Review: Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 von München nach San Francisco

Es gibt kaum eine Airline die so konstant ist wie die Lufthansa. Das trifft zum einen auf den Service aber auch auf die Kabine zu. Alle Langstreckenflugzeuge sind mit den gleichen Sitzen ausgestattet. Es gibt hier nur minimale Unterschiede. Auch die Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 bildet hier keine große Ausnahme. Aus diesem Grund möchte ich mich bezüglich des Sitzes etwas knapper als sonst fassen. Wir haben schon über die Business Class im Airbus A330, im Airbus A380, der Boeing 747-400 und der Boeing 747-8 geschrieben.

Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 – Einleitung

Eigentlich hatte ich ursprünglich vor, den neuen Airbus A350 der Lufthansa von München nach Boston zu fliegen. Von dort sollte es dann mit der Boeing 757 der United weiter nach San Francisco gehen. Allerdings hat United den Flugplan ab Boston geändert, so dass ich meinen Anschluss verpasst hätte. Eigentlich wollte ich über Frankfurt mit der neuen United Boeing 777 in der Polaris Business Class fliegen. Umbuchen wollte man mich aber nicht. Mir wurde nur die Non-Stop Verbindung mit der Lufthansa ab München angeboten.

Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 – Check-In und Boarding

Die besten Sitzplätze waren leider schon belegt. Aus diesem Grund habe ich mich für den Sitzplatz 6A entscheiden. Eingecheckt hatte ich online. Da ich mal wieder ohne Gepäck unterwegs war, ging es im Flugahfen München direkt zur Sicherheitskontrolle und dann in die Lounge. Über die Senatorlounge München Terminal 2 habe ich bereits geschrieben.

Am Gate wurden noch einmal aktiv Cash- Upgrades angeboten. Von der Business in die First Class sollte es stolze 1000 Euro pro Kopf kosten. Immerhin haben zwei Gäste zugeschlagen.

Das Boarding ging nach wenigen Augenblicken los und Gäste der First und Business Class, sowie Familien mit Kindern durften zuerst einsteigen. Natürlich hatten Gäste mit einem Star Alliance Gold Status auch Priorität beim Einsteigen.

Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 – Die Kabine

Lufthansa betreibt zwei Versionen des Airbus A340-600. Hier gibt es eine große und eine kleine Business Class. Diese haben 44, beziehungsweise 56 Sitzplätze in einer 2-2-2 Anordnung. Dabei ist diese in zwei Kabinen aufgeteilt. Die Sitze sind hier am Fenster parallel zueinander angeordnet. Das heißt der Fußraum ist recht weit voneinander weggelegen. Das Füßeln, das so mancher kritisiert, ist hier nur in den Mittelsitzen möglich. Hier liegen die Sitze V-förmig zueinander. Ich würde also immer einen der Fensterplätze wählen.

Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 – Der Sitz

Die Sitze in der Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 lassen sich in ein flaches Bett verwandeln. Dieses ist fast zwei Meter lang und 50 Zentimeter breit. Was mir persönlich weniger gefällt, ist die fehlende Sitzschale in Richtung Gang. Man liegt ziemlich offen da. Immerhin lässt sich die Armlehne versenken, was den Sitz ein wenig breiter macht. Wer ein wenig mehr Privatsphäre wünscht, dem sei der Fensterplatz empfohlen.

Die Sitze sind mit grauem Stoff bezogen. Durch die Luftpolsterung ist der Sitz angenehm weich und sehr komfortabel. Zwischen den Sitzen befindet sich eine Armlehne. Hier lassen sich Kleinigkeiten, wie ein Glas abstellen. Zudem befinden sich hier auch die fest verbauten Sitzcontroller. In der Armlehne befindet sich der Tisch, der sich herausziehen lässt.

Die Kopfstütze ragt etwas vom Sitz ab. Persönlich ist mir diese zu dick, da der Kopf beim Schlafen abknickt.

Jeder Sitz verfügt über einen individuellen Monitor für das Inflight Entertainment System. Die Auswahl an Filmen ist okay, aber nicht überragend. Hier wird Lufthansa aber das Angebot deutlich ausbauen.

Unterhalb des Monitors befindet sich eine kleine Ablage. Für einen dünnen Laptop oder Zeitungen reicht es. Größere Dinge kann man nur unter der Fußablage verstauen. Ablagefläche ist an diesem Sitz also eher Mangelware.

Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 – Catering und Service

Die Crew auf meinem Flug war ziemlich jung. Das soll nicht wertend klingen, aber man hat gemerkt, dass die Mädels wenig Routine hatten. Alles wirkte ein wenig steif. Mühe haben sie sich aber gegeben. Der Service war insgesamt gut, die kleinen persönlichen Nuancen haben aber gefehlt.

Nach dem Start gab es für mich erst einmal einen Baileys gefolgt vom Essen. Besonders weit habe ich es aber nicht geschafft, da ich bereits nach der Vorspeise eingeschlafen bin.

Insgesamt habe ich auf dem fast 11 Stündigen Flug nach San Francisco über acht Stunden geschlafen. Aufgewacht bin ich nur wenn der Nacken mal wieder weh tat, da die Kopfstütze gedrückt hat.

Die letzten zwei Stunden vor der Landung habe ich dann noch einen Film geschaut und die Aussicht über den Rocky Mountains und den Landeanflug nach San Francisco genossen.

Lufthansa Business Class im Airbus A340-600 – Frankfurtflyer Kommentar

In den letzten Wochen hatte ich die Chance den Airbus A340-600, die Boeing 747-8 und den Airbus A380 in der Lufthansa Business Class zu vergleichen. Vom Komfort her würde ich den Airbus A340-600 im Mittelfeld ansetzen, hinter dem Airbus A380.

Der Sitz ist ziemlich bequem (wenn man mal die Kopfstütze ignoriert). Etwas weiter könnte er jedoch sein. Auch die neuen Decken, Kissen und Pyjamas helfen hier beim Schlafkomfort.

Insgesamt war es aber wieder mal ein solider Flug mit der Lufthansa. In meinen Augen gibt es keine Airline, die so konstant ist. Das betrifft die Kabine, die Crew und den Serviceablauf. Man wird nur selten enttäuscht aber genau so unwahrscheinlich ist es, dass man den besten Flug seines Lebens in der Lufthansa Business Class haben wird.

1 Kommentar

  1. Hallo Christoph,

    mir gefällt Deine Formulierung:“….das es unwahrscheinlich ist den besten Flug seines Lebens in der LH C zu erleben!“
    Die Vorspeise sieht jetzt nicht wirklich ansprechend aus….trotzdem hat man das Gefühl von einem gestiegenen Budget für die Kulinarik.

    Ich freu mich auf die Suites Class in 4 Wochen Sowie die Swiss Först😉-dein Bericht hierzu (HKG) war informativ-Danke.
    BG
    Christian

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