Review: Alitalia Business Class Airbus A330 Chicago nach Rom

Alitalia Business Class

Die italienische Staatsairline Alitalia hat nicht unbedingt den Ruf, die beste Airline der Welt zu sein. Allerdings hat Alitalia in den letzten Jahren massiv in ihr Langstrecken Business Class Produkt investiert. Daher war ich recht neugierig, die Aliatalia Business Class im Airbus A330 auf einem Flug von Chicago nach Rom einmal zu testen. Meine Erfahrungen habe ich in dieser Review für Euch zusammengefasst.

Alitalia Business Class Airbus A330 | Check In & Boarding

Mein Fahrer hat mich direkt am Terminal 5 vor den Check- In Schaltern von Alitalia abgesetzt. Diese teilt sich Alitalia mit Etihad Airways. Neben mehreren Schaltern für die Economy Class, gab es auch einen Schalter für die Business Class. Dieser war allerdings nicht besetzt, bzw. der zuständige Mitarbeiter betreute auch den Ticketschalter von Alitalia, an welchem er bei meiner Ankunft beschäftigt war. Nach wenigen Minuten Wartezeit war ich an der Reihe und wurde freundlich und zügig eingecheckt. Leider war der Flug eine Stunde verspätet, aufgrund des verspäteten Abfluges aus Rom.

Mit meinen Bordkarten erhielt ich noch eine Einladung für die Air France Lounge in Chicago, welche die einzige SkyTeam Lounge in Terminal 5 ist. Dort verbrachte ich auch die Zeit bis zum Abflug mit ein wenig Arbeit. Meine Erfahrungen mit der Air France Lounge Chicago habe ich in einem eigenen Review zusammengefasst.

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Das Boarding meines Fluges verlief sehr geordnet. Nachdem Familien mit Kindern und Personen, welche mehr Zeit zum Einsteigen benötigen als Pre Boarding eingestiegen waren, durften auch Business Class und Statuspassagiere über eine Priority Lane einsteigen.

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An der Tür wurde ich freundlich von einer Flugbegleiterin begrüßt und nach links in die Business Class gebeten. Dabei konnte ich auch einen Blick auf die recht ordentliche Premium Economy Class von Alitalia werfen.

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Alitalia Business Class Airbus A330 | Der Sitz

Die Alitalia Business Class im Airbus A330 besitzt 20 Sitze im vorderen Kabinenteil des Flugzeuges. Die Sitze sind in einer versetzten Anordnung mit je vier Sitzen pro Reihe angeordnet. Dabei haben alle Sitzplätze einen direkten Gangzugang. Der Sitz ist technisch identisch mit dem, der Ethiad Airways Business Class im Airbus A330.

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Im Mittelblock gibt es 3 mal zwei „Honeymoon Suiten“ dies sind zwei Sitzplätze, welche sehr dicht zusammen sind, allerdings auch sehr privat sind. Wenn man mit seinem Partner oder einem guten Freund reist, sind diese Sitzplätze durchaus zu empfehlen. Wenn man alleine reist, sollte man diese Plätze vermeiden, außer der Flug ist sehr schwach gebucht und der zweite Sitzplatz bleibt frei.

Mir wurde vom System 1J zugeteilt. Diesen Platz empfand ich auch als angenehm. Die Nähe zum Gang und der Galley störte mich nicht.

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Der Sitz lässt sich selbstverständlich zu einem komplett flachen Bett verstellen und verfügt über einen Ottomanen, unter welchem man einiges verstauen kann.

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Am versetzten Vordersitz befindet sich die Literaturtasche, sowie Steckdosen und ein USB Anschluss. Seitlich neben dem Sitz befinden sich eine Leselampe, die Fernbedienung und die Sitzsteuerung.

Auf dem Sitz lag beim Einsteigen bereits eine Decke, welche leider recht klein war, ein Kissen und Slipper bereit. Auch die Menü- und Weinkarten lagen bereits bereit.

Alitalia Business Class Airbus A330 | Der Service

In der nur 20 Sitze umfassenden Business Class im Alitalia Airbus A330 arbeiteten auf meinem Flug 3 Flugbegleiter. Ein Herr in der Galley und pro Gang je eine Flugbegleiterin. Auch die Purserette half während des Services mit in der Business Class. Da die Business Class auf meinem Flug nur mit 11 Plätzen belegt war, war der Service sehr aufmerksam und zügig.

Auch wenn der Service nicht ganz so individuell wie in einer First Class war, so wurden alle Gänge individuell serviert und in der Galley vorbereitet. Ich hatte den gesamten Flug über, nicht einmal einen Trolley neben mir stehen, was ich als positiv empfand.

Was mich ein wenig schmunzeln ließ, war die Tatsache, dass ich von der Purserette persönlich mit Handschlag an meinem Platz begrüßt wurde mit „Welcome back!“. Ich nahm es als sehr freundliche Geste auf. Die Dame konnte natürlich nicht wissen, dass ich meinen Freccia Alata Plus, also den höchsten Alitalia Vielfliegerstatus, einem Match zu verdanken habe. Also wird man auf der Langstrecke wohl grundsätzlich persönlich begrüßt als Vielflieger. Gut zu wissen, denn auf all meinen Alitalia Kurzstrecken Flügen wurde absolut keine Notiz von mir genommen.

Vor dem Start gab es, wie es sich für eine Business Class gehört, einen Welcome Drink. Dabei hatte man die Auswahl aus allem, was die Bordbar zu bieten hatte. Anschließend wurde es individuell serviert. Ich entschied mich für ein Glas Prosecco und ein Wasser.

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Als weitere Erfrischung wurde noch vor dem Start ein kaltes Tuch gereicht. Bei den Temperaturen von über 35°C an diesem Tag in Chicago sicherlich eine gute Idee. Auch Tageszeitungen und ein Amenity Kit wurden an den Platz gebracht.

Das Amenity Kit machte auf mich einen guten und hochwertigen Eindruck. Der Inhalt war auch umfangreich, sodass man hier nicht viel vermisst hat.

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Vor dem Start wurden auch bereits die Essens- und Getränkewünsche abgefragt, sowie ob man vor dem Frühstück geweckt werden wollte und ob man etwas aus dem Duty Free kaufen wolle. Die beiden letzteren Fragen beantwortete ich mit „nein“.

Das Boarding für den Flug war recht schnell beendet und der Airbus rollte zur Startbahn. Mit etwas über einer Stunde Verspätung (also Alitalia Standard Time) sind wir dann in Chicago gestartet. Der Abflug über den Lake Michigan bot einen tollen Ausblick und bereits 10 Minuten nach dem Start wurden die Anschnallzeichen ausgeschaltet und unsere Crew begann mit den Servicevorbereitungen.

Alitalia Business Class Airbus A330 | Essen & Trinken

Alle Essenswünsche wurden von den Flugbegleitern bereits vor dem Start abgefragt. Allerdings hatte man natürlich während des Services noch die Möglichkeit noch ein wenig um zu entscheiden. Sollte man zum Ende des Essens doch lieber Käse und kein Dessert wollen, war das für die Crew kein Problem.

Neben der Speise- und Getränkekarte biete Alitalia auch eine eigene Kaffeekarte an. Man serviert an Bord verschiedene Sorten Kaffee und Tee von Lavzza.

Kurz nachdem die Anschnallzeichen ausgegangen sind, stand die die freundliche, vollständig in rot gekleidete Alitalia Flugbegleiterin auch schon lächelnd mit meinem Aperitif neben meinem Sitz. Ich hatte mich für einen Aperol Spritz entschieden, welcher zusammen mit zwei Canapé serviert wurde, welche nicht auf der Karte standen. Das Lachs und Tomate- Mozzarella Häppchen war gut, wenn auch nicht sonderlich spektakulär.

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Nachdem mein Aperitif abgeräumt wurde, wurde mein Tisch eingedeckt. Das Set up von Alitalia wirkt zwar ein wenig altmodisch und rustikal, allerdings dabei auch durchaus elegant. Besonders die silbernen Salz- und Pfefferstreuer hatten es mir angetan.

Wenige Sekunden, nachdem mein Tisch eingedeckt wurde, wurde auch schon die Vorspeise, zusammen mit Brot und einem Glas Wasser serviert. Zwei Dinge fand ich hierbei seltsam. Zum einen gab es keine Auswahl bei dem Brot. Es gab nur Weißbrot, welches einfach serviert wurde. Dass man zum Essen gleich Wasser serviert bekommt, ist grundsätzlich nicht schlecht, allerdings musste ich nach einem weiteren Getränk explizit fragen. Ein zweiter Aperol Spritz wurde dann allerdings umgehend geliefert auch, wenn dies die Flugbegleiterin ein wenig aus dem Konzept brachte.

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Als Vorspeise hatte ich mich für Melone mit Parmaschinken entschieden. Grundsätzlich eine klassische italienische Vorspeise. Geschmacklich fand ich diese auch gut. Bei der Präsentation hätte man ein wenig kreativer sein können.

Alitalia serviert ganz italienisch, als ersten Hauptgang einen Pastagang. Hierbei entschied ich mich für die Lasagne. Diese war auch sehr lecker und ansprechend angerichtet. Hierbei gefällt mir besonders gut, dass Alitalia die warmen Hauptspeisen an Bord auf einem Teller anrichtet, was deutlich besser aussieht, als wenn alles auf einem Teller serviert wird, auf welchem es auch erwärmt wird.

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Als Hauptgang wählte ich das Schweineschnitzel, gefüllt mit italienischem Käse und Schinken. Quasi eine Art italienisches Cordenbleu. Auch bei diesem Hauptgang fand ich besonders die Präsentation wieder sehr schön. Auch wenn der Hauptgang für eine First Class nicht „fancy“ genug ist, würde ich diesen jederzeit in einer solchen als gut akzeptieren. Für einen Business Class Hauptgang war er sehr gut!

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Nach dem Hauptgang wurde mir mein bestellter Käsegang serviert. Dieser war gut und bestand aus italienischem Hartkäse. Dazu wurde mir ein Portwein angeboten.

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Nachdem ich nach dem Käse eigentlich mit dem Essen fertig war, wurde ich von der Flugbegleiterin noch gefragt „do you like dessert or fruit?“ Meine Frage, was denn eigentlich das Dessert sei, wurde mir gesagt „we have fruite or dessert!“ Alles klar „Dessert it is!“ Für das Team oder diesen Bericht habe ich mich geopfert und das Alitalia Dessert einmal probiert 😉 .

Dabei handelte es sich um einen sehr süßen Kuchen mit einer Cremefüllung. Für meinen Geschmack sogar sehr süß. Nach einem kleinen Bissen zum Probieren, lies ich ihn wieder zurückgehen.

Nach dem Dessert bestellte ich noch einen Espresso als Abschluss. Dieser wurde sofort gebracht und rundetet diesen Essensservice ab.

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Alles in allem fand ich den Service und das Essen in der Alitalia Business Class sehr gut. Es gab ab und an ein paar sprachliche Barrieren, allerdings waren diese kein echtes Problem. Die Crew war den gesamten Service über sehr freundlich und charmant, wenn auch die persönliche Note etwas fehlte.

Alitalia Business Class Airbus A330 | Das In Flight Entertainment IFE

Alitalia bietet natürlich auch ein on demand IFE an. Nach dem Essen stellte ich meinen Sitz in eine flache Position und schaute noch durch die Auswahl im IFE. Bei einer Folge von „The big bang Theory“ bin ich dann auch schon eingeschlafen. Alitalia bietet in der Business Class übrigens recht brauchbare noise cancelling Headsets an. Ich verwendete immer meine Bose IQ 25, welche noch mal ein wenig besser sind und sich vor allem angenehmer tragen lassen.

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Die Auswahl im Alitalia IFE ist recht umfangreich. Neben einer Moving Map gibt es eine recht breite Auswahl an Filmen, Serien und Musik. Das IFE lässt sich sehr gut bedienen und hat kurze Ladezeiten. Es gibt übrigens auch einige Inhalte auf Deutsch.

Den Rest des Fluges verbrachte ich schlafend. Der Alitalia Business Class Sitz ist durchaus angenehm zum Schlafen, auch wenn er etwas kurz ist. Mit meinen 1,84 bin ich doch ab und an am oberen oder unteren Ende des Sitzes angestoßen.

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Etwa 20 Minuten vor der Landung in Rom wurde ich von der Flugbegleiterin freundlich geweckt. Das Frühstück habe ich damit verschlafen, allerdings wurde mir noch auf die Schnelle ein Espresso und ein Wasser serviert.

In Rom sind wir dann mit etwa 50 Minuten Verspätung gelandet. Die Crew nahm es mit Humor und nannte es „A Alitalia on time arrival“ und endschuldigte sich für die Verspätung. Glücklicherweise habe ich meinen Anschlussflug nach Frankfurt noch erreicht. Dies allerdings nur, da vor der Transit Sicherheitskontrolle Alitalia Mitarbeiter standen, welch Passagiere mit kurzen Umsteigezeiten an den Anfang der Sicherheitskontrolle gebracht haben.

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Alitalia Business Class Airbus A330 | Frankfurtflyer Kommentar

Ich habe meinen Flug in der Alitalia Business Class sehr genossen. Die Crew war freundlich und besonders das Essen hat mich sehr positiv überrascht. Dies gehört sicherlich zu den besseren Business Class Caterings auf dem Markt. Man merkt den Einfluss von Etihad Airways auf Alitalia deutlich und dies ist absolut positiv gemeint! Dabei ist es Alitalia allerdings sehr gut gelungen sich etwas Italienisches beizubehalten. Die Alitalia Business Class ist auf Langstreckenflügen eine gute Wahl!

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3 Kommentare

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