Eurowings Discover eröffnet nun doch eine Basis in München

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Die Macher des neuen Ferienfliegers Eurowings Discover drücken ordentlich aufs Gas. Noch bevor es nächste Woche offiziell losgeht, kommt die nächste Ankündigung in Richtung Wachstum. Entgegen der ersten Mitteilungen will die neue Kranich-Tochter auch am Flughafen München eine Basis aufbauen. Dort sollen ab Sommer 2022 fünf Airbus A320 stationiert werden und das geplante Langstreckenangebot ergänzen.

Erst diese Woche starteten die ersten Discover-Jets auf Kurzstrecken innerhalb von Europa. Damit will das junge Unternehmen erste Erfahrungen sammeln und die Crews auf dem Airbus A330 trainieren. Nächste Woche geht es dann am 24. Juli zum ersten Mal mit Passagieren auf die Langstrecke, Mombasa ist eines der sechs geplanten Ziele in diesem Sommer. Ab November kommen drei weitere Fernstrecken hinzu, im Winter ist auch die Stationierung der ersten Kurz- und Mittelstreckenjets in Frankfurt geplant.

Den Flughafen München hat man schon länger im Fokus, Discover will diesen ab dem kommenden Jahr in das Streckennetz einbinden. Dabei sollte der bayerische Airport ohne eine Stationierung auskommen, die Großraumjets werden gemeinsam mit den Crews über die Auslandsstationen in den Flugplan eingewebt. Dieses Vorhaben will die neue Airline nun doch ausweiten und auch ab München eigene Kurz- und Mittelstrecken anbieten. Dafür werden fünf Maschinen des Typs Airbus A320 am MUC gebased. Eine Station mit Münchener Crews ist bei dieser Größenordnung so gut wie sicher um dauerhaft Kosten für deren Unterbringung zu sparen.

Über die genauen Ziele ist noch nichts bekannt, es wird sich ziemlich wahrscheinlich um Warmwasserziele am Mittelmeer handeln. Die ersten A320-Destinationen in Frankfurt liegen auf den Kanarischen Inseln, in Marokko und Ägypten. Diese Mittelstrecken werden nach dem kommenden Winter sicherlich um einige näher liegende Kurzstrecken ausgebaut. Im September will man den genauen Flugplan für den Sommer 2023 vorstellen.

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Nachtigall, ick hör dir trapsen. Kenner der Branche hielten eine zweite Basis der Eurowings Discover für sehr wahrscheinlich. Insbesondere für das Kurzstreckenprogramm ist diese sehr sinnvoll, eine spätere Lizensierung der Besatzungen für die Langstrecken ist sicher auch schon im Hinterkopf der Verantwortlichen. Auch der Flughafen Düsseldorf gilt als Favorit. Lufthansa hatte im Krisenjahr bei den Ferienzielen ein pralles Angebot, dies soll allmählich auf die neue Tochter abgewälzt werden. Der Kranich soll dabei weiter als Zubringer fungieren und auch die Abfertigung übernehmen.

 

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