Lufthansa Economy Class nach Kalifornien für 295 Euro Hin- und Rückflug | Früher war das ein Error Fare

Die Entwicklung der Flugpreise über dem Nordatlantik fasziniert mich immer wieder. Vor wenigen Jahren hat man Flugpreise von unter 400 Euro für den Hin- und Rückflug in der Economy Class nach Nordamerika, insbesondere nach Kalifornien, als fast Error Fare-verdächtig gefeiert. Bei unter 300 Euro sind einige schon quer durch Europa gefahren oder geflogen um diesen „einmaligen Error Fare“ auch wahrzunehmen.

Vor fünf bis acht Jahren waren solche günstigen Angebote auch meist Error Fares, heute ist ein Flugpreis von 295 Euro von Europa nach San Francisco in der Lufthansa Economy Class zwar immer noch ein Schnäppchen, allerdings ist es lange kein Error Fare mehr, sondern ein ganz normales, reguläres Angebot der Airline.

Möglich machen dies die neuen Handgepäcktarife auf Langstreckenflügen nach Nordamerika. Nicht nur Lufthansa bietet diese als Antwort auf die Konkurrenz der Billigflieger auf der Langstrecke an, sondern auch die anderen zwei großen Allianzen oneworld und SkyTeam haben inzwischen günstige Handgepäcktarife auf Transatlantikflügen eingeführt.

Supergünsteige Economy Class Angebote in die USA | Beispiele

Es gibt aktuell eine ganze Reihe von sehr spannenden Economy Class Angeboten nach Nordamerika. Dabei handelt es sich zwar immer um Handgepäckstarife, dennoch sind die Preise schon so günstig, dass Airlines hiermit kein Geld mehr verdienen werden.

Für uns Passagiere hat dies allerdings den Vorteil, dass wir für sehr wenig Geld in der bequemen Economy Class von Lufthansa und Co fliegen können und nicht auf Billigflieger wie Norwegian ohne Service ausweichen müssen.

Lufthansa Economy Class nach Kalifornien ab 295 Euro Hin- und Rückflug

Ab Paris hat Lufthansa aktuell sehr günstige Economy Class Tarife in die USA aufgelegt. Besonders nach San Francisco stechen die günstigen Preise heraus.

Buchbar sind diese Preise noch bis zum 13. August bei Lufthansa direkt. Sie buchen in die Buchungsklasse K, sind nicht umbuchbar oder stornierbar und reine Handgepäckstarife.

Am besten findet man sie über die Lufthansa Bestpreissuche.

  • New York ab 290 Euro
  • Boston ab 246 Euro
  • Miami ab 286 Euro
  • San Francisco ab 296 Euro
  • Los Angeles ab 336Euro

American Airlines von Frankfurt nach Los Angeles ab 278 Euro Hin- und Rückflug

American Airlines hat gleich ab Frankfurt Kampfpreise nach Los Angeles aufgelegt. Auch hier gilt: Es sind nur Handgepäckstarife, allerdings sind 278 Euro für einen Hin- und Rückflug auch schwer zu schlagen! Man findet diese Preise z.B. über Momondo.de

 

Auch die SkyTeam Airline, Delta Airlines, hat vergleichbare Angebote ab Frankfurt aufgelegt. Für 279 Euro kann man den Hin- und Rückflug mit Delta ab Frankfurt nach Los Angeles im KLM Codeshare buchen. Auch hier wieder nur mit Handgepäck.

Aber auch andere Ziele in den USA kann man extrem günstig mit den Handgepäcktarifen von Delta und American Airlines buchen.

  • Boston ab 232 Euro
  • New York ab 284 Euro
  • Miami ab 268 Euro
  • Chicago ab 298 Euro

Supergünsteige Economy Class Angebote in die USA | Wie verdienen Airlines hier noch Geld?

Bei diesen Angeboten handelt es sich nicht um Error Fares, sondern um echte Angebote, die von den Airlines so gewollt sind. Bei unter 300 Euro für den Hin- und Rückflug stellt man sich natürlich zurecht die Fragen, wie verdienen Airlines hier noch Geld?

Die Antwort ist hier, dass sie hiermit überhaupt kein Geld verdienen. Vermutlich ist es sogar ein Zuschussgeschäft. Lufthansa, American Airlines und Co. bieten diese günstigen Preise als Antwort auf die Billigflieger wie Norwegian und Level an, welche aktuell den Markt über dem Nordatlantik durchrütteln.

Natürlich machen sich die Airlines hiermit auch gegenseitig Konkurrenz und es ist sicher kein Zufall, dass man ab den Hubs der Konkurrenz die günstigsten Preise anbietet. So möchte man hier bei Flugsuchen schlicht und ergreifend als günstigste Airline gelistet werden.

Wie auch Billigflieger, will und muss eine Airline bei diesen Tarifen mit zusätzlichen Gebühren Geld verdienen. So sind die goßen Airlines allerdings ein wenig im Nachteil und können z.B. nicht mit Speisen und Getränken an Bord Umsatz machen, da diese weiterhin kostenlos sind. Allerdings müssen Passagiere, welche einen Koffer aufgeben wollen, teilweise recht tief in die Tasche greifen. Bis zu 100 Euro pro Richtung fallen für einen Koffer an. Daher lohnt es sich oft gleich einen Tarif mit Gepäck zu buchen. Bei dem Lufthansa Angeboten ab Paris kosten diese etwa 80 Euro Aufpreis, was immer noch ein fantastisches Angebot ist.

Übrigens, ab dem Star Alliance Gold Status kann man bei Lufthansa aktuell auch in den Light Tarifen auf Langstrecken einen kostenlosen Koffer mitnehmen.

Früher war das ein Error Fare | Frankfurtflyer Kommentar

Der Preisverfall in der Economy Class auf der Langstrecke ist extrem beeindruckend. Man kann inzwischen günstiger Langstreckenflüge buchen, als je zuvor. Dabei rufen die Airlines ganz regulär Preise für ihre neuen Handgepäcktarife auf der Langstrecke auf, welche man vor nicht all zu langer Zeit als Error Fare deklariert hätte.

Wer also gerade an einen USA Urlaub denkt, es kann günstiger sein, als ein Trip durch Europa! Zusätzlich fliegt man mit diesen Angeboten bequem mit einer Airline wie Lufthansa, inkl. kostenlosen In Flight Entertainment und Verpflegung, sowie Statusvorteilen und Meilengutschrift.

5 Kommentare

  1. Gleichzeitig finde ich aber interessant, welche Flugpreise die Star Alliance zur Zeit für Premium Eco in die USA aufruft. Im Februar für über 1.600 Euro nach Miami. BA und AA fliegen für ca 800

  2. Ist sicher Glaskugel-verdächtig, aber denkst du, dass *A auch auf den Zug direkt ex FRA aufspringen wird?

  3. Ist nicht nur ex FRA auch LHR ist One World billiger.
    Und die Auslastung ist mies. Die Asien Strecken bei vernünftigem Preis gut gebucht

  4. Kann ich so nicht sagen, aber ich denke eigentlich nicht. Ab Frankfurt kann man mit den vielen Direktflügen meist höhere Preise durchsetzen.

  5. Deine Analyse vor dem Kommentar finde ich interessant, dass das eine Mischkalkulation ist und eine Fluglinie nicht auf jeder Route Geld verdienen muss.

    Sicher trägt auch dazu bei, dass die USA wegen Trump ein wenig als Reiseland schwächeln. Man macht den Touris gute Y-Angebote. Die Geschäftsleute hingegen fliegen ohnehin C, da wird dann abgeschöpft.

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