Miles&More Kreditkarte Gold oder AMEX Gold Karte? Welches ist die bessere Meilenkreditkarte?

In Deutschland gibt es mit der Miles&More Kreditkarte und den American Express Kreditkarten zwei „Haupt- Meilenkreditkarten“. Die Frage die ich sehr oft höre ist allerdings: „Welches ist die bessere Meilenkreditkarte, die Miles&More Kreditkarte Gold oder die AMEX Gold, bzw. Platinum Karte?“. Auch wenn es hierauf keine eindeutige und allgemein gültige Antwort gibt, möchte ich in diesem Guide die beiden Karten miteinander vergleichen und auch eine Empfehlung abgeben.

Die aktuellen Angebote

Aktuell gibt es besonders für die Miles&More Kreditkarte Gold ein sehr interessantes Angebot für Neukunden. Hier erhaltet Ihr noch bis zum 30. August 15.000 Prämienmeilen statt 4.000 Prämienmeilen zur Begrüßung, nur wenn Ihr die Karte erfolgreich beantragt.

Die American Express Gold Kreditkarte kommt aktuell mit 15.000 Membership Rewards Punkten (nach 1.000 Euro Umsatz in den ersten 3 Monaten), was 12.000 Meilen in vielen Vielfligerprogrammen entspricht und die American Express Platinum Karte kommt mit 30.000 Membership Rewards Punkten (nach 2.000 Euro Umsatz in den ersten 3 Monaten), was 24.000 Meilen bei vielen Programmen entspricht.

Dabei kostet die Miles&More Kreditkarte Gold 9,16 Euro pro Monat (109 Euro pro Jahr), die American Express Gold Karte ist in den ersten 3 Monaten kostenlos und kostet danach 11,66 Euro pro Monat (140 Euro pro Jahr), wobei ab etwa 10.000 Euro Umsatz pro Jahr die Jahresgebühr auf Anfrage erlassen wird.

Die American Express Platinum Karte besitzt eine Jahresgebühr von 660 Euro, bietet hierbei allerdings auch extrem viele Leistungen, wie 200 Euro Reiseguthaben, Loungezugang zu 1.400 Lounges, Status bei vielen Hotelketten und einiges mehr. Damit ist sie zwar eine extrem gute Reisekreditkarte, aber ich möchte sie aufgrund des deutlich höheren Preises aus diesem Vergleich einmal außen vor lassen.

Wenn man die Angebote für die Miles&More Kreditkarte Gold mit der American Express Gold Karte vergleicht, liegt hier die American Express Gold Karte leicht vorne, da sie in den ersten 3 Monaten kostenlos ist und man die Jahresgebühr bei ausreichend Umsatz streichen lassen kann. Damit sind die Meilen somit auch in vielen Fällen kostenlos sind!

Sieger: American Express Gold Karte 

Meilen sammeln

Mit der Miles&More Kreditkarte sammelt Ihr 1 Meile je 2 Euro Umsatz in der privaten Version und 1 Meile je Euro Umsatz in der Business Version für Selbstständige.

Bei der American Express Gold Karte sammelt man normalerweise 1 Membership Rewards Punkt pro Euro Umsatz und wenn man den Punkte Turbo aktiviert, sind es sogar 1,5 Membership Rewards Punkte je Euro Umsatz, was effektiv 1,2 Meilen je Euro Umsatz sind. Zwischen privater oder Business Karte wird hier nicht unterschieden.

Sieger: American Express Gold Karte

Versicherungen

Sowohl die Lufthansa Miles&More Kreditkarte Gold, als auch die American Express Gold Karte bieten beide Reiseversicherungen an. Dabei greifen die Versicherungen bei beiden Karten nur, wenn die Reise auch mit der Karte bezahlt wurde.

Die wichtigsten Versicherungen sind hier die Auslandskrankenversicherung oder auch die Reiserücktrittsversicherungen.

Die Miles&More Gold Karte verfügt allerdings zusätzlich über eine Mietwagen- Kasko- Versicherung, welche der Versicherung der American Express Gold Karte überlegen ist. Die Mietwagenversicherung der Miles&More Kreditkarte ist nicht nur umfangreicher, sie greift auch, wenn „nur“ der Mietwagen mit der Miles&More Kreditkarte bezahlt wird. Bei der American Express Karte muss der Mietwagen Bestanteil einer Reise sein und gilt nur in Europa.

Sieger: Miles&More Kreditkarte Gold

Zusatzleistungen

Neben den Punkten und den Versicherungen bietet die American Express Gold Karte keine weiteren Vorteile, was auch in Ordnung ist.

Die Miles&More Kreditkarte hingegen bietet noch einige Leistungen neben den Versicherungen und dem Meilensammeln.

So sind Miles&More Prämienmeilen dank der Karte vor dem Verfall geschützt und verfallen nicht nach 36 Monaten.

Zusätzlich erhält man noch Folgendes als Willkommensgeschenk:

  • 15% Rabattgutschein für den Lufthansa WorldShop
  • Eine kostenlose Wochenendanmietung bei Avis
  • 1 Jahr Avis Preferred Plus Status, bis zu 30% Rabatt

Sieger: Miles&More Kreditkarte Gold

Miles&More Kreditkarte Gold oder AMEX Gold Karte? Welches ist die bessere Meilenkreditkarte?

Es ist schwierig eine eindeutige Empfehlung auszusprechen, außer zu sagen: „Am besten hat man beide Karten!“ Ich selbst halte es genau so und besitze sowohl eine Miles&More Kreditkarte und eine American Express Karte, da beide Karten eigene Vorteile bieten und für mich Sinn ergeben.

Wenn man noch keine der beiden Karten besitzt, würde ich aktuell die Miles&More Kreditkarte Gold empfehlen. Zum einen sammelt Ihr hier mit 15.000 Prämienmeilen eine erhöhte Prämie, welche es nur noch kurze Zeit gibt und zum anderen ist es in Deutschland sehr einfach einen große Menge von Miles&More Meilen zu sammeln, ohne zu fliegen, so dass man hier schneller zu einem Prämienflug in der First oder Business Class kommt.

Auf der anderen Seite sammelt man mit einer American Express Kreditkarte mehr Meilen für Eure Ausgaben, welche auch zusätzlich sehr flexibel sind, so dass Ihr hier einen größeren Mehrwert für Eure alltäglichen Ausgaben erhaltet. Allerdings kann man Membership Rewards Punkte nur mit den American Express Kreditkarten sammeln und nicht über andere Partner, wie z.B. Zeitschriften.

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11 Kommentare

  1. Hallo Christoph,

    und wie würde der Unterschied bei der Amex Platinium ausfallen, wenn man ein mal die höhere Jahresgebühr aussen vor lässt? Insbesondere unter Berücksichtigung der Versicherungsleistungen… mir war neu, dass der Versicherungsschutz der Amex nur in Europa für den Mietwagen gilt.

    Beste Grüße
    Nico

    • Hallo Nico,

      Wenn man die Jahresgebühr bei der AMEX Platinum ganz außen vor lässt ist es natürlich die Überlegene Karte, da sie viel mehr Dinge bietet.

      Aber ich würde dennoch sagen, dass die M&M Kreditkarte hier als Ergänzung durchaus noch Sinn macht, da Miles&More in Deutschland das wichtigste Programm ist und bleibt.

      LG
      Christoph

    • Hallo Christoph,

      Da hast Du sehr wohl recht, daher habe ich auch beide. Aber für die Zukunft werde ich Mietwagen nur noch über die MM-Karte bezahlen, es sei denn es ist im Rahmen einer Reise.

      Danke für den Hinweis.

      Viele Grüße
      Nico

  2. Ich würde auch sagen, dass man beide Karten braucht. MR Punkte lassen sich leider nur über den Umweg Payback in M&M umwandeln. Da verliert man im Gegensatz zu den anderen Airlines recht viele Meilen. Die meisten anderen Airlines zu denen man von Amex umwandeln kann sind für deutsche Kunden allerdings nicht so attraktiv. Früher gab es noch AirBerlin…

    Attraktive Programme zur Umwandlung von MR Punkten sind BA/Iberia würde ich sagen.

    Und für die M&M Karte… Ich finde sie relativ teuer, wenn man betrachtet, was man damit durch Umsatz an Meilen bekommt. Für Privatpersonen leider nur 0,5 Meilen pro Euro. Aber AmEx ist nicht überall willkommen, so dass man sie defintiv nicht als einzige Karte nutzen kann.

    Kurzum, ich kann die Aussage des Autors nur unterstützen. AmEx plus eine weitere Karte ist Trumpf. Jedoch nutze ich momentan lieber die Hilton Visa. Ich sammle zwar nicht so viele Punkte, kann aber im Zweifel sehr flexibel umwandeln.

  3. Hat die Amex gold nicht noch den Vorteil eines verbilligten Priority Pass und eine Reisekomfort Versicherung?!

    Auch nicht zu vergessen die Miles und more Karte wird mit Vielflieger Status günstiger und der gestoppte Meilenverfall kann für Wenigreisende entscheidend sein.

    • Ja mit der AMEX Gold bekommt man den PP vergünstigt, wobei das nur 10% sind und wenn man den wirklich will, ist die AMEX Platin direkt der deutlich bessere Deal.

      Reiseversicherungen hat man auch mit der AMEX Gold, allerdings sind diese bei der LH Kreditkarte einen Tick freundlicher, insbesondere da hier eine Mietwagenversicherung dabei ist.

  4. Hmm…beide Karten zu haben, halte ich für nicht besonderes sinnvoll. Im Gegenteil – es sei denn, man ist wirklich Heavyuser. Mal abgesehen von den doppelten Gebühren, muss man sich spätestens beim Bezahlen für eine der Karten entscheiden. Damit ist die andere in dem Moment überflüssig. Ist ja auch der Sinn der Kundenbindung.
    Das Ergebnis sind im ungünstigen Fall fragmentierte Punktepools, bei denen man in keinem richtig Vorteile hat. Mit anderen Worten, die Karten kannibalisieren sich gegenseitig.

    Den Vorteil der Amex, flexibel die Punkte einzusetzen sehe ich absolut. Jedoch denke ich, dass das nur für Menschen interessant ist, die verdammt viel Umsatz mit der Karte machen.

    Ein ganz klarer Vorteil der MM Karte ist für mich, dass sie direkt Prämienmeilen UND Statusmeilen generiert (wenn man fliegt), die auch nicht verfallen. Amex nicht. Aber vielleicht hab ich das überlesen.
    Wenn man also – sagen wir mal – ein Meilenschnäppchen für 50k in der Business nach Boston will, muss man mit der Amex über den Daumen gepeilt (Punkte Boost und 4 zu 5 Umwandlung) 50k Euro umsetzen… sehe ich das richtig? Oder man schließt zig Abos ab, die man (seien wir mal ehrlich) nicht bracht. Da finde ich die Amex schlagartig gar nicht mehr so attraktiv. Aber vielleicht hab ich den Clou ja nicht erkannt.
    Mein Fazit ist, für Vielflieger, die nicht nur Star Alliance fliegen, ist es sehr interessant beide Karten zu haben. Leuten, die ihre Meilen sichern wollen und wissen, dass sie im Regelfall Star Alliance fliegen und sogar noch Frequent Traveller werden können, reicht die MM Karte.

    • Hey Philip,
      Statusmeilen bekommst du aber nur durch das fliegen. Die haben mit der Kreditkarte gar nichts zu tun.
      Bei der normalen Karte erhälst du für zwei Euro eine Meile. Da ist die AMEX sogar besser. Mit dem Punkteturbo erhälst du 1.5 Membership Rewards. Für zwei Euro also insgesamt drei „Punkte. Diese tauscht man dann in Miles&More um (über Payback) und dann sammelt man im Umkehrschluss für zwei Euro 1.5 Miles&More Meilen.
      Das mit der Lufthansa Kreditkarte Gold, die Ürämien nicht verfallen sit ein großer Vorteil.
      Was die Gebhren betrifft werden diese bei AMEX auch gerne mal erlassen, wenn man die Karte oft nutzt.

      Ich persönlich nutze zu 80% meine AMEX und die anderen 20% meine Lufthansa Karte.

      Natürlich muss jeder individuell enthscieden wie man dies umsetzen will.
      Persönlich nutze ich mehr als zwei Karten, aber dies ist dann vielleicht auch extrem. Bargeld habe ich nur in ganz seltenen Fällen im Geldbeutel.

      Tim

  5. Wie schnell sind eigentlich die Amex MR Punkte umgewandelt in (1.) via Payback zu Miles & More, und (2.) z.B. direkt zu Finnair Plus? Geht das jeweils ohne Bearbeitungszeit? Manchmal findet man ja ein tolles Meilenschnäppchen, will zuschlagen, aber dann muss man erst mal die Meilen transferieren – bis dahin ist evtl. das Angebot schon weg. Wie sind da Eure Erfahrungen, geht das in wenigen Minuten, Stunden, Tagen?

    • Hey Jonathan,
      Zu Payback und Miles&More sollte man mit 3-5 Werktagen rechnen (eigene Erfahrung). Bei Finnair muss ich passen. Zu British Airways warene s bei mir meist 2-3 tage.
      Tim

  6. Meiner Meinung nach ist die Amex Gold viel besser. Ausschlaggebend ist die Jahresgebühr. Ich zahle keinen Cent an Jahresgebühren an Amex. Bei der von M&M knapp 110€. Und der Umweg mit Revolut Meilen zu generieren rechtfertigt nicht die hohe Jahresgebühr. Wenn ich die Versicherungsleistungen benötige, so kann ich diese auch separat buchen. Bspw. bei der Mietwagenfirma. In einem Kommentar wurde bemängelt, dass man MR nur über Payback in M&M umwandeln kann und man dabei viele Meilen verliert. Stimmt so überhaupt. Verglichen mit M&M (auch ohne Turbo) hat man mit MR bei gleicher Akzeptanz eine höhere Ausbeute. Zudem gibt es Amex Offers, mit denen man im Alltag sparen kann, ohne das sein Kaufverhalten beeinflusst wird. Bspw. 3x 5€ Rabatt bei Aral oder auch Rabatte bei Real, Lidl, Penny und co.
    Entgegen deiner Aussage mit der vergünstigten PP muss ich dich korrigieren. Es sind 25% und nicht 10% Rabatt.
    Der Support bei M&M ist unterirdisch.
    Fazit: Die Akzeptanz in D wird immer größer für Amex, sodass es sich für diejenigen Lohnt, die die 10k € Schwelle erreichen.

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