Review: Austrian Airlines Business Class Boeing 767-300 nach Newark inkl. Zubringer

Da ich privat sehr gerne in der Business Class unterwegs bin, war ich auf der Suche nach guten Angeboten für unseren Kanada Urlaub. Dabei stieß ich auf ein Star Alliance Business Class Special ab Frankfurt. Geplant war eine Tour von New York nach Toronto, daher musste es ein Gabelflug sein.

Nachdem ich bereits ein Jahr zuvor meine erste Erfahrung mit der Austrian Airlines Business Class sammeln konnte und auch mein Partner ein großer Fan dieser Airline ist, war klar, dass der Hinflug mit der Austrian Airlines stattfinden sollte. Diese fliegt den Flughafen Newark an. Dieser ist zwar nicht direkt New York City, aber mit Bahn oder Taxi in etwa der gleichen Zeit von der Penn Station New York City aus erreichbar, wie der Flughafen JFK.

Von der Air Canada Signature Suite in Toronto hatte ich viel Gutes gehört und fand das den perfekten Anlass diese mal auszuprobieren. Da man diese Lounge allerdings nur mit einem bezahlten Air Canada Business Class Ticket betreten darf, war die Airline für den Rückflug auch gesetzt. Überhaupt hatte ich mit Air Canada noch keine Erfahrung, was ich als gute Gelegenheit sah, das zu ändern.

Wie immer bei solchen Trips, suchte ich mir das in meinen Augen perfekte Routing über die Matrix (von Google) raus, und buchte es mithilfe des Reisebüros meines Vertrauens. Das kostet zwar eine kleine Gebühr, aber man kann genau die gewünschten Flüge vorgeben. Das Routing ging hinzu also von Frankfurt über Wien nach Newark und zurück von Toronto über Wien nach Frankfurt.

Da der Abflug in Frankfurt schon recht früh war, machten wir uns bereits am Vorabend auf dem Weg nach Frankfurt und übernachteten im Hilton Garden Inn. Für mich ist es das perfekte Hotel am Flughafen, da es mit der Bahn sehr komfortabel zu erreichen ist und man zum Terminal bequem in 10 Minuten laufen kann.

Austrian Airlines Business Class Boeing 767-300 | Lufthansa Check-In, Lounge & Boarding

Leider war ein Online Check-In nicht möglich, die Gründe habe ich nicht verstanden, aber in der Lufthansa App gab es immer wieder eine Fehlermeldung. Daher sind wir in der Früh zu den First Class Schaltern gegangen, haben dort unser Gepäck aufgegeben und unser Bordkarten erhalten. Die Sicherheitskontrolle stellte keine Hürde dar und entgegen vieler anderer Berichte war diese auch nach 10 Minuten passiert.

Wir machten uns dann zielstrebig auf den Weg in die Business Class Lounge beim Gate A26, welche die Panorama Lounge ist. Ich war schon einige Male dort und finde diese Lounge sehr gemütlich. Zudem verfügt sie über einen tollen Vorfeldblick. Das kulinarische Angebot ist gut und vergleichbar mit dem der anderen Business /Senator Lounges am Flughafen Frankfurt. Wir entschieden uns für die Lavazza Kaffeespezialitäten, etwas Obst und ein Glas Rosé Prosecco.

 

Unser Abfluggate nach Wien war mit A36 auch nicht weit entfernt, so dass wir uns erst kurz vor der angegebenen Boardingzeit in Richtung Gate begaben. Der Boarding Prozess war Standard und es begann mit dem Priority Boarding. Wir waren die ersten beiden an Bord und nahmen nach dem Verstauen des Gepäcks unsere Plätze auf ein. Wir hatten Sitzplätze in der zweiten Reihe, da man in der ersten Reihe nur Sitze reservieren kann, wenn man einen Status hat. Da aber nur ich über einen entsprechenden Status verfüge, war eine Reservierung für meinen Partner nicht möglich und daher keine Option getrennt zu sitzen.

Austrian Airlines Business Class Boeing 767-300 | Zubringerflug und Umstieg

Groß war unsere Erwartung an den kurzen Flug nach Wien nicht. Es handelt sich um einen innerereuropäischen Business Class Flug, welcher einen freien Nebensitz und ein besseres Catering bietet.

Die Crew war sehr herzlich auf dem Flug, wie man es von Austrian Airlines gewohnt ist. Kurz nach dem Start wurde das Essen serviert. Es gab eine Art Omelette, Joghurt und ein Croissant. Hier hatte ich mit mehr gerechnet. Von der Menge her war es mehr los ausreichend.

In Wien angekommen, hatten wir 45 Minuten Zeit bis zu unserem Flug nach Newark. Da wir aus der Lounge in Frankfurt und dem Flug noch so gesättigt waren, entschieden wir uns ganz entspannt direkt Richtung Gate zu laufen und nicht noch in der Lounge vorbei zu schauen.

Am Gate angekommen begann genau in dem Moment das Priority Boarding für Business Class Gäste, HON circle Member, Senatoren und Star Gold.

Nach einem kurzem Blick auf die Boeing 767-300, welche uns heute nach Newark fliegen sollte, sind wir auch schon an Bord gegangen.

Austrian Airlines Business Class Boeing 767-300 | Kabine

Begrüßt wurden wir sehr herzlich und direkt unsere Plätze gezeigt.

In der 767-300 verfügt die Austrian durchgehend über eine 1-2-1 Bestuhlung in der Business Class. Das ist ein kleiner Unterschied zur 777-200, wo eine 1-2-1/2-2-1 Bestuhlung vorhanden ist. Das liegt an der schmaleren Kabine der 767.

Die gesamte Langstreckenflotte der Austrian ist schon recht alt. Allerdings, finde ich, merkt man das innerhalb der Kabine überhaupt nicht.
Wir hatten die Plätze 3D/G. Auch hier sind die ersten beiden Reihen wieder ausschließlich Statuskunden vorbehalten.

Als Paar sind die Sitze in der Mitte zu empfehlen, da man nebeneinander sitzen kann. Für Alleinreisende bieten sich die Fensterplätze an.

Am Platz lagen auch schon ein Kopfkissen, eine super weiche Decke und das Amenity Kit. Der Sitz an sich ist für mich sehr bequem für einen Tagflug. Auf einem Nachtflug kann er gerade für große Menschen etwas beengt sein, da man sich ein wenig wie in einem Sarg vorkommt.

Austrian Airlines Business Class Boeing 767-300 | Service und Catering

Ich empfinde die Austrian Airlines Crews immer als sehr aufmerksam und nett. Ich mag die österreichische Mentalität. Noch am Boden wurden wir mit einem Begrüßungsgetränk empfangen, bevor es auch schon los ging. Der Boarding Prozess war schnell, so dass wir uns pünktlich auf den Weg machten.

Nachdem die Anschnallzeichen erloschen sind, kam unmittelbar der Purser vorbei um sich persönlich vorzustellen, nach Wünschen zu fragen und uns einen angenehmen Flug zu wünschen. Kurz darauf begann auch schon der Service.

Normalerweise ist mein erstes Getränk immer ein Jack Daniels mit Cola, allerdings ist der bei der Austrian nicht verfügbar, so dass ich mich für ein Glas Champagner entschied. Dazu gab es als Amuse Bouche eine Avocadocreme. Zusammen mit dem Brot war diese sehr üppig, weshalb ich sie nicht komplett essen konnte.

Weiter ging es mit verschiedenen Vorspeisen vom Servierwagen. Ich mag diese Art von Service, da man eine große Auswahl hat und selber entscheiden kann, von welcher Vorspeise man gern etwas mehr hätte und von welcher eben nicht.

Danach folge dann die Suppe, welche für mich das Highlight des ganzen Menüs war. Es war eine Kombination aus Kürbis und Süßkartoffel. Wenn es nicht noch einen Hauptgang und Nachtisch gegeben hätte, hätte ich einen Nachschlag bestellt. Als Hauptgang wählte ich das Kalbsschnitzel, welches sehr zart war. Leider war die Panade nicht kross. Das ist ganz klar ein Nachteil beim Erwärmen an Bord eines Flugzeuges. Der dazugehörige Kartoffelsalat war sehr kalt, so dass dieser geschmacklich nicht überzeugte.

Den Nachtisch gab es wieder vom Wagen. Dort standen drei verschiedene Optionen plus Obst und Käse zur Auswahl. Ich entschied mich für den Käse und einen Schokokuchen, beides sehr gut. Das große Finale, dieses schon pompösen Mahls, bildete eine Kaffeekarte mit ungefähr zehn verschiedenen Kaffeespezialitäten. Das ist definitiv ein Highlight in der Austrian Airlines Business Class.

Danach tauchte ich in das Entertainment Programm ab und suchte mir aus den unzähligen Filmen und TV Shows etwas raus. Hier hat man eine sehr große Auswahl. Die Größe und Auflösung des Monitors sind sehr gut und entsprechen dem Standard, was man in einer Business Class heute erwartet.

Nach einigen Stunden verspürte ich ein kleines Hunger- und Durstgefühl und wir suchten in der Karte nach möglichen Optionen. Dabei fiel uns der „Signature Cocktail“ auf. Als wir diesen bestellten, sah man schon in der Reaktion der Flugbegleiterin, dass diese nicht wusste was enthalten war. Scheinbar wird dieser nicht so oft bestellt. Etwa 10 Minuten später kam sie mit zwei Gläsern zurück. Sie meinte dann, sie hätte etwas improvisiert aber Hut ab, der Drink war sehr gut.

Etwa 90 Minuten vor der Landung wurden dann nochmals die Tische eingedeckt und Getränke serviert. Ich blieb bei Wasser, da ich das Gefühl hatte schon genug getrunken zu haben.

Austrian Airlines Business Class Boeing 767-300 | Frankfurtflyer Kommentar

Für mich war dieser Flug wieder eine gelungene Vorstellung der Austrian Airlines Business Class. Besonders die Freundlichkeit der Crew und das kulinarische Angebot haben mich wieder total überzeugt. Auch wenn die Flugzeuge sind die Neusten sind, merkt man das in der Kabine überhaupt nicht. Für mich ist die Austrian Airlines eine sehr gute Alternative zur Mutter Lufthansa und Schwester Swiss im Konzern. Ich würde diese sogar bevorzugen, wenn auf der Strecke verfügbar.

Über Robin:

Beruflich im Business Development tätig und daher auch öfters unterwegs. Privat auch leidenschaftlicher Flieger und Verreisender. Diese Kombination ermöglicht mir einen Vielfliegerstatus. Dabei bin ich fast ausschließlich mit Airlines der StarAlliance unterwegs. Für die privaten Flüge bin ich gerne oft stundenlang auf der Suche nach den besten Angeboten und meilenoptimierten Routings. Für mich beginnt die Reise immer am Flughafen mit einem entspannten Loungebesuch.

 

Wenn Ihr auch einen Gastbeitrag schreiben möchtet, meldet Euch gerne bei Nicole unter nicole@frankfurtflyer.de.
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3 Kommentare

      • Ja, funktioniert gut. Es kommt halt die Ticket Service Charge dazu. Wird durch den Service mehr als kompensiert, vor allem wenn bei langfristiger Buchung zwischenzeitlich Änderungen anliegen.
        Ich hatte auch schon den Fall, einen per Matrix gefundene Tarif bei der Fluggesellschaft selbst nicht, sehr wohl aber über das Reisebüro buchen zu können.
        Leider geht kein Besucherverkehr. Habe die fast vor der Haustür, aber die Geschäftsräume sind für Kunden tabu.

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