Qantas sagt bye bye zum Jumbo und malt ein Känguru in den Himmel

Foto: Qantas

Die Boeing 747 trägt nicht ohne Grund den Beinamen Queen of the Skies, denn kein anderes Flugzeug hat den globalen Flugverkehr so verändert und massentauglich gemacht, wie der Jumbo Jet. Schon seit Jahren ist klar, dass das ikonische Flugzeug nicht mehr ewig im Einsatz sein wird, denn es gibt inzwischen wirtschaftlichere Muster.

Die Coronavirus Pandemie und alle Folgen daraus, haben nun den Abschied von der Boeing 747 deutlich beschleunigt und bei vielen Airlines wird die Boeing 747 nie mehr im Liniendienst fliegen. Qantas wollte vor der Pandemie noch recht lange an der Boeing 747-400 festhalten, denn man hatte vergleichsweise junge Versionen in der Flotte. Nun hat man sich aber dazu entschieden, den Jumbo vorzeitig aus der Flotte zu nehmen.

Auch in Australien geht der Abschied von der Qantas Boeing 747 nicht ganz emotionslos an den Aviation Fans vorbei und Qantas hat sogar extra Abschiedsflüge verkauft. Passenderweise kostete hier ein Business Class Ticket 747 AUD, also umgerechnet 455 Euro.

Nun hat man den letzten in Australien verbleibenden Jumbo Jet von Qantas nach Los Angeles geflogen, wo er auf seinen Ruhestand vorbereitet wird und dann vermutlich in der Wüste von Arizona auf einem Flugzeugfriedhof zerlegt wird.

Qantas ließ es sich aber nicht nehmen, sich mit der Boeing 747 von Australien mit einer kleinen Geste zu verabschieden. So hat der Jumbo auf seinem letzten Flug aus Australien ein riesiges Känguru an den Himmel über der Küste von Australien gemalt, bevor man den langen Flug über den Pazifik durchgeführt hat.

Vor diesem gigantischen Känguru ist Qantas mit der Boeing 747-400er auch noch einige tiefe Überflüge über Sydney geflogen um sich der alten Heimat noch einmal zu präsentieren. Hierbei sind auch sehr spektakuläre Bilder entstanden.

Qantas sagt bye bye zum Jumbo und malt ein Känguru in den Himmel | Frankfurtflyer Kommentar

Qantas lässt sich gerne etwas Besonderes einfallen, wenn sie ein neues Flugzeug bekommen, aber offensichtlich auch, wenn sie Abschied von einer Ikone der Luftfahrt nehmen. Gerade für Qantas war die Boeing 747 über Jahrzehnte das wichtigste Flugzeug in der Flotte, denn erst mit diesem war man in der Situation, viele der besonderen Langstrecken durchzuführen.

So konnte man mit der Boeing 747-100 einige Stops auf dem Weg nach Europa vermeiden und mit der Boeing 747-400 waren dann auch direkte Flüge in die USA möglich, welches ebenfalls ein sehr wichtiger Markt für Qantas ist.

In Zukunft wird Qantas wohl vorrangig auf die Boeing 787 setzen. Auch die Zukunft des Airbus A380 und die des Airbus A350-1000, welchen man für das Projekt Sunrise anschaffen wollte, ist mehr als unsicher.

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2 Kommentare

  1. Das wirklich interessante und erschreckende steht ein wenig zwischen den Zeilen versteckt. Da die Qantas neben der 747 auch alle A380 für zwei bis drei Jahre abstellen möchte, verbleiben aktuell ganze elf 787 für die Langstrecken in die USA und nach Europa. Die 22 A330 – 200 und -300 sind für oben genannten Strecken aus zwei Gründen ungeeignet: zum einen fehlt die Reichweite, beispielsweise auf dem Pazifik Strecken in die USA mit Blockzeiten >13 h und zum anderen sind die Airbusse nur mit einer 2-Klassenkabine ausgerüstet. Wenn ich je drei 787 für die täglichen Routen von Melbourne und Sydney nach Los Angeles rechne und weitere drei für die tägliche Nonstop Kängururoute nach London, dann verbleiben ganze zwei Maschinen für alle anderen Strecken. Das bedeutet im Umkehrschluss entweder weniger Frequenz oder aber die Aufgabe diverser Routen. Aber selbst wenn die Hauptrouten nur noch an drei Tagen in der Woche geflogen werden sollen, dann müssen auf der anderen Seite einige Strecken komplett gestrichen werden, schaut man sich das Vor-Corona Netzwerk der Gesellschaft einmal an. Wenn man mich fragt: die Situation der Branche nimmt wirklich so langsam beängstigende Züge an.

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