LH2574 HAM-MPN | Lufthansa-Rekordflug auf den Falklandinseln gelandet

Foto: Lufthansa

Nach einer Planungsphase von mehreren Monaten ging es am Sonntag Abend um 21:23 in Hamburg los. Der längste Flug in der Geschichte der Lufthansa machte sich auf den Weg in Richtung Falklandinseln.

An Bord: 92 Passagiere plus die Crew der Lufthansa. Unter den Passagieren befinden sich Forscher und Wissenschaftler der Polarforschungsstation Neumayer III, sowie die Besatzung für die kommende Expedition mit dem Forschungsschiff „Polarstern“. Die LH-Crew besteht neben den Piloten und Flugbegleitern auch aus Bodenpersonal, die den Flug begleiten und den Prozess am Boden vor Ort verantworten.

Quarantäne notwendig

Zum Einsatz kam der Airbus A350-900 mit der Registrierung D-AIXP. Die Maschine war zuvor noch auf einem Linienflug aus Bangkok im Einsatz und wurde für den Sonderflug am Sonntagnachmittag von Frankfurt nach Hamburg überführt.

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Zur gleichen Zeit wurde es für die Beteiligten spannend. Passagiere & Crew befanden sich nun bereits seit zwei Wochen in einer strengen Quarantäne in Bremerhaven. Hintergrund dafür ist das Alfred Wegener Institut, der Auftraggeber für den Sonderflug. Dieses sitzt in Bremerhaven, wo ein Hotel für die Isolation angemietet wurde. Die Maßnahme wurde erforderlich um das Risiko einer Covid-Infektion auf den Falklandinseln und der Polarregion so gut wie möglich auszuschließen.

Mit diversen virtuellen Informations- und Sportveranstaltungen hat man sich die Quarantäne verkürzt. Die erste Woche durfte niemand das Zimmer verlassen, danach konnten sich die Beteiligten im Hotel bewegen. Hinzu kamen interne Vorträge der mitreisenden Wissenschaftler, die sehr bald virtuell von mehreren hundert Lufthanseaten mitverfolgt wurden.

Am Sonntagnachmittag machten sich dann alle auf den Weg zum Flughafen in Hamburg, wo der Airbus für die langen Reise vorbereitet wurde. Mit einem eng abgestimmten Hygienekonzept stellte der Flughafen Hamburg für Crew und Expeditionsteilnehmer ein kontaktloses Boarding sicher. Dabei wurden zum Teil stillgelegte Terminalbereiche genutzt, so dass kein Kontakt zu anderen Reisenden entstehen konnte. Das beteiligte Bodenpersonal musste sich ebenfalls einem PCR-Test unterziehen.

Planmäßiger Verlauf

Überpünktlich ging es dann am Abend los, um 21:23 machte sich die „Braunschweig“ auf den langen Weg auf die Malvinas- spanisch für die Falklandinseln. Für den Flug hat man etwa 110 Tonnen Kerosin getankt, man erwartete einen Verbrauch von etwa 95 Tonnen. Dies sind im Vergleich zu anderen Typen in der LH-Flotte etwa 50-70 Tonnen weniger.

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Die vier Piloten haben sich bereits im Vorfeld auf den Flug und die Landung im Simulator vorbereitet. Zu dem Training gehört auch eine Landung auf dem Flughafen im argentinischen Ushuaia.

Die Auswahl der alternativen Landeplätze sorgte bereits für Spannungen, beanspruchen die Argentinier die Malvinas doch für sich. Der Flughafen von Ushuaia steht durch den Namen als Symbol dafür. USH heißt nämlich Malvinas Argentinas International.

Um den Flug angenehm zu gestalten, reisen die Passagiere in der Business Class, in der Economy Class wurden einige Sitzreihen mit einer Matratze, Decke und Kissen als „Sleeper’s Row“ ausgestattet.

Pünktliche Landung

Während dem langen Nachtflug von insgesamt 15:37 Stunden wurden 13.303 Kilometer zurückgelegt, um 9:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr in Deutschland) ist der Jet auf dem Flughafen Mount Pleasant gelandet.

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Wissenschaftliches Personal und Besatzungsmitglieder werden nun mit dem Forschungsschiff Polarstern ihre Weiterreise in die Antarktis fortsetzen. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben auf den Falklandinseln wird sich die Lufthansa Crew nach der Landung erneut in Quarantäne begeben.

Der Rückflug startet am 3. Februar unter der Flugnummer LH2575 mit Ziel München. Die Landung wird am Donnerstag, 4. Februar um 14:00 Uhr erwartet. An Bord werden Besatzungen der Polarstern sein, die am 20. Dezember in Bremerhaven aufgebrochen waren.

LH2574 HAM-MPN | Lufthansa-Rekordflug auf den Falklandinseln gelandet | Frankfurtflyer Kommentar

Über 13.300 Kilometer und mehr als 15,5 Stunden Flugzeit- ein Rekord für den Kranich. Die Berichterstattung der Vorbereitung zeigte auf den Social Media-Kanälen eine aufregende Zeit aller Beteiligten. Wenn sich die Lufthanseaten wieder den Rückweg in die Heimat antreten, geht es für die Schiffsbesatzung und die Wissenschaftler erst los, diese werden sich für die nächsten Wochen und Monate in der Polarregion aufhalten. Lufthansa hat bereits den nächsten Auftrag in der Tasche- im März wird es einen weiteren Sonderflug auf die Falklandinseln geben.

 

Quellen: Twitter @lufthansaNews und Instagram @lufthansaviews (#LHLongestFlight)

 

Flug LH 2574 HAM-MPN | Passagiere & Crew seit einer Woche in Quarantäne

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10 Kommentare

    • Möchten Sie jetzt die Forschungsarbeit auf der Neumayer-3 in Frage stellen? Sie wissen aber schon, daß ohne Forschung, insbesondere in Bezug auf den Klimawandel, künftig noch viel mehr Menschen „um ihr Leben kämpfen“ werden, wie Sie es ausdrücken. Oder was ist der Zweck Ihrer Ablehnung dieses interessantem Berichts?

    • Ich find auch, dass wir jetzt in der Krise sofort sämtliche Forschungsarbeit einstellen sollten. Wer braucht das schon? Die freigewordenen Ressourcen sind für ausschließlich für Betroffenheitsbekundungen einzusetzen!

    • Jorhanna, was hat dieses Covit Sache mit dieser Forschung zu tun? Ich denke diese Forschung am Polar Kreis ist für die ganze Menschheit in Bezug auf unser Klima von absoluter Priorität!

  1. Hallo Florian, ich dachte immer, dass die User dieses Portal zur Gruppe „Reisen bildet!“ zählen. Dass es auch zur Verblödung führt, ist mir befremdlich. Nix für ungut, aber Dein Bullshit bleibt Bullshit!

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