Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 von Singapur nach Sydney

Singapore Airlines Business Class

Das letzte Segment nach Australien sind wir in der Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 geflogen. Zuvor sind wir über Stockholm und Moskau nach Singapur gereist. Da wir mit unserem Junior unterwegs sind, wollten wir es gemächlich angehen lassen und haben einen Aufenthalt im Crowne Plaza am Flughafen Singapore Changi gebucht. Nachts ging es dann weiter, auf unser letztes Segment bis nach Sydney. Der Flug war mit etwas über sieben Stunden zwar recht kurz, allerdings haben wir trotzdem etwas vom Service und Catering mitbekommen. Und das obwohl wir eigentlich nur noch schlafen wollten. Singapore Airlines wird ja gerne als eine der besten Airlines der Welt bezeichnet. Ob dies wirklich der Fall war, werdet Ihr nun lesen.

Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 – Boarding

Nachdem wir noch kurz in der Singapore KrisFlyer Lounge waren, haben wir uns auf den Weg zum Gate gemacht. Wie in Singapur üblich findet die Sicherheitskontrolle direkt am Gate statt. Die Schlange war ziemlich lang und es gab keine separate Reihe für Premium Gäste oder auch Familien. Nach guten 15 Minuten waren wir durch den Sicherheitscheck. Nach einigen Minuten ging dann das Boaring los. Ich hatte die Chance ein paar Minuten früher zu boarden, um einige Bilder von den verschiedenen Kabinen zu knipsen. Geboardet wird übrigens über drei Fluggastbrücken. Eine ist dafür speziell für die 12 First Class Gäste gedacht. Über die Brücke im Oberdeck wird die Business und die obere Economy Class geboardet.

Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 – Layout

Singapore Airlines hat verschiedene Layouts, wenn es um die Bestuhlung Ihrer Airbus A380 geht. Die Suite Class, also die Singapore Airlines First Class befindet sich immer im vorderen Teil des Unterdecks und verfügt über 12 Sitze in einer 1-2-1 Anordnung. Die Mittelsitze lassen sich in ein Doppelbett verwandeln. Natürlich lassen sich auch alle anderen Plätze komplett flach stellen. Die Singapore Suites sind private Kabinen, die sich durch eine Schiebetür vom Gang isolieren lassen. Die Mittelsitze lassen sich übrigens in Doppelbetten verwandeln.

Die Business Class verfügt über 60 Sitzplätze, die in einer 1-2-1 Anordnung verbaut sind. Jeder Platz hat direkten Zugang zum Gang.

Hinter der Suite Class befindet sich die Premium Economy Class. Diese verfügt über 8 Sitze pro Reihe in einer 2-4-2 Bestuhlung. Insgesamt gibt es 38 Sitzplätze. Mit 38 Zoll Sitzabstand spielt man hier im branchenüblichen Durchschnitt mit. Jeder Sitz lässt sich weit zurück lehnen und verfügt über eine Stütze für Beine und Füße.

Der Rest der Kabine ist mit Economy Class Plätzen in 3-4-3 Anordnung (Unterdeck) und 2-4-2 (Oberdeck) bestuhlt. Die Sitze wirken bereits etwas älter, verfügen mit Ihren 32 Zoll Sitzabstand aber über einen guten, durchschnittlichen Sitzabstand. Insgesamt gibt es davon 333 Sitze.

Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 – Die Business Class

Wir hatten für unsere Flüge die Sitzplätze 17 und 18 K reserviert. Hier muss ich zugeben, dass die Entscheidung nicht die beste war. Wir sitzen beide gerne am Fenster, deshalb wollten wir auch gern wieder einen Fensterplatz. In Reihe 17 befinden sich die Plätze, an denen sich das Babybassinet installieren lässt. Allerdings befinden sich die Fensterplätze in Reihe 17 so nah an der Galley, dass man einiges vom Lärm mitbekommt. Deshalb würde ich diese als die schlechtesten Plätze betiteln.

Persönlich finde ich die Sitzpläte in Reihe 11, besonders 11K recht spannend. Hier hat man viel mehr Platz , da der Fußraum groß und offen ist. Vor 11A liegt übrigens eine Toilette. Das mit dem vielen Platz ist auch der Fall bei den Mittelsitzen in Reihe 11 und 17.

Der Sitzabstand beträgt von Lehne zu Lehne „nur 55 Zoll“. Das klingt zunächst sehr wenig. Allerdings muss man bedenken, dass der Fußraum weit in den Vordersitz reicht. Somit ist der Sitz in der Schlafposition knappe 2 Meter lang.

Dabei sind die Sitze 30 Zoll oder 75 Zentimeter breit. An den Fensterplätzen befindet sich an der Fensterseite ein, oder mehrere Ablagefächer, in denen sich auch größere Utensilien verstauen lassen. Unter dem Sitz findet sich auch noch genug Platz für einen Trolley. Dieser würde in den meisten Fällen nur schwer in die kleinen Staufächer an der Decke passen. Unterhalb der Armlehne befindet sich auch noch ein Staufach in dem die Speisekarte und sonstige Magazine verstaut werden können. Der Esstisch lässt sich aus der Armlehne ausklappen

Die Sitze lassen sich über die Knöpfe in der Armlehne verstellen. Dabei lässt sich der Sitz jedoch nicht komplett nach hinten lehnen, sondern nur zu einem gewissen Grad. Zum Loungen war mir dies deutlich zu wenig.

In die Schlafposition muss der Sitz geklappt werden. Hierfür wird die Rückenlehne nach vorn gelegt. Allerdings dürfte das in der neuen Business Class bald der Vergangenheit angehören. In der Armlehne befindet sich auch der Controller für das Entertainment System. Leider sind die Monitore in der Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 keine Touch Screen Exemplare. Das hätte sich angeboten.

Auf jeder Seite des Sitzes befindet sich eine Leselampe und ein Anschluss für die Kopfhörer. Dies finde ich sehr angenehm.

Im Vordersitz ist der Monitor verbaut. Rechts davon befindet einer Ablage für Kleinigkeiten auch noch die Steckdose sowie USB Anschlüsse.

Links vom Monitor befindet sich ein kleiner klappbarer Tisch für Getränke. Darüber befindet sich ein kleiner Schminkspiegel.

Die Toiletten sind, wie man es von Flugzeugtoiletten erwartet. Die Ausnahme ist die große Toilette vor Sitz 11A, ganz vorne. Diese ist wirklich riesig. Neben einem großen Spiegel gibt es hier auch genügend Platz um sich umzuziehen.

Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 – Catering und Service

Kurz nach dem Boarding wurden die Welcome Drinks verteilt. Ich habe mir ein Glas Champagner bestellt. Am Platz warteten neben den zwei große Kissen bereits die Socken, Slipper und das Amenity Kit. Auch die Noice Cancelling Kopfhörer lagen bereits am Sitz.

Kurz darauf wurden die Speisekarten verteilt. Wir hatten uns aber vorab den Book the Cook gebucht. Hier bietet Singapore Airlines einen Service an, bei dem man sich vor dem Abflug ein Gericht aus einer großen Liste aussuchen kann. Für meine Frau gab es den Hummer, für mich das Steak. Von der Qualität her war beides ziemlich gut.

Die Auswahl an Speisen auf dem Nachtflug ist ein wenig eingeschränkt. Der Flug ist nur 7:40 Stunden lang und die meisten Gäste werden wohl sofort zu Bett gehen. Singapore Airlines wirbt damit, dass man sein Essen kurz nach dem Start, kurz vor der Landung oder eben zu beiden Zeitpunkten einnehmen kann.

Und das war die größte Enttäuschung für uns. Wir haben unser Gericht kurz nach dem Start serviert bekommen. Leider gab es weder eine Vorspeise noch ein Dessert. Auch auf Nachfrage wurde mir gesagt, es gibt keine. Stattdessen gab es noch zwei eingeschweißte Päckchen Nüsse.

Das war zunächst nicht schlimm, da ich dann doch sehr müde war und schlafen wollte. Allerdings wollte meine Frau zwei Stunden vor der Landung gerne frühstücken. Ihr wurde gesagt, dass es keines für Sie gäbe, da Sie bereits gegessen hätte. Zum Glück habe ich geschlafen, sonst hätte ich sicherlich anders reagiert, als es einfach so hinzunehmen. Es kann in meinem Augen nicht sein, jemanden das Essen zu verweigern, vor allem wenn man explizit danach fragt und Hunger hat. Zum Glück gab es aber das Baby-Menü für unseren Nachwuchs. Der Kleine hat übrigens den kompletten Flug durchgeschlafen und ist erst gut 90 Minuten vor der Landung aufgewacht

Ich habe Singapore Airlines angeschrieben und um ein Statement gebeten. Ansonsten war der Service eigentlich freundlich und zuvorkommend.

Singapore Airlines Business Class im Airbus A380 – Fazit

Die Kabine wirkt durchaus positiv. Allerdings sieht man Ihr das Alter doch auch teilweise an. Ganz modern wirkt sie nicht mehr. Allerdings wird ja bald eine neue Business Class verbaut. Der Sitz ist sehr geräumig und man hat sehr viel Platz. Der Nachteil ist, dass man den Sitz umklappen muss um zu schlafen. Die Schlafqualität ist dann aber auch sehr gut.

Das Menü fand ich etwas eingeschränkt und die Aussage, dass man kein Frühstück ehr servieren wolle, da meine Frau schon gegessen hätte fand ich dreist und frech. Das habe ich sicherlich nicht erwartet. Allerdings wird das wohl auch ein Einzelfall und nicht die Regel sein.

Die letzten Teile findet Ihr übrigens hier:

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