Ocean: Lufthansa gründet einen neuen Ferienflieger

Lufthansa muss sich neu aufstellen und man treibt nun den Umbau des Konzerns und auch die Sparmaßnahmen voran. Seit längerem wird schon darüber spekuliert, dass Lufthansa einen neunen Ferienflieger schaffen könnte und damit eine direkte Konkurrenz zu Condor und TuiFly schafft. Nun ist genau dies geschehen und Lufthansa hat die Ocean GmbH für genau diese Aufgabe gegründet.

Die Firma wurde für Flugbetrieb und damit verbundene Dienstleistungen eingetragen und auch wenn sich dies genau wie eine zweite Condor anhört, welche bis vor einigen Jahren eine Lufthansa Tochter war, soll die Ocean GmbH keine eigene Airline mit eigenem Marktauftritt werden. Zumindest vorerst sei dies nicht geplant.

Lufthansa sieht besondre im touristischen Markt eine deutlich schnellere Chance zur Erholung, weshalb man sich hierauf besonders während dem Wiederaufbau von Lufthansa nach der Coronakrise fokussieren will. Gerade bei den Geschäftsreisende fürchtet man eine deutlich langsamere Erholung, welche über drei Jahre andauern könnte.

Allerdings wollte Lufthansa schon vor der Krise in das touristische Geschäft einsteigen, hat dies allerdings nie wirklich effektiv geschafft. Dies lag unter anderem auch daran, dass man die touristischen Flüge auf diverse Marken und besonders Flugbetriebe ausgelagert hat. So sind Lufthansa selbst, aber auch Eurowings, Germanwings, SunExpress und Brussels Airlines alle touristische Flüge geflogen.

Ziel von Ocean sei es, dass man alle diese touristischen Flüge in einen Flugbetrieb bündelt um hier Kosten zu reduzieren. Personalvertreter befürchten allerdings, dass man hier versucht, geltende Tarifverträge auszuhebeln und mehr Flüge mit günstigeren Personal durchführen zu können.

Ocean: Lufthansa gründet einen neuen Ferienflieger | weiterhin viele Fragen offen

Spannend wird nun, wie genau Lufthansa diese Neugestaltung des Ferienfluggeschäftes ausgestalten wird. Besonders die Frage, unter welcher Marke man diese Flüge durchführen wird und wie das Produkt der Airline auf diesen Strecken aussehen wird bleibt spannend.

Wirklich denkbar ist der Flugbetrieb von Ocean vorerst eigentlich nur unter Lufthansa oder Eurowings. Gerade aufgrund der deutlich besseren öffentlichen Wahrnehmung von Lufthansa, würde sich diese Marke anbieten, allerdings wird dies vermutlich sehr große Schwierigkeiten mit den Gewerkschaften verursachen.

Ocean: Lufthansa gründet einen neuen Ferienflieger | Frankfurtflyer Kommentar

Wirklich überraschend ist es inzwischen nicht mehr, dass Lufthansa nun einen neuen Flugbetrieb geschaffen hat. Das touristische Lang- und Kurzstreckengeschäft hatte Lufthansa schon vor längerer Zeit für sich entdeckt und es stand immer fest, dass man hier investieren will.

Spannend wird nun tatsächlich, wie Lufthansa dies genau umsetzen wird. Sicher ist wohl, dass man das Ocean Projekt recht schnell vorantreibt, denn gerade in der aktuellen Phase könnte es ein sehr bedeutender Geschäftszweig sein.

Der voraussichtlich nächste Schritte wird sein, dass die Ocean GmbH einen AOC beantragt, um auch wirklich als Airline auftreten zu dürfen.

Quelle: Welt.de

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7 Kommentare

    • Nein, da nur die Piloten CityLine sind. Die Board-Crew ist normal LH aber durch Mini Business Class spart man da, ich meine 2 Flugbegleiter(?). Das AOC und Stückkosten sind trotzdem relativ hoch. Das wird einfach ganz dumm gesagt die neue SunExpress die wirklich mit geringen Stückkosten fliegt. Da ist das Personal dann in ganz niedrigen Lohngruppen angesiedelt.

      • Stichwort „Personalkosten“.
        Lieber Christoph, Robert oder unbekannter Insider.
        Zumindest aus meiner Sicht wäre es einmal interessant, wie sich die Kosten eines Fluges zusammensetzen. Klar, Personal, Treibstoff, Abschreibungen, Wartung, Flughafengebühren fallen mir spontan ein. Sicher Overhead für die Verwaltung, wobei schon einmal interessant wäre, wie der sich im Detail aufschlüsselt. Altersrückstellungen, Versicherungen, es gibt bestimmt noch sehr viel mehr.
        Und was wäre eigentlich ein realer Preis in Y, Y+, C und F sagen wir einmal auf der Strecke FRA-SFO, um gerade die Gewinnschwelle zu erreichen?
        Vermutlich wird das ein Traum bleiben, solche Zahlen zu erfahren, macht nix, ich vermute, ich träume nicht ganz allein.

        • Hallo Rainer,
          das kommt sehr stark darauf an, in welchem Kapitel des Handbuchs für Controller Du gerade liest. Da gäbe es unzählige Rechenwege…
          Außerdem kommt es – gerade wenn man solche Dinge wie Overhead mit einplant – sehr auf die Airline an.
          Wie dem auch sei – ich glaube nicht, dass wir die Zahl jemals erfahren werden. Genauso bin ich auch davon überzeugt, dass die Airlines diese Zahl selbst gar nicht so exakt bestimmen können. Eingrenzen ja, aber bestimmen wahrscheinlich nicht.
          Viele Grüße

          • Das mit den Kapiteln kann ich nur unterschreiben!
            Exakt bestimmen lassen sich weder Einnahmen, noch Ausgaben.
            Die Personalkosten sind da nur ein Bruchteil, es kommen aber noch Spesen, Unterbringung und Transport on Top.

            Gewisse Strecken „leiden“ unter horrenden Überfluggebühren, andere werden nur wegen der Slots gehalten oder machen nur Sinn weil sich Umsteiger darauf befinden.

            In jeden Fall ist die Liste an Ausgaben lang und die Höhe der einzelnen Punkte kann unterschiedlich angesehen und berechnet werden.

        • Und auch dann wäre die Frage, inwiefern die Mär der hohen Personalkosten wieder bei einer Umstrukturierung herhalten muss. Auf den Sitzplatz gerechnet, kann man schon humane Gehälter bezahlen und trotzdem würden die Flugpreise nicht astronomische Höhen erreichen.

  1. Zu allererst endlich mal die seit Monaten fälligen Ticket-Rückerstattungen an die „Noch“-Kunden erledigen !! Wäre das nicht wichtiger ? Eine „Ocean“ kann nachher immer noch gegründet werden — falls sich dann noch Geld in der Kasse befindet .

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