LH2574, die Zweite | Countdown für weiteren Falkland-Flug läuft

Foto: Lufthansa

Mit über 15,5 Stunden Flugzeit war es der längste Flug in der Geschichte der Lufthansa- nonstop und mit Passagieren an Bord. Die gewaltige Strecke von 13.600 Kilometern wurde im letzten Januar absolviert und führte von Hamburg auf die Falkland-Inseln. Kein gewöhnlicher Lufthansa-Linienflug, sondern ein Vollcharter des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts.

An Bord waren damals Forscher des Instituts sowie die Crew des Forschungseisbrechers „Polarstern“. Über zwei Monate sammelten die Wissenschaftler im antarktischen Weddellmeer Langzeitdaten für Klimavorhersagen. Nun endet die Expedition und das Team wird ausgewechselt. Dafür wird ein weiterer Sonderflug notwendig, die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit Monaten und gehen nun in die heiße Phase.

Da die Hygieneanforderungen auch für diesen Falklandflug extrem hoch sind, sind die Beteiligten bereits seit zwei Wochen in einer strengen Quarantäne. Für die erste Woche war sogar Zimmerquarantäne vorgeschrieben, den Rest der Zeit durfte das Hotel in Bremerhaven nicht verlassen werden.

Der Start des zweiten Sonderfluges ist in den Abendstunden des 30. März ab Hamburg geplant. Mit an Bord diesmal dann auch ein Forscherteam des Deutsche-Zentrum für Luft-und Raumfahrt. Diese sollen sogar während des Fluges Messdaten erheben, die weitere Erkenntnisse und Rückschlüsse auf das Erdmagnetfeld ermöglichen sollen. Damit steht bereits die Reise an sich im Dienst der Wissenschaft.

Frauenpower im Cockpit

Zum Einsatz kommt wieder ein Airbus A350-900, der für den Einsatz aus dem Liniendienst ausgespult wird. Dieser wird ohne Passagiere nach Hamburg geflogen und dort für die besondere Reise vorbereitet. Die Verantwortung für den Flug übernimmt diesmal eine Frau, Kapitänin Cordula Pflaum führt die Besatzung. Diese besteht neben der Kapitänin aus drei weiteren Piloten und zehn Flugbegleitern, somit ist sichergestellt dass alle Crewmitglieder ihre Ruhepausen einhalten können.

(c) Lufthansa

Die Kapitänin ist schon seit etwa 30 Jahren im Cockpit der Lufthansa tätig und inzwischen auch Ausbilderin für den A350. Nach wie vor ist das Cockpit eine Männerdomäne, nur etwa sechs Prozent der Piloten sind weiblich. Für Cordula Pflaum ein Traumjob, wie sie bereits vor einigen Jahren in einem Interview von „brand eins“ deutlich machte:

Ein faszinierender und abwechslungsreicher Beruf. Es ist toll, jeden Tag die Sonne zu sehen und die Welt zu entdecken. Ich bin zwar in einer Männerdomäne unterwegs, aber es ist ein sehr direkter und fairer Umgang mit den Kollegen.

Der Start für LH2574 ist am Dienstagabend um 21:30 in Hamburg vorgesehen, die Landung in Mount Pleasant soll am nächsten Morgen um 7:55 Uhr erfolgen.

LH2574, die Zweite | Frankfurtflyer Kommentar

Langsam dürfte bei den Forschern, der Besatzung und den Planern des Projekts die Nervosität steigen. Der Countdown für die ungewöhnliche und lange Reise läuft. Viele Luftfahrtenthusiasten zeigten sich beim letzten Sonderflug besonders interessiert und verfolgten das Geschehen auf sozialen Netzwerken oder hier bei uns.

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