Review: Miles&More Meilen Run Über 28.000 Statusmeilen für rund 1600 Euro

Du bist auf der Suche nach einem Miles&More Meilen Run, hast aber keine Zeit für einen Langstreckenflug mit Aufenthalt? Oder du suchst etwas, wofür man kein Partner-Special buchen muss? Dann bist du hier genau richtig!

Zugegeben, das Folgende es ist nur etwas für echte Liebhaber des Fliegens und insgesamt auch etwas anstrengend – aber dennoch sehr lohnend, was die Meilenausbeute betrifft.

Aber von vorne: Schon seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Meilensammeln (speziell bei Miles and More). Aber ich hatte nie das Verlangen, mir einen Status zu erfliegen, sondern sammelte lediglich Prämienmeilen und schützte diese mit der Kreditkarte von Miles and More. Meinen letzten Urlaub habe ich dann allerdings so gebucht, dass dabei am Ende der Frequent Traveller für mich stand. Cool, dachte ich mir, aber was nun? Der Status bringt nicht besonders viel, wenn man mit dem Partner reist. Nun.., im September steht noch ein Urlaub an, der erneut viele Statusmeilen bringt. Warum also nicht gleich den Senator anhängen und dafür dem liebsten Hobby – dem Fliegen – noch etwas frönen?

Das erklärt eigentlich auch schon im Groben, warum ich so früh im Jahr einen Miles&More Meilen Run machen wollte.

Also machte ich mich an die Recherche, wie am effektivsten, am günstigsten und ohne lange Aufenthalte haben zu müssen. Es ist erstaunlich, wie viele Foren, Blogs und sonstige Webseiten es zu genau diesem Thema gibt. Mir wurde dann auch sehr schnell klar, dass man mit Kurzstrecken innerhalb Europas sehr effektiv Meilen sammeln kann. Es galt also, die gefundenen Runs preislich zu prüfen und zu schauen, ob man da vielleicht sogar etwas kombinieren kann. Und tatsächlich konnte ich drei Runs so kombinieren, dass daraus einer wurde. Nun musste ich nur noch den besten Zeitpunkt dafür finden – sowohl preislich als auch so, dass es in meine freien Tage von der Arbeit passt. Nach einigen Wochen hatte ich die perfekte Lösung für mich gefunden.

Miles&More Meilen Run: Über 28.000 Statusmeilen für rund 1600 Euro | Der Buchungsprozess

Nun ging es an die Buchungen. Alle Flüge sollten zusammen passen. Auch wenn sich innerhalb der Strecke das gebuchte Ticket wechselt, sollte immer genug Puffer vorhanden sein – Stichwort verpasster Anschlussflug. Alle Flüge in der Business Class und die meisten davon im Business Saver Tarif, der bei LH und LX in die Buchungsklasse D bucht. Diese wiederum bringt auf jedem internationalen Segment 2000 (+500 Executive Bonus) Statusmeilen ein. Aber nun endlich die abzufliegende Strecke bzw. Tickets:

Ticket 1 (gebucht bei LX): DUS-ZRH-MXP-ZRH-DUS

Ticket 2 (gebucht bei LH): MXP-MUC-HAM-FRA-MXP

Ticket 3 (gebucht bei LH): HAM-MUC-FRA-PRG-FRA-MUC-HAM (hier bei der Buchung nicht explizit über FRA buchen sondern einfach in den Multisegmenten von MUC nach PRG das Segment über FRA auswählen)

Wer nun aufmerksam mitgezählt hat, wird erkannt haben, dass das 14 Flüge sind. Diese sind so in drei Tagen ohne Probleme zu schaffen. Im Folgenden eine kleine tabellarische Übersicht der exakten Flüge bzw. der Route.

Es lassen sich übrigens noch einige Meilen mehr holen. Ich konnte beim zweiten Ticket keine Buchungsklasse D finden bzw. buchen, also blieb mir nur Z übrig. Der erste Flug des Trips, LX4401 wurde von Eurowings durchgeführt, was mich aber nicht wirklich störte – im Gegenteil, ich war positiv überrascht von diesem Erlebnis.

Miles&More Meilen Run: Über 28.000 Statusmeilen für rund 1600 Euro | Die Kosten

Kommen wir nun zum Preis der Tour bzw. dieses Trips.

Die Flüge mit LX gab es für rund 485 Euro in Buchungsklasse D.

Die Anschlüsse bzw. Zubringer vom LH in Buchungsklasse Z gab es für rund 430 Euro.

Und zu guter Letzt den mittleren Tag mit sechs Flügen in D mit LH – diesen gab es für rund 685 Euro.

Diese Preise können bekanntlich von Tag zu Tag sehr variieren und sind nicht in Stein gemeißelt. Aber sollte jemand diesen Trip auch machen wollen, muss man sich halt etwas Zeit nehmen und die Preise prüfen.

Miles&More Meilen Run: Über 28.000 Statusmeilen für rund 1600 Euro | Fazit

  • Es ist sicher bequemer, mit den aktuellen Angeboten von LH und LX, für denselben Preis in der Business Class nach LAX zu düsen. Aber die Ausbeute in der Buchungsklasse P ist halt nicht mal die Hälfte davon.
  • Ich brauchte in diesen drei Tagen keinen Cent für Essen. Wer auf jedem Flug gefüttert wird und zwischen den Flügen in die Lounge geht, ist irgendwann ziemlich satt.

Vielen Dank an unseren Leser Raffael, der diesen coolen Trip gemacht und uns den Beitrag zugeschickt hat.

Raffael (gerade noch 37 Jahre jung) fliegt nicht nur viel ab Frankfurt. Der Flughafen ist auch sein Arbeitgeber. Das hilft ihm seine Leidenschaft und Beruf zu vereinen – was gibt es schöneres? Seine Frau sagt immer: „Andere sammeln Briefmarken und du gehst fliegen oder spotten.“ Auf Instagram könnt Ihr Raffael unter rdgFRA folgen.

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4 Kommentare

  1. Eine Frage:
    Gab der erste Flug, durchgeführt von Eurowings im Codeshare mit Swiss wirklich die erwarteten 2500 Meilen (inkl. Executive Bonus)?

  2. @Peter
    Ja, zu diesem Zeitpunkt gab es die erwarteten 2500 Statusmeilen.
    Vor ein paar Tagen habe ich jedoch entdeckt, dass EW die Meilenwerte aufgrund der Neueinführung der BIZclass-Tarife, abgewertet hat. Das trifft vor allem die bisher so gut run-tauglichen Langstrecken im BEST-Tarif. Siehe Übersicht von EW https://www.eurowings.com/de/ihre-vorteile/miles-and-more/so-funktionierts.html
    Nächste Woche habe ich wieder einen Codeshare mit EW, dann kann ich dir sagen, ob das noch so ist oder auch abgewertet wurde.

  3. @Peter
    Habe nun die Bestätigung diesbezüglich. Wenn man den Flug über Swiss in D bucht, wird man bei EW in J gebucht. Das heißt: 2500 Status- UND Prämienmeilen (inkl. Bonus) werde gutgeschrieben. 🙂

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