Review: Emirates First Class Lounge in Dubai Terminal A

Nachdem wir in der Emirates First Class aus Hongkong in Dubai gelandet sind, hatten wir einen recht langen Layover in der Nacht in Dubai. Nachdem wir im Terminal A angekommen sind und unser Gate für den Weiterflug noch nicht bekannt war, machten wir uns auf den Weg in die Emirates First Class Lounge.

Diese Lounge ist die größte und neuste Emirates First Class Lounge in Dubai und vermutlich ist es auch die größte First Class Lounge der Welt, denn sie erstreckt sich über das gesamte Terminal. Dabei muss man bedenken, dass das Terminal A in Dubai das Emirates Airbus A380 Terminal ist und unzählige Fluggastbrücken für den Superjumbo hat. Bei 14 First Class Passagieren pro Flug kann hier schon einiges zusammenkommen, weshalb Emirates wohl auch eine sehr große First Class Lounge benötigt.

Emirates First Class Lounge in Dubai Terminal A | Lage und Zugang

Die Emirates First Class Lounge in Dubai befindet sich im Terminal 3 bei den A Gates und ist über eine Rolltreppe in mitten der Duty Free Shops zu erreichen. Die Lounge ist dabei sehr gut ausgeschildert und wenn man vor dem Eingang zur Lounge steht ist es nicht mehr möglich, diesen zu übersehen.

Zugang zur Emirates First Class Lounge haben alle Passagiere, welche am selben Tag in Dubai in der Emirates First Class abfliegen. Offiziell ist dies sogar auf die Passagiere beschränkt, welche aus dem Terminal A abfliegen, allerdings glaube ich nicht, dass man hier einen First Class Passagier abweisen würde, wenn noch genug Zeit für ihn ist sein Abflugsgate zuverlässig zu erreichen.

Zusätzlich haben auch Qantas First Class Passagiere, sowie Emirates Skywards Platinum Karten Inhaber Zugang zur Emirates First Class Lounge, jeweils vor ihrem Abflug mit Emirates oder Qantas.

Emirates First Class Lounge in Dubai Terminal A | Ausstattung

Nachdem wir den Eingang der Emirates First Class Lounge erreicht haben, findet man eine riesige Rezeption vor, welche mehr an ein großes Hotel erinnert als an eine Airport Lounge. Hier wurden unsere Bordkarten gescannt und wir wurden ohne weiteres Kommentar in die Lounge gebeten.

Hinter dem Front Desk kann man nach links oder rechts abbiegen und findet hier zwei komplett identische, gespiegelt Lounges vor.

Nachdem wir uns entschieden haben nach links abzubiegen, stellte sich ein wenig Verwirrung ein, denn man fühlte sich nicht wie in einer First Class Lounge sonder inmitten eines verwaisten Terminals. So läuft man nach dem Eingang erst einmal durch eine Reihe von Duty Free Shops, bevor man in die eigentliche Lounge kommt.

Die Emirates First Class Lounge Dubai im Terminal A ist riesig und wirkt im ersten Moment nur wenig einladend. Dies liegt vor allem an den zwei endlosen Gängen, an welchen sich verschiedene Sitzgruppen reihen.

Allerdings glaube ich nicht, dass hier oft Gäste sitzen, denn die Lounge hat weitaus schönere Bereiche zu bieten.

So findet man in der Emirates First Class Lounge eine Vielzahl verschiedener Loungebereiche mit unterschiedlichsten Sitzgruppen. Diese sind alle durchaus ansprechend gestaltet, allerdings wirken sie auf mich schon wegen ihrer Größe nicht besonders exklusiv und einladend.

Optisch wiederum sehr gut hat mir die Zigarrenlounge gefallen. Wenn hier nicht geraucht werden würde, hätte ich mich hier gerne länger aufgehalten. Auch wenn es nichts für mich war, ist es sicher ein Paradies für einen Raucher.

Neben den schönen Sesseln können sich die Gäste hier kostenlos Zigaretten und Zigarren aus einem Humidor bringen lassen und an einer Bar werden Getränke serviert. Das Ganze wirkte auf mich wie ein Clubhaus aus den 60er Jahren.

Kurz hinter dem Eingang befand sich noch ein Business Center. Dieses war, wie auch die gesamte Emirates First Class Lounge im Terminal A, riesig und bot eine Vielzahl an Arbeitsplätzen und auch kleine Konferenzräume.

Auch an ein Spielzimmer hat man bei Emirates gedacht. Hier können sich die jungen Gäste nach Herzenslust austoben. Allerdings sieht man besonders an den Spielekonsolen auch nicht mehr ganz so junge Gäste. Das auf dem Fernseher im Kinderzimmer dann CNN und kein Disney Chanel läuft, passte daher auch wieder.

Das wahre Highlight und die absolute Stärke der Emirats First Class Lounge in Dubai Terminal A sind die eigenen Boarding Gates in der Lounge. Hier können die Passagiere direkt aus der Lounge alle Flüge aus dem Terminal A direkt boarden, ohne die Lounge noch einmal verlassen zu müssen.

Nachdem an diesen Gates immer nur maximal 14 First Class Passagiere und eine Handvoll Emirates Platinum boarden, muss man sich hier über Warteschlangen wohl keine Sorgen machen.

Die Emirats First Class Lounge verfügt auch über einen Ruhebereich und Duschen, welche ich allerdings nicht fotografiert habe. Diese sind für eine First Class Lounge allerdings recht bescheiden, wenn man sie mit den Dayrooms der Swiss in der First Class Lounge E vergleicht.

Emirates bietet lediglich Ruhesessel oder nicht flache Liegen, auf welchen man sich zwar ausruhen kann, allerdings nicht wirklich schlafen. Auch hat man kein eigenes kleines Zimmer, sondern ist lediglich durch eine halbe Wand oder einen Vorhang von den anderen Gästen abgetrennt.

Wenn man bedenkt, wie viele Passagiere in der Nacht in Dubai umsteigen, hatte ich mir hier ehrlich gesagt etwas mehr erwartet, insbesondere da sich die meisten Passagiere, welche in der Nacht in der Lounge waren, im Ruhebereich aufgehalten haben.

Emirates First Class Lounge in Dubai Terminal A | Essen und Trinken

Die Emirates First Class Lounge verfügt über einige Food Stations und ein bedientes Restaurant. Im hinteren Teil der Lounge befindet sich eine riesige bediente Bar und ein Buffet an welchem sich die Gäste bedienen können. Der Fokus liegt hier allerdings mehr auf Snacks, als auf richtigen Speisen.

Wer richtig essen will, sollte das Restaurant besuchen. Hier wird man, wie in einem guten Restaurant von einem Kellner bedient und kann verschiedene Speisen von einer Karte bestellen.

Wir haben in der Emirates First Class Lounge im Terminal A leider nichts gegessen, allerdings ist das Menü mit dem in der Emirates First Class Lounge im Terminal B, welche wir nach dieser Lounge besucht haben, identisch.

Nach einem kleinem Nickerchen im Ruheraum wurde das Abfluggate für unseren Weiterflug nach Frankfurt bei den B Gates angezeigt, weshalb wir uns auf den Weg zu diesen gemacht haben. Hier findet man eine weitere Emirates First Class Lounge.

Emirates First Class Lounge in Dubai Terminal A | Frankfurtflyer Kommentar

Die Emirates First Class Lounge in Dubai Terminal A ist wohl die größte First Class Lounge der Welt und bietet einiges, allerdings hat sie mir ehrlich gesagt nicht wirklich gefallen. Es ist natürlich auch eine Geschmacksfrage, aber ich fand die Lounge einfach zu groß und unpersönlich.

Man kann hier sicher einige Stunden sehr angenehm auf seinen Abflug warten und um die gesamte Lounge zu erleben, würde ich auch mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Bis auf die schiere Größe gab es hier keinen wirklichen Wow-Faktor.


Hier findet Ihr die anderen Teile dieses Tripreports:

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8 Kommentare

  1. Eine kleine Korrektur: Es gibt keine Qantas-Flüge mehr ab/nach Dubai. Es haben aber weiterhin auch die Inhaber einer Qantas Platium Frequent Flyer Karte (auf Emirates-Flügen) Zugang zur First Lounge.

    • Da hast du absolut recht, man fliegt ja seit einigen Monaten wieder über Singapore oder eben Perth nach London. Mal sehen wie lange die Partnerschaft zwischen Emirates und Qantas überhaupt noch hält.

      Lg
      Christoph

  2. Noch eine kleine Korrektur: Die teilweise sehr hochwertigen Tabakwaren sind nicht kostenfrei. Als Nichtmehrraucher gönne ich mir dort regelmäßig mal eine feine Zigarre, die man bar oder mit KK zahlen kann.

    • Als Nichtraucher habe ich nicht versucht, hier etwas zu Rauchen zu bekommen. Dass man hierfür allerdings in einer First Class Lounge bezahlen muss finde ich recht schwach.

  3. Und noch ein Hinweis
    „Emirates bietet lediglich Ruhesessel oder nicht flache Liegen, auf welchen man sich zwar ausruhen kann, allerdings nicht wirklich schlafen.“
    Das ist so nicht korrekt. Die „Sessel“ im Zentrum des Ruhebereichs lassen sich mit einem einfachen Handgriff in eine komplett flache Liegefläche verwandeln. Die „festen“ geschwungenen Liegen sind nur die am Rand.

    Den Spa-Bereich bei A scheinst Du gar nicht angeschaut zu haben. Vielleicht hättest Du da Dein Wow bekommen 😉

    • Doe Sessel im Zentrum mit der Fußablage waren aber auch nicht mit einem echten Bett zu vergleichen, da sie deutlich zu kurz sind. Bei den Ruheräumen hätte ich mir hier wesentlich mehr erhofft, wenn man bedenkt wie viele Leute dort in der Nacht umsteigen müssen.

      Das Spa beim A Bereich habe ich mir tatsächlich diesmal nicht noch einmal angeschaut. Ich war dort vor 3 Jahren einmal und fand die Massage nett, aber bei weitem nicht so gut, wie z.B. in der Thai First Class Lounge in BKK.

      LG
      Christoph

  4. Da machst Du mit den „Sesseln“ irgendwas falsch 😉 Ich bin 1,85 und fast 100kg und da ist nix zu kurz. Mit Decke drunter und drüber mehr als ausreichend für ein Nickerchen für 2..5 Stunden, für alles mehr gibt’s das Hotel direkt beim Fahrstuhl gegenüber.
    Zimmerchen in der Lounge sind zwar nett, aber wie weit kommt man mit 2 „Hotelzimmern“ wie in der als Vergleich rangezogenen Swiss Lounge? Im Vergelich zu DXB ist Zürich nun einmal ein Freizeitflughafen.

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