Keine Miles&More Status Promo in 2022? | Lufthansa MUSS reagieren!

Der Status ist des Vielfliegers liebstes Kind, denn auch wenn es viele nicht zugeben würden, wenn man ihn abgeben müsste oder auf die liebgewonnenen Vorteile verzichten soll, ist dies teils ein mittelschweres Drama. Nicht ohne Grund steigen auch zu normalen Zeiten viele Vielflieger zu Jahresende doch noch einmal in einen extra Flieger, um auch sicher zu stellen, dass man den Vielfliegerstatus auch nicht verliert.

Corona hat hier nun einiges verändert, denn viele Passagiere mit Vielfliegerstatus sind in den letzten Jahren so wenig geflogen, dass ohne eine Kulanzlösung der Airlines der Status weg gewesen wäre. Alleine bei Miles&More hätten 60% der Vielflieger in 2021 ihren Status verloren, wenn man ihn nicht aus Kulanz um noch ein Jahr verlängert hätte.

In 2021 hat man bei Miles&More sehr gut auf die Problematik reagiert und nicht nur den Status der Kunden verlängert, welche diesen verloren hätten, sondern man hat auch eine Reihe von Promotions geschaltet, mit welchen man das Erreichen eines höheren Status vereinfacht hat, wenn man geflogen ist.

So gab es in 2021:

In 2022 dagegen ist die Liste der Statusmeilen Promotions noch erschreckend kurz bei Miles&More, um nicht zu sagen, es gibt noch keine. Damit müsste man, Stand jetzt, einen Status nach den ganz normalen Statushürden und zu den ganz normalen Konditionen erreichen.

Auch wenn man sich nun der Annahme hingibt, dass sich der Markt ab dem Frühjahr 2022 massiv erholen wird, was ich auch glaube, bedeutet dies noch nicht, dass man hier direkt auf dem Niveau von 2019 sein wird und entsprechend würde man entweder massiv Statuskunden verlieren oder Miles&More muss hier noch reagieren.

Betrachtet man sich das aktuelle Marktumfeld, in dem quasi jede große Airline inzwischen eine Kulanzregelung für den Status in 2022 aufgelegt hat, ist es wohl mehr als unwahrscheinlich, dass Miles&More hier überhaupt nicht reagiert.

  • British Airways hat die Qualifikation herabgesetzt
  • Air France/KLM geben Roll Over Status Meilen aus den letzten Jahren und 50% Statusmeilen Bonus
  • United Airlines hat die Statushürden um 40% gesenkt
  • Delta Airlines hat das Statusjahr 2021 und 2022 zusammengefasst (womit die Statushürde halbiert ist)
  • u.s.w.

Traditionell war Miles&More in der Pandemie aber nie der Vorreiter, wenn es darum ging, positive Signale in den Markt zu drücken, was das Thema Status angeht. Dies liegt nicht unbedingt an dem Unwillen der Verantwortlichen, denn wir wissen, dass es hier bei Miles&More einige sehr kreative Köpfe gibt. Vielmehr dauert der Prozess der Genehmigung solcher Kampagnen in der Lufthansa Gruppe quälend lang, denn hier müssen Budgets freigegeben werden. Wenn man eines aktuell nicht hat, dann ist es natürlich Geld.

Air France und KLM sind oft Maßstab

In der Vergangenheit hat man bei Lufthansa natürlich sehr genau das Marktumfeld beobachtet und sich hierbei interessanterweise nicht selten sehr stark an Air France und KLM orientiert, auch wenn man die Aktionen nicht 1 zu 1 kopiert hat.

Miles&More hat es auch wie kein anderes Vielfliegerprogramm verstanden,  trotz teils deutlich spürbarem Druck der Kunden, die Situation sehr lange zu beobachten, um möglichst zielgerichtete Aktionen zu bieten. Hierbei war offenkundig die Devise „So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“

Nötig war dann doch einiges und nachdem man sich schon im letzten Jahr bis in den Februar Zeit gelassen hat eine erste Status Regelung zu nennen, hat man im Laufe des Jahres festgestellt, dass diese (trotz der eigentlich sehr großzügig wirkenden Auslegung) nicht ausreicht.

Man hat sich daher mit zwei Statuspromotions, welche vor allem zum Fliegen animieren sollen, dazu entschlossen, zusätzliche Anreize zu bieten. Damit hat man dann auch tatsächlich die ursprüngliche Aufgabe eines Vielflieger Programmes eingenommen.

Was ich erwarte

Natürlich ist es reine Spekulation, ob und welche Maßnahmen Miles&More in 2022 ergreifen wird um das Halten oder Erreichen eines Status zu erleichtern. Ich bin mir aber sicher, dass es hier Maßnahmen geben wird und könnte mir folgendes vorstellen.

Doppelte Statusmeilen

Ich wäre tatsächlich nicht überrascht, wenn man die doppelte Statusmeilen Promotion noch einmal aus der Schublade holt. Vermutlich wird diese nicht für das ganze Jahr 2022 gelten, aber z.B. für das erste Halbjahr.

Alternativ kann ich mir auch vorstellen, dass man für das ganze Jahr 2022 z.B. 50% extra Statusmeilen bietet, analog zu Flying Blue, allerdings müsste man dann die dort gebotenen rollover Meilen auch irgendwie kompensieren.

Kreditkarten Promo

Die Kreditkarte ist ein wichtiges Werkzeug, um Vielflieger an das Miles&More Programm zu binden und im Alltag hier eine Interaktion zu generieren. Ich kann mir daher sehr gut vorstellen, dass es auch in diesem Jahr noch einmal eine Kreditkarten Promotion für Statuskunden geben wird, wenn ich mir auch fast sicher bin, dass sie nicht so üppig sein wird wie letztes Jahr.

Mehrere Status Promotions 

Ich bin mir eigentlich sicher, dass es in 2022 auch wieder Promotions geben wird, bei welchen man zusätzliche Statusmeilen bekommen wird, wie wir es schon gesehen haben. So kann ich mir gut vorstellen, dass man Aktionen wie „Nach vier Flügen gibt es 5.000 Statusmeilen“ wieder bringen wird, um die Passagiere auch dazu zu motivieren, wieder in die Flugzeuge zu steigen.

Hierbei könnte man auch die MY Challenge Angebote aus der App nutzen, um individuelle Angebote zu schnüren.

Keine Miles&More Status Promo in 2022? | Lufthansa MUSS reagieren! | Frankfurtflyer Kommentar

Es ist wohl jedem klar, dass 2022 kein normales Reisejahr wird, auch wenn hier mehr und mehr wieder möglich wird und auch sicherlich deutlich mehr als in den letzten zwei Jahren geflogen wird, was erst einmal eine gute Nachricht ist.

Sicher ist aber auch, dass die meisten Vielflieger deutlich weniger fliegen werden und daher wird Miles&More in der ein oder anderen Art reagieren müssen, um diese Kunden nicht zu verlieren oder auch zu verärgern. Schaut sich der Kunde erst einmal nach einer andere Airline um, ist es unglaublich aufwändig und teuer ihn wieder zurück an Bord von Lufthansa Flugzeugen zu bringen.

Ich gehe davon aus, dass man in Frankfurt gerade noch die Situation abwartet, auch um die Entwicklung für das laufende Jahr etwas besser abschätzen zu können. Mit dem Hintergrund, dass man allerdings vor allem ab Mitte Januar massive Einbrüche der Passagierzahlen sehen wird, darf man davon ausgehen, dass hier doch eine schnelle Reaktion von Miles&More kommt. Ich bin hier auf jeden Fall sehr gespannt.

Was erwartet Ihr von Miles&More für das Statusjahr 2022?

 

20 Kommentare

  1. Was beschweren sich denn die HON, sie haben doch auch von der einfachen Requalifizierung profitiert.
    Und wie schon von einigen angemerkt, verstehe ich persönlich nicht was so toll am HON ist. Das FCT ist schon toll und es wird einem der Hintern gepudert. Was nützt dieses aber, wenn du in der F sitzt und es alles total abgenutzt ausschaut. Der Sitz eine Katastrophe ist, hatte mehrfach das Gefühl null Polsterung noch vorhanden. Die Kabine zu wünschen übrig lässt, verschmutzter Teppich und abgenutzte Armlehnen. Das Personal einfach unterirdisch war, musste 2x nachfragen ob er mein Getränk vergessen hat. Ich fand es zum Teil sehr chaotisch und dachte die machen dieses zum ersten Mal. Leider war es kein Einzelfall und dieses können andere wesentlich besser. Weil sind wir mal ehrlich, egal ob ich auf einem hohem Niveau jammere, in F erwarte ich 100% erstklassigen Service und eine erstklassige Kabine. Oder seit ihr auch zufrieden wenn ihr in einem 5 Sterne Hotel absteigt und bekommt keinen Kaffee zum Frühstück und müsst erst paar mal nachfragen. Oder habt ein Bad wo Ihr noch Spuren vom Vormieter erkennt? Mit Sicherheit seit ihr dann auch die ersten die sich beschweren und ein neues Zimmer möchten.
    Und die BC in Europa mit freiem Mittelsitz ist ja wirklich ein Witz.
    Mein Status bei LH ist mir persönlich nicht mehr so wichtig, denn die Leistung die ich bekomme dafür, entspricht nicht mehr meinen Erwartungen.

  2. Ich denke, wenn man im 2020 oder 2021 auch mit den Doppelmeilen-Promo den Status erhalten oder sogar einen neuen Status bekommen hat, dass man diesen Vielfliegern die Chance bietet, den nächsten Status schneller zu erreichen. zB. ein Senator braucht im 2021/22 statt satte 600k HC Meilen nur 300k zum HC Status zu erlangen, das wird sonst kaum möglich sein. Wenn sie solche Angebote nicht unterbreiten, dann verlieren sie viele treue Kunden und untergraben der gesamten Vielfliegergemeinschaft, die sie über Jahrzehnten aufgebaut haben, dazu wird die notwendige Infrastruktur (Lounges usw), verfallen, welche der große Anreiz für viele Vielflieger ist.

  3. In diesem Zusammenhang habe ich beim Blog „Head for Points“ einen Aspekt aufgeschnappt, den ich recht interessant finde.

    Der Vielflieger von 2023 oder 2024 wird nicht mehr unbedingt identisch sein mit dem Vielflieger von 2019. Bisherige Vielflieger wechseln den Job oder die Aufgabe, werden befördert, Familienverhältnisse ändern sich, Reiserichtlinien ändern, Prioritäten verschieben sich, usw. Ich denke, dass Miles & More hier irgendwann einen Schnitt wird machen müssen und die seit zwei Jahren „mitgeschleppten“ Statuskunden, welche der Flugzeugkabine mehr oder weniger den Rücken gekehrt haben, aus dem Status entlassen oder zurückstufen muss. Diese Bereinigung wird Lufthansa wohl relativ bald einleiten. Ich gehe daher nicht davon aus, dass Lufthansa nochmals eine so großzügige Regelung einräumen wird wie vergangenes Jahr!

    • Würde ich auch ähnlich sehen.
      LH/Miles&More kennt das Spiel. Man kann nicht jeden Kunden halten oder ihm helfen den Status zu erreichen. Wer es letztes Jahr nicht geschafft hat, ist halt einfach kein Vielflieger und würde einen solchen Status auch unter normalen Bedingungen nie erreichen. 35.000 Meilen für den Senator waren lächerlich! Zumal es unzählige Angebote gab und wer fliegen wollte/musste, konnte dies auch.
      Irgendwann ist auch mal gut! Hoffe, dass in diesem Jahr die ganz normalen Kriterien zählen. Alles andere wäre auch den „ordentlichen“ Statusinhaber langsam lächerlich.

    • Sehe ich ähnlich, Lufthansa muss sich darauf einstellen, dass sich die Arbeitswelt ändert. Erfolgreiche Unternehmer-innen und Manager-innen werden
      die sein, die weniger beruflich fliegen, sondern privat mit ihrer Familie. Die buchen Business und First und brauchen keine Statussymbole. Lufthansa wird wie in der Vergangenheit von der Masse leben und den Personen die SEN oder HON vorzeigen müssen.
      Die Frage, ob es HONs light gibt, oder ordentliche Statusinhaber, stellt sich m.E. wohl kaum. Wer solche Probleme hat, der hat vermutlich Probleme!

  4. Ich möchte endlich nach Cerns nach Australien Fliegen mit Lufthansa bin aber nur bis nach Zürich mit Lufthansa geflogen weiter Flug nach Neuseeland und Australien wurde mir und auch anderen verweigert Lufthansa hat sich noch nicht einmal gemeldet und entschuldigt mit freundlichen Grüßen Klaus Reimann

    • Wenn „Down Under“ nicht mal Djokovic einreisen lässt, dann muss sich „Otto Normalverbraucher“ nicht wundern, wenn er in ZRH strandet.
      Aussies und Kiwis haben/hatten ihre Grenzen seit langer Zeit geschlossen ….. auch bei Einreise über CAIRNS !!

  5. Aus meiner Sicht muss es wieder mindestens für ein halbes Jahr eine Promotion geben, wie im vergangenen Jahr, die optional verlängert werden könnte. Alleine die aktuell noch wegfallenden Business Trips nach Hongkong und Argentinien machen in meine, Beispiel ca. 80% der are-Qualifizierung aus.

  6. Die Strategie, die ein risikoadverser Entscheider einschlagen wird, ist doch relativ klar. Bis Zeitpunkt X warten bevor man die retroaktive Promo ab bspw. Jan 22 ankündigt. Somit kann man den Impact, d.h. die Kosten der Promo/neuen zusätzlichen Statusinhaber mit größerer Sicherheit abschätzen.
    Wartet man also bis Ende Februar, so kennt man schon die Anzahl der zusätzlich „verschenkten“ Meilen und kann einen Eurowert dahinter schreiben. Man wird auch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit die Buchungen der kommenden 6 -8 Wochen kennen und kann diese mit einem Risikoaugschlag als Kosten in seine Berechnung/Entscheidung einbeziehen. Demgegenüber steht der potentielle Verlust von Statuskunden. Das ganze wird dann dem Vorstand im Sinne einer Risikobetrachtung als Entscheidungsvorlage vorgelegt und der trifft in einem Zeitslot von 15 Minuten diese für die LH Group (eher unwichtige) Entscheidung.
    Ich verstehe die Aufregung hier nicht. Die „echten“ Vielflieger reisen sowieso nur das was sie müssen. Bei manchen ist das 40-mal im Jahr BER-FRA-BER und bei anderen 12-mal im Jahr FRA-ORD-FRA – manche in C und andere in F (soweit es die Travel-Policy hergibt). Kommt ein Status dabei raus, dann ist es wohlverdient. Die Freizeitflieger sind nicht mein Concern, sollen sie doch auch Mal was schönes in F oder im FCT genießen. Wer viel fliegt interessiert sich eher dafür schnell an Bord und raus zu kommen oder hoch priorisiert umgebucht zu werden – Häppchen und Co. in der Lounge/an Bord intersieren mich seit einigen Hunderttausend Meilen schon nicht mehr.

  7. Stephan hat vollkommen recht: der „für die LH wertvolle Kunde“ (ich vermeide den Begriff Vielflieger bewusst – wir haben nichts davon, wenn wir hier zum 1000sten Mal diskutieren, ob das die Lang- oder Häufigflieger sind etc) von 2023 wird nicht notwendigerweise der von 2019 sein.

    Das Problem jedoch ist: das Mitschleppen der „falschen“ Statuskunden wurde durch einige der Kulanz-Maßnahmen in 2020 und 2021 sogar verschärft. Diese haben dafür gesorgt, dass jemand, der sich 2018 zum Senator qualifizierte und seitdem kein einziges Mal mehr (!) an Bord war, den Status nun bis 2023 nutzen und die Lounges verstopfen kann.

    Gleichzeitig ignorieren es sowohl die Lufthansa (zumindest bisher) wie auch die im Artikel vorgeschlagenen Maßnahmen, wenn man 2020/21 unter widrigsten Umständen – unterirdische Verbindungen mit Umsteigezeiten von vielen Stunden oder über Nacht (!), null Bodenservice und reduzierter Bordservice, signifikante Gesundheitsrisiken (v.a. vor den Impfungen), etc. – geflogen ist.

    Eine faire Regelung für 2022 müsste die 2020/21 erflogenen Status- bzw. HON-Meilen in 2022 wieder gutschreiben (wie die 2019er-HON-Meilen in 2021). Das sind systemweit unglaublich viel weniger als in den Jahren bis 2019 (also kostenseitig verträglich) und würde gleichzeitig höchst präzise diejenigen treffen, deren Treue die LH während der Pandemie über Wasser hielt (die gleichzeitig die sind, die die LH am stärksten an sich binden will).

    Wenn die Lufthansa die Intensiv-Reisenden von 2020/21 nicht heftig anerkennt und sie fair behandelt im Vergleich zu den Nicht-Reisenden von 2020/21 (denen der Status aber zweimal ohne jede Leistung verlängert wurde), werde ich ihr trotz HON-Status den Rücken kehren.

    Ich habe schon Vorsorge getroffen und mir über die jüngste Finnair Promotion den oneworld Emerald-Status gekauft, obwohl ich bisher auf Langstrecke immer der LH die Treue gehalten habe (habe auch für die ersten Monate 2022 schon Buchungen für rund 100k HON-Meilen getätigt bzw abgeflogen). Wenn in den nächsten Wochen keine faire Regelung angekündigt wird(letztes Jahr war das Announcement am 2. Februar), werde ich auf oneworld um- und neu buchen.

    • JungeHON sollte mal über seine Wortwahl nachdenken: „…die Lounges verstopfen“. Was für eine Überheblichkeit. Wer z.B. Neuseeland oder Australien als Geschäftsschwerpunkt hat, hatte keine Chance irgendwelche Flüge durchzuführen. Auch für die USA waren die Reisebeschränkungen so hoch, dass ich von Fällen weiß, wo Geschäftsreisen in die USA nicht durchgeführt werden konnten. Bisher gibt in der Linienluftfahrt gibt es keine „touch and go“ Landungen mit denen man Meilen sammeln könnte. Vielleicht wird das für die Leerflüge angeboten, die für den Erhalt der Slots durchgeführt werden müssen.

      • Oh je, Norbert. Ich glaube, dass Du dich im Forum geirrt hast. Diese Kommentare gehören in Netzwerke wie Facebook, Telegram oder an den CDU/CSU bzw. AfD Stammtisch. Soweit ich weiß, kann und darf ich selbst entscheiden, wie ich mich Ausdrücke und ob ich auf einzelne Linguist:innen und Germanist:innen vertraue oder mit der Zeit gehe und niemanden bei meiner Wortwahl ausschließe. Aber scheinbar wirst Du auch dazu eine sehr kritische Meinung haben, so wie zu allem anderen, was nicht Deinem Boomer-Weltbild entspricht.

        • Ich habe mich im Forum nicht geirrt. Du kannst kannst mit JungHON eine Club aufmachen. Wer die Doppelpunkt oder Sternchenschreibweise ablehnt, schließt keineswegs andere Mensch aus, sondern wendet die deutsche Sprache nur richtig an.

        • Das ist doch wieder ganz typisch für die linken Ideologen: wenn jemand ihre Minderheitenmeinung ablehnt wird derjenige sofort als „AfD“ eingeordnet. Auch das zeigt deutlich wie schwach die Argumente der linken Ideologen sind. Unabhängig von Parteinähe ist es gut, wenn wir uns von den linken Ideologen nicht eine falsch Rechtschreibung aufdrängen lassen. Abgesehen davon sind die „:“ mitten im Wort diskriminierend! Der Doppelpunkt ist eindeutig nicht barrierefrei: Der Verband für blinde und sehbehinderte Menschen rät grundsätzlich von sämtlichen Kurzformen ab und empfiehlt die ausgeschriebene Doppelnennung.

          • „Linke Ideologen“ – was für ein Quatsch. Ich habe lediglich darauf verwiesen, dass dieses Meinungsbild und die generelle Ablehnung einer geschlechterneutralen Schreibweise eher an den Stammtisch dieser Partei gehört und bewusst nicht nur die AfD genannt. Als „linker Ideologe“ würde ich mich vermutlich nicht in einem Vielfliegerforum herumtreiben und mit dem Erhalt von Statusprivilegien beschäftigen.

            Ach, und da der DBSV ein sehr weltoffener Verein ist, möchten sie auch niemanden aufgrund der Geschlechterzugehörigkeit ausschließen. Daher ist eine vollkommen geschlechterneutrale Formulierung auch von ihnen gewollt (denn es gibt ja durchaus auch nicht-binäre Blinde). Hier fehlt lediglich eine einheitliche Lösung, sodass alle Screenreader und weitere unterstützende Tools entsprechend angepasst werden können. Aber diese Diskussion gehört nun wirklich nicht in dieses Forum.

    • Ich bin auch wirklich sehr überrascht und enttäuscht, dass sie wieder so lange und sogar noch länger als im letzten Jahr warten. Der 1. Monat (der nun wirklich alle andere als normal war) ist schon rum und noch sind wir von der gewohnten Normalität weit entfernt. Weniger Flüge, hohe Infektionszahlen, Homeoffice-Pflicht, Einreisesperren und und und. Wenig Möglichkeiten, um den Status zu erhalten und M&M/LH lässt die eigentlich besten Kund:innen weiter zappeln. Sehr frustrierend. Da hat sich die Bedeutung von gutem Customer Relationship Management wohl noch nicht so rumgesprochen. Da muss man sich dann auch nichts wundern, wenn Kund:innen zu anderen Airlines/Allianzen abwandern.

  8. Was sind Kund:innen? Es gibt Kunden und es gibt Kundinnen. Kund:innen ist Unfug und wird zu Recht von deutschen Rat für Rechtschreibung als orthografisch falsch bewertet. Auch Linguisten und Germanisten bewerten diese Sprachverhunzung negativ. Bei Bedarf stelle ich gerne die Quellen zur Verfügung. Übrigens ist der Duden nicht mehr Maßstab für die Rechtschreibung in Schulen.

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