Frankfurtflyer 4-4-4 | Warum wir kein Gepäck aufgegeben haben und das First Class Terminal alternativlos war

Unser Frankfurtflyer Team ist gerade von einer gemeinsamen Reise nach Washington D.C. zurückgekehrt, welche wir unter den Titel „Frankfurtflyer 4-4-4 | Vier Autoren, vier Klassen, vier Sterne “ gestellt haben. Hierbei wollten wir uns von dem aktuellen Zustand der Lufthansa in allen vier Reiseklassen auf ein und dem selben Flug überzeugen.

In vier detaillierten Reviews zeigen wir Euch genau das und was man hier in jeder Klasse erwarten kann, denn es gibt natürlich deutliche Unterschiede zwischen den Reiseklassen.

In unserer ursprünglichen Planung wollten wir alle auch einen Koffer aufgeben um hier zu dokumentieren, wie die Unterschiede in der Handlingzeit sind, ganz nüchtern und in Zahlen, allerdings haben wir uns schlussendlich dagegen entschieden und sind alle vier nur mit Handgepäck geflogen.

Warum wir diese Entscheidung getroffen haben und warum wir das First Class Terminal als sinnvollste Option gesehen haben, will ich in diesem Beitrag kurz erklären.


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Warum wir keine Koffer aufgegeben haben

Ohne Koffer auf einem Langstreckenflug zu gehen ist sicherlich eher die Ausnahme und 90% der Passagiere geben hier eine Gepäckstück auf, weshalb es verständlicherweise ein sehr wichtiger Teil der Reise ist. Auch wir wollten daher eigentlich jeder einen Koffer aufgeben, um zu schauen, wie lange jede Klasse braucht, um in Washington D.C. ausgeliefert zu werden.

Leider hat uns hier die Realität kurz vor unserer Reise eingeholt und wir haben uns gegen das Aufgeben von Koffern entschieden, denn in der aktuellen Situation war es uns schlicht und ergreifend zu unsicher, dass die Koffer nicht ankommen und wir ihnen Wochen oder Monate hinterherlaufen müssen. (Ich hatte schon mal einen Koffer, der ohne mich eine Weltreise gemacht hat…)

Bei dem aktuellen Koffer Chaos auf der ganzen Welt hätten wir hier sowieso keine verlässliche Größe ermitteln können – hoffentlich wird sich die Situation bald ändern.

Um einmal in Bildern zu zeigen was ich meine, hier ein paar Eindrücke aus Frankfurt, mit Koffern, welche alle nicht rechtzeitig angekommen sind und nun irgendwie den Besitzern wieder zugeführt werden sollen. Die aktuelle Strategie scheint aber zu sein, dass man hofft, dass die Koffer von alleine Füße bekommen.

Solche Bilder findet man übrigens nicht nur in Frankfurt oder Deutschland, sondern auf der gesamten Welt, denn auch in Washington D.C. herrscht Personalmangel bei den Gepäckladern.

Nachdem das Risiko, dass die Koffer verloren gehen aktuell eminent ist, können wir zum Einen nur empfehlen auf Aufgabegepäck wann immer möglich zu verzichten und auch für unsere Teamreise machte es wenig Sinn die aktuelle Situation zu bewerten, denn weniger als NULL Punkte können wir nicht geben und die Situation lässt sich einfach mit einem Wort beschreiben: Chaos!

Wir hoffen allerdings, dass sich die Situation nun bald zum Besseren ändert und haben uns bei unserer Reise natürlich die Situation bei den Check-In Schaltern, der Sicherheitskontrolle und im Terminal angeschaut. Hier entsteht das große Chaos übrigens nicht am Check-In, sondern an den Schaltern für die Umbuchungen.

Warum wir über das Lufthansa First Class Terminal abgeflogen sind

In einem anderen Beitrag haben wir bereits erwähnt, dass wir alle vier über das First Class Terminal abgeflogen sind, was natürlich für die Passagiere in der Business Class, Premium Economy Class und Economy Class nicht vorgesehen ist.

Das Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt, wo die Welt noch in Ordnung ist! Oder doch nicht? Wartet auf die First Class Review!

Einige unserer Leser haben sich hierbei exzessiv darüber aufgeregt, wie man so etwas machen kann, allerdings sah und sehe ich dieses Vorgehen für uns immer noch als „alternativlos“ an. Alternativlos ist natürlich eine Übertreibung, denn nichts ist wirklich ohne die Option einer Alternative, aber die Alternativen haben uns nicht gefallen.

Hier spielt uns natürlich wieder mit hinein, dass diese Webseite nicht von Studenten betrieben wird, sondern von echten Vielfliegern und am Ende des Tages bestand die Option nur, „because we can“. Wir hatten die Option, dass alle vier Autoren über das First Class Terminal abfliegen und haben sie entsprechend auch genutzt.

Es war nicht unser initialer Plan, aber bei der aktuellen Situation schien es insbesondere mir die beste Option, schlicht und ergreifend aus zwei Gründen, für den Fall dass etwas schief geht:

  1. Wir sind beim Handling von Zwischenfällen alle am selben Ort.
  2. Wir bekommen ein gutes Handling bei Zwischenfällen mit akzeptablen Lösungen.

Alexander hat es etwas scherzhaft beschrieben mit:

Niemanden ist geholfen wenn ein Autor in der Sicherheitskontrolle verschütt geht, der andere nicht auf den Flieger gelassen wird weil er überbucht ist und der dritte mit Alkoholvergiftung in der Lounge strandet.

Auch wenn das Ganze natürlich äußerst zynisch formuliert ist, so ganz unbegründet war diese Sorge nicht und sie lag vor allem in der mangelhaften Performance der Lufthansa in den Tagen vor unserem Abflug.

So hat Lufthansa am Tag vor unserem Flug einen der Washington D.C. Flüge gestrichen und am Tag nach unserem Flug übrigens auch. Wir hatten also riesengroßes Glück, dass wir so fliegen konnten wie wir es geplant haben.

Alexander hatte bereits beim Online Check-in ein Problem. Aus irgendeinem Grund verlangte das System der Lufthansa nach einem Visum. Das brauchte er aber nicht, irgendetwas war im Hintergrund nur schief gelaufen. So ein Problem verlangt dann manuelles Eingreifen seitens Lufthansa. Das geht natürlich am Economy Check-in. Nur blockiert man hier denn den Schalter schnell für 20-30 Minuten. Zeit, in der gestresste Familien nicht einchecken können. Im First Class Terminal ist Lufthansa personell so aufgestellt, dass solche Dinge fast unbemerkt geregelt werden können. Und das, ohne den Komfort anderer Reisender einzuschränken. Daher waren wir auch hier froh, im FCT zu sein. Natürlich geht unser Dank an die freundlichen und engagierten Servicekräfte der Lufthansa, die das Problem schnell abgeräumt haben.

Wenn man sich anschaut wie viel Aufwand alleine das Buchen dieser Reise war (und ein paar Euro hat es auch gekostet), war mir das Risiko einfach zu groß. Grundsätzlich kann man aber sagen, wir hatten die Möglichkeit und wir haben sie auch wahrgenommen.

Ob dies nun die Reviews verzerrt oder nicht kann jeder Leser entscheiden, wenn er die Reviews liest, allerdings gibt es von mir auf dieser Webseite eine ganze Reihe von Reviews (auch in der Economy Class) bei welchen ich vorher die First Class Lounge oder das First Class Terminal besucht habe.

Frankfurtflyer 4-4-4 | Warum wir kein Gepäck aufgegeben haben und das First Class Terminal alternativlos war | Frankfurtflyer Kommentar

Die aktuelle Situation an den Flughäfen ist absurd und ich habe in 15 Jahren Vielfliegerei so etwas noch nicht erlebt. Entsprechend sollte man es auch als das sehen, was es nun einmal ist, nämlich der Ausnahmezustand. Dass wir genau in diesen Ausnahmezustand hinein unsere Teamreise gebucht haben, mag unglücklich gewesen sein, aber als wir es vor über zwei Monaten gebucht haben, sah die Situation noch anders aus.

Auch wenn wir keinen Koffer aufgeben konnten wollten und über das First Class Terminal zum Flieger mussten wollten, denke ich, dass uns hier eine sehr gute und vor allem auch aussagekräftige Review-Reihe gelungen ist, die Euch hoffentlich in der kommenden Woche viel Spaß beim Lesen bereitet.


4 Kommentare

  1. Zwar wäre eine Rundumerffahrung sicher sehr interressant gewesen, aber kann eure Entscheidung nachvollziehen und freue mich auf die Berichte aus den Klassen. Schöne Idee und Danke für das Blog insgesamt!

  2. Ich finde das Vorgehen so absolut sinnvoll und nachvollziehbar.
    Am besten hat mir der Seitenhieb „Hier spielt uns natürlich wieder mit hinein, dass diese Webseite nicht von Studenten betrieben wird, sondern von echten Vielfliegern“ gefallen – genau deshalb lese ich Frankfurtflyer so gerne.
    Man merkt einfach, dass ihr seit Jahren viel fliegt. Im Gegensatz zu Reisetopia & co schleichen sich bei euch nicht dauernd nervige Fehler und peinliche „Einschätzungen“ in die Artikel ein, die meist auf mangelnder Flug- und Reiseerfahrung der Autoren basieren.

  3. Warum aufregen? Die Information ist jedem Leser geliefert. Wenn erfahrene Vielflieger die Entscheidung treffen – bei LH wird kein Gepäckstück abgegeben und bei LH wird kein Eco bzw C Check-in / Boarding gemacht sondern nur FC, dann ist das schon eine ausschlaggebende Info. Es war sogar für Profis einfach zu risikoreich. Ouch!
    (Eine Bemerkung: nicht nur LH aber auch Fraport (SiKo) muss sich in der Pflicht sehen, die Zustände schnellstmöglich zu verbessern. FCT soll ein sehr schöner Vorteil darstellen, niemals aber eine Notwendigkeit um überhaupt eine Reise mit LH antreten zu können. Auf geht‘s Carsten auf geht‘s 👏 ⚽️ 💰 …! )

  4. Ihr hättet die 4 Billigkoffer mit Flohmarktkram füllen können und bei Problemen mit der Amex einkaufen können-und neue meilen generieren können 🙂
    OT war heute in Berlin´s „Central Park“ dem stillgelegten Flughafen Tempelhof und dachte an die vielen Flüge , die ich ab THF und Anfangs auch von TXL absolvierte . Mit meinem Papierticket von Pan Am , BA oder AF 15 Minuten vor Abflug zum Gate .LH durfte Berlin nicht anfliegen… Das Hand-Gepäck kurz gewogen , der flight coupon wurde heausgerissen , smile , „angenehmen Flug“ und einsteigen . Mit Koffer war es nicht viel anders.
    Keine „Security“ oder Bodyscanner , keine dummen Fragen .
    Ich denke ich würde heute auch gern so fliegen-Trotz 9/11 oder dem schuh Typen .Böse Menschen gab es immer und Profi-Böse kann die schikanöse „Es dient ja nur Ihrer Sicherheit“ auch nicht hindern.
    Würdet Ihr Euch wagen von solch einem Flughafen abzufliegen ?

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