Marriott Bonvoy vor großen Veränderungen | Prämientabelle wird abgeschafft

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Marriott Bonvoy gehört zu einem der lukrativsten Bonusprogrammen bei Hotels. Für die Zukunft wurden große Veränderungen angekündigt, die Punktetabelle für Prämienübernachtungen soll sukzessive abgeschafft werden. Die Preise für mit Punkten bezahlte Freinächte werden ab dem kommenden Jahr variabel.

Erste Hotels stellen ab März 2022 um

Bei den Treueprogrammen zeichnet sich schon länger der Trend ab, variabel vorzugehen. Hilton setzt dies teilweise schon um, für Premium-Zimmer orientiert sich der Punktewert tagesaktuell an der entsprechenden Bar-Rate. Dahin möchte auch Marriott und will daher die Prämienpreise ab 2022 dynamisch gestalten.

Ab März kommenden Jahres wird der Prämienchart mit festgelegten Raten stufenweise abgeschafft. Dann können die Hotels ihre Prämienpreise täglich neu anpassen. Bei Bonvoy gibt es acht Kategorien in die die Hotels eingeteilt sind. Ist ein Standardzimmer frei, ist der entsprechende Punktepreis zu entrichten. Seit geraumer Zeit variieren die Preise bereits, da die einzelnen Kategorien zusätzlich in Haupt- und Nebenreisezeiten eingeteilt sind.

Damit gibt es schon 24 Stufen, die Preise für eine Prämiennacht schwanken zwischen 5.000 und 100.000 Punkte. Die Vermutung, dass künftig die Punktepreise noch stärker schwanken werden, liegt nahe.

Während der Pandemie zeigte sich die Hotelgruppe zwar entgegenkommend, die Aussichten im Bezug auf die Wertigkeit der Punkte ist jedoch getrübt. Zunächst sollen zwar nur einige wenige Hotels auf das variable System umstellen, laut dem Portal „The Points Guy“ bleiben im Jahr 2022 noch 97% der Häuser bei der aktuellen Tabelle.

Trotzdem wird der Tag kommen, an dem die Punktewerte für eine Prämiennacht unberechenbar sein werden und täglich schwanken können. Bisher war genau dies der große Vorteil, die gesammelten Punkte konnten für hochpreisige Hotelmarken oder an teuren Terminen eingelöst werden. Einige Marken und Hotels an beliebten Reisezielen sind immer besonders lukrativ wenn es um Einlösungen geht.

Bei Marriott sind das beispielsweise Labels wie Ritz Carlton, St. Regis oder JW. Häuser auf den Malediven, Hawaii oder manchen Metropolen sind quasi immer teuer. Auch einige Fluggesellschaften gehen bereits diesen Weg und verlangen schwankende Meilenpreise für Freiflüge.

Einige kleine Vorteile könnte eine solche Umstellung dennoch mit sich bringen. Manche Hotels blockieren bei großen Events wie z.B. Messen komplett die Verfügbarkeit von Prämiennächten. Wenn die betroffenen Häuser den Punktewert selbstständig erhöhen können, könnte es für diese ein Anreiz sein, mehr Zimmer für Prämieneinlösungen freizugeben.

Marriott Bonvoy vor großen Veränderungen | Frankfurtflyer Kommentar

Bis März 2022 bleibt zwar alles beim Alten, danach sollen zunächst nur 3% der Hotels auf das neue System umstellen. Das klingt zwar nicht gerade nach viel, bei etwa 7.000 Hotels sind es aber immerhin über 200 Häuser, die dann völlig frei von Award-Charts sein werden. Es ist naheliegend, dass es sich dabei um beliebte Hotels an attraktiven Standorten handeln wird.

Eine Richtlinie zum Abschätzen der künftigen Preisspanne wurde noch nicht bekannt. Wir werden also noch abwarten müssen bis wir die Neuerung abschließend bewerten können. Die Hotels müssen nach der Umstellungen auch Erfahrungswerte sammeln, wenn niemand mehr Punkte einlösen möchte oder kann, bleiben Zimmer leer und es gibt Verlierer auf beiden Seiten.

 

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