Review: Cathay Pacific First Class Lounge Hong Kong „The Pier“

Nach dem kurzen Aufenthalt in der Cathay Pacific First Class Lounge „The Wing“, welche uns eindeutig zu voll und laut war, wechselten wir in die zweite First Class Lounge am Cathay Pacific Hub in Hong Kong, in die Cathay Pacific First Class Lounge „The Pier“. Wer jetzt vermutet, dass sich diese beiden Lounges sehr ähnlich sind, liegt falsch. Unseren Eindruck der Lounge und des Caterings erfahrt Ihr in der Review.

Cathay Pacific First Class Lounge Hong Kong „The Pier“ | Lage und Zugang

Genauso wie die Schwesterlounge, liegt auch die „The Pier“ Lounge in Terminal 1. Auf dem Weg zu Gate 63 ist die Lounge recht zügig ausgeschildert und das Schild bei der Rolltreppe, welches den finalen Weg weist, ist kaum zu übersehen.

Mit einem Aufzug oder der Rolltreppe gelangt man ins Untergeschoss und befindet sich direkt am Empfangstresen der Lounge. Als oneworld Emerald Statusinhaber mit einem gültigen Ticket für einen oneworld Flug des gleichen Tages, oder First Class Passagier von Cathay Pacific oder einer anderen oneworld Airline, hat man Zugang zur Lounge. Wir wurden freundlich begrüßt und nachdem unsere Zugangsvoraussetzung geprüft wurde, wurden wir in die Lounge gebeten.

Cathay Pacific First Class Lounge Hong Kong „The Pier“ | Ausstattung und Catering

Die generelle Ausstattung unterscheidet sich nicht sehr von der, der anderen Lounge. Allerdings findet man in beiden Lounges unterschiedliche Designs und einen anderen Aufbau vor. Obwohl die Lounge im Untergeschoss ist, verfügt sie in einigen Räumen über Tageslicht. Insgesamt ist die Lounge angenehm beleuchtet, ruhig und wohnlich-modern eingerichtet.

Direkt hinter dem Empfangstresen befand sich noch ein Servicedesk, an dem man beispielsweise den Sitzplatz ändern konnte. Dahinter steht man in einer Art Korridor, von dem nahezu alle Räume der Lounge abgehen.

Neben ausgelegten internationalen Magazinen und Zeitungen sowie einem großzügigen Sitzbereich mit offener Bar, welcher ebenfalls recht voll, aber deutlich ruhiger war, verfügt die Lounge auch über Workstations. Im Gegensatz zur Lounge „The Wing“, sind die Workstations hier in kleinen Separees eingerichtet und bieten etwas mehr Privatsphäre. Dies würden wir zum Arbeiten bevorzugen.

Sehr gefragt scheinen die kostenfreien 15-minütigen Spabehandlungen zu sein, die in der Lounge angeboten werden. Hier kann man zwischen einer Fußmassage, einer Nackenmassage und einer kurzen Gesichtsbehandlung wählen. Leider hatten wir auch hier Pech und uns wurde mitgeteilt, dass kein freier Slot mehr frei ist, bis die Lounge schließt und wir fliegen. Schade, dieses Problem hatten wir bereits bei fast allen Besuchen in Lounges, die solche Behandlungen angeboten haben, wie zum Beispiel in der Thai Airways First Class Lounge in Bangkok.

Da Christoph bereits in der anderen Lounge geduscht hat und ich nicht duschen wollte, verzichteten wir hier auf den Besuch der Waschräume. Bei einem Blick hinein konnten wir allerdings feststellen, dass sie etwas größer sind, als in der „The Wing“ Lounge.

Genauso wie die Schwesterlounge, verfügt auch diese über kleine Dayrooms. Die Dayrooms sind nicht annähernd so schön, wie die Cabanas in der „The Wing“ Lounge, aber sie erfüllten ihren Zweck. Da es schon etwa 23 Uhr Ortszeit war und wir müde waren, wollten wir etwas entspannen.

Besonders beeindruckt hat uns hier der Vorfeldblick. Schade fand ich persönlich, dass nur eine ganz dünne Decke gereicht wurde. Die Lounge war sehr gut klimatisiert und ich habe gefroren. Ebenso störend empfanden wir den Geräuschpegel bei den Dayrooms, da sie nur mit einem Vorhang geschlossen sind. Wir haben hier mit hochgelegten Beinen gearbeitet, aber an Schlaf wäre ohne Ohrstöpsel nicht zu denken gewesen.

Neben einem Raum mit Buffet, welcher „The Pantry“ heißt, in welchem es diverse Softdrinks und Snacks gibt, gibt es auch noch einen abgetrennten Bereich, der einem Restaurant ähnelt. Hier haben wir Platz genommen und aus dem hochwertig klingenden á la carte Menü gewählt. Auch hier hatte man übrigens tollen Vorfeldblick.

Im ersten Moment kam uns der Raum sehr dunkel vor, aber wir denken dass das gewollt war. Die Sitzmöbel waren mit dunklem Leder ausgestattet und es wirkte wie ein hochwertiger und geschmackvoll eingerichteter Country-Club.

Während Christoph eine Suppe zur Vorspeise und ein tolles Fleischgericht zur Hauptspeise genoss, widmete ich mich dem wirklich leckeren Eis. Auch die Bedienung schmunzelte etwas über die Zusammenstellung, aber der Kunde ist ja bekanntlich König ;).

Zum Abschluss testete Christoph noch die Bar und bestellte sich einen Espresso-Martini, welcher nach einer kurzen Wartezeit gebracht wurde. Auch hier wurde die Kombination mit meinem Ingwertee interessiert betrachtet.

Selbstverständlich verfügt die Lounge auch über kostenfreies und schnelles Wifi-Internet.

Cathay Pacific First Class Lounge Hong Kong „The Pier“ | Service

Als sehr angenehm empfanden wir den Service in der Lounge. Es war immer Personal vor Ort und auch proaktiv hilfsbereit, aber man hat sie nicht wirklich wahr genommen. Gerade das Personal im Restaurant hat mich überzeugt. Nicht nur, dass sie uns gut zur Speisenauswahl beraten haben, sie haben sich auch zu ein klein wenig Small Talk hinreißen lassen. Und gerade das Schmunzeln über unsere Wahl fanden wir lustig, weil auch wir und unsere Familien sich immer köstlich darüber amüsieren.

Cathay Pacific First Class Lounge Hong Kong „The Pier“ | Frankfurtflyer Kommentar

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden – wir haben uns in der „The Pier“ Lounge insgesamt wohler gefühlt, wobei wir für einen längeren Layover mit etwas Schlaf vermutlich trotzdem die „The Wing“ Lounge wählen würden, einfach aufgrund der ruhigeren Dayrooms/Cabanas. Für einen kurzen Aufenthalt, bei dem wir keine Schlafmöglichkeit brauchen, würden wir jederzeit die „The Pier“ Lounge wählen, da sie einfach insgesamt ruhiger ist (bis auf die Dayrooms ;)).

Bei beiden Lounges fanden wir es etwas schade, dass wir nicht gut Fotos machen konnten, um Euch die Lounge zu präsentieren. Besonders ich tue mir allerdings immer sehr schwer kreuz und quer durch die Leute zu fotografieren, denn ich selbst möchte auch ungern von anderen Leuten einfach so fotografiert werden. Bestimmt gibt es nach Corona die Möglichkeit, die eigentlich doch sehr schönen Lounges nochmal zu besuchen. Hier dann hoffentlich mit einer Handvoll Gäste weniger.

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