Lufthansa gibt Strecke nach Jeddah auf

Aktuell fliegt Lufthansa 6x wöchentlich aus Frankfurt die Hafenstadt Jeddah in Saudi-Arabien an. Doch anscheinend lohnt sich dieser Flug nicht mehr, denn die Route wird bereits im kommenden Winterflugplan eingestellt. Noch vor wenigen Jahren wurde diese Destination sogar parallel von München bedient, der Markt hat sich wohl aber drastisch verändert. Lufthansa hat auch zeitweise diverse andere Destinationen, wie zum Beispiel Riad oder Addis Abeba mit Jeddah kombiniert, doch der Erfolg blieb auf lange Sicht aus. Die Verbindung nach München existiert schon länger nicht mehr.

Dabei gab es erst noch vor einem Jahr eine Erfolgsmeldung diese Strecke betreffend. Damals wurde Jeddah mit einem Weiterflug in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba durchgeführt. Aufgrund erhöhter Nachfrage wurde dieser Dreiecksflug getrennt und beide Destinationen werden bis heute jeweils direkt angeflogen.

Am 12. Januar 2020 findet dann der letzte Flug nach Jeddah statt, bis dahin bleiben Frequenz und Abflugzeit mit einem Airbus A330 erhalten. Die anderen beiden Ziele Riad und Dammam in Saudi-Arabien bleiben im Flugplan und werden weiterhin täglich angesteuert. Auch diese werden quasi im Dreieck bedient, so ist aktuell Riad mit Bahrain und Dammam mit Kuwait kombiniert.

Foto: gulfnews.com

Die Star Alliance ist am King Abdulaziz International Airport schon jetzt nur dürftig vertreten. Nach dem Rückzug von Lufthansa bleiben lediglich Turkish Airlines, Ethiopian und die Egypt Air, die regelmässig zu sehen sind.

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Es gab Zeiten, da wurde Jeddah bei Lufthansa trotz niedriger Auslastung als Cash-Cow bezeichnet. Doch der Markt in der Branche ändert sich bekanntlich schnell. Neben dem Direktflug mit Saudia bleiben künftig diverse Umsteigeverbindungen für Passagiere aus Deutschland erhalten.

Die Ursache für die Aufgabe von Jeddah kann sehr vielschichtig sein. Eine schlechte Auslastung bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Strecke unwirtschaftlich ist. Es können auch Faktoren wie ungünstige Abflugzeiten oder zu lange Transitzeiten für Umsteiger in Frankfurt sein. Womöglich kann der Airbus künftig auf anderen Strecken auch lukrativer eingesetzt werden.

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