Lufthansa und wie man den „kleinen HON“ glücklich macht

Man beschwert sich viel häufiger, wenn etwas nicht so läuft wie es soll, als dass man sich einfach mal bedankt, wenn etwas gut läuft. Ich höre oder lese immer wieder Geschichten, was alles schief gelaufen ist, bei dem letzten Flug und wie schlimm es doch war. Sicherlich, es läuft nicht immer alles nach Plan, aber es gibt auch die Mitarbeiter, die die sprichwörtliche „extra mile“ gehen um den Passagier zu unterstützen.

Auch wenn mir klar ist, das ich als HON besondere Privilegien bei Lufthansa genieße, so sind es die nicht festgeschriebenen Dinge, welche mich begeistern! So haben sich vor kurzem mehrere Mittarbeiter aus dem First Class Terminal darum gekümmert, dass ich meinen Anschluss auf einen United Airlines Flug noch bekomme, welchen ich schon in weiter Ferne sah.

Daher möchte ich diesen Beitrag einmal dazu nutzen, um einfach danke zu sagen und auch um aufzuzeigen, was für einen weltklasse Service Lufthansa ihren Kunden bietet.

Lufthansa und wie man den „kleinen HON“ glücklich macht | Die ganze Geschichte

Die Rahmenbedingungen sind schnell erzählt. Ich bin mit einem innerdeutschen Lufthansa Flug nach Frankfurt geflogen um von dort mit United weiter in die USA zu reisen. Meine ursprüngliche Umsteigezeit war mit über 1.5 Stunden auch absolut ausreichend und ich freute mich eigentlich schon auf angenehme 45 Minuten in der Lufthansa First Class Lounge A zwischen den Flügen.

Es kam aber wie es kommen musste. Mein Flug nach Frankfurt hatte fast eine Stunde Verspätung und noch dazu sind gerade die neunen, verschärften Kontrollen für die USA in Kraft getreten. Bei der Landung in Frankfurt sah ich daher meinen United Flug schon in weiter Ferne. Wir erreichten das Gate erst 10 Minuten nach der Boardingzeit des Anschlussfluges und ich suchte bereits nach alternativen Verbindungen später an diesem Tag. Bei einem Anschluss auf einen Lufthansa Flug, kann Lufthansa den Passagieren mit solch engen Anschlüssen einen „Ramp Transfer“ anbieten, bei welchem die Passagiere von einem Flug zum nächsten gefahren werden. Bei einem Transfer von Lufthansa auf United (oder einer andere Airline) gibt es so etwas nicht.

Zu einem Anschluss außerhalb von Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines, kann Lufthansa keine Passagiere fahren. Auch keine HON Circle oder First Class Passagiere.

Beim Aussteigen teilte mir die Flugbegleiterin noch mit „Sie werden am Gate erwartet!“  Ich ging schon davon aus, dass man mich bereits umgebucht hatte und mir direkt meine neuen Flüge überreichen wollte. Stattdessen stand ein bekanntes Gesicht am Gate. Eine Personal Assistent (seit diesem Tag meine absolute Lufthansa Lieblings Mitarbeiterin 😉 ) stand bereit um mich zu meinem Anschlussflug zu begleiten. Zu Beginn sogar gleich mit einer Entschuldigung: „Wir müssen uns beeilen! Wir dürfen sie nicht zur United fahren und können den Flug auch nicht verspäten.“

Also sind wir zügig von A38 zu meinem Anschlussgate Z22 gelaufen. Meine PA brachte mich dabei an allen Schlangen bei der API Kontrolle und Passkontrolle vorbei und begleitete mich bis ans Gate und verabschiedete sich erst, als ich eingestiegen bin. Parallel hierzu telefonierte man noch mit einer Kollegin im First Class Terminal, welche mit United Kontakt hielt um mitzuteilen, dass wir auf dem Weg seinen und man darum bittet noch zu warten.

Bei der Ankunft am Gate war das Boarding schon quasi beendet.

Um meinen Anschluss sicherzustellen, haben im Grunde drei Lufthansa Mitarbeiter geholfen. Wenn man sich überlegt, was eine Arbeitsstunde kostet, war dies ein garnicht mal so günstiger Service (der mir nicht in Rechnung gestellt wird)

  • Meine PA aus dem FCT war vermutlich fast eine Stunde nur für mich unterwegs
  • Ein Fahrer hat meine PA aus dem FCT zu meinem Gate gefahren
  • Mindestens ein Kollege im FCT hat noch mit der United Kontakt gehalten

Ich war am Ende einfach sehr glücklich und dankbar, dass ich meinen Anschluss recht stressfrei und zuverlässig erreicht habe!

Lufthansa und wie man den „kleinen HON“ glücklich macht | Frankfurtflyer Kommentar

Was möchte ich eigentlich mit diesem Beitrag sagen? Zum einen zeigt dieser Service, welcher nirgends garantiert wird, sehr deutlich den riesigen Wert eines Vielfliegerstatus auf. Tolle Lounges oder gar Limousinen Transfers sind eine tolle Sache, aber es sind Momente und der Einsatz von Mitarbeitern, die für mich absolut mehr wert sind!

Und ganz wichtig: Denkt daran ab und an einmal Danke zu sagen! Man macht es einfach viel zu selten und das schließt mich sicherlich mit ein! Ein Lächeln und „Danke“ kann sehr viel bewirken und zeigt einfach Wertschätzung für die Arbeit der Airline Mitarbeiter.

Neben einem persönlichen Dankeschön direkt bei der Verabschiedung, habe ich auch noch einmal Lufthansa geschrieben und mich für diesen tollen Service der Mitarbeiter bedankt. Ich hoffe dies landet auch in der Personalakte der Mitarbeiter, denn das Hon Circle/ First Class Team hätte dies nicht tun müssen! „Man hatte einfach ein wenig Ruhe im FCT“, sodass man einen Kollegen vollständig für mich abstellen konnte. Mehr geht nicht!

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5 Kommentare

    • Da hast du recht Sven! In meine Fall haben die Damen den Service anbieten können, da es im FCT etwas ruhiger war und eine PA etwa 1 Stunde für mich abgestellt werden konnte. Sie hätte auch einfach einen Kaffee trinken können….. Verpflichtet sind sie zu so etwas nicht.

  1. Tja, mir erging es leider anders: Verspätung STR-FRA, in FRA alle Passagiere nach SEA, ATL und ORD abgefangen und an Fraport übergeben. Mit dem Bus zum Rapid Ausreiseschalter. Dann zu den Fliegern nach ORD und ATL, da wollte der Flieger nach SEA nicht mehr warten – statt dass sie in der Abflugreihenfolge gefahren werden.
    Also direkt zum Transferschalter, wo dann mal noch ein C Schalter aufmacht. Via DEN schien mir sinnvoll. Falsch. Maschine springt nicht an, Ersatzcrew lässt auf sich warten, in DEN geht´s nicht weiter.

    24h später bin ich dann am Ziel. Das sit dann wohl der Unterschied, ob sich LH oder Fraport um die Weiterleitung kümmert.

    Der kleine SEN war unglücklich 🙂

    (Was sagen da eigentlich die Fluggastrechte wenn sich die Airline um Übernachtung und Weiterkommen erfolgreich bemüht?)

    • Hallo Pete,

      Auch wenn Mittarbeiter von Fraport sich um deinen Transfer gekümmert haben, war das im Auftrag oder unter Regie von Lufthansa. Die sind nämlich grundsätzlich für dich verantwortlich.

      Was bei dir genau schief gelaufen ist, kann ich nicht sagen, allerdings hat man sich offenkundig wenigstens bemüht die Passagiere noch zu ihrem Anschluss zu bringen. In deinem Fall leider erfolglos :(. Ich muss zugeben, dass sich Lufthansa in meinem Fall besonders viel Mühe gegeben hat, hier haben bis zu 3 Personen gleichzeitig sich nur um mich gekümmert, ja das ist ein Bonbon für HONs und bei SENs ist fehlt dann schon ein teil dieses Service. Das ist Leider so.

      Übrigens: Abhängig vom Verspätungsgrund, hast du Anrecht auf 600 Euro Entschädigung. Da der Flieger nach DEN dann einen Defekt hatte, hast du vermutlich Anspruch.

      LG

      Christoph

  2. Nun, es ist ganz klar, was schief gelaufen ist: die Piloten wussten bescheid, statt die Flieger in der Abflugreihenfolge anzufahren kam jemand auf die Idee, in umgekehrter Reihenfolge anzufahren. Wenn dann der Flieger, der als erstes abfliegen will, als letzter angeflogen wird, fliegt der dann halt auch mal los, bevor der Bus noch die Passagiere abgeladen hat. Ich vermute da die inkompetent wirkenden jungen Fraport Mitarbeiterinnen, nicht eine LH Anweisung, aber wer weiss das schon…

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