Review: KLM Crown Lounge Amsterdam (No.25/Schengen)

KLM hat während des Lockdowns schon sehr frühzeitig wieder eine Lounge an ihrem Hub in Amsterdam angeboten. Zunächst wurde die Crowne Lounge im non-Schengen Bereich wieder geöffnet, inzwischen ist auch das Pendant bei den Schengen-Gates geöffnet. Vor dem Abflug um 10 Uhr morgens hatte ich ausreichend Zeit um dort zu frühstücken. Trotz einiger Einschränkungen konnte man wieder etwas von den guten alten Zeiten der Fliegerei genießen.

KLM Crown Lounge Schengen | Lage und Zugang

Auf dem Flughafen Schiphol gibt es ein riesiges Loungeangebot. Die einzelnen Lounges werden zur besseren Übersicht nummeriert und sind entsprechend ausgeschildert. Es gibt mehrere Angebote von Priority Pass, einzelnen Airlines und einer Einrichtung der Star Alliance. Diese war zum Zeitpunkt meines Besuches Mitte Juli geschlossen. Der Platzhirsch am Flughafen ist mit Abstand die niederländische KLM die die beiden Crown Lounges in Amsterdam betreibt.

Zugang haben Gäste mit einem Business Class Ticket von KLM, den SkyTeam Airlines und einigen Partnergesellschaften. Auch Statuskunden sind willkommen und können zum Teil einen Gast mit in die Lounge nehmen. Darüberhinaus kann man einen Zugang vorab oder an der Rezeption erwerben. Zur Bezahlung akzeptiert man auch Meilen des KLM-Vielfliegerprogramm Flying Blue.

Zum Eintritt der Lounge scannt man die Bordkarte selbst, man kann bei Problemen auch zu den Angestellten am Empfang. Beim Betreten der Räumlichkeit haben zwei uniformierte KLM-Mitarbeiterinnen die Besucher auf die Maßnahmen zur Distanzierung und Einhaltung der Wege aufmerksam gemacht.

Die Öffnungszeiten sind zur Zeit noch eingeschränkt und gehen von 6:00 Uhr morgens bis 12:00 Uhr mittags. Danach kann man die Lounge im non-Schengen Bereich aufsuchen. Der Zugang zu den non-Schengen Gates unterliegt den Behörden an der Passkontrolle. Die Beamten reagieren laut den Mitarbeitern von KLM aber kulant. Weitere Infos findet man auf der Homepage der Lounge.

KLM Crown Lounge Schengen | Einrichtung

Die Lounge ist hell und freundlich eingerichtet, es gibt viel indirekte Beleuchtung aber kaum Tageslicht. Riesige Panoramafenster erlauben einen Blick aus dem Terminal auf des Geschehen in der Lounge. Die Gates befinden sich aber eine Etage tiefer.

Zahlreiche unterschiedliche Sitzmöglichkeiten bieten Platz zum Essen, Arbeiten oder entspannen. Einzelne Sessel sind direkt an den Fenstern, andere Sitzmöglichkeiten bieten mehr Privatsphäre.

Es gibt Stühle mit Tischen, Sessel, Loungemöbel, Tresen und Barhocker. Das Mobiliar ist relativ neu, das Design geschmackvoll.

Die verschiedenen Bereiche in der Räumlichkeit sind mal mehr, mal weniger durch Wände, Pflanzen oder andere Elemente abgetrennt. Dies entzerrt ein wenig das Gewusel zu Stoßzeiten. Insgesamt ein gelungenes Ambiente.

Steckdosen sind ausreichend verfügbar, für das WLAN benötigt man ein Passwort. Die Verbindung war kostenfrei, stabil und sehr schnell.

Im Eingangsbereich gibt es auch einige Serviceplätze an denen Mitarbeiter für Fragen zur Verfügung stehen. Dort werden auch Umbuchungen und weitere Leistungen rund um die Flugreise durchgeführt. Die Waschräume waren sauber, zu normalen Zeiten gibt es auch Duschen.

KLM Crown Lounge Schengen | Essen & Trinken

Bedingt durch die Öffnungszeiten ist der Fokus auf Frühstück. Wo normalerweise das Buffet steht, sind nun Absperrbänder damit sich die Besucher in einer Reihe anstellen können. Dort werden verschiedene Optionen von Mitarbeitern zusammengestellt. Beim Obst kann man sich selbst bedienen.

Das Ergebnis war absolut in Ordnung und konnte sich sehen lassen: Ein Tablett wurde mit einem belegten Brot, Ei, Croissant und Joghurt zusammengestellt und mit Besteck überreicht. Die Mitarbeiter waren flink und man kam trotz einer Schlange zügig an die Reihe.

Getränke kann man sich selbst holen, der Kaffee aus dem Automaten war akzeptabel. Der Cappuccino hatte sogar einen besonders cremigen Milchschaum. Für Heißgetränke gab es lediglich Pappbecher, für Espresso standen kleine Tassen bereit. Insgesamt drei dieser Kaffeestationen habe ich gezählt, es gab kaum Gedränge. Dort findet man jeweils auch Tee, Milch, Zucker und Gebäck.

Das Getränkesortiment war insgesamt breit sortiert, neben Softdrinks und Säften wurden auch Cava und verschiedene Weine angeboten. Bier von Heineken konnte selbst gezapft werden. Auch stärkere Alkoholika waren vorhanden, zu der Zeit wohl aber weniger gefragt.

Das Personal war mit Servierwagen unterwegs um benutzte Geschirrteile und Müll einzusammeln. Es wurde ordentlich abgeräumt und sauber gemacht, die Verantwortlichen waren trotz des Andrangs immer Herr der Lage.

 

KLM Crown Lounge Schengen | Frankfurtflyer Kommentar

Meine Erwartung war trotz der Einschränkung durch Corona relativ hoch. KLM ist eine riesige Airline und darf an ihrem Hub in Amsterdam auch etwas ordentliches bieten. Die Lounge liegt zentral, man sollte aber immer die ungefähren Wegezeiten zum Gate im Blick behalten, der Flughafen ist nicht gerade klein. Die Schengen-Lounge war ziemlich frequentiert, für den Andrang war die Räumlichkeit zeitweise zu klein. Die Abtrennungen und vielen Ecken konnten die Massen aber etwas entzerren.

Mir sind viele Mitarbeiter aufgefallen die sich bei der Rezeption, als Empfang, am Servicedesk, Theke, Waschräume und in der Lounge selbst um das Wohl der Gäste kümmern. Besonders zu Stoßzeiten haben wir alle schon schlechte Erfahrungen mit verdreckten Tischen und stapelweise Geschirr machen müssen. Dies war an diesem Morgen nicht der Fall.

Das Zusammenstellen bestimmter Komponenten zum Frühstück ist eine gute Lösung, schränkt aber den Platz am ursprünglichen Buffet ein. An das Angebot der Hubs von Lufthansa, Swiss oder gar den asiatischen Carrier kommt KLM nicht heran. Das kann zum einen am eingeschränkten Sortiment liegen, hauptsächlich aber auch daran dass die Lounge für die Anzahl an Abflügen zu klein geraten ist.

 

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2 Kommentare

  1. Kann es sein das der hintere Teil der Lounge noch geschlossen war?
    Ich fliege seit Jahren via Amsterdam. Zu guten Zeiten dürfte ich die Lounge ca 15 mal im Monat zu jeder erdenklichen Zeit besucht haben. Gerade mit der Eröffnung des hinteren Teils sind noch massive Plätze geschaffen worden. Selbst zu absoluten Spitzenzeiten hatte ich noch nie erlebt das dort etwas „beengt“ war.
    Vielleicht hatte ich bisher aber auch einfach immer Glück 🙂

    • Bei den 15 Mal/Monat definitiv eine gute Quote 😉
      Es gab einen hinteren Teil, der geöffnet war. Mit Blick auf die Gates- meintest Du den?

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