36 Stunden Reisezeit für 4 Stunden in Istanbul

Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen. Grundsätzlich ist dies schon fast die Beschreibung des Inhaltes unseres Blogs, allerdings ist auch nicht jede einfache Reise es wert, davon zu berichten. Eigentlich gehörte mein Trip nach Istanbul genau zu dieser Spezies, denn von einem kurzen Flug nach Istanbul und einem Tag vor Ort, muss man nun wirklich keine Reviews schreiben.

Manchmal überschlagen sich allerdings die Ereignisse und aus einfachen vier Stunden Reisezeit für 36 Stunden in Istanbul wird genau das Gegenteil, nämlich 36 Stunden Reisezeit und 4 Stunden in Istanbul. Wie es zu dieser Odyssee gekommen ist, was ich wieder daraus gelernt habe und warum sich Lufthansa hier absolut nicht mit Ruhm bekleckert hat, will ich in diesem Beitrag mit Euch teilen.

Das Lustige an dieser Geschichte ist auch, dass dies meine erste Reise seit der Geburt meiner zwei Jungs war. Hierbei dachte ich, dass ich hier einen „entspannten“ kurzen Business Trip machen könnte. Nun wie immer kommt es anders als gedacht.

Der Plan war, dass ich Montag Mittag nach Istanbul fliege, um hier einen Tag später einen Termin wahrzunehmen. Am Mittwoch sollte es dann wieder am Morgen zurück nach Frankfurt gehen. Gebucht war die Lufthansa Business Class, denn auch wenn es mit Turkish Airlines eine sicherlich angenehmere Optionen gibt, waren die Flugzeiten von Lufthansa für mich einfach passender.

Auch zwei Nächte im Conrad Istanbul waren gebucht und vor meiner Anreise habe ich in der App schon ein Suite Upgrade sehen können. Dass ich dieses schöne Hotel und das wunderschöne Zimmer nicht eine Minute lang betreten werde, wusste ich vor dem Antritt der Reise noch nicht.

Sofia, statt Istanbul

Als mein Flug von Frankfurt nach Istanbul dann mit etwas über einer Stunde Verspätung gestartet ist, dachte ich mir hierbei noch nicht sonderlich viel. Der Pilot nannte eine weitere Staffelung im Anflug auf Istanbul wegen starkem Wind als Grund für die Verspätung, weshalb wir einen neuen Slot bekommen haben. Soweit eigentlich nichts ungewöhnliches.

Der Flug nach Istanbul war weiter nicht sonderlich spektakulär. Ich durfte hier aber zum ersten Mal das neue Tasting Heimat Catering der Lufthansa im größten Service Modul, also mit Hot Meal, genießen. Grundsätzlich natürlich eine interessante Sache, aber am Ende war es keine große Veränderung zum alten Angebot der Lufthansa.

Der Service auf diesem Flug war recht durchwachsen, was mich auch nicht sonderlich gewundert hat, denn ich konnte bei meiner kurzfristigen Buchung schon nur noch einen Sitzplatz in Reihe 8 ergattern, wobei die Business Class mit 12 Reihen im Airbus A321 fast voll besetzt war. Bei einer so großen Business Class funktioniert der Service bei Lufthansa einfach nicht mehr gut, aber das ist wohl eher ein Thema für einen weiteren Beitrag.

Der Rest des Fluges war eigentlich äußerst unspektakulär und ich nutzte ihn um ein wenig zu arbeiten, sowie etwa eine Stunde vor der Landung in Istanbul die Augen zu schließen. Aufgewacht bin ich dann bei einer Durchsage aus dem Cockpit und einem deutlich wackelnden Flugzeug.

Die Crew hat den Landeanflug auf Istanbul abgebrochen, da die Winde zu stark waren und man daher eine sicher Landung nicht garantieren könne. Man würde nun die Optionen prüfen und beobachten.

Wenige Minuten später war auch klar, wir werden nicht noch einmal versuchen in Istanbul zu landen, sondern nach Sofia fliegen. Die Flugzeit dorthin beträgt knapp eine Stunde und man würde sich dann dort um alles, insbesondere darum wie es von dort weiter geht, kümmern.

Mir war hier schon klar, dass ich an diesem Abend nicht mehr nach Istanbul kommen würde. Auch wenn es meinen entspannten Plan für Istanbul über den Haufen geworfen hat, wirklich besorgt war ich noch nicht. Auch wenn es nicht oft vor kommt, es war nicht das erste Mal, dass ein Flug von mir umgeleitet wurde und normalerweise konnte man immer schnell eine Lösung finden.

Nach der Landung dauerte es noch fast eine Stunde, bis die Türen des Flugzeuges geöffnet werden konnten. Erst musste überhaupt die Einreise der Passagiere und der Crew genehmigt werden. Solche Formalitäten brauchen nun einmal etwas Zeit. Zusätzlich konnte uns die Crew schon mitteilen, dass der Lufthansa Airbus am folgenden Morgen von Sofia nach Istanbul fliegen sollte. Der Pilot rechnete er damit, dass man gegen acht Uhr am Morgen starten würde, das sollte das Wetter und vor allem die Ruhezeit der Crew zulassen.

In Sofia würde sich nun die Lufthansa Station um uns kümmern. Um es leider auf den Punkt zu bringen, hier begann das Drama mit Faulheit, Unfähigkeit und auch Gleichgültigkeit den Passagieren gegenüber. Hiermit ist übrigens explizit die Lufthansa Station in Sofia und nicht die Crew des Fluges gemeint, welcher am Folgetag die Performance der Kollegen nur noch peinlich war.

Nach einer recht flotten Einreise nach Bulgarien, sollten sich alle Passagiere am Lufthansa Check-In versammeln. Eigentlich ging ich davon aus, dass man nun nach und nach alle Passagiere umbucht und ihnen Hotel und Taxi Voucher aushändigt. Leider wollte man hier wohl besonders effizient (also kostengünstig) sein, weshalb man erst einmal alle Passagiere 90 Minuten hat warten lassen. Immerhin hat die eine Dame am Check-In Wasser verteilt.

Um 21:30 Uhr sind dann auch Mitarbeiter in Lufthansa Uniform aufgetaucht, welche mitteilten, dass man ein Hotel und Busse für alle Passagiere organisiert habe. Leider stellten sich die „Busse“ als drei Kleinbusse heraus, mit welchen man die 150 Passagiere vom Flughafen in Sofia zum 20 Minuten Fahrzeit entfernten Ramadan Hotel bringen wollte.

Wer jetzt etwas nachrechnet, der stellt fest, dass drei Kleinbusse mit 8 Sitzen für Passagiere und 20 Minuten Fahrzeit (one way, also 40 Minuten Round Trip) zum Hotel für 150 Passagiere etwas knapp bemessen sind und der Transport zum Hotel so ewig dauern würde. Nachdem dies vielen Passagieren auch klar wurde, kam es zu tumultartigen Zuständen am Ausgang des Flughafens und hier habe ich mich dann dazu entschlossen, auf eigene Kosten ein Taxi zum Hotel zu nehmen.

Dass dies die mehr als richtige Entscheidung war, wurde mir erst am nächsten Morgen klar, denn man hat die Aktion mit dem Kleinbussen wirklich durchgezogen und nachts nach drei Uhr kamen die letzten Passagiere erst im Hotel an.

In solchen Fällen, auch wenn die Airline nicht direkt für die Verspätung verantwortlich ist, muss man eine Betreuungsleistung und Verpflegung anbieten. Die Lufthansa Station in Sofia hat hier offenkundig versucht zu beweisen, was das absolute Minimum ist, was man abliefern muss. So bestand das am Flughafen großspurig angekündigte „Dinner“ aus einem Schinken Sandwich und einer Banane, welche in einer Tüte am Check-In ausgehändigt wurde. Mehr war wohl nicht drin, weniger würde wohl aber auch nicht mehr als Versorgungsleistung durchgehen.

Ich war zu diesem Zeitpunkt auch schon zu müde, um mich darüber zu ärgern oder nach Alternativen zu suchen. Auch dass man die Lufthansa Passagiere in den unrenovierten Teil des Hotels verfrachtet hat und ein „Upgrade“ für 20 Euro auf ein renoviertes Zimmer angeboten hat, passte mehr als ins Bild. Lufthansa muss ganz offensichtlich sparen, deutlicher kann man es nicht mehr machen.

Wer sich einsam gefühlt hätte, hätte in der Lobby wohl auch noch eine der leichten Damen für ein Upgrade Fee mit auf das Zimmer nehmen können. Zusammen mit dem angegliederten zwielichtigen Casino, war das Ramadan in Sofia definitiv kein Hotel zum Wohlfühlen und ich ärgere mich im Nachhinein, dass ich nicht einfach ins Hyatt oder Hilton gefahren bin. Aus Fehlern lernt man.

Am nächsten Morgen ahnte ich aufgrund des Schneefalls schon nichts Gutes, allerdings sollte das schlechte Wetter in Sofia nicht das Problem sein. Nur die Reisebusse, die man über Nacht doch noch aufgetrieben hat, um alle Passagiere um 8 Uhr am Morgen zum Flughafen zu fahren, brauchten in dieser Wetterlage eine Stunde, aber um 9 Uhr standen alle 150 Passagiere wieder vor dem Lufthansa Check-In in Sofia, um für den nun auf 11 Uhr festgesetzten Start nach Istanbul erneut einzuchecken.

Und nun? Die Passagiere waren da, wie von der Lufthansa Station in Sofia bestellt (und selbst organisiert), das Personal allerdings nicht am Check-In. Lediglich eine Dame von einer Service Gesellschaft teilte in gebrochenem Englisch mit dass man sich gedulden möge.

Gegen 10 Uhr ist dann auch die Lufthansa Mannschaft aus Sofia aufgetaucht, inklusive der verantwortliche Duty Managerin in Sofia, welche laut Uniform auch noch bei Lufthansa angestellt ist. Hier konnte man immerhin die Information ergattern, dass Frankfurt gerade erst damit beginnen würde den Flug zu planen und in das System einzuspeisen und man daher warten müsste, bis der Check-In beginnt. Wenn das so stimmt und nicht vorgeschoben war, frage ich mich, was man die Nacht über gemacht hat.

Um 11 Uhr, also nachdem alle Passagiere zwei Stunden in der Schlange am Check-In standen, war der Abflug auf 13 Uhr verspätet und man hat wohl aufgrund des immer stärker werdenden Drucks der Passagiere damit begonnen, diese einzuchecken. Computer waren in Sofia offensichtlich nicht beliebt, denn sowohl die Bag Tags, als auch die Bordkarten wurden von Hand geschrieben. So etwas habe ich auch noch nie erlebt.

Hiermit ist man dann zwar durch die Sicherheitskontrolle gekommen, wirklich voran ging es aber auch nicht. Nachdem hier dann auch niemand mehr von Lufthansa zu greifen war, habe ich selbst recherchiert und auch einen Turkish Airlines Flug nach Istanbul gefunden. Dieser wurde als ausgebucht angezeigt und meine Nachfrage am Gate von Turkish Airlines bestätigte dies auch, da der Turkish Airlines Flug am Vortag ebenfalls ausgefallen ist. Zudem sei auch dieser Flug verspätet, aufgrund des Wetters in Istanbul.

Also war nun erst einmal warten angesagt, mehr kann man in so einer Situation wohl nicht machen. In Sofia gibt es zwei Lounges und in der Aspire Lounge „versammelten“ sich alle Business Class und Status Passagiere des Fluges, womit diese auch voll war.

Auf die Idee, dass man die Premium Passagiere in der Lounge aktiv informiert oder gar einen Mitarbeiter hier abstellt, der schon einmal Umbuchungen vornimmt, ist man in Sofia nicht gekommen. Außer der Information, dass man nun um 14 Uhr nach Istanbul starten will, was man der Anzeigetafel entnehmen konnte, gab es keine weiteren Informationen.

Um 13.30 habe ich mich dann doch auf den Weg zum Gate gemacht und hier eine Traube von Menschen vorgefunden. Nach einem kurzen Gespräch mit der Lufthansa Duty Managerin, wurde mir klar, dass Lufthansa wohl nicht mehr nach Istanbul fliegen würde. Um 14 Uhr war dies dann auch offiziell, der Flieger sollte zurück nach Frankfurt gehen.

Was mich in diesem Moment sehr geärgert hat war, dass man Umbuchungen auf andere Flüge nicht nur nicht angeboten hat, man hat es direkt verweigert. Die Angebote, welche man machte, waren:

  1. Mit einem Bus über Nacht nach Istanbul fahren (den Lufthansa vielleicht organisiert bekommt, klar war das noch nicht).
  2. Zurück nach Frankfurt fliegen
  3. In Sofia bleiben und in den kommenden Tagen nach Istanbul fliegen

Als ich vor allem das Umbuchen auf eine andere Airline etwas eskaliert habe, sagte man mir man könne dass nicht machen, weil Zitat: „Man habe keine Computer“.  Erst wenn alle Passagiere im Bus oder im Flugzeug nach Frankfurt sind, würde man am Ticket Schalter Umbuchungen machen können. Ich hielt dies für glatt gelogen, aber sei es drum, an einen Computer prügeln konnte ich sie auch nicht.

Mir war hier schon klar, dass meine beste Option ein schneller Rückflug nach Frankfurt war, um von dort mit dem letzten Turkish Airlines Flug nach Istanbul zu fliegen. Mein Termin in Istanbul konnte hier schon auf den kommenden Morgen verlegt werden.

Also nahm ich Tor Nummer 2 und den Rückflug nach Frankfurt. Hierbei hat man mir in Sofia versprochen, dass sobald wir gestartet sind, man mich auf den Turkish Airlines Flug aus Frankfurt umbuchen würde und alles sei erledigt, wenn ich dort angekommen bin. Pustekuchen!

Ich will es vorwegnehmen: Traue in solch einer Situation NIE einem Airline Mitarbeiter, dass er sich kümmern würde. Wenn es nicht direkt passiert, passiert es meistens gar nicht.

Zu diesem Chaos passte dann auch, dass man durch den händischen Check-In nicht mehr wusste, zu wem die Koffer gehören und alle Passagiere mussten beim Einsteigen auf dem Vorfeld ihre Koffer identifizieren.

Der Rückflug nach Frankfurt startete dann endlich im 15 Uhr, die Crew hat sich vielmals entschuldigt, auch wenn sie wohl diejenigen waren, die am wenigsten für das Chaos können. Dass man dann auf diesem Nachmittags-Flug auch nur noch das Frühstück vom eigentlichen Rückflug servieren konnte, da man in Sofia kein neues Catering bestellen durfte, rundete das Bild irgendwie schon fast humorvoll ab.

Des Dramas 2. Teil

Grundsätzlich ist mein Flug aus Sofia für den Anschluss auf die Turkish Airlines Maschine zurück nach Istanbul schon reichlich spät gelandet und ein Blick in meine Buchung direkt nach der Landung hat genau das gezeigt, was ich schon befürchtet hatte. Es wurde genau nichts an der Buchung gemacht und es hatte offensichtlich auch niemand etwas versucht.

Für eine Umbuchung auf den Turkish Airlines Flug war es nun zu spät, denn der Check-In war bereits geschlossen und das Boarding wohl auch schon quasi beendet. Guter Rat war teuer, denn ich sollte um 8 Uhr am folgenden Tag in Istanbul sein, wohlgemerkt zu einem sowieso schon nur verschobenen Termin.

Auf dem Weg zum Lufthansa Service Desk, habe ich noch eine Verbindung mit Air France über Paris gefunden. Auch wenn ein Flug durch die Nacht kein Hauptgewinn ist, wäre ich um 4 Uhr am Morgen in Istanbul gewesen. Dabei habe ich die Rechnung ohne Lufthansa gemacht, denn hier sagte man mir: „Auf andere Allianzen dürfen wir nicht umbuchen.“.

Das ist natürlich mal wieder glatt gelogen, denn eigentlich muss Lufthansa hier auch auf andere Airlines umbuchen, aber vermutlich war es der Dame am Transfer Desk wohl wirklich nicht erlaubt. Vermutlich wieder die Kosten.

Eine kreative Lösung konnte man mir aber anbieten: Es gäbe einen Flug (nachts um 1 Uhr) ab Köln nach Istanbul (SAW) mit „Turkish Airlines“. Glücklich mit irgendeiner Lösung habe ich diese dann auch genommen. Als der Ausdruck der geänderten Buchung gekommen ist, machte ich mich auf den Weg zum Zug, wobei mir hier aufgefallen ist, dass aus meinen schönen Lufthansa Business Class Ticket ein Anadolu Jet Economy Class Flug geworden ist.

Ja, Anadolu Jet wird als Turkish Airlines vermarktet, ist aber quasi die Eurowings von Turkish Airlines, also die Billigtochter mit einer all Economy Class Kabine.

Ich flog nun also durch die Nacht nach Istanbul, wo wir dann auch tatsächlich um 7 Uhr pünktlich gelandet sind. Als ich mit dem Taxi über den Bosporus gefahren bin, war ich trotz einer Reisezeit von inzwischen fast 36 Stunden heilfroh, endlich am Ziel zu sein.

Des Dramas 3. Teil

Um das Ganze noch zu einem Abschluss zu bringen, hat mich im Taxi noch ein Anruf aus dem Reisebüro erreicht. Wenn ich an diesem Tag wie gewünscht noch nach Frankfurt zurück fliegen will (was ich sogar musste), dann gibt es nur eine Option, nämlich ein Flug mit Pegasus Air. Alle Turkish Airlines Flüge des Tages waren ausgebucht und haben keine Wartelisten mehr akzeptiert. Vermutlich aufgrund des Unwetters am Vortag und vielen gestrandeten Passagieren.

Also ging es nach vier Stunden in Istanbul wieder zurück zum Sabiha Gokcen International Airport und von dort mit Pegasus Air (der Mutter aller Billigflieger aus der Türkei) zurück nach Frankfurt. Dabei habe ich von dem Flug nicht mehr viel mitbekommen und war selbst mit meiner letzten Reihe noch glücklich genug, um endlich etwas zu schlafen.

36 Stunden Reisezeit für 4 Stunden in Istanbul | Frankfurtflyer Kommentar

Grundsätzlich geht man bei Reisen immer das Risiko ein, dass etwas schief geht. Hier bringt es auch nichts, wenn man sich aufregt, man kann in der Situation sowieso nichts ändern. Daher bin ich eigentlich immer jemand, der so etwas aussitzt, was meist die beste (und einzige) Option ist.

Dass man aber wie in diesem Fall an der Lufthansa Station in Sofia so wenige Interesse hatte, den Passagieren zu helfen oder ihnen möglichst wenig Unannehmlichkeiten zu bereiten, hat mich durchaus beeindruckt.

Im Nachhinein ärgere ich mich vor allem über mich selbst, denn eigentlich hätte man schon beim Chaos mit dem Hotel in Sofia die Reißleine ziehen sollen und sich einfach selbst ein Hotel buchen müssen. Auch wäre ich sicherlich besser gefahren, wenn ich einfach kurzerhand selbst neue Flüge gebucht hätte, auch wenn es ein paar hundert Euro gekostet hätte. Hier würde ich dann jetzt vermutlich gerade mit Lufthansa über die Kostenübernahme streiten. Bei der non Performance wäre es aber angebracht gewesen.

Auch bin ich wohl ein viel zu großherziger Mensch, denn ich habe es Lufthansa bis heute durchgehen lassen, dass man sich so wenig um seine Passagiere gekümmert hat, sie aktiv angelogen hat („Wir haben keine Computer“) und auch über das Downgrade müsste man mal sprechen. Das ist vielleicht ein Teil für einen eigenen Beitrag, wenn hier denn ohne Klage eine Reaktion von Lufthansa kommt. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Wieder eingeholt hat mich das Ganze übrigens, da ich festgestellt habe, dass für den Flug keine Meilen gutgeschrieben wurden. War ja klar, dass es das ist, was mich am meisten interessiert ;). Aber jede Airline, bei welcher ich bisher einen Flug hatte der umgeleitet wurde, wurden sofort und ohne Nachfrage die Meilen für den gesamten original Flug gutgeschrieben. Bei Lufthansa offensichtlich nur, wenn man es auch schafft die Passagiere ans Ziel zu bringen.

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1 Kommentar

  1. Unglaublich, aber offensichtlich wahr – da schämt man sich fast schon fremd für die teilweise so hochgelobte LUST äh LUFTHANSA! Peinlich, peinlich, peinlich! Liest man bei LH (und anderen) eigentlich solche Portale wie Frankfurtflyer, um das Ohr am Puls der Zeit bzw. des Kunden zu haben oder „glänzt“ man durch fast schon bewundernswerte Ignoranz? Es wäre angebracht, das Ganze zumindest nachträglich mit kreativer und individueller Wiedergutmachung halbwegs einzurenken – ich jedenfalls werde meine Konsequenzen daraus ziehen und bis auf weiteres als Zeichen des stillen Protests und der Solidarität mit Christoph LH meiden wo/wann immer es geht…

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