Review: Swiss Business Class im Airbus A330 von Zürich nach Delhi

In der heutigen Review möchte ich die Swiss Business Class im Airbus A330 vorstellen. Vor kurzem hatte ich die Chance mit der Swiss auf der Langstrecke von Zürich nach Delhi in Indien zu fliegen. Was ich auf diesem Flug erlebt habe und wie es mir gefallen hat, möchte ich in dieser Review aufzeigen. Aber eines vorweg, der Flug war klasse und es hat mal wieder gezeigt, wie stark dies von der Crew abhängig ist.

Swiss Business Class im Airbus A330 | Boarding

Das Boarding wurde spontan von Gate 46 auf Gate 26 geändert, entsprechend bin ich erst einmal in die falsche Richtung gelaufen und stand vor dem falschen Flugzeug. Selbst schuld, wenn man in der Lounge nicht noch mal auf die Abflugtafel schaut. Am eigentlichen Gate angekommen wurden noch einmal die Pässe, Bordkarten und vor allem das Visum für Indien geprüft. Mittlerweile lässt sich letzteres online als e-Visum beantragen.

Nach wenigen Minuten fing dann das Boarding auch pünktlich an. Zunächst wurden die Gäste der First Class und Hon-Circle Member aufgerufen. Im Anschluss durften die Gäste der Business Class und Inhaber eines Star Alliance Gold Status einsteigen. Familien mit kleinen Kindern durften übrigens jederzeit einsteigen.

Im Flieger angekommen wurde ich von der Maître de Cabin (wie der Kabinenchef/in bei Swiss heißt) freundlich und mit einem Lächeln begrüßt. Mein Sitzplatz 6A war direkt in der ersten Reihe hinter der Galley.

Swiss Business Class im Airbus A330 | Layout

Swiss verbaut in ihren Airbus A330 drei Kabinenklassen. In der First Class befinden sich acht Sitzplätze, die in einer sehr privaten 1-2-1 Anordnung verbaut sind. Natürlich hat jeder Sitzplatz direkten Zugang zum Mittelgang und verfügt dank Trennwände über einen Suite-Charakter.

Die Swiss Business Class im Airbus A330 verfügt über 45 Sitzplätze, die einer 1-2-1 beziehungsweise 2-2-1 Bestuhlung verbaut sind.

Die Sitze auf der K-Seite der Kabine verfügen genau so wie die Mittelsitze über direkten Zugang zum Gang. Die Sitze 6A, 8A, 10A und 12A sind für Alleinreisende auch zu empfehlen.

Der so genannte Thron verfügt über viel Auflagefläche, direkten Zugang zum Gang und vergleichsweise viel Privatsphäre. Miles&More Hon Circle Member und Senatoren können diese Plätze kostenfrei reservieren.

 

Die ersten zwei Reihen der Business Class, das so genannte Stübli befindet sich zwischen der First Class und der Galley. Persönlich würde ich entweder Reihe 4 wählen (5 ist zu nah an den Toiletten) oder eben einen Platz in der großen Kabine aussuchen. Hier würde ich die Fensterplätze in Reihe 9 vermeiden. Hier befindet sich nämlich kein Fenster. Ungünstig finde ich auch, dass es nur zwei Toiletten für die bis zu 45 Gäste gibt. Hier wird es, besonders vor der Landung, häufig zu längeren Wartezeiten kommen.

In der Economy Class sind 183 Sitzplätze in einer 2-4-2 Anordnung verbaut und in zwei Kabinen aufgeteilt.

Swiss Business Class im Airbus A330 | Der Sitz

Für mich war der Airbus A330 der Swiss eine Premiere, aber auch der Thron-Sitz. Kurz vor Boarding habe ich bemerkt, dass in Reihe 6 und 8 diese Sitze noch frei sind.

Ursprünglich hätte ich zu Reihe 8 tendiert, allerdings hat man hier direkten Blick auf den Flügel. In Reihe 6 sitzt man zwar näher an der Galley, aber hat auch einen besseren Blick. Besonders laut oder störend fand ich die Galley nicht. Aber vielleicht haben die Bose Kopfhörer auch nur einen guten Job gemacht.

Der Thron hatte links und rechts neben dem Sitz eine große Ablagefläche. Das ist besonders spannend, wenn man hier zum Beispiel schnell den Laptop abstellen will, um aufzustehen oder zu essen.

Der Sitz ließ sich in ein komplett flaches Bett verstellen, welches 50 Zentimeter breit und um die zwei Meter lang war. Während ich mich in der Business Class der Swiss Boeing 777 im Fußraum vergleichsweise beengt gefühlt habe, war der Thron-Sitz deutlich angenehmer, denn die Fußablage war um einiges größer.

Allerdings sah man dem Sitz und der Kabine das Alter auch schon ein wenig an. Alles wirkte ein wenig fad und grau. Der Monitor für das Inflight Entertainment war ziemlich klein und von der Bildqualität her auch nicht auf dem neusten Stand.

Unterhalb des Bildschirms gab es noch ein weiteres Staufach für Zeitungen und andere Kleinigkeiten. Hier befand sich auch ein USB Anschluss, dieser hat das Handy aber unglaublich langsam geladen.

Auf der linken Seite des Sitzes befand sich der ausklappbare Tisch in der Armlehne. Der Knopf zur Entsicherung des Tisches lag leider so, dass man mit dem Ellenbogen oft und vor allem unfreiwillig drauf kommt und den Tisch entriegelt. In der linken Armlehne war zudem der Controller für die Sitzeinstellung und der Controller für das Inflight Entertainment verbaut. Auf Schulterhöhe gab es sich noch eine Leselampe, eine Steckdose und der Anschluss für die Kopfhörer.

Insgesamt lässt sich sagen, dass der Sitz und die Kabine in der Swiss Business Class im Airbus A330 durchaus etwas älter waren. Hier und da sah man einige Abnutzungsspuren, allerdings war das nicht besonders schlimm, da der Zustand im Großen und Ganzen passte und alles gepflegt und sauber war.

Swiss Business Class im Airbus A330 | Catering und Service

Kurz nach Beginn des Boardings wurden die Speisekarten verteilt. Auf dem Flug sollte es nach dem Start ein großes Mittagessen und vor der Landung ein kleineres Abendessen geben.

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Im Anschluss wurde den Passagieren der Business Class ein warmes Tuch gereicht. Am Boden wurde zudem noch ein Getränk serviert. Zur Auswahl standen Wasser, Saft oder das standesgemäße Glas Champagner. Noch vor dem Start wurde der Wunsch für die Hauptspeise aufgenommen. Für mich sollte es die geschmorte Rinderbrust sein.

Wenigen Minuten nach dem Start wurde das Anschnallzeichen aus gestellt und die Crew begann mit ihrer Arbeit. Noch vor der Vorspeise wurde eine erste Getränkerunde mit warmen Nüssen serviert. In meinem Fall bestellte ich ein Glas Malbec und ein Wasser.

Im Anschluss wurde die Vorspeise serviert. Leider Crevetten, die ich dank meiner Allergie nicht essen kann, der Salat war trotzdem okay.

Die Rinderbrust war zart und saftig. Fleisch im Flugzeug ist nicht immer gut, Swiss überzeugte hier aber auf ganzer Linie.

Im Anschluss wurde noch eine Käseplatte serviert. Auch diese war durchaus gut, dazu wurde ein Glas Portwein angeboten.

Mein persönliches Highlight war aber der Schokokuchen zum Dessert. Absolut grandios!

Das Abendessen, also der kleine Salat mit etwas Hühnchen war hingegen eher überschaubar.

Der Service war sehr aufmerksam. Es wurde immer wieder angeboten, das Glas aufzufüllen. Nebenbei wurde angenehmer Smalltalk geführt und der Umgang der Crew war freundlich und herzlich. So fühlt man sich als Gast sehr wohl.

Swiss Business Class im Airbus A330 | Frankfurtflyer Kommentar

Der Flug in der Swiss Business Class im Airbus A330 von Zürich nach Delhi war ein ziemlich guter Flug. Dank der super Crew hätte ich dort ohne Probleme noch ein paar Stunden ausgehalten. Die Kabine war zwar schon etwas älter, allerdings mag ich sie trotzdem. Der Thron-Sitz ist sicher der perfekte Platz für jeden, der alleine unterwegs ist. Das Catering war überzeugend und die Auswahl und Qualität der Speisen passte. Insgesamt bot die Swiss ein sehr solides Business Class Produkt.

 

Die weiteren Teile dieses Tripreports findet Ihr hier:

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2 Kommentare

  1. Von wegen in die falsche Richtung gelaufen wegen Gatewechsel — das ist ja noch machbar. Ich habe erlebt, dass sogar das Terminal geändert wurde, und zwar von E nach B . Tripple-7 nach BKK geht normalerweise vom Non-Schengen E und war auch lange so angeschrieben. Also: Alle Passagiere zurück per Bahn ins Hauptgebäude und Marsch ins B.
    Grund: Kommt die Maschine nach Aufenthalt frisch von der Werft, so schleppt man sie nicht quer über den Flughafen zum E, sondern nur bis zum B.
    Übrigens: Dank Senator-Status gings für mich zurück per Limousine – – – – und erst noch direkt bis vor den Flieger.

  2. Hey Tim,
    Danke für den Bericht und die Menuempfehlung, ich habe grade die gleiche Kombination genossen.
    Bei den Crevetten hast du nichts verpasst, sieht zwar nett aus, geschmacklich zündets aber nicht (liegt vielleicht auch an den 10.000m).
    Die Rinderbrust und die Nougatschnitte sind in der Tat klasse B-)
    Und auch der Cappuccino der Nespresso-Maschine an Bord solle nicht unerwähnt bleiben.

    Schöne Grüße von LX196 auf dem Weg nach Peking!

    PS: Inflight WIFI ist einfach klasse

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