Emirates reduziert das Freigepäck drastisch

Emirates Airbus A380

Emirates Airlines genießt bei vielen Gästen einen sehr guten Ruf. Allerdings setzt die Airline aus Dubai immer öfter den Rotstift an. Emirates reduziert das Freigepäck drastisch, zumindest in den günstigsten Economy Class Tarifen. Hier darf man ab 4. Februar 2019 nur noch 15 Kilogramm Gepäck kostenfrei aufgeben.

Emirates reduziert das Freigepäck drastisch – Die Änderungen

Emirates zählt zu den Full-Service-Airlines. Das heißt, dass viele Leistungen wie Essen, Getränke und Gepäck kostenfrei sind. Dies wird nach wie vor auch so bleiben. Allerdings hat Emirates bekannt gegeben, dass man die Menge an kostenfreiem Gepäck in einigen Tarifen senken wird. Die neue Regelung tritt für Buchungen, die ab dem 4. Februar 2019 getätigt werden, in Kraft. Die Details findet ihr bei Emirates auf der Website.

  • Im „Economy Special Tarif“ durfte man bisher 20 Kilogramm mitnehmen. Zukünftig sind es nur noch 15 Kilogramm.
  • Im „Economy Saver Tarif“ sinkt die Freigepäckmenge von 30 auf 25 Kilogramm.

Allerdings gibt es hier auch einige Ausnahmen:

  • Beginnt eine Reise in Afrika, dann gilt das Stück-Konzept. Hier darf man im „Economy Special Tarif“ ein Gepäckstück á 23 Kilogramm kostenfrei mitnehmen. Vor dem 4. Februar waren es zwei kostenfreie Gepäckstücke.
  • Gleiches gilt für Flüge von und nach Nordamerika.

Für die Routen innerhalb von Amerika und zwischen den USA und Europa gilt neuerdings nur ein Gepäckstück im „Economy Special und Saver Tarif“. Hier dienen die Strecken zwischen Mailand und New York oder zwischen Buenos Aires und Rio De Janeiro als gutes Beispiel.

Zuletzt hatte Emirates den Chauffeur-Service auf Upgrade-Tickets und Tickets, die mit Meilen gebucht wurden, gestrichen. Die Änderungen des Freigepäcks sind ein weiterer Schritt der Einsparungen und möglicherweise eine zusätzliche Einnahmequelle.

Emirates reduziert das Freigepäck drastisch | Freigepäck bei anderen Airlines

Viele Gäste aus Europa werden mit Emirates wohl in Richtung Asien, Afrika oder Australien fliegen. Hier gibt es auch eine Reihe anderer Airlines mit denen Emirates konkurriert. So ist bei den meisten Airlines der Star Alliance auch in den billigen Economy Tarifen ein Gepäckstück mit 23 Kilogramm inklusive. Sogar die Konkurrenz vom Golf hat hier das Freigepäck noch nicht gesenkt. Während Etihad zwar einzelne Handgepäcktarife auf der Kurzstrecke anbietet, sind auf der Langstrecke immer 23 Kilogramm Freigepäck inklusive. Zum Vergleich – Qatar Airways bietet hier in der Economy Class mindestens 30 Kilogram kostenfreies Aufgabegepäck, Emirates steht also mit der Maßnahme alleine auf weiter Flur.

Emirates reduziert das Freigepäck drastisch | Kosten für Mehrgepäck

Wer also zukünftig bei einem Angebot von Emirates zuschlagen möchte, sollte immer im Kopf behalten, dass man hier mit weniger Gepäck als bei der Konkurrenz reisen darf. Wer Übergepäck hat, für den wird dies unter Umständen so richtig teuer!

Bei Emirates ist Gepäck über dem Gewichtslimit teilweise mit 50 Dollar (z.B von Europa nach Australien) pro Kilo aufpreispflichtig.

Wer über einen Emirates Skywards Silver Status verfügt, der kann weitere 12 Kilo kostenfrei einchecken. Bei einem Goldstatus sind es immerhin 16 Kilo mehr und Inhaber des Platinstatus können zusätzlich 20 Kilogramm kostenfreies Gepäck aufgeben.

Emirates reduziert das Freigepäck drastisch | Frankfurtflyer Kommentar

Eine Senkung der Freigepäckmenge um fünf Kilo klingt nicht so drastisch, allerdings werden Gepäckstücke von nur noch 15 Kilogram (für viele Reisende) eine Herausforderung. Immerhin bleibt das Gewicht des Handgepäcks unangetastet und beträgt weiterhin sieben Kilo. Man sollte die Sonderangebote von Emirates genau durchrechnen und sich im Klaren sein wie viel Gepäck man aufgeben möchte. Ich reise zu 95 Prozent nur mit Hangepäck, entsprechend betrifft mich die Regelung weniger, allerdings sind vor allem Familien betroffen. Hier nimmt man doch gerne einmal etwas mehr für die Kinder mit. Bei den Preisen für das Übergepäck kommen schnell einige hundert Euro zusammen und plötzlich ist das vermeintliche Schnäppchen ein recht teures Ticket.

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3 Kommentare

  1. Ich finde es sehr schade und ein negativbeispiel. wir reisen mit zwei kindern und meist nur 2 Koffern (in einer hand ein koffer, in der anderen ein Kind ;)) mit 15 Kilo ist es einfach nicht machbar. andererseits schneidet sich die airline zum zeil ins eigene fleisch. Familie mit 4 Personen nimmt nicht unbedingt immer auch 4 koffer mit, sondern weniger. so werden zwangsweise 4 koffer mitgenommen und die Airline hat weniger platz im frachtraum, die abfertigung dauert länger usw.
    ob die idee so gut und kostensparend ist, bezweifle ich stark

  2. Einmal eine wilde Spekulation (oder Märchenstunde). Emirates nimmt den neuen Flughafen in der Türkei sehr ernst. Momentan ist Turkish Airlines kapazitätsmäßig beschränkt, andererseits zählt Emirates nicht zu den ausgeprägten Billigheimern. Der neue Flughafen liegt auch für viele Routen geostrategisch günstiger als Dubai.
    Soll heißen, Emirates nimmt Turkish Airlines als Konkurrenten mit guten Ausbaumöglichkeiten ernst und will sich zumindest in einigen Tarifen Luft nach unten verschaffen.

    • Die Frage die sich stellt: „Schadet man sich nicht mehr“. Natürlich kostet jedes Kilogramm in der Luft Geld. Allerdings werden wohl auch einige Gäste nicht mit Emirates fliegen oder eben eine böse Überraschung erleben.
      Einen kostenpflichtigen Sitzplatz (den man ja auf einigen Tarifen erst vor einiger Zeit eingeführt hat) kann man ja noch verkraften. Aber ich vermute für viele Gäste machen genau diese 5 Kilo einen Unterschied.
      Grüße Tim

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