Baby auf Lufthansa Flug geboren

Auch wenn es in mindestens jeden zweiten Hollywood Blockbuster, welcher in einem Flugzeug spielt passiert, in der Realität werden sehr selten Babys in Flugzeugen geboren. Am 26.07. ist es allerdings doch einmal passiert und auf Lufthansa Flug LH 543 von Bogota nach Frankfurt wurde ein Kind geboren. Der neugeborene Junge sei das 11. Kind, welches je auf einem Lufthansa Flug geboren wurde.

 

Unter den 191 Passagieren an Bord von Lufthansa 543 waren neben der schwangeren Frau auch drei Ärzte, welche die Mutter bei der Geburt unterstützten. Trotz des ungewöhnlichen Geburtsortes seinen Mutter und Kind wohlauf gewesen. Dennoch hat sich der Pilot, mit seinen nun 192 Passagieren an Bord, zu einer Sicherheitslandung in Manchester entschieden. Mutter und Kind wurden hier in ein Krankenhaus gebracht. Der Lufthansa Airbus A340 flog eineinhalb Stunden später nach Frankfurt weiter, wo er mit etwas über zwei Stunden Verspätung landete.

Bis wann kann eine Schwangere Frau fliegen?

Grundsätzlich stellt eine Flugreise zwar eine erhöhte Belastung für den Organismus dar, allerdings ist eine Reise im Flugzeug für eine gesunde Schwangere und ihr ungeborenes Kind bis in ein sehr weites Stadium der Schwangerschaft, ungefährlich.

Jede Airline hat eigene Regelungen getroffen, bis zu welcher Schwangerschaftswoche sie  die Frauen noch fliegen lässt. So erlaubt Lufthansa Schwangeren die Flugreise bis zur 36. Woche, solange die Passagierin gesund ist.

Eine Flugzeugkabine ist vermutlich nicht der beste Ort um ein Kind zur Welt zu bringen.

Welche Staatsbürgerschafft bekommt das Kind?

Nachdem der Junge in einem Flugzeug geboren wurde, stellt sich die Frage, was steht als Geburtsort in der Geburtsurkunde und welche Staatsbürgerschaft erhält das Kind?

Ich konnte es leider noch nicht bestätigen, allerdings werden als Geburtsort vermutlich die Koordinaten des Flugzeugs eingetragen. Die Geburtsurkunde wird/ wurde in einem Krankenhaus in Manchester ausgestellt.

Für die Staatsbürgerschaft ist im allgemeinen entscheidend, in welchem Land ein Kind geboren wird und welche Staatsbürgerschaft die Eltern haben. In diesem Fall befand sich das Flugzeug über dem Atlantik und damit in internationalem Luftraum. Daher gilt, nach dem Chicagoer Abkommen von 1944, das Deutsche Recht im Flugzeug. Da in Deutschland nicht der Geburtsort, sondern die Nationalität der Eltern entscheiden ist, wird das Kind die Staatsbürgerschaft der Eltern annehmen. Deutscher Staatsbürger ist er daher nicht automatisch, obwohl er in einem Flugzeug der Deutschen Lufthansa geboren wurde.

Währe das Kind im Luftraum über den USA geboren worden, könnten die Eltern nun die amerikanische Staatsbürgerschaft für das Kind beantragen, welche es automatisch auch erhalten würde.

Baby auf Lufthansa Flug geboren | Frankfurtflyer Kommentar

Auch wenn es eine sehr charmante Geschichte ist, zählt die Geburt eines Kindes in einem Flugzeug als medizinischer Zwischenfall. Daher hat sich der Pilot auch entschlossen in Manchester eine Sicherheitslandung einzulegen um das wohl von Mutter und Kind sicherzustellen.

Zum Glück ist alles gut gegangen. Mutter und Kind sind wohlauf und die Passagiere von LH 543 sind mit überschaubarer Verspätung in Frankfurt gelandet.

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