Review: Finnair Economy Class | Helsinki – Frankfurt im Embraer 190

Nach knapp zwei Wochen im Baltikum und Finnland war der Urlaub vorbei und wir mussten die Heimreise nach Deutschland antreten. Normalerweise setzt Finnair auf den beiden täglichen Flügen nach Frankfurt Flugzeuge der Airbus A320 Familie ein. Die finnische Airline reagiert auf die schwächere Nachfrage mit kleinerem Gerät und nutzt die Maschinen der Regianaltochter N°RRA.

Finnair Economy Class | Check-In & Boarding

Im Terminal 2 des Flughafen Helsinki-Vantaa dominieren Finnair und die oneworld-Partner. Wir hatten Gepäck aufzugeben, dafür nutzt man Check-In Automaten, die neben den Bordkarten auch die Kofferanhänger drucken. An anderer Stelle sind automatisierte Förderbänder zur selbstständigen Aufgabe des Gepäcks. Es waren auch viele Mitarbeiter in der Nähe, die freundlich ihre Unterstützung angeboten haben.

Es gab auch Priority-Schalter für Reisende der Business Class und Statuskunden. Direkt daneben waren auch die Kontrollspuren und der Zugang zu den Gates. Es waren kaum Passagiere und wir waren innerhalb von drei Minuten im Sicherheitsbereich.

Nach einem kurzweiligen Aufenthalt in der Finnair Lounge sind wir erst zur auf der Bordkarte gedruckten Zeit in Richtung Gate. Das Einsteigen verzögerte sich etwas und begann dann wenige Minuten später mit einem kurzen Hinweis zur Abstandsregel. Mein Partner erhielt dabei eine neue Bordkarte mit Sitz in der Business Class. Dies geschah ohne weiteren Kommentar und sorgte bei uns für etwas Verwunderung. Wir dachten die Economy Class sei überbucht und er hatte jetzt Glück.

Ursprünglich wollte ich Avios von British Airways für den Flug einlösen, doch leider gab es keine Verfügbarkeit für die Business Class. Auch wenn wir jetzt getrennt saßen, nahmen wir das kostenlose Upgrade gerne an.

Finnair Economy Class | Flugdaten

Flugnr.: AY1415
Sitz: 23D, Gang
Kabine: Economy Class
Konfiguration: 6 Business, 86 Economy
Abflug (Offiziell): 17:01 (16:55)
Ankunft (Offiziell): 18:35 (18:09)
Reisezeit: 2 Std. 8 Min.
Typ: Embraer 190 (E190)
Registrierung: OH-LKM
Alter: 12,3 Jahre

Finnair Economy Class | Kabine & Sitz

Die Embraer machte einen etwas betagteren Eindruck. Dieser entstand hauptsächlich durch die etwas altbackenen Sitze. Im Gegensatz zu neueren Kabinen und Sitzen mit dünner Rückenlehne mit Kunstleder kommen hier noch etwas sperrige, mit Stoff bezogene Sitze zum Einsatz. Diese wirken auf den ersten Blick etwas komfortabler, waren jedoch ziemlich hart und durchgesessen.

Der Flug war gut besucht, aber nicht voll. Die letzten drei Sitzreihen waren sogar komplett frei und bleiben auch nach „Boarding completed“ leer. Das Upgrade wunderte uns an der Stelle umso mehr, denn es war operationell nicht notwendig.

Abzüglich der sechs geblockten Sitzplätzen in der Business Class verfügt die Maschine über eine Kapazität für insgesamt 94 Passagiere, zwei Flugbegleiterinnen waren für Sicherheit und Service verantwortlich.

Finnair Economy Class | Service

Beim Einsteigen wurde ein Umschlag mit einem Desinfektionstuch für Oberflächen und einem Gel für die Hände verteilt. Nach einem kurzen Briefing ging es auch schon los, nach dem Start gab es eine kurze Durchsage zu dem aktuellen Service und den getroffenen Maßnahmen.

Normalerweise gibt es in Economy Class den Bordservice nur gegen Bezahlung. Um Kontakte zu minimieren wurde dies vorübergehend ausgesetzt. Eine konsequente und faire Maßnahme, denn es wurden kostenlos eine kleine Auswahl von Getränken angeboten. Dazu gehörten neben Saft und Wasser auch Kaffee und Tee.

Je nach Strecke bietet Finnair auf Kurz- und Mittelstrecken auch einen kleinen Snack an. Auf dem heutigen Flug nach Frankfurt war es ein vegetarisches Sandwich mit Käse. Es war relativ frisch belegt und hatte keineswegs die labbrige Konsistenz von verschweißten Broten, die verdächtig lange haltbar sind. Nach dem Verteilen eines Informationszettels der Bundesregierung wurden alle Gäste gebeten nach der Landung sitzen zu bleiben.

Die dicke Wolkenschicht ließ noch in der Luft trübes Wetter in Frankfurt vermuten, im Anflug regnete es kräftig über der Stadt. Entsprechend nass war es beim Rollen zur Parkposition. Das Deboarding funktionierte sehr gut, Passagiere wurden nach Sitzreihen zum Aussteigen aufgerufen und hielten sich konsequent daran.

Ein Manko gab es dann noch nach der Ankunft: Das Gepäck wurde erst eine knappe Stunde nach Touch-Down ausgeliefert.

Finnair Economy Class | Frankfurtflyer Kommentar

Eine Reise mit gutem Start in der Finnair Lounge in Helsinki, einem pünktlichen Flug und einer langen Wartezeit auf den Koffer zum Abschluss. Ich kannte den Service von Finnair und wußte dass es auf innereuropäischen Flügen in der Economy Class nur Verpflegung gegen Cash gibt. Bisher konnte man Menüs auch bei der Buchung bestellen, sogar exklusive Angebote wie Champagner standen zur Auswahl.

Dieser Service wird momentan ausgesetzt, der Ersatz mit dem eingeschränkten aber kostenlosen Getränkesortiment plus Snack waren dafür eine faire Sache. Sparmaßnahmen kann man Finnair in Verbindung mit Corona wirklich nicht vorwerfen. Auch wenn es mit in der Verantwortung der Airline liegt, war die Leistung der Fraport in Sachen Gepäckauslieferung nach dem Flug ungenügend. Die überpünktliche Landung bügelte es dafür etwas aus.

 

 

Weitere Teile des Tripreports:

airBaltic Business Class | Frankfurt – Riga im Airbus A220

Finnair Lounge Helsinki (Schengen)

Finnair Economy Class | Helsinki – Frankfurt im Embraer 190

Bonus: Finnair Business Class | Upgrade vor Abflug!

Hotel-Reviews:

Pullman Riga Old Town

Hilton Tallinn Park

Hilton Helsinki Strand

Das könnte Euch auch interessieren

11 Kommentare

  1. könnt ihr das mal mit diesen drecks rückblicken für jeden scheiss lassen und einstellen?? wenn interessiert der vergangene mist heute noch?? es nervt!
    danke

    • Dann blockiere doch die website and schau Dir die Frankfurtflyer Artikel nicht mehr an! Ich lese die reviews jedenfalls gerne.

    • Hallo Ro,

      der Blog lebt von Reviews! Die Reviews sind mit ein Grund, warum viele Leser diese Seite lesen, weshalb wir daran festhalten werden. So kann man verschiedene Produkte miteinander vergleichen. Wir sind immer dankbar über Lob und Kritik, sofern die Mitteilenden eine gewisse Kinderstube mitbringen – bei diesem Kommentar leider Mangelware. Wir werden weiterhin dienstags, donnerstags, samstags und sonntags eine Review veröffentlichen. Du bist herzlich eingeladen diese Beiträge nicht zu lesen.

      Danke und liebe Grüße

      Nicole

    • Mich interessiert es. 🙂 Andere Mitbürger sicher auch.
      Aber man muss die Reviews ja nicht mögen, wird doch niemand zum Lesen gezwungen.
      Eigentlich war ich bisher nur einmal enttäuscht, von dem vierteiligen Bericht rund um die Welt von einem Gastautor. Da konnte ich keinen wirklichen Inhalt finden. Ist doch ein gutes Hit/Miss-Verhältnis.

      Zur Embraer 190. Kam gerade aus Florenz zurück. Gleiches Flugzeug. Bei der Sitzplatzreservierung war – außer für Familien – jeder zweite Sitz geblockt. War allerdings bei der Auslastung auch kein Kunststück. Noch leerer hatte ich es nur ein einziges Mal in einer 767 von Condor von DUS nach MUC. Mit Ausnahme einer etwa 20-köpfigen Gruppe sehr spezieller Passagiere im Vorderteil waren das 8 individuelle Reisende.

  2. übrigens: der „snack“ bei der Konkurrenz Lufthansa auf die letzten 2 Wochen auf der Strecke war ein Müsliriegel – die sparen halt überall wo es nur geht! Bei 135€ (Start in HEL) für den Return-Flug auch kein Wunder….

    • Echt ist man jetzt wieder beim Müsliriegel? Ich bin mir nicht sicher was ich besser finde, einen mini Riegel oder das komische Sandwich, welches ich nicht essen wollte. LH und das Essen in der Eco auf Kurzstrecken ist so eine Sache und ich versuche das inzwischen zu vermeiden. Die zwei Stunden überlebt man auch ohne, aber andere Airlines können es besser in dem Fall.

      • sooo kurz sind HEL-FRA nicht (offiziell 3h, Realität 2h, 20 ggf. 30min

        Früher (letzter Flug war im Januar nach Riga mit LH), gab es so Sandwiches (wie in den Supermärkten), ganz ok, jedenfalls besser als der 0,5€ Müsli Riegel.

        Wie gesagt: ich vermute die sparen hier gnaadenlos, Preis sind ja immer noch im Keller (ich habe für HEL-FRA-HEL nur 135€ auf LH.com bezahlt) solange Konkurrenz herrscht..

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*