Review: Swiss Airbus A320 Business Class | Stressiger 30-Minuten-Flug

Mehrere Gründe haben mich zu einer Reise nach Kreta im Herbst bewegt. Zum einen hat ein neues Objekt von Hilton auf der Insel eröffnet, zum anderen gab es Flüge von Edelweiss, die mit Boeing 777-Langstreckenjets der Swiss durchgeführt wurden. Den Auftakt für den Trip war ein Zubringerflug nach Zürich.

Swiss Airbus A320 Business Class | Buchung

Gebucht habe ich die Flüge bei Lufthansa. Dort konnte ich die Variante mit der Triple Seven inkl. dem Zubringer aus Nürnberg auswählen. Der Anschluss von Zürich nach Heraklion war ein Edelweiss-Flug, wurde allerdings an bestimmten Tagen von Swiss durchgeführt. Ende Oktober neigt sich die Hauptsaison in Griechenland dem Ende zu, insbesondere die Rückflüge sind dann hoch frequentiert.

Gebucht: In der Swiss Boeing 777 mit First Class nach Kreta

Daher wurden an einzelnen Tagen größere Maschinen notwendig, Edelweiss hat sich hier mittels Wetleasing Hilfe von Swiss geholt. Für meine Rückreise habe ich mich für eine LH-Verbindung entschieden, dieser wurde allerdings im Codeshare von Aegean durchgeführt.

Swiss Airbus A320 Business Class | Check-In & Boarding

Einen Tag vor Abflug habe ich mit der App von Swiss eingecheckt. Am Flughafen Nürnberg war am darauffolgenden Samstagmorgen wenig los, entsprechend schnell konnten wir unser Gepäck aufgeben. Der nette Agent prüfte noch die Dokumente und Gesundheitserklärungen für die Schweiz und Griechenland und schon ging es in Richtung Gates.

Noch ein Kaffee, Saft & die Zeitung in der Dürer Lounge geholt, da erfolgte der Aufruf zum Einsteigen. Zum Einsatz kam ein Airbus A320, dieser ist eher selten in Nürnberg. Normalerweise schickt Swiss den kleineren A220, wahrscheinlich war heute oder auf dem vorhergehenden Flug die Auslastung entsprechend.

Für unseren Flug hätte dann letztendlich eine kleinere Maschine gereicht, schätzungsweise waren weniger als 100 Gäste an Bord. Der Trennvorhang zwischen Business und Economy Class war bei Reihe 14, dadurch ergab sich eine Kapazität für 48 Passagiere in der Business Class.

Sogar die Notfenster in der Mitte des Jets lagen durch die Aufteilung noch vor der Economy Class.

Swiss Airbus A320 Business Class | Flugdaten

Flugnr.: LX 1197
Sitz: 1F, Fenster
Kabine: Business Class
Konfiguration: 48 Business

108 Economy

Abflug (Tatsächlich): 08:20 (08:27) Uhr
Ankunft (Tatsächlich): 09:15 (09:08)
Reisezeit: 0:41 Std.
Typ: A320-214 (A320)
Registrierung:
HB-IJP
Alter: 24,5 Jahre

Swiss Airbus A320 Business Class | Service

Die Flugzeit wurde mit gerade mal 35 Minuten angegeben. Für die Kabinencrew eine Herausforderung, insbesondere dann wenn die serviceintensivere Business Class entsprechend gebucht ist. Nach der Begrüßung durch Kapitän und Maitre waren wir startbereit und rollten durch den leichten Nebel in Richtung Startbahn.

Die ersten 5 Minuten nach dem Abheben sind Alle an Bord samt Crew angeschnallt, gut 10 Minuten vor der Landung muss jeder wieder sitzen. Damit bleiben bei solch kurzen Strecken keine 20 Minuten Zeit- Stress für die Crew, für Gäste kaum die Chance den gebotenen Service auszukosten.

Die Flugbegleiter waren flink und rollten mit einem Trolley in die Kabine, begannen den Service jedoch in der letzten Reihe. Ein Passagier auf 1A hatte hingegen sofort ein Frühstück und Getränke erhalten, wir konnten von 1D und 1F nur zusehen. Scheinbar ein Vielflieger mit dem höchsten Status.

Nach etwa 10 Minuten waren wir dran, leider gingen zu diesem Zeitpunkt schon wieder die Anschnallzeichen an. Die Flugbegleiter waren teilweise etwas hektisch, teilweise auch verwirrt. Wir erhielten zunächst ein Frühstückstabletts ohne Essen, was aber noch bemerkt und schnell aus der Galley gebracht wurde.

Zu meinem Erstaunen handelte es sich bei dem Inhalt sogar um eine warme Eierspeise, dazu hat man Brötchen aus dem Korb gereicht. Getränke kamen im Sinkflug, für einen Champagner hat es dann noch gereicht. Dazu konnten wir noch den herrlichen Anflug geniessen und auf den Urlaub anstoßen.

Swiss Airbus A320 Business Class | Frankfurtflyer Kommentar

Kurz und knackig ging der erste Teil der Reise vorbei. Von einem 30 minütigen Flug sollte man außer Sicherheit & einer pünktlichen Ankunft nichts weiter erwarten. Vielleicht noch eine Kleinigkeit mehr für Gäste der Business Class, wobei sich die Vorteile bei kurzen Flügen auf Dinge wie Loungezugang (leider nicht mehr in NUE), Freigepäck und die Meilengutschrift beschränken.

Für die Crew bedeutet ein solcher Hüpfer immer Stress, durch einige Parameter wurde dieser auf dem Flug erhöht. Bei 20, 30 oder mehr Business-Gästen ist ein Bordservice kaum noch angenehm zu gestalten. Jeder zusätzliche Handgriff raubt Zeit, daher war ich überrascht, dass es sogar warme Speisen gab. Dazu wurden in weiteren Schritten Gebäck und Getränke gebracht – viele Handgriffe in der kurzen Zeit.

Geschirr, Besteck und Abfälle mussten noch abserviert werden, da hätte es eigentlich ein abgepackter Snack auch getan dachte ich. Nun gut, die Airlines wollen eine Differenzierung zwischen den Klassen anbieten und sich von den anderen unterscheiden. Auch wenn ich versuche meine Erwartungen an den Service auf solchen Flügen niedrig zu halten, habe ich mich über ein Glas Champagner, eine Tasse Kaffee und die Swiss-Schoki sehr gefreut.

 

Weitere Teile des Trips:

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4 Kommentare

  1. ich lese mit Vergnügen die Reviews und habe nur einen kleinen Vorschlag anzubringen. Es ist legitim, ja geradezu erwünscht, dass die Swiss-Schoki eher eine Swiss-Schoggi genannt werden könnte. Schoki sagt bei der Swiss keiner 🙂 und wenn denn schon eine Schweizer Tönung, dann bitte „Schoggi“.

    • Danke für den Hinweis lieber Peter 😉

      Die Schweizer Blogger nennen die Lufthansa-Schokolade dann wahrscheinlich auch Schoggi? Ich habe mich da mal für den deutschen Touch entschieden- bei der nächsten kommt das Doppel-G!

  2. Ein Hüpfer über die Alpen bei Fön

    Ist schon fast 20 Jahre her. Wegen eines ausgefallenen Zubringerfluges von München nach Malpensa mit Alitalia ging es stattdessen im ersten Segment von München nach Zürich. Das Umbuchen funktionierte absolut super.
    Das Flugzeug habe ich vergessen, es war in einer 2-1-Bestuhlung jedenfalls ziemlich klein. Darin bei Fönsturm in nicht übermäßig großer Flughöhe über die Alpen war eine Achterbahnfahrt erster Klasse. Bis zum Gebrauch der Tüte fehlte nicht viel.
    Aber der Clou…
    Ein Mädchen im Kindergartenalter reiste mit. Die bekam sich gar nicht mehr ein vor Vergnügen. 😊

  3. Ich hab für nächstes Jahr MUC-ZRH mit 220 in der BUS gebucht, mit 2 Std Aufenthalt, bevor der Weiterflug erfolgt. Ich freue mich auch die Lounge in ZRH und den 220. Da ich sicherlich in der Lounge in MUC frühstücken werde, werde ich der Crew einen hinweiß geben, dass mir ein Getränk reicht…..

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