Kaffee für 3€ | Verspätet sich Buy on Board von Lufthansa?

Foto: Lufthansa

Im November kündigte die Lufthansa Group an, bei den Konzerngesellschaften Austrian Airlines, Swiss und Lufthansa selbst, die kostenfreie Verpflegung zu streichen. Betroffen sind Passagiere der Economy Class auf Kurz- und Mittelstrecken, den Anfang der Umstellung macht Austrian im März.

Vor kurzem wurde bekannt, mit welchen Partnern Lufthansa in Deutschland kooperieren möchte. Das Gastro-Unternehmen dean&david wird für Bestandteile des Sortiments, wie Salate, Bowls oder Sandwiches zuständig sein. Heißgetränke und Süßigkeiten kommen von Dallmayr. Weitere Details hat die Kranich-Airline nun in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, darunter erste Preise und ein Hinweis auf eine Verzögerung der Einführung.

Kaffee für 3€

Dabei wird beispielsweise dean&david die Mahlzeiten nicht direkt in die Flugzeuge bringen. Vielmehr wird der neue Lufthansa-Caterer Gate Gourmet Sandwiches und Snacks nach Rezepturen von dean&david herstellen. Zur Auswahl stehen Lachs Avocado Bowl, Falafel Tahini Salat, Crunchy Chicken Bowl oder Sweet Chili Chicken Sandwich sowie frisch angerührtes Birchermüsli.

Dallmayr wird für Heißgetränke und Süßigkeiten wie Pralinen zuständig sein, außerdem kommen Kuchen, Snacks und Knabbereien anderer Hersteller, wie zum Beispiel Gemüsechips ins Sortiment.

Die Preise für Speisen und Snacks werden sich zwischen 2 und etwa 12 Euro bewegen. Getränke wie Tomaten- oder Orangensaft kommen künftig in kleinen Flaschen und werden – ebenso wie Kaffee, Tee & heiße Schokolade – für drei Euro zu haben sein. Die Menükarte soll alle drei Monate erneuert werden. Eine Wasserflasche und eine kleine Schokolade werden kostenfrei gereicht. Voraussichtlich wird es die kleine Tafel sein, die bei dem letzten Rebranding verteilt wurde.

Aus dem Vorstand zuversichtliche Blicke auf das künftige Angebot:

„Unsere Partner dean&david und Dallmayr stehen für herausragende Qualität und verantwortungsvolles Handeln. Neben der Zufriedenheit unserer Gäste liegt uns auch das Thema Verantwortung für die Umwelt sehr am Herzen. Bei den Verpackungen verwenden wir fast ausschließlich nachhaltige Materialien. Außerdem stellen wir sicher, dass durch passgenauere Produktion weniger Lebensmittel verschwendet werden. Wir freuen uns, dass wir unseren Fluggästen auf den Europa-Flügen frische Produkte anbieten können, die besonders gut schmecken.“

Verspätet sich Buy on Board von Lufthansa?

Anfang März startet Austrian Airlines mit dem Buy on Board- Konzept. Kurze Zeit später, Mitte März sollte Lufthansa folgen. Doch in der Pressemitteilung nun diese Aussage:

Voraussichtlich im Laufe des Sommerflugplans wird das neue Speisen- und Getränkeangebot auf Lufthansa Kurz- und Mittelstreckenflügen erhältlich sein. 

Der Sommerflugplan beginnt in diesem Jahr aber erst am 28. März. Demnach würde sich das Bezahlangebot verspäten. Aktuell fährt Lufthansa ein verändertes Corona-Konzept und bietet auf kurzen Strecken in der Economy Class lediglich eine Wasserflasche- Snacks und andere Getränke werden nur auf längeren Flügen serviert. Auf heiße Mahlzeiten auf Mittelstrecken wird ganz verzichtet.

Review: Lufthansa Economy Class auf Mittelstrecken | Fliegen während Corona

Kaffee für 3€ | Verspätet sich Buy on Board von Lufthansa? | Frankfurtflyer Kommentar

Es wäre nicht das erste Projekt, dessen Zeitplan nicht eingehalten werden kann. Lufthansa hatte sich allerdings schon vor der Pandemie immer wieder mit Buy on Board beschäftigt. So richtig wusste man allerdings nicht ob und wie das Ganze umgesetzt werden soll. Die Pandemie hat sicherlich dem on/off-Projekt etwas Nachdruck verliehen, in Kürze soll es dann soweit sein.

Einige Kunden zeigen sich über das Vorhaben verärgert, der Service ist nunmal ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Die Qualität des bisher inkludierten Snacks steht dabei auf einem anderen Blatt und ist ein Thema für sich. Bleibt abzuwarten wie überzeugend das künftige Angebot wirklich sein wird.

Ob es damit bereits im März klappt, ist mehr als fraglich. Die Ausgabe von Essen & Getränken ist derzeit umstritten – unabhängig davon ob diese bezahlt werden müssen oder nicht. Zuletzt gab es vermehrt Berichte diverser Medien, Flugbegleiter und Gewerkschaften. So verbieten die Bestimmungen z.B. Essen und Trinken in der Lounge, an Bord ist dies wiederum möglich.

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6 Kommentare

  1. LH ist mal wieder hintendran. Pre-order wird es wahrscheinlich erst einmal nicht geben, damit wird zu wenig gecatert und einige Leute die bereit sind zu zahlen gehen leer aus.

    Auch Bestellung & Bezahlung via App waehrend man schon im Flieger sitzt wird LH so wie wir es kennen nicht anbieten.
    Aber gerade damit koennte man die Touch Points mit den FAs im Angesicht der Pandemie stark verringern.

    • Nette Idee. Gibt es irgendwo Verpflegung auf Vorbestellung in der Economy?
      So etwas hinzubekommen, wäre in meinen Augen ein echter Mehrwert.
      Vermutlich wird es Sicherheitsprobleme geben, die Zubereitung an einen externen Caterer zu übertragen.

    • Hier sehe ich ebenfalls viel Potential, welches wohl nicht genutzt wird.

      Zumindest die Möglichkeit der Vorbestellung sollte gegeben sein. Auch wenn dies weniger genutzt wird. Kaum jemand will sich im Vorfeld darauf festlegen was es zu essen geben soll. Durch Unregelmässigkeiten bzw. Umbuchungen wie sie derzeit häufiger vorkommen, wird dies sehr komplex.

      • Bei Air New Zealand kann man seit Jahren schon ueber das IFE Getraenke und Essen odern.
        Da sollte es 2021 technisch ein leichtes sein, ueber das eh schon vorhandenen Bord-WiFi den Leuten die Moeglichkeit zu geben zu bestellen und zu bezahlen.

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