Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 Bangkok nach Tokio Haneda

Thai Airways

Nachdem ich einen sehr entspannten Aufenthalt in der Thai Airways First Class Lounge hatte, habe ich mich gut 60 Minuten vor Abflug zum Gate begeben.

Mein PA bestand zwar darauf, dass das viel zu früh wäre, aber ich wollte mir gerne die Queen of the Skies aus der Nähe anschauen und als erstes an Bord sein, um noch ein paar Bilder zu schießen.

Thai Airways First Class Boeing 747-400 – Boarding

Nach wenigen Minuten am Gate wurden bereits die Gäste der First und Business Class, sowie Star Alliance Gold und Thai Royal Orchid Vielflieger zum Einsteigen aufgerufen.

Wie bei den meisten Flügen nach Japan, oder auch mit Japanern an Bord, ging das Bording sehr geordnet und zügig von statten. Man muss diese Disziplin und Organisation einfach mögen.

Alle Gäste der First und Business Class durften über die Fluggastbrücke an Tür 1L Borden.

An der Tür wurde ich von der Crew begrüßt und nach Betrachten meiner Bordkarte zu meinem Platz, 1A eskortiert.

Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 – Kabine und Layout

Die Boeing 747-400 von Thai verfügen über eine 3-Klassen Konfiguration. Im vorderen Teil des Unterdecks der Boeing 747-400 befinden sich die neun First Class Sitze. Dahinter und im Oberdeck befinden sich noch einmal 40 Business Class Plätze. Diese sind als Recliner Seats in einer 2-2 Anordnung verbaut.

Das Interessante ist aber, wie Thai Airways Ihre Galley verbaut hat. Diese befindet sich nicht quer im Flugzeug wie sonst üblich, sondern dort wo man die Sitzreihe H&K vermuten würde und zwar über die gesamte Länge der Business Class (Sitz 22-25). Dies muss die längste Galley sein, die es gibt.

Die Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 verfügt über nur neun Sitze. Seatguru zeigt jeweils drei Sitze am Fenster, aber auch zwei mal zwei Sitze in der Mitte an. Dies ist nicht ganz korrekt. Die Plätze 3E und f existieren, aber in der Mitte der Reihe zwei befindet sich ein einzelner Sitz.

Zum einen hat der Platz 1A etwas Besonderes, zum anderen erschien mir der Sitz am besten. Aus diesem Grund habe ich mir diesen gewählt. Hier gibt es keinen Durchgangsverkehr, der Sitz ist weit von der Galley weg und man hat eine minimal bessere Aussicht, durch die nach vorne gebogene Kabine. Außerdem sitzt man VOR dem Piloten. Mehr muss ich nicht mehr sagen oder ;-)?

Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 – Der Sitz

Die Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 verfügt über eine Art Hybrid-Sitz. Dieser ist ziemlich privat, dank der hohen Trennwände. Allerdings verfügt er über keine Schiebetüren, wie zum Beispiel bei der Etihad First Class. Im Gegensatz zu Qatar Airways, oder auch der Lufthansa First Class genießt man durch die fest installierte Trennwand seine Ruhe und ist durch die Blicke der anderen Gäste geschützt.

Jede der neun Suiten verfügt über einen breiten mit lila Stoff bezogenen Sitz, der sich in ein flaches 195 Zentimeter langes Bett verwandeln lässt.

Die Einstellung des Sitzes lässt sich über einen herausnehmbaren Controller steuern, der sich neben dem Sitz befindet.

Insgesamt dominieren weiß und lila, sowie dunkelbraune Holztöne den Sitz und die Kabine. Die neue Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 gibt es noch gar nicht so lange, ich glaube knapp drei Jahre, allerdings ist die Kabine schon deutlich abgenutzt. Das weiße Leder and der Trennwand ist abgegriffen, es befinden sich viele Flecken und Stiche von Kugelschreibern am Sitz. Eigentlich schade, denn ich finde dieses halboffene Layout recht angenehm und den Sitz komfortabel und bequem.

Neben dem Sitz auf Höhe des Bildschirms befindet sich ein Ablagefach, in welches eine Steckdose verbaut ist.

Auf Höhe des Sitzes befindet sich ein weiteres Staufach. Hier ist der Controller für das IFE positioniert. Dieser lässt sich selbstverständlich herausnehmen.

Zudem lässt sich ein großer, stabiler Tisch aus der Seite ausfahren, an dem sich hervorragend arbeiten, oder essen lässt.

Als ich zu meinem Platz begleitet wurde wartete dort bereits ein Rimowa Amenity Kit auf mich. Okay, rosa ist sicher nicht jedermanns Sache, aber ich habe weder eins gesehen, noch davon gelesen. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass es was besonderes und extrem selten ist.

Die Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 wirkt auf mich zwar ein wenig altmodisch, aber irgendwie auch gemütlich. Ich finde die Kabine ist nicht übermäßig modern oder stylisch. Sie ist eher etwas konservativ, traditionell und „interessant“ designt. Aus irgendeinem Grund, den ich nicht so recht in Worte fassen kann, mag ich die Kabine aber.

Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 – Service und Catering

Dies war mein erster Flug in der Thai First Class. In der Vergangenheit habe ich schon gelesen, aber auch gesagt bekommen, dass die Crew ALLES, von absolut überragend bis hin zu katastrophal sein kann.

Ich hatte auf meinem Flug wirklich Glück und habe ersteres erwischt. Meine Crew war super.

Für die zwei anderen Gäste (in 2A und K) und mich waren insgesamt zwei Crewmitglieder zuständig. Zwischenzeitlich war noch einer der Business Class Flugbegleiter bei mir in der First. Das lag wohl eher daran, dass wir uns super verstanden haben und einen Haufen Restaurant-Tipps in Bangkok ausgetauscht haben.

Direkt nach dem Boarding wurde mir der Sitz kurz vorgestellt und ich wurde in die Funktionen eingewiesen. Direkt im Anschluss wurden mir Macadamianüsse serviert.

In der Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 wird Dom Perginon 2006 Vintage serviert. Wie bereits zuvor erwähnt kenne ich mit dem Blubberwasser nicht wirklich aus, aber ich muss sagen, dass es wirklich sehr gut geschmeckt hat. So gut, dass am Ende drei Flaschen leer waren. Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass die zweite Flasche gekorkt hat und die Thai Airways Flugbegleiter ohne mit der Wimper zu zucken eine dritte aufgemacht haben. Es kann auch gut sein, dass die anderen zwei Gäste mitgeholfen habe, die Flaschen zu leeren. Aber vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet 😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Was ich bei der Thai super finde, ist das Made-to-order Konzept. Jeder First Class Gast kann sich bis 24 Stunden vor Abflug ein Gericht, oder Menü bestellen. In meinem Fall gab es ein klasse Filet mit Gänseleberpastete. Das Fleisch war top und das Hauptgericht war nett angerichtet. Dazu wurde ein Brotkorb mit verschiedenen Sorten an Brot und Brötchen gereicht.

Im Anschluss habe ich eine Käseplatte bestellt. Diese war okay, aber nicht „First Class-würdig“. Warum bekommen es eigentlich so wenig Airlines hin, eine gute Käseplatte zu servieren?

An Bord der Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 habe ich eher einen reaktiven Service erlebt. Alle Passagiere in der First wurden in Ruhe gelassen, und es wurde weniger ein aktiver Service geboten als ein reaktiver.

Sobald ich aber einmal geklingelt habe, war innerhalb von 10 Sekunden einer der Flugbegleiter bei mir am Platz, um meinen Wunsch zu erfragen. Und ja, ich habe es wirklich gestoppt, weil ich selbst kaum glauben konnte wie schnell dies ging.

Das Catering fand ich eigentlich recht ansprechend und wenn man nicht Last Minute bucht, kann man sich sogar online das passende Gericht aussuchen. Das würde ich mir bei mehr Airlines wünschen.

Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 – Fazit

Es mag sein, dass es bei Thai Airways sehr unterschiedliche Crews gibt, aber ich hatte wirklich sehr viel Glück. Die Crew war super, schnell und extrem freundlich. Auch die perönliche Komponente wie einen guten Smalltalk weiß ich zu schätzen. Die 6.5 Stunden Flugzeit nach Tokio Haneda waren leider viel zu schnell vorbei. Gerne wäre ich noch ein wenig länger an Bord geblieben und hätte den Service genossen.

Der Sitz ist sicherlich ein wenig abgerockt und sollte mal neu bezogen und verkleidet werden. Allerdings mag ich das Set-up. Es verbindet die Privatsphäre einer Suite und die offenen Komponenten eines Lufthansa- oder Qatar Airways Sitzes.

Basierend auf meiner bisherigen Erfahrung würde ich die Thai Airways First Class in der Boeing 747-400 sofort wieder buchen. Die Verfügbarkeit über Meilen ist in der Regel sehr gut.

Mein Flug war getreu des Slogans: „Smooth as Silk“.


Die letzten Teile meines Tripreports könnt Ihr hier lesen:

Das könnte Euch auch interessieren

1 Kommentar

  1. Wie ich mit Thai Airlines geflogen bin habe ich es auch so erlebt wie du es Erlebt hast.
    Das Alter von der Boing hat man ihr nicht angesehen.

    Sie waren auf dem Flug seht bemüht um unser Wohlergehen.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*