Condor bekommt 16 Airbus A330neo ab nächstem Jahr

Condor kann endlich die Langstreckenflotte erneuern und wird 16 Airbus A330neo anschaffen, welche die inzwischen alternden Boeing 767-300er ersetzt werden sollen, die bereits ein durchschnittliches Alter von über 25 Jahren erreicht haben. Mit den neuen Airbus A330neo kommt bei Condor auch eine neue Business Class, Premium Economy Class und Economy Class, was die Passagiere sicher freuen wird.

Dabei soll es nun auch sehr schnell mit der Flottenerneuerung bie Condor gehen, denn bereits ab Herbst 2022, also in etwas über einem Jahr, soll der erste Airbus A330neo bei Condor fliegen, welche dieses Flugzeug liebevoll 2 Liter Flieger nennen, da der Verbrauch pro Passagier bei nur knapp 2,1 Liter pro 100 Kilometer liegt.

Bei den neuen Flugzeugen wird es sich wohl um die größere Version der Airbus A330neo handeln, also den Airbus A330-900neo, welcher mit einer Reichweite von über 13.000 Kilometern hat und bis zu 460 Passagiere transportieren könnte. Damit ist der Airbus A330-900neo nicht unwesentlich größer als die Boeing 767-300er, auch wenn der Airbus bei Condor vermutlich um die 300 Sitzplätze haben wird.

Aber auch die höhere Reichweite von über 13.000 Kilometern wird Condor durchaus auch einige Möglichkeiten für neue Strecken geben. So wären viele Ziele in Südostasien oder auch Südamerika ohne Zwischenstopp erreichbar. Die Ziele, welche Condor aber als erstes mit den neuen Airbus A330-900neo anfliegen wird sind noch nicht bekannt.

Besonders spannend wird aber sicherlich die neue Kabine des Condor Airbus A330-900neo, hier insbesondere die Business Class, welche endlich ein vollkommen flaches Bett haben wird und die Frage, ob man eine richtige Premium Economy Class anbieten wird.

Was Condor schon bekannt gegeben hat ist, dass die Airbus A330neo über ein neues modernes Entertainment System verfügen werden und auch endlich über WLAN, womit man auch bei Condor dann in der Zukunft online gehen kann.

Condor bekommt 16 Airbus A330neo ab nächstem Jahr | Frankfurtflyer Kommentar

Für Condor ist die Anschaffung von neuen Langstreckenflugzeugen ein wichtiger und eigentlich auch überfälliger Schritt, welcher eigentlich schon vor längerer Zeit hätte passieren sollen. Die Airline hatte hier aber leider viel Pech, denn auch wenn Condor selbst rentabel gearbeitet hat, scheiterte man an der Pleite der alten Mutter Thomas Cook und dann an der geplatzten Übernahme durch die LOT Mutter PLG.

Nachdem man nun mit dem Finanzinvestor Attestor einen neuen Partner gefunden hat und die EU der Übernahme grünes Licht erteilt hat, war die Beschaffung der Airbus A330neo der erste wichtige Schritte in die neue Zukunft von Condor. Übrigens hat man sich hier wohl auch auf dem White Tail Markt bedient, denn mindestens drei der für Condor bestimmten Airbus A330neo sollten angeblich an AirAsiaX gehen.

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5 Kommentare

  1. Warum rechnet sich für Condor die 339 während LH trotz aller Probleme mit dem Muster die 787 in großem Stil einführen will?

    • Weil die A330Neo vermutlich deutlich günstiger zu haben sein dürfte, da diese Version nicht gerade ein Verkaufsschlager ist. In anderen Foren war zu lesen, dass es sich bei einigen Maschinen um White Tails handeln soll, welche ursprünglich einmal für Air Asia X bestimmt waren und nun aber nicht abgenommen werden. Die 788, welche bzgl. der Kapazität der 763 am nächsten kommt, hat praktisch die gleichen Betriebskosten wie die 789 und ist daher hinsichtlich ihrer Effizienz suboptimal. Interessant dürfte auch sein, ob Condor in der Eco eine sehr enge 3-3-3 oder 2-4-2 Konfiguration wie Eurowings Discover einbauen wird. Wie auch immer, die 339 bedeuten einen deutlichen Kapazitätswachs, die zusätzlichen Sitze müssen erst einmal verkauft werden. Hinzukommt, dass über die Sitzverkäufe natürlich auch Leasingraten für die neuen Flieger bezahlt werden müssen. Auch wenn die alten 763 deutlich mehr Kerosin verbrauchen, sind diese aber abbezahlt, was ein nicht zu unterschätzen der Faktor ist. Allerdings hat man zukünftig gegenüber Eurowings den Vorteil des deutlich effizienteren Gerätes, die Neos sollen wenn ich mich recht erinnere bis zu 20 % niedrigere Betriebskosten gegenüber der Ceo aufweisen.

      Spannend bleibt es auch bzgl. des Exoten in der Flotte, der 753. Hierzu gibt es am Markt praktisch gar keinen Ersatz und ich bin gespannt, für welches Nachfolgemuster man sich in nahe Zukunft entscheiden wird, denn diese Maschinen sind auch 20 Jahre alt und zum Teil noch älter.

      • Nicht ganz korrekt, die meisten 767 sind auch geleast und haben exorbitant hohe Wartungskosten und fallen alle Nase lang aus, was Wetlease und Compensation mit sich bringt. Das sollte man berücksichtigen. Ebenso kann die 320 er Crew leicht auf 330 gerated werden, das ergibt dann Sinn, wenn die 757 weg kommen.
        Nachteilig für die 330 ist das hohe Leergewicht im Vergleich zur 767. Die 330 wird nur effizient, wenn sie annähernd voll ist, sei es mit Paxen oder mit Cargo, bei Condor primär Südfrüchte.

        • Tatsache, bis auf zwei Maschinen (die Retro D-ABUM sowie die D-ABUZ) sind ausnahmslos alle 767 von Condor geleased – habe ich gerade mal nachgeschaut! Bei einigen der ältesten Maschinen wurde bereits die Lebensdauergrenze aufgrund des guten Gesamtzustands verlängert. Die Condor nutzt ferner auch eine eher seltene Untervariante der 763 mit zwei Notausgängen über dem Flügel, wimre wegen der Anzahl der Sitze an Bord. Daher haben einigen 767 PW und andere GE Motoren, was deren Wartung nicht eben günstig und einfach macht. Dennoch sind diese 767 sowie die 757-300 quasi maßgeschneidert für Condor, deren Ersatz ist eine echte Challenge.

          Ich persönlich mag diese Gesellschaft sehr und bin dort immer sehr gerne eingestiegen.

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