Review: Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER von Doha nach Frankfurt

Auf dem Rückweg hatte ich die Chance die Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER von Doha nach Frankfurt zu fliegen. Nach einem tollen Hinflug in der QSuite und einem genialen Familienurlaub im InterContinental in Doha ging es nach acht Tagen wieder zurück ins kalte Deutschland. Während die Familie gemütlich in der QSuite zurück flog, gab es für mich leider keinen Platz mehr in der Business Class. Wir hatten über Avios, die Meilenwährung des British Airways Executive Clubs, gebucht. Hier gab es leider nur zwei Awardplätze. Natürlich wäre die Qatar Airways Business Class wesentlich angenehmer gewesen, allerdings macht ein sechsstündiger Tagflug in der Economy Class auch Sinn, zumal ist es sicher ein spannendes Produkt hier für den Blog ist. In diesem Erfahrungsbericht möchte ich über meine Erlebnisse schreiben und Euch die Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER im Detail vorstellen.

Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER – Check-In und Boarding

Wir haben am Premium Check-In von Qatar Airways eingecheckt. Am Flughafen von Doha gibt es für First und Business Class Gäste einen eigenen Bereich. Der Check-In war schnell, freundlich und nach wenigen Minuten waren wir bereits auf dem Weg zur Sicherheitskontrolle und der Immigration.

Diese ist auch exklusiv für Premiumgäste gedacht, deshalb waren die Wartezeiten entsprechend kurz. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Al Mourjan Business Class Lounge waren wir auf dem Weg zum Gate. Eigentlich hätte ich mit Economy Class Ticket und oneworld Sapphire Status keinen Zutritt. Allerdings hatte man anscheinend Mitleid mit meiner Frau und zwei Kindern, sodass man ein (oder sogar zwei) Augen zudrückte.

Als wir am Gate ankamen wurden die Bordkarten gescannt und wir konnten im Wartebereich Platz nehmen. Nach wenigen Augenblicken ging es dann auch los und Gäste der Business Class, Statusinhaber und Familien durften zuerst einsteigen. Diesmal hatten wir ein Busgate erwischt. Eigentlich habe ich damit kein Problem, aber mit Kindern und Gepäck war das aber dann doch eine kleine Herausforderung. Zwei Kinder und Handgepäck sind einfach einfacher über die Fluggastbrücke zu tragen, als über eine Treppe.

Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER – Die Kabine

Qatar Airways bestuhlt ihre Boeing 777-300ER in unterschiedlichen Varianten. Wir flogen in einem der neusten Flugzeugen. Diese kommen übrigens auf allen Strecken nach Deutschland zum Einsatz. Man erkennt dies zum einen an der QSuite und auch an der Economy Class, die in einer 3-4-3 Bestuhlung (welche auf immer mehr Qatar Airways Boeing 777) verbaut ist. Viele Gäste klagen über die reduzierte Sitzweite, persönlich habe ich damit kein Problem gehabt. Viel wichtiger ist mir der Sitzabstand und der Komfort.

Qatar Airways verbaut in der Boeing 777 (mit der QSuite) 312 Sitzplätze in der Economy Class und 48 in der Business Class. Eine Premium Economy plant Qatar Airways derzeit nicht und eine First Class gibt es derzeit nur in den Airbus A380. Dieser soll ab März 2019 auch täglich nach Frankfurt eingesetzt werden.

Während die QSuite in zwei Kabinen geteilt ist, gibt es in der Economy Class drei große Kabinenbereiche. Persönlich würde ich die Sitzplätze an den Notausgängen oder direkt hinter der QSuite empfehlen. Hier genießt man die meiste Beinfreiheit (Reihe 16, 23, 35). Natürlich sollte man in Reihe 23 darauf achten, dass vor allem die Gangplätze nah an den Toiletten sind.

Qatar Airways Economy Class Boeing 777

Die Kabine ist in modernen Farben gehalten. Die Sitze sind mit dunkelgrauem Stoff bezogen, ansonsten dominieren helle Farbtöne. Ausnahme bilden einzelne weinrote Elemente.

Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER – Der Sitz

Da die Familie in der QSuite flog, wollte ich einen Sitzplatz im vorderen Teil der Kabine reservieren. Ich hatte das Glück und bekam am Check-In die erste Reihe hinter der Trennwand zugeteilt. Diese waren beim Online-Check-In nicht verfügbar und ursprünglich wahrscheinlich für Familien geblockt. Es lohnt sich also immer am Flughafen nach einem besseren Platz zu fragen.

Der Sitzabstand (ja, ich habe auch auf anderen Sitzen Platz genommen) war wirklich gut. Man konnte die Beine bequem unter dem Vordersitz ausstrecken. Die Rückenlehne war zwar dünn, dennoch war der Sitz gut gepolstert. Die Sitze waren 18.5 Zoll beziehungsweise 47 Zentimeter breit und der Abstand betrug 32 Zoll oder 80 Zentimeter.

Die Kopfstützen ließen sich individuell einstellen und boten guten Halt.

An den Rückseiten der Vordersitze befanden sich individuelle Monitore mit einer großen Auswahl an Filmen, Serien, Dokumentationen und auch Musik. Diese ließen sich über einen Handcontroller oder über die Touchscreen-Funktion bedienen. An jedem Sitz gab es auch einen USB Anschluss, eine Steckdose sollte es auch geben, gesehen habe ich diese jedoch nicht. Das mag aber auch an mir liegen, da ich nur ganz kurz geschaut habe.

In der ersten Reihe war der Klapptisch in der Armlehne verbaut.

Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER – Service und Catering

Kurz nach dem Ende des Boardings kam die Crew vorbei und verteilte Erfrischungstücher, wenige Minuten später wurden die Speisekarten angeboten.

Die Crew war freundlich und hatte oft ein Lächeln auf den Lippen. Schade, dass dies nicht immer bei allen Airlines so ist.

Kurz nachdem wir gestartet sind kam die Crew mit dem Getränkewagen vorbei und verteilte eine erste Getränkerunde. Im Laufe des Fluges sollten noch viele weitere folgen. Manchmal wurde das gesamte Sortiment inklusive Säfte, Kaffee, Tee und alkoholischen Getränken angeboten, manchmal wurde ein Tablett mit Säften und Wasser angeboten.

Da unser Flug früh um kurz nach 8.00 Uhr startete hatte ich das Rührei gewählt. Die Qualität hat mich nicht überzeugt. Natürlich erwartet man in der Economy Class kein Gourmet-Menü, allerdings fand ich das Hauptgericht doch etwas enttäuschend.

Kurz vor der Landung wurde noch ein Snack, eine Art Wrap, serviert. Dieser war schmackhaft und lecker.

Mein Monitor hat ein wenig gestreikt und wollte sich nicht mehr entsperren lassen. Die Crew war sofort vor Ort und hat versucht das Problem zu lösen.

Insgesamt war die Crew recht proaktiv und vor allem freundlich.

Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER – Frankfurtflyer Kommentar

In letzter Zeit bin ich (glücklicherweise) recht wenig Economy Class auf Mittel- und Langstrecken geflogen. Allerdings war ich von der Qatar Airways Economy Class in der Boeing 777-300ER positiv angetan. Ich kann mir durchaus vorstellen mit der Familie so erneut in den Urlaub zu fliegen. Der Sitzabstand war sehr gut, das Entertainmentsystem passt. Das Essen sehe ich jetzt nicht so tragisch. Solche softe Faktoren können auf dem nächsten Flug auch anders sein und sind daher nicht wirklich aussagekräftig. Positiv ist anzumerken, dass die erste Stunde Internetnutzung kostenfrei war.

Wie sind Eure Erfahrungen mit der Qatar Airways Economy Class?

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7 Kommentare

  1. Zu den 3-3-3-Zeiten wars freilich noch schöner. Ich glaube das waren sogar 34″ Sitzabstand, jedenfalls wirklich angenehm. Ist aber zu lange her, da gabs noch DOH – KIX.

    • Hey,

      laut Seatguru haben die 777-200LR in der 3-3-3 Bestuhlung einen Sitzabstand von guten 33 Zoll.
      ANA, JAL; Korean, Asiana, einige Emirates Flugzeuge und Oman haben meines Wissens nach bis zu 34 Zoll Sitzabstand.

      Bei Qatar fand ich den Abstand, dank der dünnen Rückenlehne auch okay.
      Im Endeffekt macht die Dicke der Rückenlehne viel aus. 34 Zoll bringen ja auch nur etwas wenn die Rückenlehne des SItzes nicht 2 Zoll dick ist.

      Grüße,

      Tim

  2. Find ich super dass du mit dem Eco Review genau das geboten hast, wonach ich gesucht hab. Ich glaube ein 6h Eco Flug ist bei den Golf-Airlines (QA,EK und Etihad) noch sehr verträglich und vor allem spart man hier am Reisebudget, welches man dann für den Aufenthalt samt Hotel verwenden kann.

    • Hey Robin,

      ich persönlich finde die Qatar Economy sogar besser als die Economy von Etihad.
      Zu Emirates kann ich nichts sagen, die bin ich lange nciht mehr geflogen.
      Allerdings habe ich sie in guter errinerung (Letzter FLug war 2012)

      Tim

    • Ich bin gerade diese Woche mit Etihad geflogen. Nach vielen Jahren mal wieder. Ich hatte sie von damals als sehr gut in Erinnerung. Das kann ich jetzt nicht mehr bestätigen. Alte Maschinen (aber für Eco verhältnismäßig bequeme Sitze) mit entsprechend gealtertem IFE. Es gab keine Menükarte. Auf dem Abendflug von Bangkok nach Abu Dhabi gab’s eine Getränkerunde vor dem Essen, eine zum Essen und danach Kaffee oder Tee. Es gab weder Ananassaft noch Baileys (meine beiden Standardgetränke auf längeren Flügen) oder sonstige Liköre, an Alkohol nur Bier, Wein und vier Sorten harte Alkoholika (Gin, Whisky, Rum und Wodka). Früher gab’s vor Landung dann noch einen Snack und auch zwischendurch Getränke. Diesmal bei allem Fehlanzeige. (Getränke konnte man sich natürlich holen oder auf Anforderung bringen lassen.) Ebenso war’s auf den beiden Tag- bzw. Abendflügen auf dem Hinflug. Auf dem Nachtflug von Abu Dhabi nach München gab’s immerhin erst einen kleinen Snack und dann vor Landung ein Frühstück. Aber auch hier wieder keine Menükarten und zu wenig Getränkerunden. Amenity Kit gab’s ebenfalls nicht. Beim Essen haben sie sogar am Besteck gespart – Messer, Gabel, Esslöffel. Ich mag meinen Nachtisch aber nicht mit dem Besteck essen, das ich schon für den herzhaften Teil hatte. Das Essen selbst war auf drei der vier Flügen in Ordnung, nur einmal schwamm das Hühnchen in einer sehr öligen Soße, und die Auswahl bestand aus Reis mit Hühnchen oder Reis mit Lamm, dazu in beiden Fällen Reissalat. (Und das an Silvester!)

  3. Mein letzter Flug mit Qatar ist zwar schon gut 10 Monate her (BKK – DOH, DOH – MUC), ich empfand die Kopfstützen aber als ausgesprochen unbequem. Ich wollte gerne schlafen, nutze dafür ein Nackenhörnchen und konnte die Kopfstütze in keine Position bringen, die mir die Nutzung des Nackenhörnchens ermöglicht hätte. Die alten Maschinen hatten dagegen noch die Möglichkeit, die Kopfstützen an beiden Seiten vorzuklappen, so dass der Kopf nicht zur Seite rutscht, wenn man einschläft. Dann geht’s auch ohne Nackenhörnchen. Das habe ich schmerzlich (ja, wörtlich gemeint) vermisst.

    • Hey,

      das ist ja gar nicht gut.
      Die Seiten der Kopfstützen konnte man eigentlich verstellen und diese haben einen recht stabilien Eindruck gemacht. Ich muss jetzt allerdings passen, ob das bei allen Flugzeugen so ist.
      Tim

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