Wie wichtig die Crew für das First Class Erlebnis ist…

In der letzten Woche haben Nicole und ich einige tolle Tage auf Bali verbracht. Ich wäre aber einfach nicht ich, wenn wir auf dem Rückweg langweilig von Bali über Singapur, oder Bangkok nach Frankfurt geflogen wären. Stattdessen sind wir von Bali über Bangkok und Hongkong nach Frankfurt geflogen.

Dies hatte einen ganz einfachen Grund: Ab Hongkong habe ich für uns zwei Lufthansa First Class Prämienplätze im Airbus A380 bekommen. Für mich war dies eine leichte Entscheidung. Ganz nebenbei konnten wir auch noch von Bangkok nach Hongkong in der Thai Airways First Class fliegen, auch wenn man dies auf einem zweistündigen Flug sicherlich nicht braucht.  Eigentlich kann man in aller Fairness einen zwei Stunden- und einen 12 Stunden First Class Flug nun wirklich nicht miteinander vergleichen, dennoch haben wir auf diesen zwei Flügen sehr deutlich gezeigt bekommen, wie wichtig die Crew für das First Class Erlebnis ist!

 

Thai Airways First Class Boeing 747-400 Bangkok -Hongkong

Es hat alles so schön angefangen! Der schnelle und entspannte Thai Airways First Class Check In, sammt Kofferträger und Fahrt mit dem Golfcar in die Thai Royal First Lounge, in welcher wir noch etwas gegessen haben und auch eine tolle Massage genossen haben.

Die Thai Airways Boeing 747 verfügte auch über die „neue“ First Class, welche zwar schon einige Abnutzungserscheinungen zeigte, allerdings für einen zwei Stunden Flug ein wirklich tolles Produkt darstellte. Ich hätte kein Problem gehabt auf diesen Sitzen einen deutlich längeren Flug zu absolvieren.

Die Basis für einen tollen Flug war also mehr als gegeben, allerdings hatte ich die Rechnung ohne die mehr als demotivierte Thai Flugbegleiterin gemacht, welche sehr deutlich machte wie wichtig die Crew und damit auch das „soft product“ für einen Flug ist.  Aber der Reihe nach… Vor dem Start wurde vom Purser Dom Perignon zur Begrüßung ausgeschenkt und die Wünsche für das Essen abgefragt.

Der Service während des Fluges wurde von nur einer Flugbegleiterin durchgeführt. Ein weiterer Kollege arbeitete in der Küche. Die nette Dame habe ich während des Fluges auf die „Prinzessin von Bangkok“ getauft. Ich habe selten so eine unfreundliche und hochnäsige Person erlebt und erst recht nicht im Land des Lächelns. Auch wenn es sich jetzt alles sehr nach Jammern auf hohen Niveau anhört, auch in der Economy Class hätte ich das Verhalten dieser Dame als unangemessen angesehen.

Auf meine Frage nach einem Wasser zum Hauptgang wurde mit „later“ geantwortet, was sie auch ernst gemeint hat, denn es wurde mir erst 10 Minuten später zusammen mit dem Dessert gebracht. Da ich bis hier meinen Hauptgang noch nicht angerührt hatte wurde das Dessert mit einem Seufzen wieder mitgenommen.

10 Minuten warten auf eine Dose Wasser…..

Auch hat man sich bei jeglicher Interaktion mit dem Gast nie die komplette Antwort angehört, sondern ist einfach während der Gast noch sprach weitergezogen.

Aus diesem ganzen recht unfreundlichen Verhalten, ergab sich an Bord eine Stimmung, bei welcher wir uns sicherlich nicht willkommen gefühlt haben. Die letzte Stunde des Fluges habe ich ein wenig gedöst und war fast froh, als wir in Hongkong gelandet sind und wir aussteigen konnten.

Lufthansa First Class Airbus A380 Hongkong- Frankfurt

Wie eine andere Welt präsentierte sich dagegen unser zweiter Flug des Tages! Die Lufthansa First Class im Airbus A380 ist an sich schon eine meiner Lieblingskabinen. Allerdings hatten wir auf diesem Flug auch eine Crew, die wirklich in die First Class gehörte. Man war freundlich, persönlich und dabei nie aufdringlich.

Man achtete schon fast argwöhnisch darauf, dass Nicole und ich in der selben Geschwindigkeit unsere verschiedenen Gänge serviert bekamen und auch als Nicole nach dem Hauptgang die Müdigkeit überkam, wurde Ihr binnen wenigen Minuten das Bett vom Purser gebaut, sodass sie schlafen konnte.

Ach ja und nach unserem Thai Flug zuvor bedarf es vielleicht doch einer Erwähnung: Ich habe einmal zu Beginn des Fluges ein Wasser bestellt. Dieses Glas war über Stunden nie leer und wurde immer wieder ohne Nachfrage aufgefüllt. Dass man guten Service manchmal schon über ein einfaches Glas Wasser definieren kann…….

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