Delta Airlines fährt Coronabeschränkungen ab Mai zurück und erleichtert den Status

Restriktionen und neue Regeln in allen Bereichen unseres Lebens aufgrund des Corona Virus sind uns inzwischen nur all zu gut vertraut und auch in der Luftfahrt ist dies keine Ausnahme. Delta Airlines hat mit die striktesten Corona Regeln aller US Airlines eingeführt und bisher aufrecht erhalten.

Aufgrund der sehr guten Entwicklung in den USA in Bezug auf Fallzahlen und besonders auch in Bezug auf den Impffortschritt, wird Delta Airlines in den kommenden Wochen und Monaten die Coronabeschränkungen auf den Flügen deutlich zurückfahren und es gleichzeitig einfacher machen einen Status zu erreichen, womit man die Menschen zusätzlich motivieren will zu fliegen.

Wer nun aber das sofortige Ende aller Coronamaßnahmen bei Delta Airlines erhofft, insbesondere den Wegfall der Maskenpflicht, der wird enttäuscht. Gleichzeitig macht das Zurückfahren der Maßnahmen das Fliegen mit Delta auch nicht unbedingt angenehmer, denn der freie Nebensitz auf allen Flügen fällt bei Delta ab Mai weg. Dafür wird es wieder mehr Bordservice und eben mehr Meilen geben.

Ab Mai kein garantiert freier Nebensitz mehr bei Delta Airlines

Delta war eine der wenigen Airlines in den USA, welche seit April 2020 die Nebensitze der Passagiere frei gelassen haben um so mehr Abstand zwischen den Reisenden sicher zu stellen. Hierbei hat man nicht nur in der Economy Class den Mittelsitz immer frei gelassen, sondern auch in der First Class auf Kurzstrecken den Nebensitz bei einer 2-2 Bestuhlung.

Damit hat Delta Airlines die Kapazität ihrer Flugzeuge massiv reduziert, um bis zu 33 Prozent in der Economy Class und sogar um 50 Prozent in der First Class. Letzteres hat besonders bei den Vielfliegern für Unmut gesorgt, denn da nur noch die Hälfte der First Class Sitze zur Verfügung stand, gab es kaum noch Plätze für Upgrades, welche in den USA wohl das wichtigste Status Benefit sind.

Den geblockten Nebensitz wird Delta Airlines nun aber zum 1. Mai aufgeben und wieder die Flugzeuge zu 100 Prozent besetzen. Dies wird gleichzeitig auch eine enorme Kapazitätserhöhung bei Delta Airlines bedeuten, welche besonders auf den Inlandsflügen eine entscheidende Rolle spielen wird.

Delta Airlines führt wieder Bordservice ein

Besonders der reduzierte Service wird vielen Airlines gerne zum Vorwurf gemacht, denn hier wird gerne argumentiert, dass es um Kostenersparnis geht und nicht darum die Sicherheit der Passagiere in der Pandemie zu erhöhen. Delta gehört auch hier zu den Airlines, welche besonders harte Einschnitte vorgenommen haben, allerdings kann man ihnen wohl kaum vorwerfen, dass es hier nur um Geld ging, denn die Kosten für die freien Sitze sind weitaus höher, als das was man mit dem Streichen des Service einsparen kann.

Aktuell bietet Delta Airlines nur auf internationalen Langstrecken den fast normalen Service in allen Klassen an. Auf Kurzstrecken und diese können innerhalb der USA durchaus über sechs Stunden lang sein, wird kaum Service geboten.

In der Economy Class bietet man nur einen Beutel mit einer kleinen Flasche Wasser, einer kleinen Tüte Brezeln, einem Keks und einen Desinfektionstuch. Auf Flügen über drei Stunden wird noch ein zweiter Beutel gereicht, aber es gibt keine weiteren Getränke, auch keine Softdrinks.

Auch in der First Class auf Inlandsflügen hat Delta Airlines den Service weitestgehend zurückgefahren. So gibt es auch hier nur die Tüte mit Wasser und Snacks und ab einer bestimmten Länge der Flüge auch noch eine kleine Snack Box mit abgepackten Snacks.

Zusätzlich gibt es aktuell in der Delta First Class auch Softdrinks, Bier und Wein, aber keine Cocktails oder Tee und Kaffee. Wenn man bedenkt, dass die Flüge durchaus über sechs Stunden lang sein können, ist dies durchaus ein massiv reduzierter Service im Vergleich zu dem, was man vor der Pandemie angeboten hat.

Nun wird man ab dem 14. April wieder damit beginnen in der First Class und Economy Class mehr Service zu bieten. So will Delta in allen Klassen wieder Tee und Kaffee servieren, sowie auch in der Economy Class kostenlose Softdrinks, wobei diese in einzelnen, verschlossenen kleinen Dosen den Passagieren serviert werden.

Zusätzlich wird es auch wieder Cocktails geben, welche ebenfalls vorgemischt in verschlossenen Dosen angeboten werden. In der First Class werden diese kostenlos sein, in der Economy Class wird man sie bezahlen müssen.

Ab Juni wird Delta auf den längsten Flügen innerhalb der USA wieder damit beginnen vollständige warme Mahlzeiten zu servieren. Zusätzlich soll es ab Juli wieder auf ausgewählten Schlüsselstrecken wieder frische Mahlzeiten geben, allerdings in einer verschlossenen Box.

Nicht ganz klar ist, ab welcher Länge des Fluges es welches Servicemodul geben wird und wann noch kein Essen angeboten wird. Dennoch scheint es wie der erste Schritt zurück zu einem normalisierten Angebot, welches in den USA traditionell schwach war auf Inlandsflügen.

Erreichen und Erhalt eines Delta SkyMiles Status wird noch einmal vereinfacht

Delta war die erste große Airline, welche sehr schnell nach Ausbruch der Pandemie den Status der Vielflieger um ein Jahr verlängert hat, nicht zuletzt um eine positive Nachricht in den Markt zu drücken, obwohl man noch nicht absehen konnte, wie sich die kommenden Monate entwickeln würden. Wie recht man mit diesem Schritt hatte, hat man inzwischen schmerzhaft gesehen und Delta musste sogar noch mehrfach nachbessern.

Anders als viele andere Airlines, hat man die Hürden zum Erreichen oder Verlängern eines Status nicht abgesenkt, allerdings konnte man die Meilen aus 2020 komplett mit nach 2021 übernehmen, sodass man den Status einfacher erreichen kann. Damit hat man ein ähnliches Konzept gewählt wie Lufthansa Miles&More, welche das Halten und Erreichen eines Status erleichtert haben, ohne die Hürden abzusenken, was viele andere Airlines gemacht haben.

Bei Delta SkyMiles müssen in 2021 weiterhin folgende Meilenwerte für einen Status erreicht werden:

  • Silver Medallion: 25.000 Meilen oder 30 Segmente
  • Gold Medallion: 50.000 Meilen oder 60 Segmente
  • Platinum Medallion: 75.000 Meilen oder 100 Segmente
  • Diamond Medallion: 125.000 Meilen oder 140 Segmente

Nachdem nur Statusmeilen, aber nicht Segmente aus 2020 nach 2021 überführt wurden, werden wohl die meisten Vielflieger über die Statusmeilen den Status erreichen. Nachdem in 2020 auch in den USA sehr wenig geflogen wurde und auch in 2021 noch deutlich weniger Menschen unterwegs sind, hat man sich dazu entschlossen, eine weitere Promotion aufzulegen, mit welcher man die Vielflieger motivieren will, auch mehr zu fliegen.

So werden in allen Economy und Economy Plus Class Buchungsklassen 50% mehr Statusmeilen, Segmente und für Vielflieger mit Wohnsitz in den USA wichtig auch 50% mehr Umsatz gutgeschrieben.

In den Premium Kabinen wie der Delta one Business Class, Premium Economy Class und Domestic First Class Buchungsklassen werden sogar 75% mehr Segmente, Meilen und Umsatzdollar gutgeschrieben.

Hierbei bezieht sich der Bonus immer auf die Meilen, welche man auf der Strecke normalerweise bekommen würde, als in einem günstigen First Class Ticket von Detroit nach Los Angeles für 400 USD würde man statt 150% der Distanzmeilen 262,5% der Distanzmeilen, 2,5 Flugsegmente und 700 Status Dollar gutgeschrieben bekommen.

Delta Airlines fährt Coronabeschränkungen ab Mai zurück und erleichtert den Status | Frankfurtflyer Kommentar

Besonders in den USA sieht man gerade, welchen massiven Einfluss eine schnelle Impfung der Bevölkerung hat, denn hier kommt man nun nach und nach zur Normalität zurück. So schlecht es in den USA auch während den ersten 12 Monaten der Pandemie gelaufen ist, ihr Impfprogramm läuft extrem gut und dies sieht man nun auch bei den Airlines, welche Corona Beschränkungen in absehbarer Zeit zurückfahren können und die Passagiere zum Reisen animieren wollen, denn auch in den USA gibt es das massive Bedürfnis nach Reisen.

Passend hierzu hat das CDC und das Weiße Haus gerade verkündet, dass vollständig geimpfte Personen quasi kein Risiko mehr haben das Virus zu übertragen oder an COVID zu erkranken. Daher dürfen und sollen diese Personen auch wieder uneingeschränkt reisen dürfen. Eine Diskussion, welche so ähnlich gerade auch in Deutschland beginnt.

Das Positive an dieser Entwicklung ist auch, dass wir hier sehen können, dass es auch für uns in absehbarer Zeit einen Weg aus der Pandemie gibt und dass man hoffen darf, dass man spätestens in der zweiten Jahreshälfte wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren kann, was Reisen angeht.

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2 Kommentare

  1. Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht ganz, warum es so lange dauert, bis man den Erfolg der Impfungen sieht. 1% Impfung sollte der R-Wert um 0.01 drücken. O.K.- 100%ige Wirksamkeit vorausgesetzt. Gehen wir jetzt einmal von der wahrscheinlichen, wiewohl unbewiesenen, Annahme aus, das Geimpfte auch keine Überträger mehr sind, dann werden es fast 0.02 (genau natürlich 1 – 0.99*0.99). Wir sind jetzt bei Pi * Zeigefinger bei 10% geimpfter Bürger, die Wirkung setzt auch nicht sofort ein, aber es sollte doch etwas sichtbar sein.
    Noch extremer: wieso befürchten die USA eigentlich eine vierte Welle? Bei der impfgeschwindigkeit.

    • Das mit dem absenken des R Wertes durch immunisierte Personen ist schon richtig, aber damit man schon bei 10% einen nennenswerten Effekt sieht, müsste der R Wert bei 1 liegen.

      Das Problem ist, solange der R Wert über 1 liegt, steigen die Zahlen und damit übrigens auch der Mutationsdruck. Soweit die Theorie.

      Wirklich fürchten tut man in den USA nach meiner Beobachtung aktuell keine 4. Welle, zumal man wenn man es ganz genau nimmt gerade aus der 1. Welle heraus kommt. Thema sind auch hier Varianten, denn in den USA scheint es inzwischen durch die hohe Anzahl an Infektionen auch eine hierdurch gebildete Immunität entstanden zu sein. Die ist wohl aber nicht so gut gerade bei Varianten, wie die Immunität durch eine Impfung. So die Theorie. In den USA ist man aber recht zuversichtlich, dass man Corona dieses Jahr hinter sich lassen kann und sich dann um die Folgen kümmert, dass wird noch eine nicht unbedeutende Aufgabe.

      So nehme ich es in den US Medien zumindest mit und bei dem was ich im Land sehe.

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