München wird nächste Woche das Satellitenterminal wieder öffnen

Foto: Flughafen München GmbH

Das Verkehrsaufkommen am Flughafen München war monatelang dermaßen niedrig, dass der gesamte Betrieb in einem kleinen Teil des Airports stattfinden konnte. Das Terminal 1 war vorübergehend komplett geschlossen, wurde im Sommer 2020 zum Teil wieder genutzt um dann mit dem Lockdown im Herbst ein weiteres Mal den Betrieb einzustellen.

Das Terminal 2 zuvor ausschließlich für Lufthansa und deren Partner bestimmt, mit der Pandemie kamen alle Airlines dort unter. Der mit dem T2 verbundene Satellit diente als Erweiterung dessen und ist seit Beginn der Krise komplett geschlossen. Nach 20 Monaten Stillstand wird das moderne Gebäude ab kommenden Mittwoch wieder in Betrieb genommen.

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Möglich wird dies durch die stark angestiegene Nachfrage von Flügen nach Nordamerika, die Buchungen haben mit der Aufhebung des US-Travel Ban um etwa ein Drittel zugenommen. EU Bürger, die vollständig geimpft sind und einen negativen Test vorweisen können, können wieder in die Vereinigten Staaten einreisen. Für die reisefreudigen US-Bürger ist die Einreise in Europa schon länger möglich. Die Ticketkäufe für Routen von und nach Chicago sowie Newark liegen bereits über dem Niveau von vor der Pandemie 2019, weitere stark nachgefragte Ziele sind Los Angeles, Boston und New York (JFK).

Ferner soll am 1. Dezember der südlichen Bereich der Non-Schengen-Ebene wieder für die Abfertigung genutzt werden. Diese soll durch die Wiedereröffnung erheblich reibungsloser ablaufen, da die bei USA-Flügen vorgesehene Sonderkontrolle auf einer größeren Fläche stattfinden kann und fünf zusätzliche Gates für das Boarding zur Verfügung stehen.

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Für den Schritt wird auch das unterirdische Personentransportsystem wieder reaktiviert, welches mit dem das Terminal 2 und dem Satellitengebäude verbunden ist. Geschäfte und Lounges im Satellitengebäude sollen zu einem späteren Zeitpunkt wieder ans Netz gehen.

München wird nächste Woche das Satellitenterminal wieder öffnen | Frankfurtflyer Kommentar

Der Betrieb an dem Flughafen München ist wieder auf einem hohen Niveau, zu Stoßzeiten war an den G und H-Gates wieder mächtig viel Betrieb. Dies wird sich ab Dezember wieder etwas entzerren, man geht nun den letzten großen Schritt in Richtung Normalität und öffnet den Satelliten.

Die Fläche auf der sich Passagiere verteilen können ist durch das zusätzliche Gebäude gegeben, dessen Betrieb kostet allerdings Geld und Personal, welches sich noch zum Teil in Kurzarbeit befindet. Trotz der unterirdischen Bahnfahrt bietet ein Abflug bei den K und L-Gates mehr Komfort, Busfahrten zur Außenposition entfallen.

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1 Kommentar

  1. Das mit T1 war zeitweise falsch angekündigt. Im Frühjahr war T1 angeblich komplett geschlossen. Konnte man überall so lesen.

    Völlig geschlossen? Nun, fast …

    Irgendeine Gesellschaft, angesiedelt in T1 Modul E – also kurz hinter dem Ende des Flughafenuniversums – werkelte weiter. Corendon? Bin jetzt nicht ganz sicher.
    Aber wie auch immer, woher will dieser schreibende Naseweis das wissen?

    Nun, der Flughafen ist immer Lieblingsziel einer Enkelin. T1 war eine Weile der perfekte Abenteuerspielplatz. T1 war zwar nicht in Betrieb – mit der genannten Ausnahme – aber alle technischen Einrichtungen, hauptsächlich die Rolltreppen waren vollständig in Betrieb. Rolltreppe rauf, Fahrstuhl runter (oder umgekehrt). Renneinlage auf den Laufbändern.

    Bis eine nette Fluggästin des Weges kam und nach dem Weg zu Modul E fragte. Dummerweise stellte sich meine Auskunft „im Terminal 1 fliegt überhaupt nichts ab“ ein paar Rolltreppen und Laufbänder später als falsch heraus. 🙁
    Ich hoffe einmal, das Mädel hat ihren Flug trotzdem erreicht …

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