurz im Vorbeigehen fotografieren. Die Ledersitze wirken bequem und der Sitzabstand ist deutlich größer als in der Tarom Economy Class. Der Tisch lässt sich aus der Armlehne ausklappen und zwischen den Sitzen ist eine Ablage für kleine Dinge wie Handy oder Brille vorhanden. Anders als in der Economy ist der Sitz mit Leder bezogen.

Tarom Economy Class Boeing 737 | Kabine und Sitz

Ich war als einer der letzten Passagiere an Bord und nahm auf meinem Sitzplatz 6A Platz. Da der Flieger recht leer war, habe ich in der Lounge angefragt, ob der Nebensitz geblockt werden könnte. Dies hat ausgezeichnet funktioniert und ich hatte am Ende die gesamte Reihe für mich. Trotz der Nähe zum Ausgang würde ich den Platz nicht empfehlen. Der Grund ist ganz schlicht und einfach, dass hier das Fenster fehlt. Trotz des offensichtlichen Alters wirkt die Kabine sauber und gut in Schuss.

Die Sitze in der Tarom Economy Class in der Boeing 737-700 sind wie bereits geschrieben, etwas älter. Das spürt man auch ganz deutlich, wenn man in diesen Platz nimmt. Die Sitzfläche und Lehne sind sehr weich und auch etwas durchgesessen. Ein Vergleich mit Omas Couch ist hier ganz passend. Der Sitzabstand ist extrem großzügig und ich konnte meine Beine fast komplett (unter den Vordersitz) ausstrecken.

Gut finde ich auch, dass Stoffsitze verbaut sind. So wird einem bei warmer Kabine nicht auch automatisch warm am Rücken.

Als Platz würde ich die Reihe 5 (erste Reihe nach der Business Class) oder 10 (Notausgang) empfehlen. Hier ist die Beinfreiheit am größten.

Im Sitz gibt es noch einen Anschluss für Kopfhörer, um das Unterhaltungssystem genießen zu können. Dies besteht ganz klassisch aus Röhrenfernsehern, die in der Decke oberhalb des Ganges installiert sind. Während unseres Fluges wurden hier die Route und andere Informationen zum Flug angezeigt.

Tarom Economy Class Boeing 737 | Catering

Trotz der kurzen Flugzeit von 2:20 Stunden wurde direkt nach dem Start ein Trolley durch die Kabine gerollt und es wurde eine warme Mahlzeit serviert. Diese bestand aus Pasta mit Hühnchen, einem Brötchen und einem kleinen Kuchen als Dessert. Das Essen war zwar nicht überragend (gibt es so etwas überhaupt in der Economy Class?), aber das Hungergefühl wurde gesättigt. Parallel dazu wurden die Getränke serviert. Für mich gab es nur Wasser. Auf dem Trolley habe ich jedoch auch verschiedene Softdrinks, Bier und Wein gesehen.

Nach dem Essen gab es noch eine weitere Runde an Getränken. Untere anderem Kaffee. Es soll ja Leute geben, die Instantkaffee mögen, aber hier wäre mir Filterkaffee lieber gewesen.

Wenige Minuten nach dem zweiten Getränkeservice wurde alles abgeräumt, sodass man trotz der kurzen Flugdauer noch Zeit zum Arbeiten, Lesen oder Schlafen hat.

Tarom Economy Class Boeing 737| Fazit

Nach gut 1:30 Stunden ging das Anschnallzeichen an und wir begannen unseren Landeanflug ins regnerische Frankfurt. Hier landeten wir 20 Minuten vor der geplanten Zeit. Insgesamt habe ich die Tarom Economy Class Boeing 737 als eine sehr positive Erfahrung wahrgenommen. Klar, der Flieger ist etwas älter, aber es gibt warmes Essen, genügend Sitzabstand und eine richtige Business Class auf der Kurzstrecke was will man also mehr?

Wenn Ihr mehr von unseren Reviews lesen wollt, findet Ihr hier die Übersicht:

Flüge – Frankfurtflyer

 

 

 

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