Review: Scandic Frankfurt Museumsufer

Vergangene Woche habe ich zwei Nächte im Scandic Frankfurt Museumsufer verbracht. Noch nie gehört? Kein Wunder, denn die schwedische Hotelgruppe Scandic hat dieses Hotel erst kürzlich von der Wyndham Gruppe übernommen und Anfang 2018 neu eröffnet. Das Haus hat bereits eine längere Geschichte, denn bevor es ein Wyndham Grand war, empfing es noch als City Wing, also als zweiter Turm des gegenüberliegenden InterContinental Frankfurt, Gäste. Noch heute existiert ein stillgelegter Tunnel zwischen dem lange renovierungsbedürftigen InterContinental und dem heutigen frisch renovierten Scandic Hotel.

Scandic Frankfurt Museumsufer | Das Hotel

Das Scandic Frankfurt Museumsufer ist das vierte Hotel der Gruppe in Deutschland. Neben Frankfurt existieren zur Zeit zwei weitere Häuser in Berlin und eines in Hamburg. Das Frankfurter Haus bietet insgesamt 293 Zimmer, welche sich auf drei Zimmerkategorien verteilen:

  • Standardzimmer 24-28 qm
  • Superior Best View Zimmer – 28 qm, obere Etagen, Panoramablick, inkl. Minibar
  • Master Suite – 56 qm, 20. Stock, oberste Etage, Panoramablick, inkl. Minibar

Die Hotelgruppe Scandic ist mit einem Netzwerk aus fast 280 Hotels in sechs Ländern die größte Hotelkette im Norden Europas und wird in den kommenden Jahren in Deutschland weiter expandieren.

Das Hotel bietet im Bereich der Lobby einen Mini-Shop für Getränke und Snacks, sowie eine Bar mit angrenzendem Restaurant. Zusätzlich können Gäste rund um die Uhr im Fitnessraum für sportlichen Ausgleich auf Reisen sorgen.

Scandic Frankfurt Museumsufer | Die Lage

Da ich mit der Bahn am Hauptbahnhof anreiste, freute es mich, dass das Hotel nur rund fünf Gehminuten entfernt zum Mainufer hin liegt. Somit befindet man sich direkt im Zentrum der Frankfurter Finanzmetropole und kann sich mit den am Hauptbahnhof gelegenen S- und U-Bahn Verbindungen sehr schnell in der Stadt bewegen.

Autofahrer können im Parkhaus des gegenüberliegenden InterContinental Hotels zu 39,- Euro je 24h parken, oder sich in den umliegenden Straßen, insbesondere entlang des Mainufers einen kostenfreien Parkplatz suchen. Bei früheren Aufenthalten in diesem Stadtteil konnte ich immer in wenigen Minuten einen Platz für mein Auto finden, insbesondere an Wochenenden.

Scandic Frankfurt Museumsufer | Check-In

Das Hotel verfügt über eine helle, schön gestaltete Lobby. Die Rezeption ist nicht zu übersehen und war bei meiner Ankunft am frühen Abend mit mehreren Mitarbeitern besetzt. Der Check-In erfolgte problemlos und schnell, sodass ich in wenigen Augenblicken meine Zimmerkarte 1904 für eines der Superior Zimmer mit Panoramablick in Händen hielt.

Die freundliche Mitarbeiterin wies mich noch kurz auf die Frühstückszeiten und die Nutzung des Wifi hin – welches gänzlich frei nutzbar war, ohne lästige Anmeldung mit Zimmernummern, Namen und mehreren Bestätigungsseiten.

Scandic Frankfurt Museumsufer | Zimmer

Mein Zimmer auf dem 19. Stock lag zur Stadtseite, also in Richtung Hauptbahnhof und Europaviertel, sodass ich ein unverbautes Panorama über die Frankfurter Metropole genießen konnte. Einziges kleines Manko der Zimmerlage war das Rrauschen der Aufzüge, welches ich von meinem Zimmer stetig hören konnte. Bei meinem nächsten Aufenthalt würde ich deshalb um ein Zimmer etwas weiter den Gang entlang fragen.

Das Zimmer selbst war vorwiegend in weiß mit einigen hölzernen- und farbigen Akzenten gehalten. Insgesamt klassisches skandinavisches Design, welches Funktionalität und Ästhetik vereint. Aufgrund des Panoramafensters angenehm war das Zimmer angenehm lichtdurchflutet und der Holzboden sorgte für einen angenehmen Kontrast. Allgemein bevorzuge ich Holzböden gegenüber Teppichböden.

Im Eingangsbereich bot das Zimmer mit einer Kofferauflage und einem Kleiderschrank, welcher einen Bademantel bereit hielt, genügend Stauraum. Direkt daneben befand sich eine inkludierte Minibar, welche mit Wasser, Softdrinks, Säften, Bier und Wein bestückt war. Zusätzlich stand eine Nespresso-Maschine zur Verfügung.

Zur linken befand sich das Badezimmer mit verglaster Regendusche und sehr gutem Wasserdruck. Shampoo, Duschgel und Conditioner in der Dusche, wie auch Seife und Lotion am Waschbecken gab es aus hochwertigen Spendern, welche mit Produkten des schwedischen Produzenten „FACE Stockholm“ gefüllt waren. Die Spender waren hochwertig, sodass ich keine Nachteile gegenüber kleinen, individuellen Fläschchen sehe, und mich freue, dass das Hotel sich um Nachhaltigkeit Gedanken macht. Eine Badewanne stand nicht zur Verfügung.

Das Schlafzimmer war anders gestaltet, als in vielen Hotels. Das Bett stand zentral im Raum, ausgerichtet auf die Panoramafenster. Entlang der Rückseite des Bett war der großzügige Schreibtisch positioniert. Neben einem Bürostuhl befand sich ein weiterer Lounge-Sessel in der Ecke des Zimmers. Ein Spiegel entlang einer Wandseite sorgte für ein angenehmes Raumgefühl.

 

Steckdosen waren im gesamten Zimmer, insbesondere aber auch am Schreibtisch und am Bett verfügbar. Ebenfalls am Bett konnte man sämtliche Lichtquellen steuern. Die Vorhänge am Fenster ließen sich manuell zuziehen und – hier hatte ich etwas Angst, da ich sehr gerne in völliger Dunkelheit schlafe – verdunkelten das Zimmer komplett. Die Klimaanlage bestand zwar nicht aus einem übertechnisierten Touchpanel, dafür ließ sie sich jedoch mit einem einfachen Knopfdruck aktivieren und im Temperaturbereich anpassen – etwas, was in vielen Hotels einfach nicht richtig funktioniert. Ein Flachbildfernseher war ebenfalls vorhanden, welchen ich jedoch nicht nutzte.

Das Bett selbst war komfortabel und für mich, der gerne eine weichere Auflage genießt, perfekt. Kissen, Bettdecke und Bettwäsche wirkten ebenfalls hochwertig.

Das Zimmer war insgesamt in einem sehr guten Zustand, war sauber und entsprach in etwa all dem, was ich von einem guten Hotelzimmer erwarte und hier erfüllt wurde:

  • Bequemes Bett
  • Schöner Ausblick
  • Ausreichend Steckdosen und Wifi
  • Leicht zu regulierende Klimaanlage
  • (Regen-)Dusche mit gutem Wasserdruck

Scandic Frankfurt Museumsufer | Frühstück

Das Frühstücksbuffet wird im Erdgeschoss angrenzend zur Lobby im Bar- und Restaurantbereich angeboten. An meinem ersten Morgen war der Bereich gut gefüllt, weshalb ich leider nur einen Platz auf Loungemöbeln finden konnte – für ein Frühstück nicht unbedingt optimal, jedoch scheint das Restaurant zurzeit vergrößert zu werden.

Das Frühstück selbst bot eine umfangreiche Auswahl an Backwaren, Süßwaren, Cerealien, Konfitüren, Wurst- und Käse, sowie etwas Gemüse. Zusätzlich gab es ein klassisches warmes Buffet mit Spiegeleiern, Rührei, gekochten Eiern, Kartoffeln, Speck und Bohnen.

Für Kaffeespezialitäten standen im Frühstücksbereich mehrere Kaffeevollautomaten zur Verfügung. Teeliebhaber wiederum konnten sich an einem Samowar und ausreichend Teesorten vergnügen. Fruchtsäfte wiederum konnten direkt an der Bar kostenfrei bestellt werden, was ich jedoch nur auf Nachfrage herausfand und etwas klarer erläutert werden könnte.

Scandic Frankfurt Museumsufer | Fitness

Zur Zeit verfügt das Hotel über einen kleinen Fitnessraum, welcher sich in zwei miteinander verbundenen Hotelzimmern auf einem der unteren Stockwerke befindet. Neben einigen Kraft- und Cardiogeräten und zahlreichen Hanteln stehen ausreichend Wasser und Handtücher ebenfalls zur Verfügung.

Aufgrund dessen, dass es sich um Hotelzimmer handelt, ist der Platz und die Anzahl der Geräte stark begrenzt, dafür stehen jedoch zwei Duschen/Toiletten zur Verfügung.

Als ich den Fitnessraum nutzte, standen leider keine Becher für das Wasser zur Verfügung – nach kurzer Suche in den Schränken konnte ich diese jedoch finden. Hier könnte ein Mitarbeiter öfters nach dem Rechten sehen, da auch einige gebrauchte Handtücher und Wasserbecher in den zwei Räumen verteilt standen.

Der Fitnessraum selbst scheint nur eine Übergangslösung zu sein, da vermutlich im Rahmen der Übernahme noch einige Bereiche des Hotels, wie auch das Restaurant, geringfügig umgebaut und angepasst werden.

Prinzipiell konnte ich jedoch mein Sportprogramm im Fitnessraum umsetzen, was jedoch, sobald mehr als 3 Gäste gleichzeitig versuchen Sport zu treiben schwierig werden könnte.

Scandic Frankfurt Museumsufer | Bar & Restaurant

An einem Abend besuchten wir auch die Bar und das Restaurant um einen Aperitif einzunehmen, bevor es uns in die Frankfurter Innenstadt zog. Ich hatte an diesem Abend eine eigene Flasche Wein vorgesehen, welche wir ohne weiteres gegen ein kleines Korkgeld trinken konnten.

Die Bar selbst verfügt noch über einen Außenbereich auf welchem wir Platz nahmen. Der Service war freundlich und effizient und der Betrag konnte problemlos auf mein Zimmer geschrieben werden.

Scandic Frankfurt Museumsufer | Frankfurtflyer Kommentar

Früher war ich sehr oft Gast im InterContinental Hotel in Frankfurt, da mir die Lage in der Nähe des Hauptbahnhofs, aber dafür die Ruhe am Main sehr gut gefallen das. Das InterContinental ist jedoch extrem in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr meinen Ansprüchen.

Mit dem Scandic habe ich jetzt eine gute Alternative gefunden, welche ich in Zukunft gerne wieder buchen würde. Wie bereits zuvor erwähnt entsprachen die Zimmer komplett meinen Ansprüchen, welche ich allgemein für relativ einfach zu erfüllen halte und mir deshalb so manches mal die Frage stellen muss, welche Innenraumarchitekten so manches Hotel bauen und dabei die grundlegendsten Bedürfnisse der Gäste eiskalt ignorieren.

Überzeugt hat mich ebenfalls der freundliche Service im Hotel, sowohl von den Mitarbeitern des Front Desks, als auch im Bar und Restaurantbereich.

Sollte zeitnah der Fitnessbereich ausgebaut werden, ist das Hotel ein perfektes Stadthotel für zukünftige Aufenthalte – für Wellness mit Pool und Co hingegen ist das Hotel weniger geeignet.

 


Hinweis: Der Autor war Gast des Hauses, es wurden allerdings keinerlei redaktionellen Vorgaben gemacht.

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