Lufthansa muss 13 Langstreckenjets wegen des Coronavirus abstellen

Lufthansa B 747-400 Star Alliance Bemalung Foto: Ingrid Friedl Lufthansa: 07.2008 0807_ABTH_01

Der Coronavirus trifft nicht nur Airlines in Asien hart, sondern die gesamte Luftfahrtindustrie, denn fast alle Airlines der Welt haben die Flüge nach Festland China bis auf weiteres eingestellt und auch andere Ziele in Asien sind bei weitem nicht mehr so gut gebucht, wie noch vor wenigen Wochen.

Lufthansa hat die folgen des Coronavirus auf die Lufthansa Gruppe gegenüber Reuters in Zahlen gefasst, denn auch die Lufthansa Gruppe hat an den Folgen der diversen Flugstreichungen zu knabbern. Die gestrichenen Füge von Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines nach China entsprechen einer Kapazität von 13 Langstreckenjets, welche Lufthansa abstellen könnte.

Insgesamt betreibt die Lufthansa Gruppe 136 Langstreckenflugzeuge. 93 Flugzeuge fliegen für Lufthansa, Swiss hat 29 Langstreckenjets in der Flotte und Austrian Airlines noch einmal 12 Großraumflugzeuge. 13 Flugzeuge stellen damit 10% der Langstreckenflotte der nach Asien fliegenden Airlines der Lufthansa Gruppe dar.

Entsprechend warnt Lufthansa auch vor den wirtschaftliche Folgen des Coronavirus für Lufthansa, denn die Airline rechnet mit einem deutlichen Gewinnrückgang für das erste Quartal 2020. So hat der Lufthansa Konkurrent Air France- KLM schon ausgerechnet, dass der Corona Virus etwa 200 Millionen Euro an Kosten verursacht hat.

Lufthansa lagert die Flugzeuge nicht ein

Die 13 wegen dem Coronavirus abgestellten Flugzeuge bei Lufthansa sollte man eher als „virtuell“ geparkt ansehen, denn Lufthansa hat nicht einfach 13 Flugzeuge eingemottet und abgestellt, sondern man lastet einfach die komplette Flotte schlechter aus.

So werden die Bodenzeiten der Flugzeuge teilweise verlängert und auch nötige Wartungen werden nach Möglichkeit vorgezogen, damit man die Flugzeuge, sobald man sie wieder braucht, möglichst effektiv und umfänglich wieder einsetzen kann.

Neben den Überkapazitäten der Flugzeuge, welche nun keine Strecken haben auf denen sie fliegen können, hat man auch das Problem, dass man zu viel Personal hat, was entsprechend auch Geld kostet.

Lufthansa muss 13 Langstreckenjets wegen dem Coronavirus abstellen | Frankfurtflyer Kommentar

Dass der Coronavirus die Airlines trifft, dürfte wohl niemanden überraschen, wenn man das Ganze in Zahlen ausdrückt, wird einem erst die Dimension bewusst, denn dass 10% der Langstreckenflotte am Boden bleiben, ist durchaus beeindruckend.

Was man aber immer bedenken sollte ist, dass der größte Motivation der Airlines nicht mehr nach China zu fliegen ist, dass man die Flugzeuge noch nicht einmal im Ansatz gut auslasten könnte und entsprechend mit jedem Flug Geld verdienen würde, ganz zu schweigen von den Herausforderungen in der Unterbringung der Crews, etc.

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