Nach Einreiseverbot für Deutsche: Lufthansa streicht Flugplan nach Südafrika drastisch zusammen

Foto: Lufthansa

Es ist gerade einmal zwei Wochen her, da hat Lufthansa als erste internationale Airline wieder Linienflüge nach Südafrika aufgenommen und ist mit einer Boeing 747-8 in Johannesburg gelandet. Die Buchungen für Südafrika waren gut bei der Lufthansa Gruppe und man hatte hier ein Ziel auf der Langstrecke, welches wieder etwas Hoffnung machte, weshalb man den Flugplan bei Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines nach Südafrika hochfahren wollte.

Durch die steigenden Corona Neuinfektionen, wurde diesen ambitionierten Plänen von Lufthansa nun ein Strich durch die Planung gemacht, denn seit 19. Oktober wird Deutschland und jeder der sich hier in den letzten zehn Tagen aufgehalten hat, als High Risk Country eingestuft und entsprechend sind keine Einreisen aus touristischen Gründen mehr möglich.

Geschäftsreisen sind zwar noch möglich, allerdings muss man sich diese vor der Abreise von Südafrika genehmigen lassen und einen Corona Test vor Abflug ablegen, bzw. in Südafrika eine Quarantäne absolvieren. Dies führt dazu, dass kaum noch Passagiere nach Südafrika reisen dürfen oder wollen. Daher haben sich Lufthansa und Swiss kurzfristig dazu entschlossen, den Flugplan nach Südafrika drastisch zusammen zu streichen und das Angebot zu reduzieren.

Statt wie geplant bald fünf Mal pro Woche von Frankfurt nach Johannesburg mit einer Boeing 747-8 zu fliegen, wird nun nur noch dreimal pro Woche mit dem deutlich kleineren Airbus A340-300 geflogen. Auch die Verbindung von Frankfurt nach Kapstadt wird von dreimal pro Woche auf zwei wöchentliche Flüge, ebenfalls mit einem Airbus A340-300 reduziert.

Noch drastischer ist die Anpassung bei Swiss, denn man hat die drei wöchentlichen Flüge mit einer Boeing 777-300er auf einen wöchentlichen Flug gekürzt.

Wie lange die Kürzung des Flugplanes nach Südafrika Bestand hat und auch ob die zusätzlichen Flüge nach Südafrika von Edelweiss, Austrian Airlines und Lufthansa nun überhaupt noch aufgenommen werden ist mehr als unklar und von der Entwicklung der Infektionszahlen, sowie der daraus resultierenden Einstufung von Deutschland und Europa durch Südafrika abhängig.

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Für Lufthansa ist das erneute Einreiseverbot für Deutsche in Südafrika eine Katastrophe. Man hatte viel Hoffnung für den Winter auf der Strecke nach Südafrika, welche nun vorerst wieder sehr gedämpft worden ist. Zwar kann sich die Situation sehr schnell auch wieder ändern, allerdings ist dies auch Teil des Problems.

Viele Passagiere werden genau wegen diesen schnellen und ständigen Änderungen vom Buchen einer Reise abgehalten. Dass sich die Einreisesituation nach Südafrika nicht als stabile erweist wird nicht dazu beitragen, dass Reisende wieder Vertrauen sammeln und aufbauen, was aktuell so wichtig wäre.

Die einzig gute Nachricht für Reisende welche sich bereits in Südafrika befinden ist, dass die Lufthansa Gruppe weiterhin nach Südafrika fliegt und daher die Rückflüge gesichert sind. Auch wenn an einem anderen Tag, werden alle Reisende auch wieder nach Hause kommen, ohne auf Rettungsflüge wie im April hoffen zu müssen.

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