Review: Courtyard by Marriott Singapore Novena

Courtyard by Marriott Singapore Novena

Nordwestlich vom Central Business District (CBD) Singapur liegt der Stadtteil Novena. Dort befindet sich das neueste Hotel von Marriott – das Courtyard by Marriott Novena. Wie für Courtyards in Asien typisch übertrifft das Hotel den Markenstandard der USA und von Europa locker. Das Courtyard verstärkt das Marriott Bonvoy Portfolio in Singapur im 4-Sterne Bereich. Marriott Bonvoy selbst verfügte vor der Eröffnung besonders über 5-Sterne Häuser. Daher erscheint diese Ergänzung durchaus sinnvoll.

Courtyard by Marriott Singapore Novena

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Fakten

Das Hotel befindet sich in einem Hochhaus. Die Lobby befindet sich im 22. OG, das Hotel belegt im Hochhaus die Stockwerke 22 bis 33 und damit bis zum Dach. Dort befindet sich neben der Rooftop Bar „Urbana“ noch ein Rooftop Pool. Die Gäste aus den insgesamt 250 Zimmern können dann auch das hoteleigene Restaurant nutzen. Eine Lounge bietet das Hotel nicht.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Lage

Das Courtyard Novena liegt in einem „Health Cluster“ in Singapur, will sagen, dass dort eine Menge Krankenhäuser und dergleichen sind. Dadurch ist die direkte Umgebung des Hotels alles andere als touristisch geprägt. Die MTS Station „Novena“ ist nur knapp 200m vom Hoteleingang entfernt, so dass man mit ÖPNV einigermaßen schnell in die Stadt kommt. Es sind mit der North-South-Line zwei Stationen bis zur Orchard Road und acht Stationen bis zur Marina Bay.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Status & Benefits

Marriott Bonvoy erkennt den Status auch bei Buchungen über Reisebüros oder -veranstalter an. Daher erhielt ich im Hotel ein Begrüßungsgeschenk, einen Gutschein für zwei Gratiscocktails in der Rooftop Bar und gratis Frühstück im Restaurant. Ob es ein Upgrade gab kann ich nicht beurteilen. Ich hatte ein recht großes Zimmer mit Couch und King Size Bett und einem Blick so ungefähr Richtung Central Business District. Da die Aussicht auf den CBD attraktiver ist als ins grüne Hinterland, gehe ich von einem View Upgrade aus.

Als Mitglied von Marriott Bonvoy erhielt ich einen 20% Gutschein für die Urbana Bar und das Restaurant Sky22. Ganz attraktiv ist, dass man ab 20 SGD Ausgaben (vor Steuern) 1.000 Bonuspunkte bekommt. Natürlich kein Mega-Deal, aber insgesamt auch nicht schlecht.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Check-In

Mit dem Voucher vom Singapore Airlines Stopover Programm ging es dann an den Front Desk. Dieser befindet sich in direkter Nähe der Aufzüge, die einen in den 22. Stock bringen. Ich hatte die Buchung bereits in meinem Bonvoy Account hinterlegen lassen, so dass alle relevanten Informationen im Hotel vorlagen. Kurz den Voucher überreicht und eine Kreditkarte für die Minibar o.ä. hinterlegt und dann begann schon die Unterrichtung in Status Benefits und Hotel Amenities. Mir wurde auch angeboten, das Gepäck aufs Zimmer bringen zu lassen, was ich dann freundlich ablehnte.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Zimmer

Das Zimmer war modern eingerichtet und hatte zeitgemäße Features, wie eine Ladebox für verschiedenste elektronische Geräte. Hinter der Tür begann der typische Gang, bei dem das Bad auf der einen und der Kleiderschrank auf der anderen Seite ist.

Im Kleiderschrank befanden sich der Safe, zwei Bademäntel in verschiedenen Größen und zwei Paare Hotelschlappen.

Im Zimmer war das Kingsize Bett zentral, rechts und links davon kleine Nachttische mit Schaltzentrale und einem Multiladegerät. Das war top und zeigt, dass das Hotel erkannt hat, das Reisene oft mit einer Menge Elektronik unterwegs sind. Gegenüber vom Bett war der in der Wand verbaute und schön große HD Fernseher angebracht.

Zwischen Bett und Fenster stand noch ein Tisch. Auf dem lag ein Welcome Letter des Managements bereit und ein kleines Willkommensgeschenk. Das waren zwei „Pappdosen“ mit übersüßem Kaffee bzw. Kakao. Laut Auszeichnung wurden diese Bio-Produkte von einer Firma in Deutschland hergestellt oder vertrieben. Gesehen habe ich die Produkte hierzulande noch nie.

Vor dem Fenster war noch eine lange Couch, die die gesamte Länge der Fensterfront nutzte. Die war sehr bequem, nur leider mit der Aussicht in die falsche Richtung. Den CBD mit der Marina Bay hatte ich dann „im Rücken“.

Alles in allem ein sehr solides, sauberes und effizient eingerichtetes Zimmer. Eigentlich genau das, was ich von einem guten Courtyard by Marriott erwarte.

Das WLAN war schnell und überall im Haus verfügbar.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Bad

Das Bad war zunächst offen, d.h. dass die beiden Schiebewände zurückgeschoben waren. Diese kann man getrennt von einander bewegen, so dass man z.B. die Sicht von und in den Schlafbereich abtrennen kann. Die zweite Schiebewand fungiert dann als Ersatz für eine klassische Badtür. Die Konstruktion ist etwas gewöhnungsbedürftig, wird sich aber wahrscheinlich in Asien weiter ausbreiten.

Das Bad hatte einen Waschtisch mit Waschbecken mit einem Spiegel der halbseitig über dem Waschtisch stand. Über der anderen Hälfte des Waschtischs hatte man einen unverstellten Blick in das Zimmer bzw. auf die Schiebewand, wenn diese geschlossen war.

Linker Hand befanden sich Steckdosen für den Rasierer und ein unbeleuchteter Rasierspiegel. Warum es immer seltener Handtuchhalter in Hotels gibt verstehe ich nicht. Ich benutze weiterhin Handtücher und freue mich, wenn ich diese zum Trocknen in der Nähe des Waschbeckens aufhängen kann.

Hier konnte man das immerhin noch so einigermaßen mit dem Griff der Duschtür bewerkstelligen. Dieser war nah genug am Waschbecken und das Hotel zeigte mit dem Duschvorleger, dass man dort Handtücher o.ä. aufhängen kann. Nur der Duschvorleger muss dann auf dem Boden bleiben und wird dann wahrscheinlich täglich gewechselt. Sei’s drum.

Die Dusche selbst war geräumig und hell. Der Wasserdruck war vollkommen in Ordnung.

Die Seife etc. stammte von der aus langen Jahren bei Courtyards bekannten Serie Nirvae. Hervorragend war, dass dort ein kompletter Satz der Serie vorhanden war. Sonst bekommt man of nur Shampoo & Duschgel und ggf. Conditioner.

Das Sofa war entlang des Fensters als Sofabank fest verbaut. Wer etwas von der Stadt sehen möchte, hat es von dort aus schwer. Dafür war das Sofa schön lang und gemütlich.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Frühstück

Entweder war das Hotel voll oder das Frühstücksrestaurant im Verhältnis zu den Zimmern recht klein. Beim Frühstück hatte ich ca. 20 Minuten Wartezeit, bis ich einen Platz zugewiesen bekam. Meinen 2er-Tisch teilte ich mir mit einer Asiatin, die außer ihrem Smartphone nicht viel wahrzunehmen schien. Meinen freundlichen Gruß erwiderte das Smartphone mit zwei Ohren (sie hielt das Gerät tatsächlich permanent vor ihr Gesicht) nicht.

Obwohl es richtig voll war, waren Buffets und Getränkestationen immer gefüllt. Das Personal wuselte geradezu durch die Menge, um Nachschub heranzukarren. Die Auswahl war – gerade für ein Courtyard – überragend. Es gab verschiedene frische Säfte, frisches Obst/geschnittenes Obst, Cerealien, süßes Frühstück, herzhaftes Frühstück und obendrein noch eine Cooking-Station für warme Speisen. Die Wartezeit an der Cooking Station war in Ordnung und das Buffet machte die ganze Zeit einen frischen Eindruck. Auch geschmacklich war das Frühstück ansprechend und wirkte nicht irgendwie kostenoptimiert billig. Neben z.B. den „Standardobstsorten“ Äpfeln und Orangen/Mandarinen gab es auch eine große Auswahl regionaler tropischer Früchte.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Rooftop Bar

Die Rooftoop Bar ist sicherlich einer der Höhepunkte des Hotels (Ich konnte dem Wortspiel nicht widerstehen). Die Aussicht auf die Bay Area ist schön (wenn auch weit entfernt) und der beleuchtete Pool schafft eine angenehme Atmosphäre.

Früher war die Rooftop Bar mal eine Lounge, diese gibt es jetzt aber definitiv nicht mehr. Mir wurde gesagt, dass es am Abend für Statusgäste ab Platinum aufwärts dort für 2 Stunden eine Happy Hour mit Häppchen gäbe. Da ich allerdings erst später ins Hotel kam, konnte ich diese nicht mehr nutzen.

Dafür immerhin noch die zwei Freigetränke (Cocktails). Diese durfte ich jedoch nicht von der regulären, sondern nur von einer separaten „Freigetränke“-Karte aussuchen. Die Cocktails entpuppten sich dann eher als Longdrinks. Die Mischung hatte dann allerdings Seemannstärke. Zu den Getränken gab es dann noch einen Nuss und Knabbermix, der unaufgefordert nachgefüllt wurde.

Allerdings wird der Sitzbereich außen nicht extra beleuchtet, so dass dieser tendenziell etwas dunkel ist – wobei er durch die immer größer werdenden Smartphonedisplays immer wieder mal überraschend hell wird.

Der Innenbereich ist zwar beleuchtet, dafür aber auch stark klimatisiert. Gerade wenn man schon einige Zeit draußen gesessen hat ist ein Wechsel in diesen Bereich nicht unbedingt optimal.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Dies & Das

Inzwischen hat das Hotel das SG Clean Siegel erhalten, erfüllt also die Hygienevorgaben der Regierung von Singapur als Reaktion auf die Coronapandemie.

An den Kartenlesegeräten prange ein übergroßer Wirecard-Schriftzug. Der dürfte nun entfallen.

Courtyard by Marriott Singapore Novena | Frankfurtflyer Kommentar

In Singapur ist es nicht leicht, günstige Hotels in einer akzeptablen Lage zu finden. Insbesondere dann nicht, wenn man auch noch Punkte bei den großen Ketten sammeln möchte. Das Courtyard Novena bietet allerdings genau das an. Ein Hotel in vertretbarer Nähe zur Innenstadt mit ordentlichen Benefits für Statusinhaber und einer Ausstattung, die für kurze Aufenthalte genügen dürfte. Für mich eine solide Empfehlung für einen nicht zu langen Aufenthalt in Singapur.

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