2022 wird ein gutes Reisejahr!

2022 wird ein gutes Reisejahr! Diese Aussage kommt dem ein oder andern vielleicht etwas komisch vor, wenn wir gerade Themen wie Omikron, Impfpflicht, Lock Down, Reisebeschränkungen und 2G+ in Hotels öffentlich rauf und runter diskutieren. Ich bin aber davon überzeugt, nachdem Reisen zwei Jahre teils unmöglich oder nur unter starken Einschränkungen möglich waren, wird dieses Jahr ein gutes Jahr für alle, die Reise wollen.

In diesem Beitrag will ich Euch gerne erklären, warum ich der Überzeugung bin, dass 2022 alles besser wird, was das Reisen angeht und dass wir dieses Jahr alle tolle Trips, die schon lange überfällig sind unternehmen werden, auch wenn es teilweise aktuell noch nicht so aussieht.

Vielleicht liege ich mit meiner Meinung auch vollkommen daneben und 2022 wird ganz anders als ich aktuell glaube. Dies werden wir wohl abschließend erst im Dezember 2022 klären können und ich hole dann diesen Beitrag gerne noch einmal hoch. Mich würde aber auch interessieren, welche Meinung Ihr zu dem Thema Reisen in 2022 habt. Hinterlasst uns unter dem Artikel gerne ein Kommentar.

Reisebeschränkungen werden nach und nach fallen

Ich bin der festen Überzeugung, dass 2022 das Jahr sein wird, in welchem Reisebeschränkungen, Grenzschließungen und auch Quarantänen nach und nach in vielen Ländern fallen werden. Wir sehen diesen Trend schon jetzt und selbst Länder, die sich über Monate oder gar Jahre radikal abgeriegelt haben, kann man wieder bereisen.

Selbst in Asien, was in 2020 und 2021 zum größten Teil off Limits für Reisen war, sehen wir gerade viele Grenzöffnungen. Thailand, Singapur und die Philippinen haben für Reisende aus allen Gründen geöffnet, auch wenn hier oft noch Tests zusätzlich zu einer Impfung verlangt werden.

Eine Impfung gegen das Corona Virus wird das freie Reisen in den kommenden Jahren wohl aber von jedem verlangen und ich setze es hier einfach voraus, denn ohne Impfung wird man wohl weder auf Reisen noch in Deutschland viel Freude haben. Auch wenn dieser Satz sicherlich wieder den ein oder anderen Kommentar heraufbeschwört, will ich genau dieses Thema hier nicht diskutieren. Es ist einfach ein Fakt! No Vaccine, No Travel!

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Dabei sind Grenzöffnungen in vielen Teilen der Welt inzwischen mehr als überfällig und werden auch dort von Wirtschaft und Bevölkerung eingefordert. Es geht lange nicht mehr nur noch um Urlaubsreisen, die jetzt halt verschoben werden müssen, wie man noch 2020 argumentieren konnte. Es geht um Familien, die seit zwei Jahren auseinander gerissen sind und auch um Existenzen von Millionen von Menschen, die hierdurch massiv gefährdet sind.

Inzwischen hat die WHO selbst den Druck auf die Regierungen der Welt erhöht und dazu aufgefordert, Reisebeschränkungen fallen zu lassen, da sie spätestens seit der Omikron Welle, welche über die Erde wie keine andere gefegt ist, als absolut ungeeignet einzustufen sind, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern oder zu verlangsamen. Der Kollateralschaden, den sie verursachen, ist dagegen enorm und steht in keinem Verhältnis.

Gerade mit dieser Aussage der WHO wird es vielen Politikern auf der ganzen Welt schwer fallen, in 2022 noch Grenzschließungen zu rechtfertigen, zumindest wenn man davon ausgeht, dass sie mit wissenschaftlichen Argumenten arbeiten, was bei weitem nicht alle tun.

Tests und Quarantäne werden seltener in 2022

Aktuell wird zum Reisen in fast alle Länder außerhalb der EU ein aktueller Corona Test verlangt. In vielen Fällen auch nur ein Antigen Schnelltest, was durchaus zeigt, worauf man mit diesen Tests abzielt. Man möchte zum einen eine Schutzmaßnahme demonstrieren und in der Realität vor allem vermeiden, dass ein hoch ansteckender Passagier in eine anderes Land reist.

Dass es nicht zielführend ist, einen großen Personenkreis ohne jegliche Symptome permanent auf eine Krankheit zu testen, das hat schon der Deutsche Ärztebund vor einiger Zeit angemahnt. Im Hinblick darauf, dass wir uns in einigen Teilen der Welt schon in diesem Sommer hoffentlich aufgrund der hohen Impfquote oder Infektionsrate hin zu einer endemischen Lage bewegen, werden auch Corona Tests für Reisende mehr und mehr fragwürdig.

Einige Experten gehen daher davon aus, dass es in wenigen Monaten auf einigen Reiserouten zwischen Ländern mit hoher Impfrate keine Tests mehr brauchen wird, da sie schlicht und ergreifend wenig Nutzen haben werden. Als Beispiel wurden hier Reisen innerhalb Europas oder aus Europa nach Nordamerika angeführt.

Es würde mich tatsächlich nicht überraschen, wenn für die Einreise in die USA bald kein Test mehr benötigt wird, wenn man aus manchen Teilen der Welt kommt oder einfach vollständig geimpft ist. Hier gibt es gerade auch unter Amerikanern die Diskussion, dass man diese Tests abschaffen könnte und ob es einem gefällt oder nicht, was die USA machen, wird in der ganzen Welt oft als Maßstab gesehen.

Neben den Tests, gibt es noch die große Quarantäne Frage, denn nichts schreckt Reisende mehr ab, als am Reiseziel oder nach der Rückkehr in Quarantäne zu müssen. Genua hier gibt es aktuell auch Ansätze diese zu verkürzen, bzw. ganz fallen zu lassen.

In Singapur muss man nach einem positiven Test z.B. nur noch 72 Stunden in Selbstisolation und in Südafrika sind sogar nur symptomatische Verläufe entscheidend. Hier ist man bereits bei einer endemischen Lage und der entsprechenden Handhabung.

Service wird sich mehr und mehr normalisieren

Ein weiteres großes Thema ist der Service unter Corona Bedingungen. Sei es im Flugzeug oder im Hotel, oft bietet man noch lange nicht das an, was man vor der Krise angeboten hat. Sei es ein reduzierter Service im Flugzeug, bei dem man Gänge zusammen legt oder ein abgespecktes Frühstücksbuffet im Hotel.

Auch wenn hier noch lange nicht alle Airlines und Hotels so weit sind und es regionale Unterschiede gibt, man sieht schon jetzt, dass man oft bemüht ist, den normalen Service weitestgehend wieder herzustellen. Eine der größten Einschränkungen ist, dass es einfach zu wenig Gäste und Passagiere gibt, um den vor Krisen Service anzubieten und jeder in der Reisebranche ist massiv gebeutelt, sodass Sparmaßnahmen hier eine wichtige Rolle spielen.

Kommen die Gäste wieder, kommt auch der Service wieder, dass ist meine Überzeugung und man kann es oft sehen.

2022 wird ein gutes Reisejahr! | Frankfurtflyer Kommentar

Ich bin sehr optimistisch, wenn es um Reisen in diesem Jahr geht. Aktuell deutet viel darauf hin, dass wir in 2022 eine gewisse Normalisierung sehen werden und wieder deutlich freier reisen können, auch wenn wir noch lange nicht wieder in einer Situation wie vor März 2020 sein werden.

Ich hoffe tatsächlich auch, dass nicht der Wunsch der Vater des Gedankens ist, schließlich bin ich ein hoffnungsloser Optimist, der immer an eine gute Zukunft glaubt. Mein Motto lautet: „Früher war alles schlechter!“ und als Familienvater bin ich zu dieser Einstellung wohl auch moralisch verpflichtet, sonst hätte ich keine Kinder in die Welt setzen dürfen.

Ich möchte meinen beiden Jungs nun auch die Welt, welche ich in all ihren Facetten so liebe zeigen und ich bin mir sicher, dass wir schon in diesem Jahr sehr viele Optionen zu tollen Reisen haben werden. Das Ganze noch mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass in 2022 vermutlich weniger Reisende unterwegs sein werden und man vielleicht viele Orte leerer erleben kann, als es jemals wieder möglich sein wird.

Wie seht Ihr das Ganze? Glaubt Ihr auch daran, dass wir in 2022 wieder mehr und freier reisen können oder etwa dass es erst noch schlimmer wird, bevor es endlich besser wird? 

Hinterlasst uns gerne ein Kommentar und diskutiert mit uns und miteinander. 

7 Kommentare

  1. Ich hoffe du hast recht. Aktuell sieht es so aus. Aber wenn man wie bei uns Paniker a la Lauterbach in den Reihen hat braucht nur eine neue Variante aufkreuzen und wieder beginnt alles von vorne. Natürlich rein aus „Vorsicht“. Lauterbach beschwört ja schon die neue Herbstvariante herauf. 🤣
    Und in asiatischen Ländern scheinen ähnliche Corochonder im Amt zu sitzen.

    • Ja in Deutschland wird auch generell und gerne viel mit Angst argumentiert, dass war auch vor Corona schon so.

      Fast ganz Europa traut sich nun wegen Corona einiges an Reise Öffnungen zu, Deutschland ist hier einfach zurückhaltender. Gerade in Asien schient man wohl aber schnell und plötzlich oft zu öffnen. Man schaue nur auf die Philippinen, hier können nun nach fast 2 Jahren geschlossener Grenzen wieder quasi alle einreisen. Australien geht da ähnlich vor. Andere Länder sind da etwas schwieriger.

  2. Danke für den Beitrag, dem ich mich anschließe! Omikron ist einfach zu harmlos. Schon in den nächsten Wochen werden die meisten Staaten die meisten Maßnahmen kippen. In ein paar Monaten werden dann auch Masken in Flugzeugen sowie jegliche Einreisebeschränkungen (Tests und auch Impfungen) obsolet, weil völlig unverhältnismäßig. Sinnlos, wegen eines grippalen Infekts Kontrollen durchzuführen.

  3. Für mich ist es bereits ein gutes Jahr, denn ich konnte schon wieder in die USA. Aber ich war nach Möglichkeit auch 2020 und 2021 unterwegs und habe sogar ein paar Orte kennengelernt in Europa, die ich vielleicht sonst nicht so schnell gesehen hätte. Insofern kann ich nicht klagen, auch wenn ich natürlich gerne wieder mehr Langstrecke fliegen würde.
    Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. 😀

    • Ich denke es wird nun immer besser, das merkt man eigentlich auch wenn man unterwegs ist. Wenn man nur an Mai 2020 denkt und wie es jetzt aussieht.

  4. In Sachen Reisen kam hier kürzlich eine Werbung einer Agentur für Reiseführer in Warschau an. Das war sicher eine zufällige Anzeige, jedenfalls hatte ich die letzten 5 Jahre nichts nach „Warschau“ gesucht, um dann mit Anzeigen dazu verfolgt zu werden.

    Aber das ist jetzt keine Beschwerde, das war ein richtig guter Wink mit dem Zaunspfahl. Natürlich sind individuelle Stadtführungen nicht gratis, aber das Ganze sah nach gutem Preis/Leistungsverhältnis aus. In Deutsch.

    2022 wohl nicht mehr, aber 2023? Von Polen kenne ich bisher nur den Bahnhof Glowna und auch das aus dem Jahre 1973 …

  5. „Kommen die Gäste wieder, kommt auch der Service wieder, dass ist meine Überzeugung und man kann es oft sehen.“

    Ich wünschte, du hättest Recht! Aber ich bin da persönlich skeptisch. Denn Service-Elemente, die coronabedingt eingestellt werden mussten, lassen die eine oder andere Airline sicher nur zu gerne weiterhin gestrichen, um Kosten zu sparen/Ertrag zu erhöhen.

    Jetzt wird der eine oder andere einwenden: Das geht aber in der Businessclass nicht, das kann man dem Kunden nicht zumuten. Doch! Solange der Kunde (insbesondere mangels Airline-Alternativen) schön brav bucht und für die Airline die Buchungszahlen stimmen, wird die Airline keine Notwendigkeit sehen, den Service zu verbessern.

    Ich für meinen Teil gehe daher mit so gut wie keinen Erwartungen in das Flugjahr 2022, um nicht enttäuscht zu werden. Das heißt für meinen Langstreckenflug in C z.B. kein Welcomedrink, Vorspeise und Hauptgericht auf einem Tablett zusammen usw. etc.

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