Luftbrücke: Condor errichtet einen Hub in Phuket

Die aktuelle Krise ist eine noch nie dagewesene Situation und aktuell beteiligen sich auf den Langstrecken besonders Lufthansa und Condor an der größten Rückholaktion in der deutschen Geschichte. Bei der deutschen Luftbrücke, welche unter Führung des Auswärtigen Amtes organisiert wird, geht es maßgeblich darum, mehrere hunderttausend Deutsche, die im Ausland gestrandet sind, zurück nach Deutschland zu bringen.

Besonders Südostasien und Australien sind hier aktuell ein Brennpunkt, denn es gibt kaum noch Flüge. Daher sind Lufthansa und Austrian Airlines zum Beispiel gerade Neuseeland und Sydney angeflogen und weitere Flüge sind hier geplant. Aber auch Condor beteiligt sich hier mächtig und man geht nun sogar einen komplett neuen Weg. Auf der thailändischen Insel Phuket hat man einen Hub für Condor eröffnet und wickelt hierüber eine Vielzahl an Rettungsflügen ab.

Der Grund für diesen außergewöhnlichen Schritt ist die von Condor eingesetzte Boeing 767-300er, welche nicht ohne Zwischenstopp sehr weit entfernte Ziele in Asien oder gar Australien anfliegen kann. Entsprechend braucht man einen Zwischenstopp und strategisch bietet sich hier Phuket an. So müssen die Crews auch nicht alle Flüge als Deadhead mitfliegen und auch längere Ruhepausen in verschieden Ländern lassen sich so vermeiden. Immerhin können sich die Situationen je nach Land sehr schnell verändern und eine Crew, die in Australien oder Asien festsitzt, wäre vermutlich der Supergau.

Condor fliegt mehrere Rettungsflüge nach Bali und Perth

Besonders nach Bali und Perth in Australien ist Condor nun über den Hub in Phuket aktiv. So hat man schon mehrere Urlauber von der indonesischen Insel über Phuket nach Deutschland geflogen und wird dies wohl auch in den kommenden Tagen so fortführen.

Besonders spektakulär ist allerdings die Operation nach Perth. Hier werden an einem Tag gleich vier Condor Boeing 767-300 landen und im Abstand von je einer Stunde wie eine Perlenkette nach Phuket zurück fliegen. Hierbei kann man über 1.000 Personen ausfliegen. Vier Condor Boeing 767-300 hat man wohl noch nie in Australien auf einen Schlag am Boden gesehen.

Luftbrücke: Condor berichtet einen Hub in Phuket | Frankfurtflyer Kommentar

Fast 200.000 Deutsche wurden schon bei der größten Rückholaktion in der bundesdeutschen Geschichte zurück in die Heimat geflogen und Condor hat hieran nach Lufthansa den zweitgrößten Anteil. Über 67.000 Passagiere hat man schon zurück nach Deutschland gebracht und man fliegt weiterhin Rettungsflüge.

Die Eröffnung des temporären Hubs in Phuket zeigt sehr deutlich, welchen Aufwand man hier auf sich nehmen will und wie erfinderisch man auch in dieser schweren Situation ist.

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6 Kommentare

  1. Wieso macht das nicht die LH mit A380? Verstehe ich nicht?! Da schickt man lieber vier alte 767 der Condor? Kann mir das jemand erklären?

    • die LH A380 haben eine große Premiumkabine, hier ist der vorteil nur ausspielbar, wenn der Vogel viele Eco-Sitze hätte..
      Die DE 767 können verhältnismäßig ordentlich dicht mit Passagieren gepackt werden, und sind auch Zwischenlandung deutlich flexibler in der Abfertigung.
      Ein LH A380 hat 509 Sitze und eine DE 767 hat bis zu 259 Sitze.
      Die 4x 767 sind so wohl in diesem Fall auch um einiges niedriger im Treibstoffverbrauch als 2x A380.

      Lufthansa hat ausgenommen von Japan bereits alle Crewbasen dicht gemacht, hier konnte und kann eine Condor einfach schneller agieren.

  2. Ich bin in den letzten Monaten mit Finnair, Qatar, Etihad, Omanair und Swiss geflogen. Wenn ich mir die Sitzkonfiguration bei LH ansehe, dann würde ich (als Alleinreisender) nicht im Traum daran denken LH zu buchen: Schlechteste Sitzanordnung bei höchstem Preis!! Alle anderen sind besser,und wenn ich an die Q-Suite bei Qatar denke, dann kommt mir die LH wie Premium Economy vor.

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