Die Luftbrücke für gestrandete Deutsche

Foto: Lufthansa (Flughafen Barbados - BGI)

Gerade läuft die größte Rückholaktion in der Geschichte Deutschlands für Tausende gestrandete Touristen. Viele sitzen wegen Reisebeschränkungen in der Coronakrise im Ausland fest, andere waren auf Kreuzfahrtschiffen. Außenminister Heiko Maas kündigte an, bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Lufthansa nutzt mehrere Jumbo-Jets

Alleine die Lufthansa hat dafür mehrere große Maschinen, wie Airbus A340 und A350 sowie Boeing B747 im Einsatz. Die Airline hat dafür zunächst die leeren Flugzeuge samt Crews in die Karibik geschickt. Angeflogen wurden Barbados und Punta Cana, nach einer Ruhepause der Besatzungen konnte die Aktion beginnen. Seit dem Wochenende wurde dieses Schema gleich mehrfach von und nach Frankfurt, sowie München durchgeführt.

Auf Flightradar konnte man in den vergangenen Tagen zeitgleich mehrere Maschinen mit Rückführungen beobachten. Diese wurden überwiegend von Reedereien wie „Mein Schiff“ und „AIDA“ in Auftrag gegeben, die ihre Fahrten beenden mussten. Zusätzlich zu den Sonderflügen aus der Karibik gab es auch Einsätze auf die Kanarischen Inseln. Eine B747-8 (D-ABYL) befindet sich zur Zeit in Manila auf den Philippinen, der Jumbo wird hunderte Deutsche in die Heimat befördern.

Auch Eurowings und Austrian sind unterwegs

Die Lufthansa-Tochtergesellschaften nutzen ebenfalls ihre freien Kapazitäten um Rückholflüge zu organisieren. Eurowings hat bereits 2.500 Urlauber von der Ferieninsel Mallorca nach Deutschland gebracht. Austrian Airlines schickte einen Jet nach Italien, um Landsleute aus Rom und Venedig zu holen. SunExpress bringt Feriengäste aus der Türkei zurück.

Andere Gesellschaften wie TUIfly sind ebenfalls unterwegs. Der riesige Reisekonzern ist durch die Krise weltweit betroffen. Viele Deutsche befinden sich momentan noch im Ausland und versuchen nach Hause zu kommen. Insbesondere in Marokko warten gestrandete Gäste auf einen Rückflug. Das Land hatte Flugverbindungen von und nach Deutschland untersagt.

Die Luftbrücke für gestrandete Deutsche | Frankfurtflyer Kommentar

Rückholaktionen gab es in der Geschichte der Luftfahrt schon öfter. Notwendig wurden diese zum Beispiel nach der Pleite von Gesellschaften wie Thomas Cook oder Monarch. Unruhen oder Naturkatastrophen waren weitere Gründe für solche Aktionen.

Doch das Ausmaß der Corona-Krise übertrifft alles. Fluggesellschaften haben zur Zeit die notwendigen Kapazitäten, sie können die Einnahmen auch dringend gebrauchen. Das dürfte allerdings im Verhältnis nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein.

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2 Kommentare

  1. Flug EB9461 führte in 14 Stunden und 45 Minuten nonstop von Honolulu nach Frankfurt und landete dort Mitte März 2020. Den letzten Nonstop-Flug zwischen Deutschland und Hawaii gab es vor neun Jahren, als die Lufthansa einmalig einen A340 von München nach Honululu schickte und damit den längsten Flug in der Geschichte des Unternehmens durchführte.

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