Nach Eurowings Langstrecken Aus: Lufthansa hält an den Langstrecken ab Düsseldorf fest

Das Experiment mit Eurowings auf der Langstrecke wurde vor wenigen Tagen offiziell als gescheitert erklärt, als Lufthansa bekanntgegeben hat, dass Eurowings die Langstrecken in 2020 aufgeben wird und man hierfür eine neue Billig- Langstreckenairline in der Lufthansa Gruppe schaffen wird.

Seither stellten sich natürlich die Frage, wann und wie die neue Billig-Airline kommen wird und natürlich auch, wann die Eurowingslangstrecken eingestellt werden und ob man im Sommer 2020 überhaupt noch Langstrecken ab Düsseldorf hat, welche aktuell exklusiv von Eurowings bedient werden.

Jetzt hat Lufthansa mitgeteilt, dass man an den Langstrecken ab Düsseldorf festhalten und ab Sommer 2020 vier Langstreckenziele ab Düsseldorf anfliegen wird. Die Ziele ab Düsseldorf werden hierbei in Kooperation mit Eurowings angeflogen, was bedeutet, dass die Eurowings Airbus A330-300 in Lufthansa Kabinenstandard von Düsseldorf auf die Langstrecke gehen.

Hierbei verfügen die Airbus A330 ab Düsseldorf immer über eine vollwertige Business Class, welche der von Lufthansa entspricht und sich in ein vollkommen flaches Bett verstellen lässt. Daneben gibt es auch noch eine Premium Economy Class mit deutlich bequemeren Sitzen und eine normale Economy Class.

Aus der Mitteilung von Lufthansa geht nicht eindeutig hervor, ob die Flüge noch unter der Marke von Eurowings, unter der Marke von Lufthansa oder gar schon einer neuen Marke durchgeführt werden. Allerdings lassen sich die Flüge ab sofort über Lufthansa.com oder auch die Eurowings Webseite buchen.

Vieles deutet allerdings darauf hin, dass die Flüge als Lufthansa Flüge vermarktet werden und von den Eurowings (by Brussels Airlines) Flugzeugen durchgeführt werden.

Vier USA Ziele und ein Karibik Ziel ab Düsseldorf

Von Düsseldorf geht es im Sommer 2020 nach New York (Newark) sowie zum New Yorker JFK Airport. In Florida wird man nach Miami und Fort Myers fliegen, sowie in der Karibik nach Punta Cana.

  • Newark wird sechs mal die Woche angeflogen und in der Zeit vom 4. Mai 2020 bis zum 23. Oktober 2020 sogar täglich. Über den United Hub kann man eine Reihe von Anschlüssen mit United Airlines erreichen.
  • New York JFK ab dem 27. April dreimal pro Woche – montags, donnerstags und sonntags. In der Zeit zwischen dem 1. Juni und 13. September erhöht Lufthansa die Frequenz auf sechs Abflüge pro Woche – dann wird außer dienstags jeden Tag eine Verbindung nach JFK angeboten.
  • Miami fliegt Lufthansa dreimal pro Woche – jeweils mittwochs, freitags und samstags. In der Zeit vom 3. Juni bis zum 5. September ergänzt ein weiterer Flug am Sonntag das Angebot nach Miami.
  • Fort Myers bedient Lufthansa im Sommerflugplan 2020 dreimal wöchentlich – jeweils dienstags, donnerstags und samstags.
  • Punta Cana verbindet Lufthansa dreimal pro Woche – jeweils mittwochs, freitags und sonntags mit Düsseldorf.

Nach Eurowings Langstrecken aus: Lufthansa hält an den Langstrecken ab Düsseldorf fest | Frankfurtflyer Kommentar

Düsseldorf ist nach wie vor ein interessanter Standort für Lufthansa und hat durch sein großes Einzugsgebiet, trotz der Nähe zu Frankfurt, ausreichend Passagieraufkommen für eigene Langstrecken. Dass Lufthansa an den fünf Langstrecken festhalten will, zeigt dies sehr deutlich.

Spannend wird nun, wie genau die Strategie bei Lufthansa für die Langstrecken ab Düsseldorf wirklich aussehen soll. Viel deutet darauf hin, dass die Flüge als Lufthansa Flüge vermarktet werden. Dies hat Lufthansa vor Eurowings schon einmal gemacht, als man ab Düsseldorf eigene Langstrecken angeboten hat.

Zu Hochzeiten ist Lufthansa von Düsseldorf nach New York, Miami, Chicago und Toronto geflogen. Die Zukunft wird zeigen ob Lufthansa nun den mini Hub in Düsseldorf doch wieder belebt, was sehr unwahrscheinlich ist, oder ob man ab Ende 2020 von hier mit einer neuen Marke auf der Langstrecke fliegt.

2 Kommentare

  1. Egal wie oft das Langstreckenkonzept des Lufthansa-Konzerns in den letzten Jahren überarbeitet wurde, eins bleibt immer gleich: Düsseldorf ist immer der Knackpunkt, der nie so recht reinpasst. Da fehlt mir die klare Kante dazwischen, die eigene Langstrecke hier aufzugeben (hier mag man ja Partner wie CA oder UA einladen) oder halt einen echten Minihub mit in der Regel täglichen Routen außerhalb Leisure anzubieten, wozu dann auch eine (kleine) Station gehört – genau die LH-Stationen hat man übrigens erst letzten März endgültig geschlossen.

    Gefühlt jedes Konzept bringt für DUS eine halbherzige Wurschtellösung, weil weder zur Aufgabe des Marktes noch zum Ausbau der Präsenz die Konzern-Führung eine strategische Vorgabe machen kann oder will.

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